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Eigene Diskussion für phobischen Dauer­schwank­schwindel

PWeJxa


Gründe für Schwindel?

Ich denke auch, dass viele Ängste, unbewältigte Probleme, nervliche Belastungen etc. die Gründe dafür sind. Bei mir ist es so, dass meine Mutter im Oktober die Diagnose "Brustkrebs, Knochenmetastasen in gesamten Skelett" bekam. Da schrillen bei jedem die Alarmglocken 1.) weil man in Angst und Sorge um die Mutter ist, 2. weil man selbst zum Risikopatienten geworden ist.

Da ich ein rationaler Typ bin, habe ich natürlich sofort die Fäden in die Hand genommen, alles für Muttern organisiert, was nur irgendwie machbar ist. Für Arzttermine etc. angeleiert, und so weiter. Eigentlich meine ich, das ich die Sache recht gut im Griff habe, aber geht das wirklich so spurlos an mir vorbei? Bin ich wirklich so cool, dass mein Nervenkostüm nicht leidet?

Inzwischen bin ich mir nicht mehr so sicher und glaube mein Unterbewußtsein manipuliert mich doch mehr, als ich dachte.

@ annrose:

Du bist sicher gut ausgelastet mit deinen 3 Kleinen.

Kommst du selbst vielleicht etwas kurz dabei? Vielleicht kann man da schon ansetzen und Abhilfe schaffen, indem du dir auch Zeit für dich nimmst. Vielleicht nur einmal die Woche mit ´ner Freundin in die Sauna, oder Joga oder so.

Lupo hat vollkommen Recht, wenn er sagt, dass man Anfangs meint, der Schwindel war zuerst. Meistens gibt es andere Gründe, die den Schwindel erst als Symptom aufkommen lassen und nur wenn man diese Gründe findet, hat man Chance den Weg rückwärts zu gehen.

Gruss @ all!

PheJxa


@ partykathi

Wie ist es denn mit deiner Ausbildung? Zufrieden oder doch nicht so ganz?

Meine Tochter hat ihre sozialpädagogische Ausbildung nach 2 Jahren abgebrochen, weil sie auch immer unzufriedener und damit immer öfter krank wurde.

Jetzt lernt sie etwas anderes und blüht regelrecht auf.

Gruss nochmal

p~art[ykpathxi


@ PeJa

Grundsätzlich kann ich schon sagen, dass ich mit der Ausbildung ansich zufreiden bin. hab zwar vorher jahrelang im Callcenter gearbeitet und war damit den ganzen Tag kommunikativ =). Da kommen schllechte gedanken wahrscheinlich gar nicht erst auf...hatte dort auch viele freunde und bekannte...war echt ne lustige zeit und jetzt den ganzen tag arbeiten ist natürlich schon was anderes...und zur Schule gehe ich überhaupt nicht gerne...

klar hab ich auch schon darüber nachgedacht, dass das die ursache sein könnte... aber was soll ich machen.....die ausbildung beenden? ich sehe das als letzte chance an da ich vorher mein studium abgebrochen habe...

JLaixm


Hallo Abu !

Was meinst du denn was der Neurologe finden könnte, was der andere zuvor nicht gesehen hat? ;-)

Diese Angst ist ein Angst, die du ruckzuck los wirst, denn selbst wenn er was findet, dann hast du etwas Greifbares wogegen man was tun kann.

Anfangs hatte ich die Angst auch, dann folgte die Angst das NICHTS gefunden wird...ich war sogar soweit das ich nen Tumor in Kauf genommen hätte, Hauptsache die finden endlich was..schön bekloppt, nicht? So folgt einer Angst die Nächste und irgendwann weiß man garnicht mehr wovor man noch Angst hat.

Ich habe es so gemacht, wenn ich merkte, das Angst/Panik aufkam hab ich mich ruhig hingesetzt und überlegt warum ich diese Angst habe und mir dann Gegengründe gesucht. Mir überlegt, was kann denn schlimmstenfalls passieren und wie kann man damit umgehen?

