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Eigene Diskussion für phobischen Dauer­schwank­schwindel

l ucylxein hat die Diskussion gestartet


Liebe Schwindler,

habe seit längerem mal wieder Forumsluft geschnuppert und denke, dass es vielleicht an der Zeit oder sinnvoll wäre, eine eigene Diskussionsgruppe für phobische Dauerschwindelpatienten einzurichten.

Schwindel ist ja soo vielgesichtig und wir phobischen Schwindler sind ja nun wirklich eine ganz spezielle Spezies und nicht zu vergleichen und zu verwechseln mit den Lagerungsschwindlern oder den Morbus-Meniere-Kranken.

Wer also Lust hat, in dieser Diskussion mitzumachen.... mich würde es freuen.

Wer mich und meine Geschichte etwas kennenlernen will: In der Schwindel-HWS-Angst-Diskussion sind einige Beiträge von mir.

Kurz: Im August 2002 begann meine Schwindelkarriere (= jeden Tag beim Laufen ein schwankendes Gefühl, zig Ärzte und Schwindelambulanz: völlig gesund!), es folgten Horromonate, in denen mir jeglicher Lebensmut fehlte, dann begann mit Seroxat die Besserung, ganz langsam, mit immer kleineren Rückschlägen, aber mittlerweile bin ich auf einem Level, das zu 90% schwindelfrei ist und die Lebenslust ist komplett zurück. So möchte ich gerne 100 werden!!

Gerne möchte ich anderen Schwindlern helfen. Ich war auch in verzweifelten Wochen ständiger Besucher hier - konnte nicht schlafen, nicht essen, nur im Internet nach "Schwindel" suchen....

Die Zusammenhänge von Schwindel, Angst, Teufelskreis, gesteigerte Selbstbeobachtung... sind mir jetzt klarer! Aber auch ich brauchte fast ein ganzes Jahr, um mir 100% sicher zu sein, dass ich körperlich gesund bin und es einen Weg aus dem Sumpf gibt.

GEBT EUCH NICHT AUF - DER SCHWINDEL KANN WEGGEHEN!!!!!

Vielleicht gibt's ja ein paar Reaktionen auf dieses neue Diskussionsforum, würde mich freuen,

ciao

Lucylein

Antworten
LHupo7x49


Hallo Lucylein und alle Schwindler !

Ich bin narürlich dabei !

Finde es wichtig, zu sagen. daß man mit der Teilnahme an dieser Diskussion sich nicht gleich als "phobischer Schwindler" eingeordnet und abgestempelt fühlen sollte. Dies vielleicht für alle, die sich in einem anderen Stadium befinden. Ich bin mir sicher, daß hier einigen Leuten geholfen werden kann, da sich hier einige mit leider großer Diagnostik- und Therapieerfahrung befinden.

Auch meine Geschichte ist ausführlicher in "Schwindel-HWS-Angst" nachzulesen.

Dez.2001, Ersterlebnis als eine Art Kollaps, panische Angst vor Herzinfarkt, Schlaganfall usw.. Symptome: Atemnot, Gefühlsstörungen, Schwankschwindel, Tinnitus. Die klassische Ärzteodysee. Immer größer werdende Angst, unterstützt durch schlechte Ärzte und vor allem "Dr. Google". Innerhalb von 10 Monaten ca. 50 Arzttermine, aller nur erdenklichem Untersuchungen und Therapien, 2Wo HNO, 2 Wo Neuro, 2 x Schwindelambulanz, 6 Wochen psych.som. Reha, 4 Monate arbeitsunfähig. Die Diagnose war "Angststörung mit Hypochondrie".

Klingt jetzt alles ziemlich statistisch aber letztendlich war jeder einzelne Tag Horror, Todesangst und dann auch Hoffnungslosigkeit und Depression. Die Wende mit "Paroxetin", Verhaltenstherapie, Entspannung, Sport und irgendwann auch die Überzeugung, nicht körperlich krank zu sein.

Ich bin nicht geheilt, es ist ein langer Weg und vielleicht bleibt Schwindel immer ein Thema, aber es gibt Hoffnung, aus dieser Sache wieder rauszukommen.

Also, ich freue den Austausch mit Euch.

Wir schicken den Schwindel zum Teufel !

