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Eigene Diskussion für phobischen Dauer­schwank­schwindel

J;aim


Hallo !

So..ich werd nun endlich mal den "körperlichen" Kram weg lassen und mich mehr auf das seelische konzentrieren.

D.h. ich werde nun solange eine Psychotherapeutin suchen, bis ich der Meinung bin, die ist richtig und da gehe ich gerne hin !

Außerdem werde ich Schwindeltagebuch führen..schauen, wann es besser ist und vorallem, wann es fast unerträglich ist.

2 Situationen, die es arg verschlimmert haben, hatte ich bereits die letzten Tage:

1. vor und während eines Besuches eines Menschen, der meine Tier nicht leiden kann und die ganze Zeit angeekelt tut,...also jemand, den ich nicht gerne bei mir daheim habe

2. vorm Einkaufen...bereits am Abend zuvor, als ich die Einkaufsliste machte, wurde Schwindel schlimmer.

..und nach dem Einkaufen wars mit dem Schwindel wesentlich besser.

5 Jahre habe ich mich mit Händen und Füßen gegen die Begriffe "psychisch", "phobisch" und "psychosomatisch" gewehrt.....am sehn was sich so alles in nächster Zeit an neuen Erkenntnissen ergeben.

Und wenn mir nun jemand sagt, das es trotzdem weitere 5 Jahre dauert, bevor ich den Schwindel "im Griff" habe..dann ist mir das auch schnuppe...Hauptsache *Hoffnung*, denn ewige Hoffnungslosigkeit führt zu Depressionen, das ist mit die schlimmste Nebenwirkung des Schwindels.

@Peter

.....auch wenns lieb gemeint ist und Du nur helfen möchtest....ich werde meine Ernährung nicht weiter umstellen...stop! doch werde ich...ich habe mir zum Geburtstag ein Buch über Vegetarische Ernährung bestellt und werde mich komplett von der "Fleischeslust" lossagen......man kann nun mal niemanden zu seinem Glück zwingen ;-)

Lieben Gruß

Andrea

P.S. Kleiner Tipp an die "Schwindler" geht mal öfter in der Natur spazieren...richtig schön ist es im Wald oder am Waldesrand..habe heute z.B. einen weißen Spatz gesehen...irre...wunderschön.

pPete<r6x0


@Jaim

... auch wenns lieb gemeint ist und Du nur helfen möchtest... ich werde meine Ernährung nicht weiter umstellen... stop! doch werde ich... ich habe mir zum Geburtstag ein Buch über Vegetarische Ernährung bestellt und werde mich komplett von der "Fleischeslust" lossagen... man kann nun mal niemanden zu seinem Glück zwingen

Ich will niemandem zu seinem Glück zwingen, eher warnen.

Wir sind hier im Forum Neurologie. Das Gehirn und Nerven generell bestehen hauptsächlich aus Fett.

Möglicherweise sind vegetarische, fettarme Diäten ja gut für den Cholesterinspiegel, aber sind sie auch gut, um bereits bestehende neurologische Symptome zu beseitigen?

Wenn man mal in Nährwerttabellen schaut, dann enthalten pflanzliche Lebensmittel üblicherweise kein Cholesterin, Muskelfleisch etwa 70mg pro 100g, Kalbshirn aber z. B. 2000 mg pro 100g. Das wird im menschlichen Körper nicht viel anders sein. Warum sollte eine cholesterinarme Ernährung gut sein, wenn man neurologische Symptome hat, also Probleme im Bereich der Nerven welche üblicherweise die höchste Cholesterin-Konzentration im Körper aufweisen? Warum sollte eine fettarme und damit automatisch Lecithin-arme Ernährung bei neurologischen Symptomen gut sein? Warum sollte eine fettarme Ernährung bei Erkrankungen des Nervensystems gut sein, wenn Nerven hauptsächlich aus Fett bestehen?

Handelt es sich bei Schwindel um ein reines Kreislaufproblem, welches man mit Diäten angehen sollte, die man häufig bei Bluthochdruck oder anderen Kreislaufproblemen (noch) empfiehlt? Wie gesagt: Wir sind hier im Forum Neurologie.