Nehmen wir die typische Angst der Menschen vor Spinnen...warum haben soviele dafür Angst? Kennst Du jemanden der von Spinnen in Deutschland getötet oder angefallen wurde? Die armen Viecher haben mehr Schiss vor uns.

Oder die Angst vor Diagnosen...was ändert es, wenn wir eine Diagnose erhalten?...die Krankheit ist doch eh schon da, ob nun durch Untersuchung bestätigt oder nicht.

Oder die Angst beim Schwindel umzukippen..ja und, dann ruft jemand den Doc oder man steht selber wieder auf..im schlimmsten Fall hat man einige blaue FLecken oder nen Brummschädel...aber wer kennt das nicht auch ohne Schwindel ;-)

Nur..das jemand am Schwindel, welches ja keine Krankheit ist nur ein Symptom, gestorben ist..hm..das hab ich noch nicht gehört.

Nun bin ich soweit, das diese Ängste vollkommen verschwunden sind..denn was kann mir passieren? Werd ich krank hilft schon ein Arzt und wenn nicht Cest la vie, nehmen wir es selber in die Hand.

Jzaim


Hi Kathi !

Hm.."ansich zufrieden" hört sich aber nicht so toll an.

Was bringt es dir eine Ausbildung durch zu ziehen, nur weils angeblich die letzte Chance ist? Das wird später für den Rest deines Lebens dein Beruf sein. Und immer nur so naja-zufrieden leben?

Denk nicht dran was die Gesellschaft von dir erwartet, denke daran was dir Freude macht, was dich glücklich macht.

Lieben Gruß

AUimeex72


Ich denke auch langsam, das man sich einfach zu verrückt macht und man den Schwindel einfach akzeptieren sollte. Ich versuche auch die Angst zurück zu halten. Und ihn einfach hinzunehmen. Denke, das hilft ein wenig.

Meine Schwindelfreie Zeit hielt bis gestern abend. Da war ich kurz bei einer Freundin. Ihr Mutter ist sehr krank – Magenkrebs. So bald ich bei ihr war, fing der schwindel langsam an. Entweder weil es bei denen so warm war oder weil ich Angst hatte die Frage zu stellen, wie es ihrer Mutter geht. Denn ich wusste ja, das da nur schlechte nachrichten kommen können. Denke, es ist die Angst vor schlechten Nachrichten, die wir leider nicht ändern können.

Als meine Mom damals mit dem Tod gerungen hat, ging es mir schwindelmässig genauso schlecht. Denke, das das jetzt einen zusammenhang hat.

@Jaim

Es ist genau das was Du sagst, man sollte die Angst hinnehmen und sich nicht da hinein steigern. Denn dadurch wird es nur noch schlimmer.

Ich habe mich versucht zu beruhigen gestern abend. Bin auf meinen Stepper gegangen (wenn auch nur 10 min.) und habe dann ein wenig Bauchtraining gemacht. Ich muss sagen, danach ging es mir etwas besser.

Wie Du schon sagtest, diese Angst vor Spinnen habe ich auch. Obwohl die einem ja wirklich nichts tun. Aber dagegen kann ich auch nichts machen!!

Ich hatte auch immer gehofft, das der Arzt irgendwas findet, damit ich mir selber erklären kann woher dieser schwindel ist. Aber mittlerweile habe ich mich damit abgefunden, das er nichts finden wird und ich keine Lust mehr habe auf ständige untersuchungen. Im Grunde weiß ich, das dieser Schwindel nichts schlimmes ist und nichts passieren kann aber die Psyche kann einen ganz schön durcheinander bringen!!

@Jodie

ich weiß nicht, ob schwindelfreie tage mit dem Luftdruck zusammen hängen. Ich denke einfach, wenn die sonne scheint, dann ist man doch auch sofort besserer Laune und man fühlt sich dann sowieso besser…

So, Ihr Lieben. Ich wünsche Euch einen schwindelfreien Tag.

Bin froh, Euch hier gefunden zu haben!

Liebe Grüße

Aimee

lzuocy5lei(n


Hallo,

jetzt muss ich mich doch auch mal wieder einmischen.

Ich habe damals diese Dikussionsrunde eröffnet und bin immer noch glücklich, dass sich alles wieder zum Guten gewendet hat.

