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Eigene Diskussion für phobischen Dauer­schwank­schwindel

S\uzannxa


phobischer Dauerschwankschwindel

Hallo Ihr Schwindler, leide schon seit Jahren an Schwankschwindel und kann nicht mehr allein aus dem Haus gehen. Bin bisher immer auf organische Ursachen behandelt worden, da ich zwei Bandscheibenvorfälle in der HWS habe. Als die Panik dazu kam, war klar, daß es phobisch ist. Jetzt nehme ich sei 10 Wochen Citalopram, 60 mg (Höchstdosis). die ersten 8 Wochen merkte ich garnichts. In den letzten 14 Tagen stellte ich fest, daß der Schwindel und die Angst sich gaaanz leicht gebessert haben. Kann jetzt schon alleine eine Straße überqueren. Mache begleitend eine Phsychotherapie (hatte gerade die 7. Sitzung). Viele Grüße, Suzanna

sCuziNe


Schwindel und Taubheitsgefühl

Hallo Ihr lieben Schwindler,

nur gut, dass man mit der ganzen Schwindelei nicht alleine dasteht. Ein Glück lese ich hier viele Sachen , die mir sehr bekannt vorkommen. Das schlimmste ist, dass ich keinem so richtig sagen kann, was ich habe, aber so wird es auch vielen gehen. Zumindest gibts da keinerlei Anerkennung.

Ich habe diesen ganzen kräftezehrenden Schwindelalltag jetzt seit vielen Jahren, ich glaub so seit 6-7 Jahren, manchmal helfen mir Enstpannungsübungen aber auf jeden Fall, dass man sich nicht ausklammert vor vielen Unternehmungen. Hab zum schluß auch immer nur den Weg ins Büro, Parkhaus-Büro-Parkhaus-Wohnung geschafft, wenn es gut war, kam noch Einkaufen dazu.

Mittlerweile gehts besser, weil ich anders damit umgehe, der Schwindel jedoch ist genauso, wenn nicht sogar stärker.

Hinzu kommt dieses Taubheitsgefühl in der linken Gesichtshälfte, in der Hand und im Bein, wass noch zusätzlich zu dem ohnehin schwierigen Laufen und Bewegen kommt. Trotz Einsicht und ewiger Diagnose des Phob. Dauerschwindels, glaub ich trotzdem nicht dran, und renn dann wieder doch zum Arzt.

ich wünschte, das alles wäre etwas einfacher, wenn ich auch froh sein sollte ( wie man sich ja oft anhören muß) dass ich nichts "Ernstes" habe.

Aber nerven tuts doch.

Ich wünsch Euch allen viel Kraft und mir natürlich auch.

Gruß Suzie

e-roleinna


*]@;

Hallo Suzie,

Vielen Dank für diese Worte. Kann alles gut nachempfinden, da ich auch seit nunmehr 15 Monaten Dauerschwindel habe.

Ja, das kenne ich auch, dass viele sagen, man könne froh sein, dass man "nichts Ernstes" habe.

Ich habe mir auch schon oft vorgenommen, dass ich nicht mehr zum Arzt gehe, aber ich tus auch immer mal wieder, weil ich einfach nicht an diese Diagnose glaube! Ich versuche auch, so viel wie möglich zu unternehmen und ein "normales" Leben zu führen, denn wenn man erst einmal damit anfängt, sich zurückzuziehen, ist man irgendwann total isoliert, und da ist das Ganze bestimmt noch viel schlimmer. So tu ich einfach so, als hätte ich keinen Schwindel, was nicht immer leicht ist. In den letzten Tagen war ich wieder ziemlich wacklig, im Kaufhaus war es ganz schlimm, durch das Kunstlicht und die stickige Luft, dazu die vielen Menschen, wurde mir sogar zeitweise etwas übel, und ich war froh, als ich wieder draußen war. Man kann sich schon garnicht mehr vorstellen, wie es war, als man "normal", ihne den Schwindel, war!

