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Muskelzucken, Angststörung, Tinitus, Unwohlsein

N#obondy2x1 hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Ich habe seit ca. 2 Monaten Zucken in verschiedenen Muskeln am ganzen Körper, vor Allem in Waden und Oberschenkeln. Dieses Zucken tritt dabei nicht im ganzen Musel, sondern nur in kleinen Teilen davon auf und wiederholt sich oft, sodass meine Waden fast ständig zucken. Außerdem habe ich kurz vorher Tinitus auf beiden Ohren bekommen und ich fühle mich ständig wie abwesend (als wenn ich neben mir stehen würde). Bevor alles anfing hatte ich einen Fahrradsturz, bei dem ich u.A. auf dehn Kopf gefallen bin, aber nicht bewusstlos war. Das hielten alle Ärzte bis jetzt für die Ursache, doch das ist mittlerweile über 2 Monate her. Kurz nach dem Fahrradsturz bekam ich auch Angstattaken, die beim ersten Mal ein ganzes Wochenende anhielten. Jetzt sind sie seltener geworden, doch noch da. Habe deswegen vom Arzt Opipramol verschrieben bekommen, was die Angstattaken gebessert hat, der Rest ist allerdings wie vorher.

Letzte Woche wurde ich für Untersuchungen ins Krankenhaus geschickt. Das Ergebnis: CT, MRT, EMG, ENG, LP ohne Befund. Jetzt wird alles auf die Psychie geschoben, doch ich hatte noch nie Probleme mit Stress umzugehen oder zu Depressionen zu neigen, bin ein sehr fröhlicher Mensch und habe keinen Grund dazu...

Habe allerdings hier in Foren gelesen, dass solche Symptome auch von einer Amalgamveriftung kommen können. Habe auch 1/2 Monate bevor die Symptome begannen eine neue Amalgamfüllung (ziemlich groß) bekommen und diese bereits durch Kunststoff ersetzten lassen. Hab im Moment noch eine kleinere Amalgamfüllung im Zahn, die ich schon seit ich jung war (bin jetzt 21) drin hab. Die Ärzte schließen eine Schwermetallvergiftung aus, bzw. wollen mich nicht darauf testen, weil das zu teuer ist.

Meine Fragen: Können meine Symptome von einer Amalgamvergiftung kommen? Welcher Arzt testet mich darauf? Von was können die Symptome noch kommen? Gibt es Leute mit ähnlichen Symptomen, bzw. Erfahrung mit so etwas?

Antworten
aJgne_s


Von was können die Symptome noch kommen? Gibt es Leute mit ähnlichen Symptomen

Es gibt hier viele Fäden von Leuten mit psychosomatsichen Beschwerden, in die Du Dich einklinken kannst.

Eine PN an Lupo könnte auch eine gute Idee sein.

LIupvox049


Kurz nach dem Fahrradsturz bekam ich auch Angstattaken, die beim ersten Mal ein ganzes Wochenende anhielten.

Warum, glaubts Du, hast Du diese Angstattacken bekommen ?

Wegen dem Sturz, wegen der Symptome, oder einfach so aus heiterem Himmel ? War es das erste Mal oder hattest Du vorher schon mal Angstprobleme ?

Jetzt wird alles auf die Psychie geschoben, doch ich hatte noch nie Probleme mit Stress umzugehen oder zu Depressionen zu neigen, bin ein sehr fröhlicher Mensch und habe keinen Grund dazu...

Ja, das dachte ich auch mal, aber die Tatsache, ein fröhlicher Mensch zu sein, schliesst nicht gleichzeitig aus, irgendwann einmal im Leben - unter bestimmten Voraussetzungen, psychische Probleme zu bekommen. Und wenn man - vordergründig - mit Stress keine Probleme hat und nicht zu Depressionen neigt, kann man dennoch Probleme mit Angst haben bzw. bekommen - und das leider von heute auf morgen, das habe ich selbst erlebt.

Zu Deinen Symptomen kann ich Dir nur sagen, dass sie durchaus zu der endlos langen Liste der möglichen psychosomatischen Symptome zählen und nach Deinen glücklicherweise befundlosen Untersuchungen der Grund durchaus in dieser Richtung liegen könnte.

Gerade bei Leuten, die noch "Probleme" mit einer evtl. psychischen Ursache (und mir einer dementsprechenden Therapie) haben, würde ich regelmässiges Entspannungstraining und Bewegung/Sport als "Erste-Hilfe-Therapie" empfehlen.

Alles Gute erstmal & Grüsse

Lupo

L@upo:049


PS:

Im Thema "Amalgan" kenne ich mich leider nicht aus, nur, ich glaube einfach nicht dran, dass es damit etwas zu tun hat....