Euer Lupo

C>laudiaV Hx.


Hi,

ich habe eben erst diese Seite entdéckt und bin sprachlos.

Dachte ich wäre die einzige Schwindlerin.

Oh, ich kenne auch die Wartezimmer aller Ärzte in der Umgebung.

Ich habe mir sogar für viel Geld die Zähne richten lassen, weil ein Arzt meinte der Schwindel käme durch einen falschen Biss.

Ich habe seit ca. 10 Jahren Depris aber hatte alles wunderbar in den Griff bekommen, bis ich vor 2 Jahren im Urlaub diesen Schwindel bekam. Die erste Zeit hatte ich Panik, dann wurde es so schlimm, dass ich nur noch kriechen konnte. Dann das übliche, nicht mehr aus dem Haus gehen, weil man ja hilflos ist, wenn man umkippt. Bin natürlich nie umgekippt.

Was mir jetzt aufgefallen ist, dass wenn ich nicht morgens zur Toilette gehen kann, ist der Schwindel größer. Habe ich dann mein "Geschäft" erledigt, dann wird der Schwindel weniger. Manchmal ist er sogar für den Rest des Tagel weg.

Hat jemand bei seinen ganzen Untersuchungen auch mal den Stuhl untersuchen lassen?

Viele Krankheiten kommen ja vom Magen und Darm.

Der Bauch ist ja unser Mittelpunkt.

Wenn sich jemand da auskennt, wäre es nett eine Rückmeldung zu bekommen.

Ich bedanke mich im voraus.

Lieben Gruß

Claudia

+++

L_up&oU74x9


Hallo Claudia und "Willkommen",

also ich kann mir nicht vorstellen, daß es da einen Zusammenhang gibt, aber es ist typisch, daß man verzweifelt nach irgenwelchen Zusammenhängen, Regelmäßigkeiten usw. sucht. Ich hab da schon die wildesten Theorien aufgestellt. Es ist unwahrscheinlich, daß Du schon 2 Jahre lang so was wie eine Darminfektion hast, daß hätte sich auch schon anders ausgewirkt. Noch unwahrscheinlicher ist es, daß mit Darmentleerung der Schwindel sofort besser wird.

Eine Erklärung könnte sein, daß direkt nach dem Aufstehen Kreislauf und Blutdruck noch nicht auf Touren sind und ein Schwindel, der sowieso permanent da ist, dann noch verstärkt wird. Das hab ich auch schon morgens gespürt oder in anderen Situationen wie z.B. bei großer Hitze.

Viele Grüße

Lupo

P}erlrex4462


"Re: phobischer Dauerschwankschwindel"

Hallo alle zusammen, :-)

habe selbst dieses Problem mit diesem Schwindel seit ca. 16 Monaten. Habe auch eine Odyssee von Ärzten verschiedener Fachrichtungen, einschließlich Krankenhaus und Verhaltens-Therapie hinter mir. Da auch organisch bei mir nichts zu finden ist, wie bei vielen von Euch, wie ich gelesen habe, bekam ich die Diagnose: phobischer Attackendrehschwank-Schwindel. Konnte mich lange nicht mit dieser Diagnose anfreunden, denn zuerst hatte ich nur einen ultrakurzen, heftigen Schwindel im Sitzen. Ich verspürte auch keinerlei Angst, war weder im Streß noch sonst eine außergewöhnliche Situation. Nach ein paar Tagen wiederholte sich dies. Dann folgten weiter Schwindel in immer kürzeren Abständen. Nach ca. 6 Wochen wollte ich dann doch wissen, welche Ursache sich dahinter verbirgt. Da ich vermutete, daß es von der HWS kommt,(denn ich hatte auch Gefühlsstörungen in den zwei äußeren Fingern beider Hände, manchmal auch die ganzen Hände), ging ich in die othopädische Klinik und wurde geröngt mit der Diagnose: Arteriosklerose der Halsschlagadern beidseitig. Ab da verspürte ich das erste Mal verständlicher Weise Angst. Ich ging am nächsten Tag gleich in ein Krkh. um mich weiter untersuchen zu lassen und Gott sei Dank, die Diagnose konnte nicht bestätigt werden.