Liebe Grüße,

E[s9theYr67


Hi Schwindler *:)

nachdem ich jetzt HNO, Neurologe und Kernspin hinter mich gebracht habe, habe ich heute einen Termin bei einer Psychotherapeutin gehabt. Der Kernspin letzte Woche hat mir den Rest gegeben. Ich kam mir in dem Laden vor wie in einer Grossmetzgerei. Der Arzt fertigte mich auch mit einer Ruckzuck Erklärung ab und erst da habe ich mitbekommen, dass ich speziell auf Multiple Sklerose untersucht wurde. Es gibt wohl einige "Entmarkungen und Laesionen im Gehirn" aber im Rahmen das üblichen und nicht auf ein spezifisches Krankheitsbild passend. Na denn. Der Neurologe hat mich dann auch abgewimmelt, von wegen, ich hätte ja nichts mit dem Gehirn. Und was ist mit meinem Schwindel habe ich den dann gefragt. Wenn's nicht besser wird soll ich in vier Wochen nochmal kommen. Toll. Und in drei Monaten heisst es nochmal Kernspin. Zur Kontrolle, ob sich nicht doch was ändert. Das Gespräch mit der Therapeutin habe ich als sehr wohltuend empfunden. Sie hat durch ihre Klinik Arbeit bereits Erfahrung mit Schwindel und hat mich absolut ernst genommen. Ich hätte losheulen können vor Freude. Als Belohnung habe ich mir gleich einen Termin bei einem Edelfriseur geholt ;-) Aber als ich bei der in der Praxis saß, hat es heftigst geschwankt, auch jetzt hat sich der Kopf noch nicht wieder beruhigt.

Aber eins ist klar, der Scheiss Schwindel kriegt mich nicht klein.

p;etexr60


Irgendwie besteht hier das übliche Problem, dass die Medizin oft nichts mit sog. Wehwehchen anzufangen weiß. Es wird ein Kernspin angefertigt um Dich auf MS zu untersuchen. Das nennt sich Ausschlussdiagnostik. Solange da nicht etwas herauskommt, was ganz klar einer schweren benennbaren Krankheit zuordbar ist, wirst Du kaum auf Verständnis stoßen. Denn was sollen sich die Mediziner mit Deinen Symtomen beschäftigen, wenn sie doch keine Behandlungsmöglichkeit anbieten können, wenn sie noch nicht mal wissen, was es eigentlich ist.

Auffällig ist der Satz mit den Läsionen. Früher wurde z. B. bei Migräne immer behauptet: Ist schlimm, ist nicht nachweisbar und hat keine körperlichen Auswirkungen. Mittlerweile (mit verbesserter Diagnostik) deutet sich an, dass das wohl nicht stimmt. Denn offenbar lassen sich bei häufigen Migräneanfällen viel stärkere "Verschleißerscheinungen" (Läsionen) im Gehirn nachweisen als bei Nicht-Betroffenen.

[[http://www.journalmed.de/newsview.php?id=3501]]

Ohne jetzt Angst machen zu wollen, aber der Satz

Es gibt wohl einige "Entmarkungen und Laesionen im Gehirn" aber im Rahmen das üblichen und nicht auf ein spezifisches Krankheitsbild passend.

ist meines Erachtens ganz so harmlos auch wieder nicht. Er besagt schließlich nur: Das haben Viele, jedenfalls können wir daraus keine schwerwiegende (!) Krankheit wie MS, Parkinson, Alzheimer usw. ableiten. Aber es ist etwas, was gesichtet wurde und wogegen keine Psychotherapie der Welt was dran ändern kann.

Es gibt Menschen, die haben z. B. ständige Schmerzen im Knie oder im Rücken. Bei entsprechenden Untersuchungen wird aber nichts festgestellt, was wirklich gravierend ist und was medikamentös oder operativ behandelt werden müsste, nur ein paar Verschleißerscheinungen wie andere sie auch haben. Für manche Ärzte sind das dann Simulanten oder Psychosomatiker. Die sind in einer ganz ähnlichen Situation. Auch unter diesen Menschen gibt es eine ganze Reihe, die nach Einnahme von Psychopharmaka eine Besserung erleben: Kein Wunder, denn dann ist die ganze Schmerz- und Reizverarbeitung im Gehirn verändert.

Deswegen bin ich immer noch der Meinung, man sollte in erster Linie versuchen, das Problem körperlich zu behandeln, und zwar in dem man sich bemüht, dass es nicht zu weiteren stärkeren Verschleißerscheinungen kommt. Und der Ansatzpunkt ist hier m. E. in erster Linie der Zuckerstoffwechsel. So lange man es zulässt, dass die Bauchspeicheldrüse täglich Unmengen an Insulin ausschütten muss (egal ob wegen Zucker oder Vollkorn) um den Blutzuckerspiegel halbwegs im Lot zu halten, wird man das Problem m. E. nicht wirklich in den Griff bekommen. Man wird es dämpfen können, mehr aber auch nicht.