S5ilv{a-F


Hallo Nobody,

auch bei Dir meine ich, da das Opipramol Wirkung gezeigt hat, lässt sich daraus schlussfolgern, dass Deine Psyche schon der richtige Ansatz ist.

Oder wirkt das Medi auch gegen mögl. Vergiftungserscheinungen?

Ich denke nein.

Abgesehen davon, hier schließe ich mich Lupo an.

Ich glaube auch nicht an so etwas.

Nimmst Du das Opipramol eigentlich noch?

Deiner Schilderung entnehme ich, dass Du nicht so recht an die Psyche glauben magst.

Auch mir hat Sport als Erste-Hilfe-Maßnahme sehr geholfen.

Sehr guter Tipp!!

Machst Du derzeit Sport oder bist Du aktiv?

Liebe Grüße, Silva

Bei mir war es definitiv die Psyche.

Kenne die Angstattacken auch.

S&ilHva-xF


huch, das ist was verrutscht in meinem Beitrag ;-)

NQo7bodPy21


@ Lupo049:

Ich hatte solche Symptome vorher noch nicht, kenne solche Angstattaken auch nicht, es kam einfach aus heiterem Himmel... Hätte überhaupt keinen Grund dazu, bei mir läuft alles super in der Liebe und im Job (fang nächste Woche ne Ausbildung an).

@Silvia-F:

Ich denke schon das es auch mit der Psychie zu tun hat, bloß komisch finde ich, dass ich mich ab dem Tag nach dem Fahrradsturz so komisch gefühlt habe (als wenn ich nicht wirklich da wäre, Tinitus). Das Zucken kann von der Psychie kommen denke ich, denn ich hab mir halt auch ziemlich Gedankehn drum gemacht, warums mir plötzlich so schlecht geht und was mit mir los ist. In meinem Kopf ist aber alles ok laut Untersuchungen und das glaub ich ja auch, bloß mir fehlt eben eine plausible Erklärung für meine Beschwerden, das ist eher das Problem. Werde das mit dem Sport mal ausprobieren und meine Neurologin hat mich zur Verhaltenstherapie überwiesen, mal sehn ob das der richtige Weg ist.

Auf jeden Fall schon mal danke für die Beiträge!

w1ett6erf\ee70x9


hallo nobody21,

habe fragen zu deinem befinden...

sind deine symptome besser geworden oder weggegangen? es ist ja schon bald 2 jahre her, als du hier im forum geschrieben hast.

ich habe original die gleichen symptome. bei mir fing alles im februar 2009 an. ich steckte im examen und bekam ganz schlimme prüfungsangst mit 2 panikanfällen, die ich vorher noch nie gehabt habe!!!! niemals! ich habe auch nie unter prüfungsangst gelitten.

die panikanfälle habe ich aber wirklich nur 2 mal gehabt (einmal im examen und einmal mitten beim abendessen), aber sie sind bis heute nicht rückgekehrt (zum glück).

mir gings nach meinem examen dann 14 tage gut und auf mal bekam ich "kopfgefühle", d.h. mir gings im kopf schlecht. ich kann aber nicht genaus sagen wie: so eine mischung aus schwindel-schwebegefühl, tunnelblick, sehstörungen und kopfdruck. zudem fühlte ich mich "burn out" und konnte gesprächen oder radio oder fernsehen nicht mehr folgen. mich hat alles genervt. mir viel es auch schwer ein buch oder zeitung zu lesen. ständig verlas ich mich. auch bekam ich tinnitus und sehstörungen. die sehstörungen sind wieder abgeklungen, aber seitwochen plage ich mich auch mit muskelzuckungen am ganzen körper rum. meistens aber habe ich es in beiden beinen und vor allem in den waden an den innen-und aussenseiten. es fühlt sich jedesmal wie eine explosion unter der haut an. im ruhezustand abends im bett ists ganz schlimm. zudem habe ich immer einen knochenschmerz bzw. ein "ziehen" in den gliedmaßen. das tut echt weh. vor zwei tagen hatte ich sogar das gefühl eines "eingeschlafenen" armes links und auch rechts.

seit februar habe ich täglich etwas anderes, obwohl ich nicht in mich hineinhöre und obwohl ich auch ein fröhlicher und positiver mensch bin. mental-seelisch habe ich mich noch nie besser gefühlt und dennoch habe ich all diese symptome im wechsel. das schlimmste sind aber wohl diese "kopfgefühle". an manchen tagen ists besser, manchmal aber ganz schlimm...

