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Eigene Diskussion für phobischen Dauer­schwank­schwindel

p@e?terx60


@erolenna

Durch den Schwindel strengt alles doppelt an. Man muss sich ja viel mehr konzentrieren auf alles mögliche. Ausweichen, auf den Weg achten, alles Dinge, die man "normal" auch tun muss, aber irgendwie automatisch.

Das ist ein ganz entscheidender Punkt. Kein Mensch denkt mehr darüber nach, wie man einen Schrtt vor den anderen setzen muss. Das wird ja auch von ganz anderen Regionen des Gehirns übernommen.

Ich war während meiner Schwindelzeit an schlechten Tagen manchmal nach wenigen 100m fix und fertig, und zwar nicht körperlich sondern geistig. Ich konnte mich nur noch erschöpft irgendwo hinlegen oder setzen.

Später ist mir das mal noch einmal bei einer Bergwanderung aufgefallen. Ich musste über ein sehr langes Stück gehen, wo nur lose Steine herumlagen, jeder Stein war irgendwie unsicher, ich hätte abknicken oder abrutschen können, der Stein hätte kippen oder rutschen können. Auch da war es so, dass ich nach Bewältigung der Strecke fix und fertig war.

Die Übung kann jeder selbst machen: Man gehe 500 m durch die Stadt und achte darauf, nicht mit der Ferse sondern zuerst mit dem Ballen aufzutreten: Die meisten Menschen sind danach erledigt.

Viele Grüße

Peter

S(ann}i_e


@peter

Kennst du diese Paroxetin?

Habe schon von einigen anderen gehört, daß es unangenehme Nebenwirkungen hat, an die man sich erst gewöhnen muß?

Wie soll ich mich, wenn das auch auf mich zutrifft, bis Freitag dran gewöhnt haben?

Gruß

Sannie

pfetevrx60


@sannie

Ich habe Paroxetin nie genommen (und weiß selbst nicht, ob ich es versucht hätte, da mich vermutlich insbesondere die allgemein bekannte nachlassende sexuelle Lust abgeschreckt hätte und ich dann gedacht hätte, jetzt bleibt gar nichts mehr).

Du kannst ja mal schauen, wie es bei der Arbeit geht. Aber wenn es unerträglich ist und Du völlig fertig nach Hause kommst (wie gesagt: Bei der Arbeit reißt man sich meist mehr zusammen und allein das ist anstrengend), dann solltest Du ernsthaft über so etwas nachdenken. Natürlich bessert sich damit nichts von heute auf morgen. Aber je weiter Du das Thema hinausschiebst, desto später kannst Du auf eine Besserung hoffen.

Viele Grüße

Peter

Lhupo+049


Hallo Sannie,

Diese Ärzte-Prognosen "3 Mo bis 1 Jahr, kann aber zwischendurch auch schlimmer werden" halten ja im Prinzip alles offen. Wenn die HNO-Abteilung in eurem Krankenhaus bestätigt, dass sie sich damit nicht auskennen, dann sind sie wenigstens ehrlich. Dennoch gibt es HNO-Ärzte, die Erfahrung mit diesem Lagerungsmannöver haben. Ich würde das nochmal überprüfen lassen, sowohl die Diagnose als auch die Therapie.

Habe ich Dich richtig verstanden, Du hast einmal einen Schwindel (Drehschwindel ?), der sich durch Bewegung des Kopfes auslösen lässt. Du hast aber auch einen permanenten, diffusen, Schwankschwindel ?.

Ich glaube schon, daß durch einen "körperlichen Schwindel" (sollte sich das bestätigen) und die hinzukommende Angstkomponente ein "phobischer Dauerschwindel" entstehen kann. Leider ist das dann oft schwer auseinanderzuhalten und geht wohl ineinander über. Deshalb finde ich es wichtig, den "Lagerungsschwindel" noch mal abklären zu lassen.