Aber nun hatte ich zu dem inzwischen Dauerdreh-Schwindel auch noch Angst die sich dann zu Panikattacken weiteten. Bemerkenswert war für mich, wenn ich Panikattacken hatte, war von dem Schwindel nichts zu spüren.

Mittlerweile habe ich den Schwindel als solchen akzeptiert und alles was sonst noch so dazugekommen ist. Seitdem ist es besser und ich geb die Hoffnung auf Schwindelfreiheit nicht auf. All die Dinge die man tun kann, um gesünder zu leben, tu ich weitgehend. Sehr wichtig ist für mich, immer ausreichend zu schlafen, denn dann geht es noch besser.

Ich wünsch uns allen ein baldiges schwindelfreies Leben und nicht aufgeben. Auf Mails anworte ich gerne.

Liebe Grüße

Perle4462 8-)

k\ätzfchenx_1


phobischer Dauerschwankschwindel

Hallöchen zusammen

Hallo Lucylein ich finde deine Idee super und bin gerne dabei. Jow, bei mir begann alles vor etwa 10 Wochen. Und seit dem hab ich meinen Schwindel und all die dazugehörenden Zutaten :-D

Eine Odysee von Ärzten hab ich noch nicht hinter mir. Möchte es auch tunlichst meiden :-) Ich wurde von meinem Internisten druchgecheckt, Ruhe- und Belastungs-EKG und und und .... Aber soweit alles in bester Ordnung. Vielleicht kann mir einer von euch ein Tipp geben. Hab Schulter- und Nackenverpannungen und hab seit etwa 4 Wochen ein Probleme mit Rücken- und Brustbeschwerden. Mal zieht es unter der Achsel, mal auf der linken oder der rechten Seite der Brust, manchmal am Brustbein und manchmal bei den Rippen. . Hat jemand vielleicht einen Tipp? Ihr wisst ja wie das ist, man bildet sich sofort ein, etwas mit dem Herzen stimmt nicht, aber ich hatte noch nie Probleme damit und kann mir einfach nicht vorstellen, dass das von dem kommen soll.

Liebe Grüsse an alle Schwindler

Tanja

lgucylxein


@kätzchen_1 und alle Mitschwindler

Hallo ihr Lieben,

jaja, man staunt, dass es so viele Leidensgenossen gibt. Bevor ich diesen Schwindel hatte, habe ich davon noch nieee etwas gehört. Freilich wusste ich, dass es Menschen mit Panikattacken gibt, aber meine Beschwerden waren doch ganz anders.

Vielleicht zwei Hinweise:

1. Unsere Krankheit ist (!!!) eine Angststörung. Der Witz ist gerade, dass man gar nicht so die Angst (vor etwas Unbekanntem oder konkreten Situationen, wie U-Bahn, Supermarkt, etc.) spürt, sondern dass sich die Angst eben durch den Schwindel ausdrückt. Das erklärt vielleicht auch, dass in einer "richtigen Panikattacke" bei manchen der Schwindel weniger wird, weil die Angst sich dann auch andere Wege suchen kann.

Diese Angststörungen zeigen sich in typischen Angstsymptomen: Schwindel, Herzrasen, Magen-Darm-Problemen, Kreislaufprobleme, Muskelzucken, leichtes Erschrecken, Übelkeit (diese Symptome hatte ich am Anfang, aber halt vor allem Schwindel). Und zu diesem Symptomen können bei anderen natürlich beliebige weitere hinzu kommen, z. B. Schmerzen, Kopfdruck, Beklemmungsgefühl, Muskelkrämpfe...... (die Liste ließe sich fortsetzen).

2. Solange man glaubt, körperlich krank zu sein, kommt natürlich eine weitere Angst hinzu: Die Angst, (schwer oder für immer) krank zu sein, endlos diese Beschwerden zu haben. Auch diese Angst ist krankhaft, das heißt übertrieben.

Viele von uns, ich zum Beispiel, kennen diese Angst sicher schon von früher. Ich hatte schon seit Jahren immer wieder körperliche Beschwerden ohne Befund. Und immer dachte ich, dass es was ganz Schlimmes sei, bin von Arzt zu Arzt gerannt. Irgendwann, nach einigen Monaten ging's dann wieder von selber weg.