Recht oft lese ich hier noch mit und es freut mich sehr, wenn ich lese, dass ich einigen von euch durch meine Erfahrungsberichte etwas Mut machen kann.

Auf eine Sache wollte ich nun doch noch einmal zu sprechen kommen:

So oft lese ich von Menschen, die sehr leiden, aber den Kontakt mit Psychopharmaka extrem scheuen.

Ich bin mittlerweile ziemlich sicher, dass ich ohne die Stütze des Paroxetins niemals aus dem Loch aus Schwindel, Angst und Depression herausgefunden hätte.

Zu sehen, dass es etwas gibt, das einem hilft, ist genau das positive Gefühl des Optimismus', das einem dann helfen kann, den Weg aus der Misere zu gehen.

Wollte euch einfach ein wenig Mut machen, diesen Schritt zu wagen (nachdem natürlich alle organischen Ursachen ausgeschlossen sind).

Warum sollten wir uns nicht durch Medikamente helfen lassen?

Natürlich reicht das Pillenschlucken allein nicht auf Dauer, aber es kann ein Sprungbrett sein.

Lucylein

Aulbly7x6


@Esther

Hallo!

Ja, ich hab neben den Anti-Depressiva auch eine Therapie gemacht, die sogar zweimal verlängert wurde. Hat aber irgendwie auch nichts gebracht. Ich würde gerne nochmal einen anderen Therapeuten ausprobieren, aber Ihr wißt ja, wie die Krankenkassen so sind... Die Tabletten habe ich eigentlich erst so ziemlich zum Schluß bekommen, als er merkte, daß es bei mir nicht wirklich besser wurde. Jetzt hab ich zwar immer noch depressive Phasen, aber nicht ganz so schlimm wie vorher. Kennst Du vielleicht spezielle Yoga-Übungen, die Dir besonders geholfen haben? Ich hab´s auch mit Yoga probiert und nehme mir eigentlich vor, es wieder regelmäßig zu machen, aber manchmal wird der Schwindel durch die Übungen noch stärker und dann geb ich wieder auf.

@alle

Wie meistert Ihr Euren Alltag mit dem SAchwindel, vor allem, wenn er besonders stark ist? Ich finde es so schwer, nicht einfach aufzugeben.

Viele Grüße

Ally

pear4tykat,hxi


@ jaim

naja es ist schon die letzte chance. und wer weiss, wenn ich die ausbildung schmeisse, hab ich dann überhaupt lust etwas anderes zu lernen? gehts mir dann körperlich besser oder noch schlimmer weil ich mir vorwürfe mache?

A0imeeB7x2


@ Ally

nein, bloß nicht aufgeben!!! Es gibt immer einen Weg da heraus. Man muss nur fest daran glauben (leichter gesagt wie getan, ich weiß). Aber das Leben kann auch DAMIT schön sein. Man darf sich davon nur nicht so einschränken lassen, sondern kämpfen!!! Ich versuche es gerade!

Alltag? Keine ahnung. Ich stolper da auch irgendwie so durch. Aber es klappt ganz gut….

Wünsche Dir, das Du es schaffst, den schwindel zu besiegen!

Liebe Grüße

Aimee

P#eJpa


@ partykathi

Hi!

Deine Zweifel sind berechtigt: was ist wenn du hinschmeißt und dir geht es nicht besser?

Vielleicht ist die Ausbildung überhaupt nicht der Grund. Du kannst doch parallel andere Dinge herausfinden, die dir vielleicht besser liegen. Warum hast du gerade diese Ausbildung gewählt? Weil DU sie wolltest oder nur um irgendetwas zu haben? Wenn es nur der Druck von aussen ist, der dich dort hält, wirst du damit nicht zufrieden und gesünder werden.

Als meine Tochter (20) damit anfing, sie wolle die Schule schmeissen, waren wir auch nicht glücklich (wie Eltern nun mal so sind), aber als sie ständig Magenprobleme hatte, der Kreislauf verrückt spielte, ihre Heuschnupfenallergie immer schlimmer wurde, war uns klar, das kann so nicht weitergehen. Sie war dann zumindest so lange auf der Schule angemeldet, bis sie etwas Neues hatte, was ihr jetzt auch Spaß macht und siehe da: ihr geht es wunderbar!