Thema Schwindelambulanz Mainz, es ist auf jeden Fall gut, sich dort anzumelden (Wie sind Die Termine ?) Die stellen Dich einen Tag lang auf den Kopf, HNO-technisch, Neuro-technisch sowie noch ganz spezielle Schwindeluntersuchungen, prüfen Deine bisherigen Befunde, führen Gespräche usw. Die haben jeden Tag glaub ich 2-3 Schwindler, d.h. so ca. 500 im Jahr. Denke schon, daß das einige Erfahrung und Kompetenz vermuten lässt. Habe dort auch an einer Forschungsstudie über phobischen Schwindel teilgenommen. Für mich war das der letzte Schritt, in Kombination mit meiner ohnehin umfangreichen (ohne-) Befundsammlung, die "körperliche" Seite endgültig abzuhaken. Übrigens bieten die in ihrer psychosomatischen Abteilung auch speziell auf Schwindel ausgerichtete Psychotherapien an.

Viele Grüsse

LUPO

Lpupoq049


@Sannie

Paroxetin ist ein Thema für sich, da würde ich jetzt keine Schnellschüsse machen, sondern abwarten, ob/bis das Insidon wirkt.

Ein Antidepressiva ist übrigens nicht dazu da, die natürliche, angemessene Angst zu unterbinden und das tut es auch nicht. Es reduziert die übertriebenen, unangemessenen, teilweise diffusen Ängste (= Angststörung) und damit auch die dazugehörigen körperlichen Symptome. Also, Du würdest weiterhin Angst mit evtl. Herzklopfen oder Schwindel haben, wenn du einen halben Meter vom Abgrund (ohne Geländer) stehst oder wenn ein Auto kurz vor Dir zum stehen kommt, aber eben nicht in der Fußgängerzone, in der Supermarktschlange oder wenn eine Tür zufällt. Die Verbindung von AD mit einer kognitiven Verhaltenstherapie wird bei Angststörungen deshalb gerne empfohlen, weil stark angstgestörte Patienten vor lauter Angst/Panik oft für eine solche Therapie nicht zugänglich sind.

Dies alles - wie fast immer - aus eigener Erfahrung.

Ciao & Viele Grüsse

LUPO

Eqsth@er867


War gestern beim Neurologen. Schon beim morgendlichen Aufstehen war ich nervös. Beim Weg zum Doc musste ich dann auch mal kurz halt machen, da der Boden unter mir mächtig bebte.

Sie haben dann ein EEG gemacht, der Doc hat mich ein wenig ausgefragt und hat dann diverse Tests mit mir durchgeführt.

Im anschließenden Gespräch hat er gemeint, dass er jetzt nicht so richtig wisse, was er mit mir anfangen soll. Er wolle noch ein paar Tests machen. Es könne sich entweder um einen organisch bedingten, einen psychosmatischen, einen psychischen oder einen phobischen Schwindel handeln. Er würde zum jetzigen Zeitpunkt keine Möglichkeit ausschliessen, aber er würde jede der vier Varianten ernst nehmen. Er hat dann konkret gesagt (bisschen witzig verpackt), dass sich manche Menschen lieber einen Hirntumor wünschen. Damit könnten dann jeder was anfangen. Psychisch bedingter Schwindel wäre eben auch ein Tumor, halt in einer anderen Form.

Für die organische Variante sprechen die gelegentlichen sekundenlangen Komplettaussetzer, die keine Schematik erkennen lassen (führe doch jetzt ein Schwindeltagebuch, sehr praktisch). Für die psychische Schiene spricht, dass ich beim Autofahren keinerlei Probleme habe.

Nächste Woche wird dann getestet, ob und wie die Verbindung zwischen meinem intakten Gleichgewichtsorgan im Ohr und dem für das Gleichgewicht zuständige Gehirnteil funktioniert. Habe mal lieber nicht gefragt, wie so ein Test läuft. Leider ist erst ein Termin nächste Woche frei.