Unter körperlicher Behandlung verstehe ich aber Maßnahmen, die zwar körperlicher Art sind, die aber nicht durch Ärzte verordnet werden. Körperliche Behandlung heißt hier: Eigene Maßnahmen.

Denn was willst Du für Konsequenzen ziehen? Du leidest plötzlich unter Schwindel: Entweder Du kommst zu dem Ergebnis, dass Du einfach eine arme Sau bist und Pech gehabt hast, oder Du schließt daraus, dass diese Krankheit durch irgendwelche Umstände begünstigt wird. Manche machen deshalb Psychotherapie, ohne sonst an ihrem Verhalten oder ihren Lebensumständen etwas zu ändern. Sie machen Psychotherapie, trinken aber z. B. weiter Limonaden, Fruchtsäfte, essen Eis und Süßigkeiten, Kartoffelchips, Nutella, jede Menge Getreide und hast Du nicht gesehn. Sie nutzen dann vielleicht nur 10% ihrer Möglichkeiten.

Viele Grüße

Peter

EDstOher67


@ peter

...nein, von Dir lasse ich mir keine Angst machen. Es ist in der Tat so, dass jeder Mensch in seinem Leben mehr oder weniger von Läsionen betroffen ist. Ich habe meine Kernspin Befund von einer unabhängigen Stelle gegenprüfen lassen und habe dort das selbe Ergebnis bekommen. Eine Frau, die ein paar Kinder bekommt oder Typen, die sich regelmässig dem Vollrausch hingeben, haben mit Sicherheit mehr davon. Der zweite Kernspin wird gemacht, um auf Nummer sicher zu gehen und evtl. eine Verlaufskurve zu erhalten, falls ich irgendwann wirklich mal etwas grasvierendes wie eben MS, Alzheimer oder ähnlich grausames haben sollte.

Sicherlich sollte man körperliche Symptome immer im Auge behalten. Aber gegen psychotherapeutische Unterstützung ist absolut nichts einzuwenden. Pech für Dich, wenn Du auf Hilfe solcher Art verzichtest. Ich werde mich weder mit Psychopharmaka vollstopfen, noch hysterisch durch die Gegend rennen und mir irgendwelche Krankheiten einreden. Und ich werde mich nicht hinsetzen und meine Leben damit beschließen, in dem ich sage, ich bin halt einfach ne arme Sau.

Dass eine gesunde Lebensweise dem Körper hilft, ist ja nicht von der Hand zu weisen. Aber bei Dir hört sich das so an, als würde jeder von den Schwindlern hier, sich ausschließlich von Kaffee, Chips und Wurstbroten ernähren. Ich für mich kann mit Sicherheit sagen, dass dem nicht so ist. Ich trinke seit Jahren weder Kaffee noch Alkohol, wiege bei 1,70 Meter Grösse 56 Kg, treibe regelmässig Sport, nehme keine Hormone oder Medikamente irgendwelcher Art, mein Körper kennt kein Antibiotika usw. Und durch den gelegentlichen Griff in die Chipstüte werde ich schon nicht auf ewig in der Hölle schmoren.

J.aixm


Hallo liebe Schwindelgemeinde!

Heute bin auf diesen Thread gestossen....ich weiß es ist Heiligabend ;-) aber ich lese jetzt hier seit ca 4 Std. ununterbrochen.

Dazu muß ich sagen das ich seit 5 Jahren gegen den Schwindel (Dauerschwankschwindel) kämpfe, bzw. zwischendurch versucht habe mit ihm zu leben...was natürlich unmöglich.

Welche Arztbesuche ich in 5 Jahren hinter mich gebracht habe, das könnt ihr euch wohl denken.

Erstmal muß ich ganz lieb der Lucylein danken !

Lucylein, du es hast mit deinem Beiträgen geschafft, das ich jetzt endlich einiges klarer sehe und weiter kämpfen werde. Dafür ein ganz dickes *in-den-Arm-nehm-und-knuddel*

Da hab ich mir eingeredet, das ich keine Panik-Attacken habe, aber dem ist nicht so..ich habe sie täglich, habe sie anscheinend nicht mehr realisiert, da sie "normal" geworden sind.

Nach 5 Jahren war ich der Meinung, das wars mit meinem Leben, nie wieder wirds wie zuvor.....jetzt sehe ich es etwas anders..habe mir wichtige Beiträge ausgedruckt und an die Wand gepinnt, damit ich nicht wieder von dem Glauben abkomme.