Versuche erstmal für dich herauszufinden, was du willst. Wenn du dir darüber im Klaren bist, wird es dir sicher schon besser gehen und dann kannst du an Veränderungen arbeiten. :)^

Gruss

EQst8hexr67


@ ally

Anfangs habe ich am liebsten die Yoga Übungen am Boden gemacht. Da kann man nämlich nicht umfallen ;-)

Mir haben alle die Übungen gut getan, die entspannen und dich durch eine regelmässige und intensive Atmung wieder runter kommen lassen. Auch die progressive Muskelentspannung finde ich gut. Der Reihe nach jedes Körperteil anspannen und dann plötzlich locker lassen. Am besten machst Du nur die Übungen, die Dir gut tun. Und dann einfach Schritt für Schritt weiter machen.

@aimee

Aktzeptieren tu ich das auch mit dem Schwindel, mich damit abfinden werde ich mich nie...

Tja Alltag... Geht mal besser und mal schlechter. Jetzt bleibt halt öfter mal was liegen und ob das Bad noch ein paar Tage länger dreckig ist, ist mir auch herzlich egal. An schlechten, schwindeligen Tagen frisst der Kampf durch den Alltag aber soviel Energie, dass man keine Power merh für schöne Dinge hat. Man kämpft sich durch, funktioniert halbwegs und abends ist man platt und denkt, wieder ein Tag deines Lebens rum, an dem's nicht besonders spaßig war. Das macht mich dann schon traurig, dass Schwindel auch Lebenszeit heisst und leider nicht von der schönene Kategorie.

c<arHmenU19(7x0


@lupo, @esther

hallo ihr lieben,

bin gestern aus der neurologie entlassen worden, war seit letzten mittwoch dort wegen des verdachts uf hirnhautentzündung.

mir wurde nervenwassr entnommen , ein neues mrt vom schädel usw. alles ohne befund bin mit der diagnose phobischer dauerschwankschwindel entlassen worden.

muss mich nun in psychologische hände begeben, denke aber das ich die ursache kenne. im september hatte ich ja diesen riesen bandscheibenvorfall und bis ende dezember hatte sich ja jeder arzt geweigert mich zu operieren da es angeblich zu riskant wäre. aber alle ärtze sagten mir auch das jede falsche bewegung oder ein husten das abgerisse stück der bandscheibe verschieben könnte und ich im schlimmsten fall querschnittgelähmt werden könnte. habe also mehrere monate mit dieser angst leben müssen und ich denke das diese angst den schwindel hervorgerufen hat.

die neurologen sagten mir aber das dieser schwindel auf jedenfall wieder weg geht. darauf baue ich jetzt mal und versuche nicht den ganzen tag mehr an den schwindel zu denken obwohl das sehr schwer ist wenn er einfach immer da ist.

viele liebe grüsse

carmen

E9sthxer67


hi carmen,

das ist doch mal ne gute Nachricht. Obwohl man sich als Schwindler doch manchmal eine g'scheite Krankheit herbei sehnt, kann man ja doch froh sein, dass man körperlich fit ist.

Ist das denn mit Deiner Bandscheibe wieder okay?

Da soll man keine Angst bekommen, wenn man was von Querschnittslähmung erzählt bekommt.

Erhol Dich mal gut und dann auf in den Kampf gegen den Schwindel

LVupo.0x49


@Carmen1970

Ja Carmen, dann solltest Du hiermit die Zeit, in der Angst und Ungewissheit regierten, für beendet erklären und - mit profesioneller Hilfe - wieder in die andere Richtung gehen.

Eine Psychotherapie ist übrigens ja nicht nur dazu da, die Ursache der Misere herauszufinden (...die Du ja im groben tatsächlich schon kennst), sondern auch, um Verhaltensweisen kennenzulernen, um mit Ängsten umzugehen bzw. um Ängste zu reduzieren.

Viel Erfolg & Alles Gute

Lupo

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