Hinterher zu Hause ging es mir dann total schlecht. Schwindel, Übelkeit und auch Frust, was man da für eine elende Pest am Hals hat. Bin doch ein lebenslustiger Mensch. Aber da es mir zu Hause halbwegs gut geht, setze ich mich natürlich nicht absichtlich dem Stress aus in der Stadt rumzustolpern. Will mich aber heute Abend aufraffen und mal wieder im Sportstudio vorbei gehen. Und wenn ich mich nur ne halbe Stunde aufs Rad hänge. Seufz.

@sannie

Ich verstehe dass Du Schiss hast. Aber versuch Dich einfach zu entspannen. Ist leichter gesagt als getan;). Und selbst wenn Du heulen musst oder Dir schwindelig wird - ist zwar ne blöde Situation, aber davon geht die Welt nicht unter. Einfach offen damit umgehen. Ich war vorgestern auch mit zwei Freundinnen im Biergarten. Habe aber gleich gesagt, dass ich mich verziehe, wenn's mir schlecht geht. Es ging dann sogar. Also versuch, locker zu bleiben. Und wenn Du Deinem ARzt nicht vertraust, dann sag es ihm, oder probier es bei einem anderen. Du bist der Chef. Berichte dann mal von Deinem Besuch in der Schwindel Ambulanz

pcet<exr60


Ein Antidepressiva ist übrigens nicht dazu da, die natürliche, angemessene Angst zu unterbinden und das tut es auch nicht. Es reduziert die übertriebenen, unangemessenen, teilweise diffusen Ängste (= Angststörung) und damit auch die dazugehörigen körperlichen Symptome.

Dies wäre ein Traum. Leider gibt es keine natürliche, angemessene Angst. Jemand der bisher im Urwald gelebt hat, wird vielleicht auch Panikattacken bekommen, wenn man ihn durch eine deutsche Einkaufsstraße schiebt. Reinhold Messner wird vielleicht gar keine Angst empfinden, wenn er in eine 2.000 m tiefe Wand schaut, jemand anderes bekommt schon richtige Angst bei 3 m.

Die meisten Medikamente sind SSRI und erhöhen damit den Serotonin-Spiegel im Gehirn. Das ist ein massiver Eingriff in den Gehirnstoffwechsel, der für den Zeitraum der Einnahme leichte aber spürbare Persönlichkeitsveränderungen nach sich ziehen kann.

Ich kenne ein paar Personen, die wegen Bulimie Fluoxetin (auch ein SSRI) einnehmen. Diese sind doch sehr stark verändert.

Es wäre schön, wenn es ein Medikament geben würde, welches in den Gehirnstoffwechsel eingreift und genau das Problem löst um das es geht und sonst nichts macht. Das ist leider z. Z. noch eine Illusion.

Viele Grüße

Peter

L8upo#04W9


@Esther67

Hallo

es hört sich so an, als dass Dein Neurologe die Sache sehr differenziert angeht, das ist gerade im "frühen" Stadium schon mal sehr wichtig und vertrauenserweckend, finde ich, da scheinst Du echt Glück zu haben.

Die "geheimnissvolle" Untersuchung nächste Woche kann auf jeden Fall nix schlimmes sein (evtl. AEP / jetzt weisst Du's, gell), auf jeden Fall was "apparatives" und meiner Ansicht nach noch nicht mal unangenehmes.

Was Du jetzt brauchst ist Geduld. Sowohl die ganze Diagnostik als auch evtl. Therapien brauchen halt Zeit. Gerade lebenslustige Menschen werden von solchen Sachen härter, weil unvorbereiteter, getroffen. Aber ich glaube, Du hast gute Chancen, diese "Pest" wieder abzuschütteln.

Bitte weiter berichten.