Diese Angst vor der Krankheit kann natürlich die Angst, die den Schwindel erzeugt verstärken. Angst macht Schwindel, Schwindel macht Angst, usw. Was am Anfang stand ist meist unklar.

Nur ganz selten hatte ich auch ein unklares Angstgefühl. Vor Ostern war's zum Beispiel so, dass ich bei einem Osterspaziergang plötzlich heftige Angst vor dem Sommer, der Sonne, der Wärme, etc hatte. Eine völlig surreale Erfahrung, die mir aber deutlich gemacht hat, dass ich außer dem Schwindel noch ein anderes (vielleicht schwindelauslösendes) Problem habe: Angststörung!

3. Es gibt Medikamente, die gegen Angststörungen helfen. Dazu zählen Serotoninwiederaufnahmehemmer, z. B. Seroxat oder Paroxetin. Theorie bei der Schwindeltherapie ist: Wenn die Angst weniger wird (und das bewirkt diese Sorte der Antidepressiva), dann wird auch der Schwindel weniger.

Und ich muss sagen: Es stimmt. Habe schon ziemlich bald mit Seroxat begonnen, aber zu gering dosiert und zu kurzzeitig. Nach Absetzen wurde es wieder richtig heftig. Seit April nehme ich jetzt 30mg und mir geht's jeden Tag besser. Man sollte die Dosis also ruhig bei 30-40mg ansetzen, so wie es die Ärzte und der Beipackzettel auch für Angststörungen empfehlen. (10-20 mg sind eher für depressive Menschen gedacht).

4. Natürlich ist man hilflos und meint, niemand könne einem helfen, man müsse halt selber nur ganz genau auf sich achten, dann könne man schon Zusammenhänge herstellen (z. B. Claudias Darmtheorie, Perles HWS-Theorie oder Kätzchens parallele Schmerzen an den verschiedensten Stellen).

Das ist sooooo typisch. Auch ich habe ständig auf alles geachtet. Einmal dachte ich sogar, ich hätte Hepatitis, weil mein Stuhl plötzlich eher etwas gelblich war. (Blutwerte waren aber ok!), auch die HWS-Theorie war lange mein Ding (zig Therapeuten haben an mir herumgedrückt und gerenkt...), eine Brille habe ich mir verschreiben lassen (vielleicht kommt's ja von den Augen...), plötzlich haben die Muskeln gezuckt....

All das liegt an einem weiteren Hauptproblem: Unsere ständige übertriebene Selbstbeobachtung. Was anderen Menschen gar nicht auffällt, ist für uns gleich etwas Schlimmes oder zumindest etwas, was mit dem Schwindel zusammenhängt.

Und jetzt das Wichtigste: Der Schwindeleffekt entsteht gerade dadurch, dass wir viiiiiiiieeeeeel zu sehr auf unser Gleichgewicht achten. Natürliche Schwankungen erscheinen uns bedrohlich. Wenn wir diese besser akzeptiern können (beim Joggen, Tanzen, Hüpfen...), dann geht's uns besser.... (euch auch?)

Wenn ihr hier ja sagt, dann seid ihr 100%-ig nicht körperlich schwindelkrank. Kein organischer Schwindel wird bei komplexeren Bewegungen besser oder gar im Dunkeln oder mit Alkohol!

Je weniger wir auf den Schwindel achten, umso weniger wird er werden.

Mittlerweile ist es bei mir so, dass ich nur noch dann Schwindel habe, wenn ich kurz mal denke, "ich hatte doch mal Schwindel".

Es ist wie beim Treppensteigen. Wenn man nicht darüber nachdenkt, klappt's prima, aber wehe, wenn man sich darauf konzentriert. Oder: Wenn man sich seinen Namen viele Male bewusst laut vorspricht, kommt er einem am Ende ganz seltsam vor!

5. Problematisch ist halt, dass wir schon so lange negative Erfahrungen gesammelt haben: Zu bestimmten Uhrzeiten, zu bestimmten Gelegenheiten und an bestimmten Orten ist uns mehr oder weniger schwindlig. Das bedeutet aber nichts anderes als einen Lernprozess. Schließlich sind wir konditioniert und der Schwindel kommt wie erwartet.