Ich war ja während meiner Erkrankung auch Vegetarier und habe zur damaligen Zeit Unmengen an vegetarischer Literatur verschlungen. Mein Tipp: Les mal was von der Gegenseite, insbesondere Wolfgang Lutz: Leben ohne Brot. Du musst Dich ja nicht unbedingt dafür entscheiden, aber Du solltest deren Argumentation wenigstens kennen. Was mich bei Ernährung häufig stört: Viele Menschen lesen und probieren nur eine Richtung. Man muss alle Richtungen kennen um sich ein wirkliches Urteil bilden zu können.

Viele Grüße

Peter

E2s9thexr67


Hallo Jaim,

Glückwunsch... alles ist besser als Stillstand und sich dem Schwindel ergeben.

Hatte auch immer auf was "körperliches" gehofft. Irgendwas, was man mit Pillen, zur Not mit dem Skalpell, bekämpfen kann.

Auch ich habe ein Schwindeltagebuch geführt. Oder besser gesagt, tue es noch. Man sieht einfach ein bisschen klarer.

Ich hatte heute auch eine typische Psycho-Schwindel-Attacke.

Einladung zum Essen bei zwei Mädels, die sich beide wahnsinnig gerne reden hören und sich wirklich sehr wichtig nehmen. Wobei das nicht heissen soll, dass ich die nicht leiden kann.

Alle sitzen am Esstisch, Kerzenflackern wie wild (so optische Reize nerven mich dann auch schnell) und alle gut drauf. Mich hat der Schwindel überkommen wie das kalten Grausen. FLUCHT war mein einziger Gedanke, es schwankte, mir war schlecht. Das ganze Programm. Inzwischen weiss ich ja, dass ich mich nicht übergeben werde und dass ich nicht ohnmächtig werde. Ich bin nicht geflohen, habe bis 22h durchgehalten.

Klar hätte ich abhauen können. Aber ich will bestimmen, wann ich gehe, nicht der Schwindel. Kaum war ich aus der Bude draussen, ging schlagartig besser. Und da muss selbst ich sagen: das hat nichts mit meinem Kopf zu tun, sondern mit meiner Seele.

Meine erster Therapieversuch war auch voll daneben... Aber wenn ich bedenke, wieviele Friseure ich schon ausprobiert habe. Und da gings nur um meine Haare. Ich wünsch uns beiden und allen anderen auch, dass wir das Glück haben, jemand Vernünftiges zu finden.

Denn ganz ehrlich. Ja ich kann mit dem Schwindel leben ind werde nicht dran zu Grunde gehen. Aber manchmal könnt ich losheulen, wenn mir das Gewackele in meinem Oberstübchen so abartig auf den Geist geht. Dann bin ich richtig wütend. Aber was hilfts. Aufgeben gilt nicht.

MSoni7x0


Hallo Leidensgenossen

Ich habe auch schon ein paar mal in diesem Forum geschrieben. Leide seit mehr als eineinhalb Jahren an Schwank und Drehschwindel.

Meistens war es so, dass ich beim Liegen und Sitzen fast Ruhe hatte. Seit ein paar Wochen plagt mich der Schwindel auch beim Liegen, was mir noch mehr zu schaffen macht. Mich würde interessiern, ob das den anderen Petroffenen auch so geht. Ist das normal, das stetige auch und ab. Immer wieder diese blöden Rückfälle?

An manchen Tagen ist es so schlimm, dass ich nicht einmal etwas lesen kann, weil mir so schwindlig ist. Und habt ihr auch das Gefühl, mehrere Schwindelarten zu haben? Meistens schwankt bei mir der Boden oder ich fühle mich,als würde ich auf Watte oder einer Matratze gehen. Dann wieder habe ich ein gemeines Karussell im Kopf. Was auch der gemeinste meiner Schwindel ist. Dann wiederum ist es mir, als würde mich ein Magnet auf eine Seite ziehen. Für nicht Petroffene ist es schwierig, die Situationen zu beschreiben. Aber die "Schwindler" glaube ich verstehen,was ich meine.

