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Beschwerden nach Meningitis/ Encephalitis

B*odhxi hat die Diskussion gestartet


(???)

Hallo liebe Foren-Mitglieder,

Ich selbst habe damals im Alter von 39 Jahren, (heute 49 Jahre) durch die Einnahme von Zovirax 200, (Aciclovir) unverhofft eine aseptische Meningitis durchgemacht. Nachdem das Präparat jedoch aus den Zellen nicht mehr ausgeschieden werden konnte, wurde aus der Meningitis eine Encephalitis (Entzündung des Gehrins). Unmittelbar danach lag ich im Sterbekoma mit hohem Fieber ecr.. Die direkten Folgen anschließend empfand ich als sehr schlimm. Ungeheurer Kopfschmerz, wie wenn die Nerven abgeschliffen worden wären, Schwindel und Müdigkeit, Krankheitsgefühl, Nervenverbrennungs- und Taubheitsgefühl im Rückenwirbelkanal und unter der Schädeldecke, ein Gefühl wie wenn feine Splitter das Gehirn streng umspannen. (Dornenkrone!) Ferner Angstzustände, psychotische Depressionen, Muskelkrämpfe, Sehstörungen, starke Antriebslosigkeit, Suizidalität und immer wieder Angstzustände.

Es hat praktisch niemand gegeben der mir helfen konnte, obwohl ich überall war. Einige Ärzte und Heiler konnte ich im Laufe der Jahre finden, die das eine oder andere hilfreiche Mittel kannten.

Am hilfreichsten war homöophatisch: Heleborus C 200, sodann Aristoforat 180 (Johanniskraut 5-7:1), 2 mal täglich auf Dauer, Medivitan Neuro N (B-Vitamine für neurologische Systemerkrankungen) und Alpha-Liponsäure (Verla, 200-er). u.a.

Mittlerweile sind 11 Jahre vergangen. Verblieben sind mir bis heute: Nerven-Mißempfindungen und eine Art von Pelzigkeit im Nervenbereich, wie wenn sich etwas zusammenzieht, sowie stark bedrückende Zustände, vmtl. starke Depressionen. Kopf und Hände sind nach dem Schlafen pelzig, bzw. taub. Diese Zustände in dieser geschilderten Kombination treten besonders nach dem Aufwachen fürchterlich massiv in Erscheinung. Solange ich dann wach bin geht es einigermaßen, aber nach dem Schlafen ist das ein Alptraum - noch bevor ich ganz wach bin, ist es am Schlimmsten. Manchmal sind diese Zustände auch am Tag über, besonders die Mißempfindungen, teils über Tage und Wochen anhaltend. Ich beneide manchmal die Toten und muß gestehen, dass es vielleicht besser gewesen wäre, ich wäre damals daran gestorben!

Niemand kann mir ein helfendes Mittel anbieten!? Wenn ich täglich 2 mal 180-er Aristoforat nehme, wird die Sache ein Stück weit besser, manchmal sogar wesentlich besser. Der Nachteil ist aber, dass mit der Wirkung von Johanniskraut das Nervensystem heruntergefahren wird, zwar sind dann die Beschwerden fast weg, aber dafür bin ich aber langsamer, abgebremster, praktisch nicht mehr leistungsfähig und morgens sehr stark und lange müde. So pendle ich nun seit Jahren zwischen kurmäßigen Anwendungen mit Aristoforat und Zeiten in denen "das Nervensysten von alleine hält" hin und her.

Valloron-Tropfen stellen die Beschwerden sehr gut ab. Es hat eine Zeit gegeben, da habe ich sie "mein zwei-Stunden-Glück" genannt. Seit über sechs Jahren verzichte ich aber auf die Einnahme, weil das keine Lösung auf Dauer ist! Mit Alkohol erreiche ich ebenfalls zunächst einen "leicht euphorischen, schmerzfreien" Gesamtzustand. Auch dies ist eher nun Seltenheit, seitdem ich feststellen mußte, dass ich diese kurze "Erholungsphase" anschließend mit tagelangen stärkeren Leidensphasen abbüsen muß!

Somit habe ich seit Jahren auf alles verzichtet. Wenig Alkohol, kein Nikotin, keine Schmerzmittel!