Wichtig ist also, dass man keiner unangenehmen Situation ausweicht. Immer und immer wieder müssen wir alles (!), was zum Leben gehört, tun: Einkaufen, ins REstaurant gehen, ins Kino gehen... Und natürlich ganz besonders die Situationen häufen, in denen uns schwindlig war. Dann wird ganz langsam (!) und mit Hilfe des Seroxats z. B. ein umgekehrter Lernprozess einsetzen: Wir können den Schwindel verlernen. Immer öfter wird es Tage geben, an denen es uns besser geht. Irgendwann vergisst man den Schwindel und wundert sich am Abend, wo denn heute bloß der Schwindel war. Wahrscheinlich kommt er spätestens in diesem Moment! ;-)

Es ist wie mit Vokabeln: Irgendwann klappt's ohne Nachzudenken und: Je weniger man nachdenkt, umso besser klappt's!

Fazit:

1. keine Beschäftigung mit dem Schwindel (steigert nur die schädliche Selbstbeobachtung)

2. keine Situation meiden (sonst wird's dort immer schlimm sein, denn wir haben ja nie positive Erfahrungen)

3. Angststörung behandeln (medikamentös, Psychotherapie)

4. sich öfters beweisen, dass man körperlich fit und ok ist: z. B. Joggen, Wandern, Radfahren...

5. keine schnellen Ergebnisse erwarten - nieee aufgeben!

Viele liebe Grüße

Lucylein

CnasIileinx2


Hallo Zusammen,

bin seit langer Zeit mal wieder hier im Forum (hallo lucylein!) Tja auch ich habe drei Artikel im vorherigen Forum über phobischen Attackenschwindel hinterlassen und finde es gut, hier ein neues aufzumachen.

Also, kann immer nur auf lucyleins Worte verweisen. Es ist zwar manchmal nur schwer zu glauben, aber aus meinen Erfahrungen (bitte nachlesen) geht es voll auf.

Arbeite jetzt seit einem Monat in meinem neuen Job und es geht mir verglichen mit den letzten Jahren schon merklich besser.

Liegt aber nicht nur am Jobwechsel, sondern treibe so oft es geht wieder Sport, versuche den Schwindel zu ignorieren etc.

Der Schwindel, die Anspannung in Schultern und Rücken, Das Knacken in den Gelenken, das Verkrampfen am ganzen Körper ist nicht komplett weg, aber wesentlich weniger geworden, vor allem der Schwindel.

In den Phasen, in denen es mir gut geht, kann ich das, wie jetzt gerade auch, auch alles sehr gut erzählen. Das Problem ist aber, sich das auch zu erzählen, wenn der Kreislauf erst einmal in Gang gesetzt ist....

Aber na ja, ich arbeite weiter an mir und hoffe es irgendwann einmal hinter mir zu lassen. Irgendwann wird es auch so sein, doch der Weg ist steinig und lang...

Viel Erfolg allen Schwindlern und bis demnächst,

Casilein.

C`hrisLs 2?1


Auch ich bin dabei,

es ist super nicht so alleine zu sein und wenigstens von manchen Menschen umgeben zu sein, die einen nicht für verrückt erklären.

Meine Geschichte fing vor 2 Monaten an.

Ich saß auf der Couch bei mir zu Hause und plötzlich dieses Gefühl im Kopf, meine Umgebung schwankte hin und her und nach ein paar Sekunden war alles verschwunden.

Ich dachte mir nicht viel dabei aber am nächsten Tag das selbe Problem auf der Arbeit, ich dachte ich würde jeden Moment umkippen.

Man brachte mich ins Krankehaus wo ich drei tage verbrachte und mein Herz untersucht würde, welches aber völlig in Ordnung war/ist.

Es folgte ein Besuch bei einem Neurologen, der ein EEG und eine Kernspint vom Kopf von mir machen wollte.

Das EEG...ohne Befund.

Die Kernspint.....ohne Befund.

Ich sollte dann zum HNO Arzt und zum Orthopäden.

Der HNO Arzt untersuchte meine inneren Gehörgänge, die Nebenhöhlen und führte Gleichgewichtstests mit mir durch.

DIAGNOSE: Kerngesund....alles ohne Befund.

Der nächste Gang führte mich zu einem Orthopäden.