Habt ihr auch immer diese Rückfälle? Auch wenn ihr euch nicht mit dem Schwindel beschäftigt ist er manchmal wieder so schlimm, dass ihr gar nicht anders könnt, als an ihn zu denken? Bei mir ist es schon so, dass ich ihm einen Namen gebe. Nur damit ich mich nicht mehr mit dem Wort Schwindel beschäftigen muss. Eure Meinung würde mich interessieren. Weil das mit den ewigen Rückschlägen macht mich echt fertig.

Gruss Moni

EMsthAer67


Hi Moni,

schätze, das mit den Rückschläge ist normal. Ich habe das auch. Nachdem der Schwindel am Anfang sehr stark war, wurde es schrittweise besser. Doch jetzt stagniert es schon seit Wochen/Monaten. Manche Tage sind okay. Und manchmal überkommt einen der Schwindel aus heiterem Himmel. Ich weiss oft gar nicht woher. Da hilft nur hinlegen und entspannen. Dann wird es bei mir immer ein wenig besser. An manchen Tagen ist es ganz okay. An anderen steht man morgens auf und merkt, ER ist wieder da.

Und ja, auch ich empfinde den Schwindel unterschiedlich.

Manchmal ist es nicht richtig schwindelig. Eher wie Watte im Kopf, alles ist nebelig. Dann gibt es noch die Variante Stahlhelm. Da fühlt sich mein Kopf einfach zu klein an und es drückt an allen Ecken. Dann eben das schwankige, wie auf einem Schiff. Und dann auch manchmal das Gefühl, als wäre die eine Körperseite schwerer als die andere und man wird in eine Richtung gezogen.

Und manchmal überkommt einen die totale Mutlosigkeit, wenn man ständig an den Schwindel denken muss, wenn es keinen Trick gibt, wie ER weg geht, wenn man verzweifelt denkt "warum hilft mir denn keiner" und wenn man auf die Menschen in seiner Umgebung neidisch ist, die so einen Scheiss nicht haben.

Maoni7_0


Re: Esther 67

Hallo Esther 67

Vielen Dank für deine Antwort. Manchmal ist es schon zum Verzweifeln. Bei mir ist der Schwindel immer da. Egal was ich tue oder eben nicht tue. Im Moment ist er wieder mal kaum zum aushalten. Weil er auch in der Ruhephase akut ist, was früher nur selten der Fall war.

Aber da müssen wir wohl durch. Was bleibt uns den sonst übrig. Ich werde jetzt eine Runde Schwimmen gehen. Das tut mir immer besonders gut. Fahrradfahren würde ich auch gerne mal wieder. Habs einmal wieder probiert und ist ziemlich schief gegangen. Ich kam mir vor wie an meinen Fahrradanfängen. Diesen Sport kann ich also kicken. Dafür ist Schwimmen für mich eine Altenative geworden. Und auch ich kenne das Gefühl von Neid, wenn ich die Leute betrachte, die sich unbeschwert bewegen können. Noch schlimmer sind die Leuchtchen, die sich wegen einem Schnupfen aufregen. Die sollten mal das durchmachen, was wir haben. Dann wäre eine Erkältung ein kleines Übel. Ich wünsche allen "Schwindlern" einen eiigermassen schwankfreien Abend.

Gruss Moni

J~aim


Hallo Moni !

Oh, ja..das kenne ich alles zu gut. Seit Beginn des Schwindels gab es bei mir keine Minute mehr an der er nicht aktiv war. Das mit dem Magneten der einen zieht hast du sehr gut beschrieben, das oft so bei mir, ich hatte das jetzt erst 2 Tage so schlimm, das ich weder sitzen noch laufen konnte...kam das erste Mal in den 5 Jahren vor, das es so heftig ist.