Grüsse

LUPO

Sranrn4ie


@Lupo

die Uni-Mainz hat mich auf eine Warteliste gesetzt. :-(

Es kann wohl noch etwas dauern, bis ich dran komme. Scheint wirklich viele "Schwindler" zu geben.

Habe ich Dich richtig verstanden, Du hast einmal einen Schwindel (Drehschwindel ?), der sich durch Bewegung des Kopfes auslösen lässt. Du hast aber auch einen permanenten, diffusen, Schwankschwindel ?.

Wenn du einen richtigen Drehschwindel meinst (wo sich halt alles dreht), dann hatte ich den nur 1x in der Klinik. Ansonsten wird es mir "nur" schwindlig, wenn ich den Kopf drehe, wenn ich mich bewege, gehe. Mir ist als hätte ich Alkohol getrunken. Ob drinnen oder draußen ganz egal. Es ist einfach ein richtig mieses Gefühl, daß mich dann auch noch so müde werden läßt.

Um evtl. mehr von meinem Leiden zu verstehen, kann, wer will, gerne noch mal unter "Schwindel und kein Ende" meine ganze Geschichte lesen. Von Anfang an. Von der OP bis heute.

Letzte Woche als ich bei der Krankgengymnastik war, bekam ich einen fürchterlichen Schwindelanfall (mußte mit Taxi nach Hause fahren). Heute war ich auch wieder dort, und nun meint die Krankengymnastin und auch mein HNO-Arzt (den sie wohl angerufen hat), daß mein Schwindel von der HWS kommt. Was denn nun? Jetzt bin ich noch verunsicherter als vorher. Kann man von der HWS einen solche schlimmen Schwindel bekommen, daß man nicht mehr aufstehen und nur noch noch kriechen kann?

@Esther

Beim Autofahren geht es mir noch am besten. Sehr merkwürdig.

Liebe Grüße

E^stheerx67


Ich habe mich lange mit der Mutter meiner Freundin unterhalten

Sie war auch lange Schwindlerin. Bei ihr kam es tatsächlich von der HWS. Sie litt jahrelang unter einem nicht entedeckten Bandscheibenvorfall im Nacken. Das tut ja so schon weh. Aber ab und an drückte das auf irgendeinen Nerv (frag mich jetzt nicht welchen) und sobald sie eine bestimmte Bewegung gemacht hat, ging's rund.

Fensterputzen z.b. wenn man so nach oben schaut und die Arme noch mit nach oben nimmt. Durch Krankengymnastik und Therapie hat sie das prima hingekriegt. Natürlich schlägt einem so ein Drehwurm auch kräftig aufs Gemüt. Merke ich ja an mir selber auch. Ich empfinde es auch seelisch als grosse Belastung für mich und meine nähere Umwelt. Aber man darf halt nicht aufgeben.

E)sthxer67


@lupo

Danke für Deine aufmunternden Worte. Fand den Doc gestern auch ganz okay. Ich bleib am Ball.

s7ann9i8


Hallo alle zusammen

sorry, daß ich mich jetzt erst wieder melden kann. Mein Rechner war kaputt. Zuerst einmal hab ich hier alle Beiträge gelesen und ich muß sagen, daß ich nach einigen Reaktionen auf meinen Bericht richtig in Panik geraten bin, doch was schlimmes zu haben. Nun war ich bei einem anderen Orthopäden, der sagte mein Rücken sei eine Katastrophe, voll mit Blockierungen und extremen Verspannungen und er könnte keine Prognose abgeben. Danach ging es mir noch schlimmer.

Nun hab ich beschlossen, noch einmal zum Neurologen zu gehen und am 13.10 hab ich nen Termin in der Schwindelambulanz in Lübeck und dann reicht's mir mit Ärzten, denn nach jedem Arztbesuch geht es mir schlechter. Neurologe und Lübeck mache ich eigentlich nur noch einmal zur letzten Bestätigung und Sicherheit, denn beim Neurologen war ich am Anfang zweimal. Ich glaube ich mache mich damit nur verrückt.