Nach Röntken und allgemeinen Untersuchungen stellte er fest, das meine Halswirbelsäule etwas schief wäre.

Aber sonst ist alles in Ordnung.

Ich war auch noch beim Gefäßspezialisten.

Er untersuchte mich auf MS aber alles alles ohne Befund.

Die Blutuntersuchungen waren auch alle in Ordnung.

Nun sollte ich mal meine Schilddrüse untersuchen lassen aber auch dies stellte keinen Befund dar.....alles in Ordnung.

Dann besuchte ich einen anderen Neurologen der nochmals ein EEG machte welches aber wieder völlig in Ordnung war.

Jetzt sitze ich hier gerade wieder am Computer und alle meine Symptome sind noch da.....dieser Schwankschwindel der mich noch verrückt macht, ein sehr sehr komisches Gefühl in meinem Kopf, welches ich als Leere oder sowas bezeichnen würde, immer wiederkehrende Abgeschlagenheit und Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und das Gefühl nicht mehr richtig da zu sein, es ist fast wie träumen.

An manchen Tagen ist es so schlimm, das ich mich nicht traue meine Wohnung zu verlassen und dann gibt es Momente, in denen ich völlig klar bin und alles wie verschwunden scheint, dies sind die Momente die mir Hoffnung auf eine "Heilung" geben.

Vor 2 Monaten war ich ein sehr glücklicher zufriedenenr Mensch und ich versuche wieder so zu werden egal was dieser Schwindel mit mir anrichten mag.

Ich versuche damit zu leben und das Gefühl zu ignorieren auch wenn es schwer ist.

Mein Alter: 21 Jahre

und ich werde nicht aufgeben und ich hoffe das werdet ihr auch nie!

LPupo`749


@chriss

Es ist doch immer wieder ein Phänomen, wie sich die Geschichten, die Symptome und Gefühle dabei gleichen, obwohl jeder erst mal denkt, er ist damit ganz allein auf der Welt. Schwankschwindel, die "Leere im Kopf", das Gefühl, "nicht da zu sein". Wie soll man das jemanden (auch Ärzten) erklären, wenn der es selbst noch nicht auf längere Dauer mitgemacht hat. Deine Diagnostik ist für 2 Monate ganz beachtlich. Um Dir noch mehr Sicherheit zu holen, könntest Du Dich bei einer Schwindelambulanz anmelden (die Termine sind eh recht lang), gerade weil Du die Basis(nicht-)befunde schon hast. Die können das komplettieren bzw. zusammenführen und auch Tipps zum Umgang geben. Und sollte sich der Schwindel sich bis dahin vom Acker gemacht haben - einfach absagen. Ansonsten scheinst Du schon auf einem recht guten Weg.

Alles Gute !

H:orstx2


Re: Auch ich bin dabei

Hallo Chriss,

ich leide schon seit 2 Jahren an Schwindel aller Arten und habe mich fast ein Jahr lang nicht mehr aus dem Haus getraut. Du bist also wahrlich nicht allein. Hattest du irgendwann einmal, auch wenn es schon mehr als 10 Jahre zurück liegen sollte, einen Unfall(Auto-,Sport-,etc.). Wäre sehr interessant.

LG

Horst

P?erleA446x2


Taubheitsgefühl im Gesicht

Hallo zusammen,

hab vor einigen Wochen schon einmal geschrieben und heute wieder es gibt Neuigkeiten.

Der Schwindel hat sich etwas gebessert, dafür habe ich seit Montag in der linken Gesichtshälfte Taubheitsgefühle. Was beim Arzt, der meinte es sei eine Trigeminus Neuralgie. Habe aber keinerlei Schmerzen. Vor kurzem fängt jetzt die rechte Seite an zu kribbel.

Kann jemand was dazu sagen?? Wäre echt toll!!

Grüße Perle

L'upo7`4x9


@Perle

...scheinbar hast Du ähnliche "Multisymptome", wie ich sie auch hatte. Dieses "Taubheitsgefühl" im Gesicht, das Gefühl ungefähr wie eine Schwellung nach einer Zahnbehandlung, habe ich heute noch ab und zu (auch links).