Mein Hausarzt sagt ich hätte Glück gehabt und aus dieser Erkrankung nur das "kleine" Paket mit nach Hause genommen. Meine Neurologin sagt, aus Erfahrung wäre ich mit Aristoforat noch am Besten bedient, alle anderen chemischen Neurolpetika und Antidepressiva wären eine "Schiene ohne Wiederkehr!" Ein Neurologe hat mir erklärt, es wären die Schutzmoleküle um die Nervenbahnen durch die Meningitis, bzw. Encephalitis zerstört worden, dadurch liegen jetzt die Nervenleitungen "ungeschützt blank aneinander" - das wäre der Grund für die Mißempfindungen! Mehrfach wurde ich von Ärzten darauf angesprochen, dass es Zeit wäre eine "Psychotherapie" zu machen. Das verstehe ich aber nicht? Ich war unerfeulicherweise bereits in Grönenbach gewesen. Das "Rumgerede" zu den bestehenden Beschwerden war wirklich eine unverschämte Zumutung und alles andere, als eine Hilfe! Andererseits ist das Leben auf die Dauer so nicht möglich!

Meine Frage an alle die mir Antworten möchten:

Was kann ich dagegen tun? Wer weis guten Rat? Was rät der Fachmann?

Welche Betroffenen haben noch Präparate anzubieten, welche ich nicht kenne? - Was kann helfen?

Gibt es eine Selbsthilfegruppe für Personen mit Mißempfindungen nach einer Hirnhautentzündung?

Kennt jemand ANE-Betroffene? (Aciclovir-Neurotoxicity-Encephalitis-Geschädigte)

Vielen Dank. Und gute Besserung an alle Betroffenen!

Mit freundlichen Grüßen

Dominik

Antworten
aTgnexs


wofür war denn das Zovirax?

ich kenne das eher andersrum: aseptische Meningitis, d.h. kein keim isoliert, deshalb im Falle eines Falles Zovirax als Behandlung

B7od_hi


Re: Wofür das Zovirax war?

Liebe agnes,

vielen Dank zunächst, dass Du Dir Zeit und Interesse genommen hast auf meinen Artikel zu antworten. (Somit stehe ich nicht ganz alleine im Regen!)

Auf Deine Frage: Das Zovirax war von einem Hautarzt wegen eines Bläschens unter der Zunge verordnet worden.

Nachdem im Beipackzettel nichts dramatisches stand, bin ich von einer gewissen Harmlosigkeit des Mittels ausgegangen. Das war falsch, wie ich später leidvoll erfahren mußte.

Leider hat es der Hersteller bis heute unterlassen, auf die gefährliche Wirkungsweise des Medikaments hinzuweisen. Und die ist folgende:

Das zunächst wasserlösliche Aciclovir verbindet sich mit einem Stoff in jenen Körperzellen, die statt Zellen in der Folge Viren produzieren. In den virenproduzierenden Zellen herrscht ein veränderter Zellstoffwechsel. Es wird ein Stoff dort produziert, nämlich jener mit dem sich das wasserlösliche Aciclovir verbindet. (Thymidinkinase)

Die Zelle wird durch die Reaktion mit Aciclovir, durch den entstandenen Antimetabolit gesperrt und kann sich nicht mehr fortpflanzen bzw. teilen und somit auch keine Viren mehr produzieren. Es werden aber nicht die Viren mit Aciclovir gestoppt, sondern deren Wirtszellen!

Das Aciclovir kann nicht mehr ausgeschieden werden - verbleibt also in der Zelle - und akkumuliert intrazellulär.

Dieser Art "Gerbungsprozess" bestimmter Zellen, welche auch Nervenzellen sein können kann überwiegend im Liquorraum stattfinden, weil sich dort das Medikament zu 50% konzentriert. Über neurologische Störungen und Todesfälle wurde in der Fachpresse bereits dazu berichtet.

Nebenwirkungen und Risiken sind dem Patienten, sowohl als auch den Ärzten überwiegend nicht bekannt. Es ist ein Eingriff in die menschliche Zellgenetik.

Schönes Wochenende. Danke für die mail!

MfG

Bodhi

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