Mal schwankt es gleichmässig vor und zurück, mal nach rechts und links, mal unkontrolliert in alle Richtungen, mal sind Bodenlöcher da...aber eigentlich empfinde ich den Schwindel wie als ob ich betrunken auf nem Schiff lebe.

Herje, es muß doch mal Land kommen, damit man den Dampfer endlich verlassen kann.....

Oftmals glaube ich, je mehr ich gegen den Schwindel kämpfe, desto mehr wehrt er sich.

Auch das neidische Gefühl auf Leute die schwindelfrei leben ist mir bestens bekannt..dann diese Leute die mich volljammern, wenn ihnen mal der Bauch drück oder die Nase läuft, dafür habe ich jedes Verständnis verloren.

Heute war wieder ein sehr besch.. Tag..ich habe versucht bei 3 Therapeuten Termine zu bekommen..was soll ich sagen..die lehnen mich ab...2 meinten ich solle in stationäre Therapie, so kann man mich nicht behandeln, eine sagt, sie möchte mir keine Termine geben, da ich bei meinem Krankheitsbild sicher mal den einen oder anderen Termin kanzeln würde, das könnte sie sich finanziell nicht erlauben.

Aber mal ne Frage: Kannst du laufen..ich meine so richtig? Das ist mir aufgefallen, kann ich überhaupt nicht mehr..je schneller ich laufe, desto größer werden die Bodenlöcher......also Joggen fällt auch aus :-(

...so und nun weiterkämpfen...aufgegeben wird nicht..BASTA !

Lieben Gruß

Andrea

M[oni7x0


Re: Jaim

Hallo Jaim

Vielen Dank für deine Antwort. Ich nehme an, das du auch sämtliche Untersuchungen hinter dich gebracht hast. Bei mir haben sie herausgefunden, dass mein linkes Gleichgewichtsorgan nicht mehr funktioniert. Warum es nach all den Jahren einfach aufgehört hat, brav zu sein, vermag ich auch nicht zu sagen. Laufen kann ich mit mehr oder weniger grossen Schwierigkeiten. Es schwankt und zieht mich einfach auf die linke Seite. Ich muss mich einfach höllisch konzentrieren, dass ich nicht umkippe. Es hat mich auch schon ein paar mal aus den Füssen geworfen. Hoffe nur immer, das mich Leute nicht für besoffen halten. Joggen kommt für mich nicht mehr in Frage genauso wie Fahrradfahren. Man wird übel eingeschränkt und das sind die Sachen, die einen über kurz oder lang in die Depression bringen. Sachen, die einem fürher Spass machten, über die man sich nie gross Gedanken gemacht hat, alles vorbei. Ich kann auch nicht einfach in den Ausgang gehen, muss immer zuerst schauen, die es mir geht.

Das wird manchmal zur Belastungsprobe für meinen Mann und mich. Das in meinem Umfeld mich die Leute mit ihren kleinen Wehwechen nerven, das kenn ich auch. Die sollten mal nur einen Monet so rumlaufen wie wir es tun müssten. Für mich jedenfalls sind Kopfschmerzen oder ein kleiner Schnupfen ein lästiges aber kleines Übel.

Ist bei dir bei deinen Untersüchen etwas herausgekommen? Und hattest du den Schwindel auch plötzlich eines Morgens spontan? Würde mich freuen, etwas von dir zu hören. Zumal wie beide in etwa gleich Alt sind.

Es Grüessli Moni

JdaNiVm


Hi Moni !

Ja, habe alle Untersuchung, meist in 3facher Ausführung, hinter mir.

Diagnose-Verdacht gab es auch...aber alle haben sich nicht bewahrheitet. Da kommen die einem mit Morbus Meniere, obwohl überhaupt keine Drehschwindel habe oder MS, obwohl die Symptome nicht passen. Auch der Tumor im Kleinhirn hat sich als falsch heraus gestellt.

Wie wurde das mit dem Ausfall des Gleichgewichtsorgans festgestellt? Nur bei einer Untersuchung? Wurden Dir Ursachen für diesen Ausfall genannt?