Es ist halt nicht messbar bzw. objektiv diagnostizierbar, die Ärzte stellen dann entweder die naheliegendste körperliche Diagnose (bei Dir Trigeminus N.) oder sie deuten es - wie den Schwindel selbst - als ein psychosomatisches Symptom.

Was soll ich sagen....

Was auch immer die Ursache ist, es ist nichts gefährliches oder bedrohliches, das hätte man in den Basisuntersuchungen festgestellt. Also nicht nervös werden und gut gehen lassen...

PS: Zugegeben, für diese Sicht der Dinge habe ich sehr lange gebraucht...

N(ina22)Freisixng


Ich bin auch dabei !!!!

Liebe Leidensgenossen/Leidensgenossinnen

ich leide schon seit 1998 an ständigem Schwindel (nach einem Autounfall) Manchmal Drehschwindel, manchmal Schwankschwindel. Der Schwindel ist ständig mein Begleiter.

Seit Juli ist es wieder so extrem, dass ich mich fast gar nicht allein traue aus dem Haus zu gehen. Ich bin noch in der Ausbildung - stehe aber kurz vor der Kündigung. Ich renne von Arzt zu Arzt - aber ohne Erfolg.

Ich will endlich wieder das Leben genießen und ohne Schwindel leben.

Alles Gute für Euch, Nina

cHhePsxter


Bin auch dabei!

Hi an alle,

bin auch gerade zufällig auf dieses Forum gestoßen weil ich wie seit Jahren nach einer Lösung für mein Problem suche.

Wie gesagt es geht mir genauso wie euch also Schwindel, Kopfschmerzen, Ohnmachtsgefühl, müde, usw.

Meine Beschwerden hab ich jetzt ca. 4 Jahre...es fing ganz plötzlich an...war auf einer Feier gerade angekommen und bin einfach ganz plötzlich in Ohnmacht gefallen. Seit dem ist mir ständig schwindelig und habe immer Kopfschmerzen. Ich quäle mich jeden Tag zur Arbeit und schaffe es irgendwie. Sobald ein bißchen länger stehen muß wird mir heiß und es kribbelt in den Beinen und kippe dann oft aus den Latschen wenn ich mich nicht schnell hinsetze. Aber auch im sitzen kommt es oft vor das ich kleine Aussetzer habe, wie als wenn für 2 Sekunden das Gehirn abschaltet.

Ich habe schon im letzten Jahr alle Ärzte durch. Neurologe, HNO, verschiedene Allgemeinärzte, 2 Wochen Krankenhaus mit allen Untersuchungen die ihr auch schon genannt habt...auch CT (2x), Verschiedene Nervenuntersuchungen, HWS-Untersuchung, Herz, Blutbild, Blutdruck usw. Alles ohne Befund!

Dann hab ich echt gedacht ich hab sie nicht alle. Darum bin ich halt doch mal zum Psychologen gegangen und der meinte dann wohl das ich Angstzustände habe und hat mit Medikamente verschrieben. Die mir aber auch nicht geholfen haben. Außer das ich mich noch mehr besoffen gefühlt habe.

Naja jetzt so seit 1 Jahr gehe ich überhaupt nicht mehr vor die Tür. Also nur zur Arbeit und dann schnell nachhause. Meinen Freund nervt das jetzt nach so langer Zeit auch ziemlich. Er muß halt überrall alleine hin. Sei es einkaufen, Familienfeiern oder anderen Sachen. Er sagt es mir zwar nicht aber ich merke das. Ich verstehe ihn da auch völlig. Er hält aber immer zu mir.

Es versteht aber auch irgendwie keiner wie ich mich fühle. Alle denken ich bilde mir das alles ein und ich würde einfach faul sein oder ich hab halt Kreislaufprobleme und das wäre nicht so schlimm. Ich müßte mich nur zusammenreißen und dann würde das schon gehen.

Wie ich aber hier gelesen habe bin ich doch nicht alleine :-)

Ich hoffe es gibt für mich nochmal ein normales Leben. War bis zum Beginn meiner Krankheit immer Top Fit und immer unterwegs und habe Leistungssport gemacht. Jetzt ist alles vorbei und ich bin ein ganz anderer Mensch geworden.

So denne genug geheult....ich hoffe es gibt für uns alle eine Lösung

Liebe Grüße

Manu

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