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Nacken- und Rückenschmerzen

IBriUs35 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

1995 Nackenschmerzen, Schmerzen im linken Arm. Vorstellung beim Arzt, Diagnose: Karpaltunnelsyndrom.Zwischenzeitlich verstärkt immer wiederkehrende Nacken -u. Rückenschmerzen einhergehend mit starkem Brennen im Nackenbereich. Therapie: konservativ (KG usw.)

1999 (1995 -1999) Diverse Arztbesuche, weiter konservative Therapie. Kein Erfolg. Weiterhin Nackenschmerzen mit Ausstrahlung in beide Arme und Beine. Bei Belastung Schwächegefühl, Brennen in den Füßen (bis in die Waden) sowie starke schmerzen im linken Knie. Stimmen und Geräusche waren zum Teil mit Hall behaftet oder klangen wie aus weiter Ferne. Nachziehen des linken Fußes. Erneut Vorstellung beim Orthopäden. Röntgenaufnahmen ohne Befund. Dann Überweisung an Neurologen mit Verdacht auf Mutiple Sklerose. Durchmessen der Nervenleitbahnen, linke Seite verschlechtert. Sehnerv war ok. Daraufhin wurde ein MRT vom Kopf veranlasst. Ergebnis: einzelne Läsionen, welche als unspezifisch dargestellt wurden und nicht als ED-typisch galten. Diagnose: entzündliches Liquor-Syndrom.

Therapie: Cortison (Prednisolon 50mg) oral. - ohne Erfolg - Im gleichen Jahr erfolgte eine stationäre Aufnahme in eine neurologischen Klinik. Gleiches MRT-Bild (s.o), völlig andere Interpretation. Lt. Neurologen in der Klinik

seien die Läsionen eindeutig als MS -spezifisch einzuordnen. Nachfolgend Cortison - Stoßtherapie sowie eine Schubprophylaxe mit Beta - Interferon.

1999-2003 In den vergangenden Jahren hatte ich mich nun intensiv mit meiner Diagnose (also mit der MS) beschäftigt. Durch Austausch mit Betroffenen, studieren diverser Fachbücher und dem surfen im Internet konnte ich mir ein regelrechtes "Fachwissen" über diese Krankheit aneignen. Immer wieder gingen mir die von Betroffenen geschilderten Symptome durch den Kopf ( Doppeltsehen, Ameisenlaufen, Schmerzen im Gesicht (Trigeminusneuralgie oder als Muskelschmerzen), Schwindel etc. pp. Bis heute (August 2007) hatte ich keines dieser Symptome. Aufgrund der akuten Schmerzsituation (so heftig, daß man diese kaum beschreiben könnte) weiterhin ständig Arzt / Facharztbesuche. Aussage der Ärzte: Keine weitere Diagnostik erforderlich, Diagnose steht. Weiterhin Cortison (oral) sowie Tetrazepam, Tegretal, Tramal, Diclofenac, Novalgin usw. Absolut ohne Erfolg! Zwischendurch Psychotherapie, da lt. Meinung der Ärzte mein Problem in der Kindheit läge. (ohne Erfolg). Nach langem Bitten und Betteln, nun doch nochmal Einweisung in die gleiche neurologische Klinik. Es wurde natürlich keine Diagnostik durchgeführt, stattdessen Stoßtherapie mit Cortison (iV). Danach leichte Linderung der Beschwerden für ca. 14 Tage. Bis 2006 keine Veränderung. Immer mal wieder Cortison (oral) wie immer ohne Erfolg. Ärzte / Fachärzte stöhnten und schlugen die Hände über dem Kopf zusammen wenn sie mich in der Nähe des Sprechzimmers sahen.

2006 Nachdem ich mich entschieden hatte den Hausarzt und auch den Neurologen zu wechseln, wurde nun erneut ein MRT durchgeführt.

Beurteilung:

Befundführend ist eine deutliche HWS-Degeneration mit medialer Bandscheibenprotrusion C5/6 nebst neuroforaminaler Engen, begleitend zumindest beginnende spinale Einengung Höhe C5/6. Zusätzlich partiell ödematös osteochondrotische Veränderungen C5/6 sowie TH5/6. Keine Myelopathie, kein Nachweis einer frischen oder faßbaren stattgehabten entzündlichen Myelonaffektion.

Danach erfolgte eine Vorstellung beim Neurochirugen (veranlasst d. Den Neurologen). Nach dem Gespräch mit dem Neurochirugen,(Abklärung ob eine OP zur Beseitigung der Beschwerden führen könne) erfolgte nun die Einweisung in eine (andere) neurologische Klinik. Die Diagnostik dort ergab nun Diagnose:

C7 Myelopathie bei spinaler Enge mit Tetraspastik mit positiven Pyramidenbahnzeichen.