Mein Schwindel begann am 1.2.2000, als ich beim Abwaschen war..der Boden tat sich auf und seitdem ist er nicht mehr verschwunden. Und was echt fies ist, das ist mein Geburtstag, der wird natürlich seitdem nicht mehr gefeiert....ich feier doch nicht den Jahrestag des Schwindels.

Wie ist es denn bei dir mit Geräuschen, wenn viel um dich herum ist?..ich könnt da kirre werden.

Meine Ehe m.M. auch in Gefahr, vorallem weil ich erst ein halbes Jahr verheiratet war, als der Schwindel auftrat, also die ganze Ehezeit Schwierigkeiten ohne Ende.

Das mit Gefühl, das die Leute denken ich wäre betrunken, kenn ich, auch habe ich manchmal Sprachstörungen..da will man nen Satz sagen..plötzlich wieder ein heftiges Kippen und die Worte sind wech.....

Anfangs igelte ich mich ein, inzwischen versuche ich alles zu machen, was ich vorher tat..okay, Arbeiten ist nicht und Sport ebenfalls nur bedingt....aber ich steige wieder auf Leitern und stelle mich Situationen, die man als Schwindler meidet.

Manche Tage aber habe ich auch ein solches Tief, da ich am liebsten das Sofa hüten möchte und mich mehrmals "in den Hintern treten" muß um wieder aktiv zu werden.

Also kann man sagen..die 5 Jahre ein ewiges Auf und Ab..aber Besserung? Nein, die habe ich nicht erfahren..leider. Und Hilfe von Ärzten? Den Glauben in die Ärzte habe ich verloren.

Schönen Gruß

Andrea

E<s?theGr67


Die Untersuchung bezüglich Gleichgewichtsorgan wird beim HNO gemacht. Tut nicht weh, ist aber ziemlich fies.

Da bekommt ein paar Elektroden, Sonden, was auch immer ins Gesicht geklebt. Dann wird einem entweder ganz warmes oder ganz kaltes Wasser in ein Ohr geträufelt und dann wieder rausgezogen. Naja so irgendwie. Dann geht in Deinem Kopf für ca. 2 Minunten die Post ab. Es dreht sich wie verrückt im Kreis. Nach 2 Minunten lässt das nach und geht auch ganz wieder weg. Die Sonden im Gesicht zeichnen dann deine Augenbewegung auf. Und je nach dem wie das aussieht und wie rasch sich das wieder beruhigt kann man eben Aussagen über deinen Gleichgewichtssinn machen.

Daß dem Partner die Schwindelkacke gelegentlich auf die Neven geht, kennt wohl jeder Schwindler. Mein Freund meinte zeitweise, er hat irgendwie schuld. Und ich will ja auch nicht immer sagen, wenn ich mich mies fühle. Und manchmal habe ich einfach nur miese Laune, weil mir der Schwindel dermassen auf die Nerven geht und ich keine Lust mehr habe auf Schwindeltagebücher, Entspannungsübungen, Vitamin B12 Tabletten, Psychogequatsche

Dann hängt mir das ganze Thema einfach nur zum Hals raus.

Aber fünf Jahre. Meine Güte, das ist ne verdammt lange Zeit. Bin jetzt 6 Monate im Club und ich zeige jetzt schon gelegentlich Verschleißerscheinungen.

M onit70


Re:Jaim

Hallo Andrea

Vielen herzlichen Dank für deine prompte Antwort. Wirklich heftig, was du da schreibst. Das es an deinem Geburtstag anfangen musste, ist echt mies! Bei mir begann es nach dem Aufstehen. Es war der Tag, an dem wir umziehen mussten. Geschah damals nicht ganz freiwillig, will aber nicht näher darauf eingehen. Ich dachte damals, es wären die Nerven. Weil ich in dieser Zeit meine ersten Panikatacken hatte. Meine Ärztin verschrieb mir dann Beruhigungsmittel und sagte nach zwei bis drei Tagen wäre der Spuck vorbei. Ha, ha, es waren nicht die Nerven. Der Test meines Gleichgewichtsorganes wurde im Spital einmal durchgeführt. Mit Wasser wird einem ins Ohr gespritzt. Das linke Organ hat nicht reagiert. In keinster Weise. Darum wussten sie angeblich, dass es nicht mehr funktioniert. Habe aber auch eine ganze Reihe Tests hinter mich ergehen müssen. MRT, CT Spital usw. Im Gegensazt zu dir plagen mich auch noch gemeine Drehschwindelatacken. Die sind wirklich Übel. Wenn mich so eine erwischt, möchte ich am liebsten nur noch sterben. Tue ich aber natürlich nicht. Aber in diesen Sekunden, Minuten möchte man es am liebsten.