Ich lerne immer mehr zu akzeptieren, daß alle meine Beschwerden primär von meiner Angststörung ausgelöst werden und dann sekundär Verspannungen, Kopfweh etc. daraus resultieren. Vor 2 Wochen hab ich es geschafft, 2 Std. auf eine Hochzeit zu gehen. Und der Schwindel war da zeitweise sehr stark, aber auch zeitweise ganz weg und das spricht für mich eindeutig für die Psyche. Seitdem geht es mir zwar richtig schlecht, mir ist wirklich permanent heftig schwindelig, aber es steht ja auch mein Umzug an, und ich denke, daß das Unterbewußt ganz schön in mir rumort.

Ich hab mir ein Buch gekauft, daß von einer "Schwindlerin" geschrieben ist, die lange Jahre darunter litt und der es seit 12 Jahren schon gut geht. Es ist wirklich das beste Buch, daß ich über Schwindel gefunden hab (und ich hab einige). Ich würde es jedem empfehlen, denn ich erkenne mich da so oft wieder und es hilft die psychische Seite der Symptome zu erkennen und zu akzeptieren, grade weil sie selbst betroffen war und weiß wovon sie redet. Also für alle, die es interessiert, es heißt Angstfrei leben von Lucinda Bassett.

So, nun versuche ich mich mal von meinem Schwindel abzulenken, denn leider macht er sehr zu schaffen.

Eine Frage noch. Wer hat noch alles Erfahrungen mit Seroxat gemacht? Ich habe panische Angst vor den Nebenwirkungen aber ich überlege ernsthaft es trotzdem zu nehmen, weil ich merke, daß ich es einfach nicht schaffe etwas zu unternehmen, weil der Schwindel zu stark ist. Ich weiß, daß ich ihn wahrscheinlich genau damit hervorrufe und trotzdem komme ich nicht dagegen an. Wer hat noch Erfahrungen mit Seroxat?

pEetexr60


Vor 2 Wochen hab ich es geschafft 2 Std. auf eine Hochzeit zu gehen. Und der Schwindel war da zeitweise sehr stark, aber auch zeitweise ganz weg und das spricht für mich eindeutig für die Psyche.

Dazu muss ich Dir einen Schwank aus meinem Leben erzählen (aus der Zeit, in der ich meinen Schwankschwindel hatte).

Damals versuchte ich ein wenig Sport zu machen und ging gelegentlich in ein Sportstudio um meine Muskeln aufzubauen. Bei irgendeiner Übung habe ich mir einen leichten Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen: Ein ganz klarer Befund. Folglich schwindelte ich nicht nur, sondern hatte auch noch Schmerzen im Bein (speziell in der Nähe des Knies), was ich gemäß Arzt nun unbedingt schonen sollte.

Eines morgens ging ich runter in die Waschküche im Keller um die Wäsche zu waschen. Ich weiß nicht mehr wie es kam, aber plötzlich löste sich der Schlauch vom Wasserhahn an der Wand. Das Wasser schoss auf den Boden und noch schlimmer: Der Hahn hatte überhaupt nichts zum Zudrehen. Ich bemühte mich verzweifelt den Schlauch wieder aufzudrehen, aber gegen den starken Wasserdruck kam ich einfach nicht an: No chance. Also suchte ich fieberhaft nach einer anderen Möglichkeit den Hahn zu zudrehen. Ich rannte hoch in den 3. Stock wo die Eigentümer des Hauses wohnten: Keiner da. Also überall klingeln, ob sonst jemand im Haus ist.