Nächste werde ich als erstes wieder einen Termin bei der Psychotherapeutin machen, diesmal eine andere, die zwei vorherigen lagen eh nicht auf meiner Wellenlänge.

Werde einen Termin bei einem Neurologen machen und noch einige andere Sachen ausgrenzen (Termin beim Kieferorthopäden).

Nun zu den Frischlingen der Schwindelei:

Bitte geratet nicht in noch größere Panik, wenn ihr hier von vielen Jahren des Schwindels lest....es muß bei euch nicht so sein und selbst..ihr seit nun hier und habt Hilfestellungen bekommen, die ein Arzt selten preis gibt.

Seit nicht traurig, wenn ihr in der Schwindelzeit "Freunde" verliert....wer sich nicht in euch versucht rein zuversetzen und deshalb Abstand nimmt, der ist kein wahrer Freund.

Wenn ihr plötzlich irgendwelche Aktivitäten nicht ausüben könnt, nicht aufs Sofa und Decke übern Kopf, sondern sucht euch andere.

Wenn ihr Angst habt, raus zu gehen und einzukaufen, dann überlegt mal was ihr euch gerne leisten möchtet und setzt es als letztes auf die Einkaufsliste..Freude kann auch den Schwindel überdecken.

Steht ihr irgendwo und es tritt eine sehr schlimme Schwindelattacke auf....tief einatmen und zwar so als ob ihr per Atem eine Fahrstuhl vom Hals in den Unterleib schieben wollt...das 2-3 mal wiederholen.

Was mich immer wieder aus meinem Loch geholt hat sind meine Tiere, habe derzeit 3 Hunde, 4 Katzen, 2 Kaninchen und 13 Schildkröten.....das heißt, ich MUSS mich aufraffen....ich habe innerlich den Schwindel hinter das Wohl der Tiere geschoben.

In der Schwindelzeit habe ich angefangen mich aktiv im Tierschutz zu angagieren.....habe in 4 Jahren ca (hab aufgehört zu zählen) 100 Katzen gerettet (verletzte, Waisen, etc.), 20 Hunde und zig Kleintiere....dazu erwähnt, mein Schwindel ist so heftig, das ich nicht ohne Halt Stehen, Liegen oder Sitzen kann......wie ihr seht, man schafft mehr als man sich selber zutraut.

Ich wünsche euch allen Alles Liebe und Gute und eine hoffentlich bald schwindelfreie Zeit.

Ganz lieben Gruß

Andrea

P.s. die Beiträge von Peter sind "Gift" für jeden Paniker....selbst mich haben sie teilweise zweifeln lassen.

pVeteGr60


P.s. die Beiträge von Peter sind "Gift" für jeden Paniker... selbst mich haben sie teilweise zweifeln lassen.

Das sollen sie auch sein. Denn die meisten Paniker glauben, Panik wäre eine psychische Reaktion. Panik wird aber vom vegetativen/hormonellen System ausgelöst, dabei werden u. a. erhebliche Mengen an Adrenalin ausgeschüttet. Es ist eine unwillkürliche Reaktion. Egal ob ein Löwe vor einem steht oder der Blutzuckerspiegel zu sehr sinkt: Die Reaktion ist im Wesentlichen immer die Gleiche.

Auf der anderen Seite sind meine Beiträge natürlich kein Gift, da sie eigentlich Hoffnung machen. Denn ich habe sehr stark unter Panikattacken gelitten, einmal wäre ich sogar fast vor Panik aus dem Fenster gesprungen. Ich habe auch sehr stark unter Schwindel und Migräne gelitten. Und: Heute ich bin vollständig geheilt. Und nicht nur das: Ich arbeite nicht nur viel mehr als die meisten Menschen in meinem Alter (> 4.000 Stunden im Jahr), ich bin vermutlich auch viel fitter und leistungsfähiger. Kurz: Es gibt Hoffnung.

Leider drehen sich die meisten chronisch Kranken im Kreise. Sie versuchen unzählige Therapien, aber kaum jemand akzeptiert, dass Krankheit etwas mit der eigenen Lebensführung zu tun haben kann. Dies sollte man aber speziell auch immer dann in Erwägung ziehen wenn man - wie Du - unter verschiedenen Krankheiten leidet.

Eine wirkliche Veränderung der Lebensführung versucht kaum jemand. Zu wirklichen Veränderungen zählen z. B. "einseitige" Diäten. Millionen Jahre hat der Mensch mit dem auskommen müssen was er in der Nähe jagen oder sammeln konnte. Heute essen Menschen fast täglich alles, und vor allem täglich Getreide, Milch und Zucker, ohne zu prüfen, ob sie überhaupt dafür gebaut sind.