Ich habe mir einen deiner Berichten durchgelesen. Das hat mich ganz schön geschockt. Bei mir sagte der Neurologe nach zwei bis drei Jahren sollte das intackte Organ das Kranke ausgeglichen haben. Ich kann es nicht mehr glauben, zumal ich diese Drehschwindel am Anfang der Misere nicht hatte. Diese habe ich erst seit ein paar Wochen. Ich warte umbewusst immer auch eine Atacke. Was natürlich völlig falsch ist, weil sie dann erst recht eintrifft. Ich hoffe, wieder was von dir zu hören. Auch würde mich interessieren, was du für dich noch für Möglichkeiten offen gelassen hast. Hast du damit abgeschlossen? Oder stehen noch weitere Untersüche aus? Ich habe schon so viel ausprobieren wollen. Aber im Moment bin ich in einer solchen schlechten Phase, dass ich es jetzt lasse. Ich wünschte, man könnte diesen SChei... einfach wegoperieren. Unglaublich, was die chirurgen heutzutage alles fertigbringen. Aber gegen Schwindel sind sie scheinbar machtlos.

Schönen Gruss von Moni

MioVn<i7x0


Re: Esther 67

Hallo Esther 67

Ich habe deinen Beitrag eben gelsen und komm da nicht ganz mit. Hast du diesen Gleichgewichtstest gemacht? Ich habe ihn auch gemacht. Aber bei mir wurde im Krankenhaus nur Wasser in das eine, dann in das andere Ohr gespritzt. Ich hatte keine Sonde im Gesicht. Langsam aber sicher frage ich mich, ob dieser Test bei mir einen Sinn hatte. Ich hatte eine Art Brille auf, vielleicht sollte das den gleichen Efeckt haben. Jedenfalls bekam ich auch diese Drehschwindel. Die selben, die ich jetzt auch gelegentlich habe. Bei mir hat es nur bei einem Test stark gedreht, darum kamen sie auch darauf, das nur ein Organ funktioniert. Warum kann man so etwas nicht einfach operieren? Kann mir das mal jemand beantworten? Wenn es nur eine Geldfage ist, dann ist das Ganze ein Hohn. Den ich glaube, jeder wäre bereit noch so viel zu bezahlen. Den die Gesundheit ist das höchte Glück. War mir früher auch nicht bewusst, leider.

Schönen Gruss Moni

EQsth(er67


@ moni

Keine Ahnung, ob Brille und Sonde das gleiche bedeuten. Mir wurde ein Kabel, am Ende etwas verdickt, kurz unterhalb des Auges angeklebt und dann noch an der Schläfe. Diese Bereiche könnten ja von einer Brille genauso abgedeckt werden.

Mir hat der HNO das so erklärt, dass man den Test sowohl mit kaltem als auch mit warmen Wasser macht, um alle Eventualitäten auszuschließen.

Was haben denn die Ärzte damals zu Dir gesagt, als das auf einer Seite nicht ansprach? Da kann man doch bestimmt was machen. Woher kommt das, gibt es Medikamente, Therapien usw.

Schlechte Erfahrungen mit Ärzten hat wohl jeder schon mal gemacht. Und unser Gesundheitssystem wird auch nicht besser. Meine Freundin ist Privat versichert. Das ist echte Superbehandlung inklusive Heilpraktiker, Massagen und allem drum und dran. Wir Kassenfuzzis müssen da mehr Power beweisen und auch mal bisschen zickig werden, wenn mein Gegenüber meint, ich wäre nur überspannt.