In meiner Verzweiflung rannte ich auf die Straße und zum Nachbarhaus um zu fragen, ob jemand dort weiß, wie man bei uns im Keller das Wasser abstellen kann. Tatsächlich konnte mir der Nachbar es erklären. Ich also wieder runter, Wasser abgestellt und dann habe ich erst einmal das ausgelaufene Wasser aufgewischt (waren mehrere Eimer). Dabei merkte ich plötzlich, dass mir das Knie weh tat und ich schwindelte. Und dann fiel es mir plötzlich auf, dass während der ganzen Aktion mein Knie nicht zu spüren war und Schwindel hatte ich auch nicht. Ich war eigentlich so, wie ich es mir immer gewünscht hatte. Und das mit einem klaren Befund.

Soviel zur Psyche und deren Fähigkeit, unwichtige Dinge völlig ausfiltern zu können, wenn es darauf ankommt.

Deshalb bin ich mir ziemlich sicher: Wenn Du morgen in irgendeiner Kneipe sitzt und plötzlich Brad Pitt zu Dir rüberkommt um Dir schöne Augen zu machen: Dein Drehschwindel wird komplett weg sein (und durch einen anderen Schwindel ersetzt sein) und erst hinterher wieder kommen.

Viele Grüße

Peter

Erst3herM6x7


Wenn das klappt

kannst Du mir den guten Brad auch mal vorbei schicken, um mir meine Sinne wieder zurecht zu rücken ;-)

eCrolepnxna


@ Peter60

Deshalb bin ich mir ziemlich sicher: Wenn Du morgen in irgendeiner Kneipe sitzt und plötzlich Brad Pitt zu Dir rüberkommt um Dir schöne Augen zu machen: Dein Drehschwindel wird komplett weg sein (und durch einen anderen Schwindel ersetzt sein) und erst hinterher wieder kommen.

Das glaube ich auch! Bei mir müsste es nicht mal Brad Pitt sein, es gäbe hier auch jemanden... ;-D

Im Ernst, ich habe auch schon gemerkt, dass ich in bestimmten Situationen, wo man schnell auf irgendetwas reagieren muss etc., den Schwindel nicht spüre. Ich könnte mir vorstellen, dass ich, wenn ich vor irgendwas fliehen müsste, auch schwindelfrei rennen könnte.

Als ich letztes Jahr in der psychosomatischen Klinik war, gab es natürlich auch Sporttherapie. Erst hatte ich dazu gar keine Lust. Aber dann machten wir ein paar Spiele, die mir wirklich Spaß gemacht haben. Habe dabei überhaupt nicht an den Schwindel gedacht. Am besten war es bei Badminton. Ich habe die Bälle gut getroffen, obwohl ich immer das Gefühl habe, nicht richtig zu sehen.

@ sannie

Ich muss alle 2-3 Monate zum Neurologen, aber warum, weiß ich eigentlich gar nicht. Er hört sich immer an, wie es mir geht. Dass ich immer noch Schwindel habe, interessiert ihn anscheinend nicht weiter! Beim letzten Mal wurde wieder ein EEG gemacht und Ultraschall, es war alles o.k.

Ich erwäge jetzt wirklich auch, ein Schwindelforum aufzusuchen. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das alles nur von der Psyche kommen soll. Gut, es gibt einiges in meinem Leben, mit dem ich nicht glücklich bin. Aber das ist doch bei vielen Leuten der Fall!

Ich möchte endlich mal wieder früh aufstehen und mich ganz normal fühlen, nicht schon beim Anziehen meiner Klamotten Probleme haben. Ich habe mich so gefreut auf meine Altersteilzeit, habe Pläne gemacht. Und nun das. Wenn ich sehe, wie mein Mann mit seinen fast 65 Jahren durch die Gegend rennt, dann werde ich richtig neidisch. Und das schlimmste ist, man sieht es einem nicht an. Jeder, der mich sieht, sagt wie gut und erholt ich aussehe. Man kommt sich vor wie eine Simulantin, wenn man sagt, dass man dieses und jene Unternehmung nicht mitmachen könne, weil es einen zu sehr anstrengt...

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