ich war schon bei 2 ärzten und 2 neurologen, augenarzt, hautarzt (zwecks allergietest), orthopäden (wegen wirbelsäule und nerv abgedrückt), die jeweils auch alles auf "psychosomatische beschwerden" schoben. ich mag es auch nicht glauben. meine hausärztin ließ anklingen, dass es zeichen von multipler sklerose sein könnten, aber beide neurologen wollten kein MRT machen, um das auzuschließen. sie meinten, es mache keinen sinn auf MS zu untersuchen, denn MS sei eh selten, zudem unheilbar und ferner gäbs keine heilung und es sei doch dann besser, wenn ich ohne angst einfach weiterlebe. der eine neurologe wollte mir stattdessen psychopharmaka verschreiben und der andere wollte, dass ich zu einer psychologin gehe. beides habe ich nicht gemacht.

die angst mir der multiplen sklerose ist jedoch fest in meinem kopf verankert. denn ständig habe ich was neues. seit februar geht das jetzt so... ich habe auch das zu ärzten rennen satt.

troztdem: die symptome habe ich, ich bilde es mir nicht ein und sie sind teilweise so heftig, dass ich nicht glauben kann, dass es "nur" psychosomatisch ist....nach der langen zeit von februar müsste der "examensstress" usw. doch weg sein. warum spielt mein körper immer noch verrückt?

wie ergeht es dir denn jetzt? nimmst du noch opipramol? es bringt doch nur den hirnstoffwechsel durcheinander, oder?man muss so was doch aus dem körper ausschleichen? meine hausärztin hats mir auch gegeben, ich habe es aber nur 1 mal nach dem zweiten panikanfall im märz genommen und sofort wieder aufgehört es zu nehmen...

ich wünschte, du könntest mir sagen, dass bei dir alles wieder in ordnung ist und dass es einfach seine zeit braucht...

mich beeinträchtigt das alles so und auch das arbeiten... ich bin seit febraur körperlich echt nicht mehr die alte. ich habe so was vorher noch nie gehabt. ich hatte niemals psychosomatische beschwerden.

ich wäre froh, wenn du mir zurückschreibst.

wie gehst du denn damit jetzt um?

für eine rückantwort und tipps wäre ich sehr dankbar.

viele grüße

wetterfee :-)

vom 26.08.07 14:54 im Faden Muskelzucken, Angststörung, Tinitus, Unwohlsein

Hallo!

Ich habe seit ca. 2 Monaten Zucken in verschiedenen Muskeln am ganzen Körper, vor Allem in Waden und Oberschenkeln. Dieses Zucken tritt dabei nicht im ganzen Musel, sondern nur in kleinen Teilen davon auf und wiederholt sich oft, sodass meine Waden fast ständig zucken. Außerdem habe ich kurz vorher Tinitus auf beiden Ohren bekommen und ich fühle mich ständig wie abwesend (als wenn ich neben mir stehen würde). Bevor alles anfing hatte ich einen Fahrradsturz, bei dem ich u.A. auf dehn Kopf gefallen bin, aber nicht bewusstlos war. Das hielten alle Ärzte bis jetzt für die Ursache, doch das ist mittlerweile über 2 Monate her. Kurz nach dem Fahrradsturz bekam ich auch Angstattaken, die beim ersten Mal ein ganzes Wochenende anhielten. Jetzt sind sie seltener geworden, doch noch da. Habe deswegen vom Arzt Opipramol verschrieben bekommen, was die Angstattaken gebessert hat, der Rest ist allerdings wie vorher.

Letzte Woche wurde ich für Untersuchungen ins Krankenhaus geschickt. Das Ergebnis: CT, MRT, EMG, ENG, LP ohne Befund. Jetzt wird alles auf die Psychie geschoben, doch ich hatte noch nie Probleme mit Stress umzugehen oder zu Depressionen zu neigen, bin ein sehr fröhlicher Mensch und habe keinen Grund dazu...

Habe allerdings hier in Foren gelesen, dass solche Symptome auch von einer Amalgamveriftung kommen können. Habe auch 1/2 Monate bevor die Symptome begannen eine neue Amalgamfüllung (ziemlich groß) bekommen und diese bereits durch Kunststoff ersetzten lassen. Hab im Moment noch eine kleinere Amalgamfüllung im Zahn, die ich schon seit ich jung war (bin jetzt 21) drin hab. Die Ärzte schließen eine Schwermetallvergiftung aus, bzw. wollen mich nicht darauf testen, weil das zu teuer ist.