Viele Grüße

Peter

Jvaim


Nein, Peter

..deine Beiträge fand ich leider nicht hoffnungsverbreitend.

Ich fand sie niederdrückend.

Glaubst nicht auch, das man in 5 Jahren (wie bei mir) sein Leben umgestellt hat, mehr auf seinen Körper hört und schon jeden Strohhalm ergriffen hat?

Aber wie ändert man seine Lebensführung, seine Lebenseinstellung, seinen Alltag? Nicht in dem man sich hinsetzt und sagt " so ich esse jetzt anders, werde mir jede erdenklich Krankheit andichten und meine Zeit weiter in Wartezimmern verplämpern" !

Man ändert sie eigentlich nie alleine, dazu benötigt man Hilfe und zwar professionelle in Form eines Therapeuten.

Auch Aussagen, die mehrmals gehört habe wie "kämpfen sie nicht gegen den Schwindel, sondern arangieren sich mit ihm" oder "ignorieren sie den Schwindel" oder das beste " machen sie nen Tanzkurs, denn Tanzen hilft gegen Schwindel"....die helfen nicht im geringsten.

Trotzdem schön, die von Dir erwähnte Methode geholfen hat.

Gruß

Andrea

pbeterT60


Man ändert sie eigentlich nie alleine, dazu benötigt man Hilfe und zwar professionelle in Form eines Therapeuten.

Solche Aussagen machen Sinn, wenn Du damit Erfolg hattest. Den Eindruck hatte ich aber bislang nicht. Warum versuchst Du als Nichtschwimmer einem Schwimmer zu erklären, wie Schwimmen funktioniert?

Ich habe jedenfalls über 10 Jahre Psychotherapie gemacht und diese Psychotherapie hat an meinen Leiden keinen Millimeter geändert.

Viele Grüße

Peter

EGstVhexr67


@ jaim

herzlichen Willkommen und frohe Weihnachten.

Ich stimme Dir zu, dass Peters Beiträge das Gegenteil von Hoffnung sind. Ich fühle mich da eher belehrt... dass ja alles eh meine Schuld ist, weil ich zu wenig Fleisch esse. (Die Kurzfassung)

Auch ich bin beim ersten Psychotherapeuten Versuch gescheitert (war schlicht und ergreifend ne blöde Kuh). ABer ich werde es trotzdem nochmal wagen. Das Erstgespräch war sehr positiv und im Januar geht es weiter.

Ich denke auch, dass körperliche Betätigung auch bei psychisch oder phobisch bedingtem Schwindel hilft. Habe auch bald nach dem Einsetzen von heftigem Schwindel wieder mit Sport los gelegt. Hat mir einfach gut getan. Werde auch nachher noch ne Runde drehen.

Mit meinen Freunden hatte ich zum Großteil Glück. AUs meinem Schwindel habe ich nie ein Geheimnis gemacht. Dem ein oder anderen fällt es schwer, zu verstehen, dass SOWAS so lange andauern kann. Aber so richtig blöd hat keiner reagiert.

@Peter...

mach Dir nicht die Mühe zu antworten. Ich habe kein Interesse mehr an Deiner einseitigen Sichtweise.

p=etderx60


Ich stimme Dir zu, dass Peters Beiträge das Gegenteil von Hoffnung sind. Ich fühle mich da eher belehrt... dass ja alles eh meine Schuld ist, weil ich zu wenig Fleisch esse. (Die Kurzfassung)

Diese Kurzfassung ist leider völlig falsch.

Ich betone eher die Bedeutung von natürlicher, ursprünglicher Nahrung. Dass sich der Mensch Millionen Jahre lang fast ausschließlich von Fleisch ernährt hat und dass wir dieser Tatsache überhaupt unsere Existenz verdanken, dafür kann ich nichts. Viele Schlachttiere werden bei der üblichen Getreidemast, die nicht ihrer ursprünglichen Ernährung entspricht, auch krank (bis hin zu Schwindel, Epilepsie usw.). Wenn aber jemand besser mit einer vegetarischen Ernährung lebt, dann soll er es so versuchen.