Anamnestisch Encephalomyetltis disseminata; keine Hinweise auf Progredienz bzw.aktuellen Schub.

Im Juni 2006 wurde nun die OP durchgeführt.

Befund:

In der Kernspintomographie zeigt sich eine Osteochondrose HWK 5/6 mit raumfordernder dorsaler Randleiste, so dass der Subarachnoidalraum vollständig aufgebraucht ist.

Da das klinische Bild zu einer Encephalomyelitis disseminata, wie auch zu einer cervicalen Myelopathie passte, ist der Patientin vorerst eine stationäre Untersuchung im Krankenhaus Schleswig empfohlen worden. Dort führte man das klinische Krankheitsbild eher auf eine cervicale Myelopathie zurück. Bei Korrelation der klinischen Symptomatik zur Bildgebung, stellte sich die Indikation zur

Operation. Nach ausführlicher Aufklärung über Risiken, Vorgehen und Erfolgsaussichten, stimmt die

Patientin dem Eingriff schriftlich zu.

Am 26.06.06 wurde der o.g. Eingriff durchgeführt. Die Osteophyten wurden mittels Stanze abgetragen und ein Shell Cage eingepasst. Die Operation verlief komplikationslos. Die postoperativen Röntgenkontrollen der HWS zeigten eine regelrechte Stellung des eingebrachten Cages. Die postoperativ bestehenden Schluckbeschwerden bildeten sich langsam zurück. Ein motorisches Defizit bestand nicht. Von der Patientin werden weiterhin Cervico-Brachialgien linkseitig angegeben, die sich im weiteren stationären Aufenthalt besserten.

Ein MRT der HWS zeigte wie prä-op kein Hinweis auf eine hochgradige cervicale Myelopathie bei regelrechten operierten Verhältnissen wie es vom klinischen Bild zu erwarten wäre.

Meine Beschwerden waren aber immer noch da. Lt Aussage der Klinik-Ärzte sollten sich diese aber nach 1-2 Wochen verabschiedet haben. Leider blieben meine Hoffnungen auf Beschwerdefreiheit unerfüllt. Dafür aber wurde meine Hausapotheke um ein neues Medikament (Neurontin) erweitert. Neurontin ist ein Medikament zur Behandlung bestimmter Formen der Epilepsie.

Im Dezember erneut Einweisung in die neurologische Klinik.

Siehe Befund:

Aus unserer Sicht besteht zusammenfassend zum Einen ein entzündliches Liquorsyndrom ohne bildmorphologischen Nachweis von Entzündungsherden im zentralen Nervensystem. Auf Grund der Anamnese und MR-tomografischen Diagnostik kann zu diesem Zeitpunkt über ein entzündliches Liquorsyndrom hinaus nicht von einer Multiplen Sklerose gesprochen werden. Darüber hinaus besteht ein sensomotorisches Hemisyndrom links, welches wir als Residuum bei Myelopathie im Rahmen einer zervikalen Spinalkanalstenose/Zustand nach operativer Dekompression Juni 2006 einordneten.

Auf Grund der aus unserer Sicht am ehesten neuropathischen Schmerzen, welche die Patientin offenbar seit Jahren beklagt, empfehlen wir einen Therapieversuch mit Neurontin, beginnend mit 3 x 100 mg, jeden 2. Tag um 3 x 100 mg steigernd auf eine Zieldosis von 3 x 400 mg.

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Antworten
IRrisx35


Nacken -u. Rückenschmerzen 2

Am 20.12.06 beendeten wir den stationären Aufenthalt und entließen die Patientin in Ihre hausärztliche Betreuung. Zu empfehlen ist eine ambulante neurologische Weiterbehandlung.

Beschwerden blieben unverändert.

2007 Im April 2007 erneut Vorstellung bei einer Neurochirugin. Wieder neue MRT-Aufnahmen sowie Liquor - Untersuchung.Nach Auswertung der MRT-Bilder -

Siehe radiologischer Befund:

(Zervikale Stenose? Z. n. OP HW5/6.

Technik: T2 TSE sag. 3 mm, Tl TSE sag. 3 mm, T2 TSE cor. 3 mm, T2 Medic tra. 4 mm, T2 Medic tra. 4 mm mit KM FS, Tl TSE sag. 3 mm mit KM FS.

Leichte Hyperlordose der HWS. Kein Nachweis eines Wirbelgleitens. Z. n. OP des BS-Faches C5/6, wahrscheinlich Verblockung mit Knochenspan. Im WK C6 zeigt sich jedoch ein mäßiggradiges Ödem. Unauffällige Darstellung der Segmente C2/3, C3/4 und C4/5.