Meine Fragen: Können meine Symptome von einer Amalgamvergiftung kommen? Welcher Arzt testet mich darauf? Von was können die Symptome noch kommen? Gibt es Leute mit ähnlichen Symptomen, bzw. Erfahrung mit so etwas?

mwause prinxz


meine hausärztin ließ anklingen, dass es zeichen von multipler sklerose sein könnten, aber beide neurologen wollten kein MRT machen, um das auzuschließen. sie meinten, es mache keinen sinn auf MS zu untersuchen, denn MS sei eh selten, zudem unheilbar und ferner gäbs keine heilung und es sei doch dann besser, wenn ich ohne angst einfach weiterlebe. der eine neurologe wollte mir stattdessen psychopharmaka verschreiben und der andere wollte, dass ich zu einer psychologin gehe. beides habe ich nicht gemacht.

Was sind denn das für Neurologen, mir fehlen die Worte. Bevor die Diagnose"psychisch" gestellt werden kann, gehört alles andere ausgeschlossen. Stress kann durchaus zum Ausbruch von bestimmten Krankheiten führen, die nichts mit einer Angststörung zu tun haben. Wie siehts aus mit deiner Schilddrüse, diversen Infektionen (Borreliose, neurotrope Viren- einfaches Blutbild reicht nicht), Krankheiten aus dem rheumatischen Formenkreis?

LG

L>upgo049


die angst mir der multiplen sklerose ist jedoch fest in meinem kopf verankert.

Kein Wunder, wenn Deine Hausärztin das schon so taktvoll "anklingen" lässt...

Ich würde jetzt auf ein Kopf-MRT bestehen, damit lassen sich schon einige Sachen ausschliessen und ein negativer Befund würde Dich wahrscheinlich immens beruhigen.

Von der Historie und von den Symptomen her halte ich - aus eigener Erfahrung - psychosomatische Beschwerden jedoch für wahrscheinlich.

Ich weiss, dass das ist zwar schwer zu begreifen ist...

Grüsse !

Lupo

NDoboydxy21


Hallo!

Es ist nun schon einige Zeit der Höhen und Tiefen vergangen. Ich möchte hier meine Erfahrungen schildern.

Ich habe zuerst die Verhaltenstherapie gemacht, die mir sehr geholfen hat. Mit dieser Hilfe konnte ich schnell das Opipramol absetzen. Auch meine Therapeutin rat mir zu Sport, der sich als sehr hilfreich für die Angstgefühle herausstellte. Ich habe jetzt nur noch selten mit Angst-Attacken zu kämpfen.

Das Zucken in den Beinen ist noch manchmal da, ich habe aber gelernt es zu "ignorieren". Kurz drauf wurde es besser. Meine Therapeutin sagte mit: Kein Checking. Sie hatte Recht. Wenn ich jetzt im Job viel Stress habe, kommt es machnmal wieder, ich weiß aber, dass es vom Stress kommt.

Der Tinnitus ist immernoch da und mein grlößtes Problem. Nachdem ich beim x-ten HNO-Arzt war, der mir sagte, dass er mir nicht helfen konnte, bin ich auf einen Privatarzt aus Rosenheim gestoßen, der meine Probleme einem Trauma der HWS zuschreibt. Leider will die Rentenversicherung kein Kuhr dafür zahlen, sodass ich hier erst mal nicht weiterkomme.

Was ich noch gemacht habe: Ostheopatie. Das hilft mir sehr gut und hat mich z.B. letztes Jahr den gesamten sommer hindurch gerettet. Der Tinnitus war nicht weg, aber deutlich besser.

Momentan habe ich Probleme mit ständiger Veränderung des Tinnitus. Das tritt teilweise auf, wenn ich mich im Bett auf die Seite drehe und wird dann wieder besser, wenn ich mich andersherum drehe. Spricht für mich für HWS oder ähnlich.

Auch das Benommenheitsgefühl war zwischenzeitlich weg. Leider ist es momentan wieder stärker da. Kann sein, dass es von meiner momentanen Akkupunktur-Behandlung kommt. Dirt zeigte sich auch das Angstgefühl zum 1. Mal wieder.

Fazit: Ich glaube, dass durch meine Fahrradsturz etwas (evtl. muskuläres) an meiner HWS in Mitleidenschaft gezogen wurde. Darum kümmere ich mich regelmäßig mit Sport und Ostheopatie/Manueller Therapie. Es gib auch definitiv eine psychische Komponente, denn bei viel Stress werden die Bschwerden schlimmer oder treten wieder auf.

Ich hoffe ich konnte einigen Leuten mit meinen Ausführungen helfen, bzw. Mut machen. Ich kann nachvollziehen wie aussichtslos die Lage ist, wenn man so aus der Bahn geworden wird. Die Devise ist hier: Nicht aufgeben!

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