Ich betone Fleisch aber u. a. auch deshalb:

a) Fast alle Ernährungsempfehlungen in dieser Richtung sind von Vegetariern besetzt, und zwar ohne ausreichende Begründung. Empfehlungen wie: "Esse wenig Fleisch, viel Obst, Gemüse, Sauermilch, viel Vollkorn" hört man überall. Dass es aber dafür keine wissenschaftliche Grundlage gibt bzw. sogar Vermutungen, dass solche Ernährungsweisen zum Krankheitsgeschehen beitragen, wird leider übersehen. Bei ursprünglich lebenden Jäger/Sammler-Kulturen die i.d.R. sehr viel Fleisch essen sind die hier diskutierten Zivilisationserkrankungen praktisch unbekannt (oder schon mal gehört dass Winnetou vom Pferd "geschwindelt" ist?). Als ich so krank war habe ich auf diese Ratschläge auch gehört und bin dadurch immer kränker geworden. Ich habe jahrelang nicht versucht, einmal einen ganz anderen Weg einzuschlagen.

b) Bei allen unklaren neurologischen Symptomen können Vitamin-B-Mängel eine Rolle spielen. Fleisch ist das Vitamin-B-reichste Lebensmittel überhaupt, während leicht resorbierbare Kohlenhydrate als Vitamin-B-Räuber bekannt sind.

c) Bei sehr vielen unklaren neurologischen Symptomen kann Hypoglykämie eine Rolle spielen, auch dann, wenn ärztliche Messungen zu keinem Ergebnis führen. "Postprandiale" Hypoglykämie wird maßgeblich durch den Verzehr leicht resorbierbarer Kohlenhydrate verursacht.

Viele Grüße

Peter

L)upo0x49


@ Esther, Jaim usw.

Hallo Esther, Jaim & die anderen "Schwindler"

da es wieder einmal gelungen ist, den eigentlichen Sinn dieses wertvollen Threads in eine Sackgasse zu führen, werde ich den Administrator dieses Forums erneut bitten, ein Auge auf missionierende Fanatiker zu werfen.

Lasst Euch nicht verunsichern !

Viele Grüsse

Lupo

pAet;ePr60


Du bist doch der allergrößte Fanatiker. Für Dich scheint es nur psychische Erkrankungen zu geben.

Es ist doch völlig unbewiesen dass phobischer Schwankschwindel irgend etwas mit Psyche zu tun hat. Bei mir war er das jedenfalls nicht. Ich bekam zwar bei großen Menschenansammlungen schwere Schwindelsymptome, das hatte aber nur etwas mit Stress und nicht mit Psyche zu tun.

Vermutlich bist Du sogar der irrtümlichen Meinung, dass eine Stressreaktion psychisch sei. Das ist völliger Unfug. Bei Stress wird u. a. Adrenalin ausgeschüttet. Das ist ein Hormon. Folglich steht hier das Hormonsystem im Vordergrund.

Viele Grüße

Peter

Ejsthe{r67


Ich gebe Lupo da völlig recht. Auf Peters Beiträge werde ich ihn auch nicht mehr persönlich ansprechen. Besserwisser und Egoisten gibt es schon genug auf dieser Welt. Denen muss man nicht noch Wasser auf die Mühle geben. Jaja, vor 10.000 Jahren haben die Menschen noch jeden Tag ne Dinosaurierkeule verputzt. Da haben die Männer ihre Frauen auch noch an den Haaren hinter sich hergezogen. Aber da der Mensch ja lernfähig ist, hat sich da Gott sei Dank mit wachsender Erkenntnis etwas geändert.

Würde mir auch wünschen, dass hier einfach ab und zu ein paar Schwindler rein schreiben, die erzählen wie es ihnen geht. Vielleicht Leidensgenossen um Rat fragen, anderen Mut machen, einfach ein wenig Verständnis verbreiten.

Mein Tipp: Peter soll seinen eigenen Thread eröffnen und dort seine Theorien verbreiten. Im Gegensatz zu ihm, lasse ich nämlich auch andere Sichtweisen gelten und glaube nicht, dass es jedem Menschen so geht wie mir und dass nur mein Weg in Richtung Besserung der wahre ist. Aber jeden Schwindelthread mit seiner Schnitzel These verseuchen, finde ich auch schade. Es als Vorschlag stehen lassen, okay. Jeder findet seinen Heilsweg. Aber jeden Anmachen, von wegen "ich habe viel mehr Stress und das morgendliche Wurstbrot ist schuld". Ne danke.

Ich hoffe auch, dass sich andere Schwindler deswegen nicht vergraulen lassen. Wäre schade drum.

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