Mein Vorschlag: Such Dir einen anderen HNO. Vielleicht gibt es in Deiner Nähe auch eine Klinik mit einer HNO Abteilung. Lass diese Untersuchung nochmals machen. Kann mir einfach nicht vorstellen, dass man da nichts gegen tun kann.

LhupAo3049


@Moni

Bei dieser "kalorischen Prüfung", wie man die gemeinste aller Schwindel-Untersuchungen nennt, hätte ich auch fast an die Wand gekübelt, das ist so ziemlich das allerletzte und auch die einzige Untersuchung, die ich nicht 2 mal gemacht habe. ;-)

Moni, wenn das Gleichgewichtsorgan im Innenohr also einseitig nicht mehr (...oder nicht mehr 100%) funktioniert, geht man davon aus, dass sich dieses Organ entweder wieder erholt oder dass der Körper bzw. das Gehirn sich im Laufe der Zeit daran gewöhnt und diese Fehlfunktion ausgleicht. Mit anderen Worten, man kann eigentlich nichts machen ausser evtl. Gleichgewichtstraining usw. Sollte nach einiger Zeit keine Besserung eintreten, gibt es wohl als letzten Ausweg noch die Möglichkeit, den Gleichgewichtsnerv zum Gehirn zu durchtrennen, was aber scheinbar etwas umstritten ist. Dennoch, bei immer wieder auftretenden Drehschwindelattacken würde ich mich aber zumindest noch mal über solche Möglichkeiten informieren.

Du könntest übrigens ein gutes Beispiel dafür sein, was die Fachleute einen "reaktiv psychogenen Schwindel" nennen, d.h. bei Deinem permanenten Schwankschwindel könnte also die Angstkomponente als Folgeerscheinung des körperlich begründeten Drehschwindels durchaus eine Rolle spielen.

Also, das heisst, weiterhin auf mehreren Seiten arbeiten - aber nicht aufgeben !

Viele Grüsse

Lupo

J"aim


Hallo !

Ich habe inzwischen 4 oder...es waren 5 Schwindeltests hinter mir...mit Brille und kalter und warmer Luft in die Ohren gepustet, dann mit kaltem Wasser mit Elektroden, dann in verschiedenen Positionen mit kaltem und warmem Wasser auch mit Elektroden und dann noch tratra..kann ich nur jedem empfehlen....über ein Stunde auf dem Höllenstuhl....so eine Art Stuhl wie bei die Rache ist süß....mit Elektroden , div. Test, Wasser, nebenbei noch Rechenaufgaben lösen und und und...der Eimer stand zum Glück in Reichweite.

Beim ersten Test wäre der Gleichgewichtssinn im rechten Ohr gestört, beim zweiten alles in Ordnung, beim dritten gleich ins MRT--Verdacht auf Kleinhirntumor, beim Vierten alles okay, beim 5ten Morbus Menier...ja, ja und ich glaube auch bald wieder an den Osterhasen :-(

Ach, Moni,

ab und an habe ich auch Drehschwindel....geh dann ruckzuck in die Hocke oder pack mich aufs Sofa...diese Attacken beachte ich weniger, da sie seltener sind und der andere Schwindel permanent vorhanden.

Ich denk mal, die Ärzte nehmen einen bei Schwindel genauso wenig ernst, als wenn man heute mit der Allerweltsbeschwerde Rückenschmerzen auftritt...das sind zumindest meine Erfahrungen.

Derzeit habe ich eine solch miese Phase, das ich das stundenlange Warten beim Doc nicht verkrafte bzw. eine weitere Aussage alla "keine Ahnung" mein Nervenkostüm nicht ab kann.

Werde weiter auf die Suche nach einem Psychotherapeuten gehen, beim Kieferorthopäden nen Termin machen und mir einige Zähne ziehen lassen......aber dazu muß ich erstmal wieder Fuß fassen.

Schönen Gruß

Andrea

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