C5/6: Im operierten Segment beidseits leichtgradige Einengung der Neuroforamina durch dorsale knöcherne Strukturen. Eine Bedrängung der Nerven C6 intraforaminal insbesondere rechts ist nicht auszuschließen. Das Myelon wird nicht bedrängt. Der Spinalkanal ist mit einem sagittalen Durchmesser von ca. 7,5 mm jedoch eingeengt.

Die BS-Fächer C6/7, C7/TH1 stellen sich unauffällig dar. Weite des Spinalkanals hier 11 mm. Jeweils freie Durchgängigkeit der Neuroforamina.

Paravertebral kein pathologischer Zusatzbefund, insbesondere kein Nachweis eines paravertebralen Hämatoms.)- hieß es nun, es solle eine Korrektur-OP durchgeführt werden.(Cage-Sitz nicht korrekt).Dann im Juli 2007 Aufnahme in die Neurochirugie. Nachdem sich die Ärzte in der Klink nun nochmal die MRT-Bilder und meine Anamnese angeschaut hatten, kamen sie zu folgendem Entschluß: OP nicht notwendig, Cage sitzt bestens, Diagnose MS sowie cervikale Myelopathie. Stoßtherapie mit Cortison. Nach einer Woche Entlassung nach Hause mit Rezept über KG im Gepäck.Da ich bisher schlechte Erfahrung mit KG gemacht hatte, kam ich auf die Idee den Pysiotherapeuten zu wechseln.Schon nach einer Anwendung spürte ich eine angenehme Wirkung. Nach einer weiteren Anwendung waren die Schmerzen relativ erträglich geworden.(vermutlich spielte aber auch die Cortison-Infusion eine Rolle). Nach ca. 5-6 Anwendungen spürte ich auch meine linke Körperhälfte wieder aus dem "Schlaf" erwachen. Nach ca. 3 Wochen verspürte ich dann plötzlich ein kribbeln am ganzen Körper, einhergehend mit Schmerzen im Lendenwirbelbereich, Ohrensausen, brennender Schmerz in den Schultern sowie ein Kribbeln und Brennen in den Füßen bis hoch in die Waden, linke Gesichtshälfte und Arm fühlten sich taub an. Da ich aufgrund des störenden Gefühls in der HWS (zeitweise Druckgefühl in Richtung Speise -u. Luftröhre) ständig meinen Kopf hin -u. her drehte, fiel mir auf, dass sich alle die genannten Symptome durch den richtigen "Kopfdreh" abschalten ließen. D.h. wenn wieder eines der Symptome auftritt, schalte ich es manuell (durch Kopfdrehen) ab.

Natürlich hab ich bei Arztbesuchen auf diese Problematik hingewiesen, doch leider wurde dieses bisher ignoriert. Ich erhalte dann immer folgende Standard-Antwort: Sie haben MS, finden sie sich damit ab. Doch das überaus störende Gefühl und der Druck im Halswirbelbereich bleibt auch nach wie vor unverändert. Möglicherweise leide ich an einer multiplen Sklerose (wie auch immer) nur habe ich bisher von keinem der Betroffenen gehört, dass sich die Symptome einfach abschalten lassen.

Was haltet ihr davon? Soll ich am Ball bleiben oder mich mit der Situation abfinden ?

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Liebe Iris,

deine Symptome deuten alle auf ein Problem der Wirbelsäule - insbesondere Kopfgelenk - hin.

Die durch die Physiotherapie ausgelösten Reaktionen sind zwar unangenehm, zeigen aber dass da etwas in Bewegung ist. Schmerzen haben neben ihrer unangenehmen Wirkung auch eine positive Funktion, denn sie signalisieren, dass der Körper das Bestreben hat, sich zu regenerieren.

Ferner kannst du dich auch mit dem Benutzer "HarryK" in diesem Forum austauschen. Er kann dir eventuell in deinem Vorgehen weiterhelfen.

Liebe Grüße

Chris

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Hallo,ich würde zum Neurochirugen gehen,aber mal MRT-Kopfes,denn es gibt Arnold-Chiara-Fehlgradbildung Typ und Kleinhirnteilesenkung und macht auch Schmerzen und ich habe dafür isometrische KG und Ulltraschall und bei mir hat es aufs Gehör gelegt und Tinntus verursacht,ist auch teilweise Durchblutungsstörung :)= :-X

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Hallo iris,sicherlich nicht ganz,also lasse dich zum Neurochirugen überweisen und gleichzeitig MRT-Kopfes und wird alles gut LG ava :)_

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