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Eigene Diskussion für phobischen Dauer­schwank­schwindel

a,-phswyIcho


Hallo zusammen,

ich muss euch mal was in anderer Sache fragen:

Wie sieht es bei euch mit dem Partner aus ? Wie geht er/sie auf euch ein, oder wie hilft er/sie euch ?

Bei mir/uns sieht es im Moment etwas dürftig aus, es gab in der letzten Zeit einige Feste zu denen ich nicht mit bin, Grund dafür is ja bekannt (Schwindel, etc.)

Meine Frau ist, wie soll ich sagen, gerne am feiern, lustig sein, usw. und wünscht sich eigentlich nur, dass ich dabei bin. Für mich wiederum sind die Wochenenden wie eine kleine Insel zum ausruhen, relaxen. Also bin ich Zuhause geblieben, hab dann mit Aufräumen, putzen, etc. mein schlechtes Gewissen teilweise beruhigt.

Ja, ich habe ein schlechtes Gewissen, weil ich eigentlich von Natur aus ein harmoniebedürftiger Mensch bin, d.h. ich möchte das alles um mich rum auch zufrieden sind – nur krieg ich das nicht hin.

Ich habe in den letzten Monaten gelernt auch mal NEIN zu sagen, doch kaum ausgesprochen hab ich ein schlechtes Gewissen, dies fördert dann wieder mein Schwindel.....

Dann kommen auch die Gedanken dazu, "sie" is jetzt alleine mit Freunden unterwegs, da könnte ja was..... na ihr wisst schon. Vor 10 Jahren war das schon mal der Fall... seitdem habe ich zwar wieder Vertrauen aufgebaut, doch so 100%ig isses nicht.

Mir kommt es auch vor, dass ich mit jedem Jahr das ich länger mit diesen Angst – und Panikattacken zu tun habe, ich ernster und nachdenklicher werde, keine Lust mehr habe auf feiern, ausgelassen singen, usw.

Wie ist das bei euch ?

Auch vertrage ich keinen Alkohol mehr, 2 Bier reichen mir schon für einen Rausch. Mir ist das recht, nur wenn man dann mal in der Runde dabei ist, dann kommen auch manchmal blöde Sprüche (trink doch mal was gescheites, nicht nur Wasser)

Heute ist wieder so ein Fest, und ich bin wieder nicht dabei... Ich mag die Masse der Leute nicht, mir isses zu laut, und wenn man nüchtern unter 300 Promille steht – ist auch nicht lustig.

Was soll ich machen ? Ja, ich weiss – mitgehen.... Ich fahr lieber mit dem Fahrrad durch den Wald, oder geh laufen. Wie kann ich das noch meienr Frau klarmachen ? Wie macht ihr das ? Sagt ihr auch manchmal "Nein" ?

Oder geht ihr dem Frieden Willen mit ?

C)ora-AntHo?nia


Also mein Schatz hilft mir viel, nimmt auch Rücksicht auf mich, wenn ich mal gar nicht kann...

und bedauert mich wegen des Ganzen %-|

.... aaaber, er kann einfach nicht verstehen, wie man sowas überhaupt haben kann... psychische Sachen überhaupt...

nimm doch nicht immer alles so ernst... mach dir doch nicht ewig solche Sorgen... ja, leicht gesagt – schwer in die Tat unzusetzen ":/

und vor allem: DAS MUSS DOCH EINE KÖRPERLICHE URSACHE HABEN... GEH DOCH NOCHMAL ZUM ARZT... ich kanns nicht mehr hören... %:|

Ich geh überall hin mit, egal wie voll und wie laut, und meist ist es dann auch gar nicht so schlimm. Alkohol hab ich noch nie viel vertragen, früher nicht und heute genauso wenig. Da bin ich leider kein Maßstab. :-)

a -ps?ychxo


@ Cora

Du gehst überall mit hin ? Wie schaffst du das ? Also im Moment wäre das bei mir undenkbar...

Bei mir zittern die Beine, alles tut plötzlich weh, schwindlig sowieso, Herzklopfen, etc.

Mit dem Unverständnis habe ich auch zu kämpfen...

ASlefxa8\7xw


*a-psycho*

Ich bin da auch kein toller Vergleich, da ich keinen Freund habe und ich somit auch zu niemand "NEIN" sagen muss.

Ich hab mich aber sehr zurückgezogen und vermeide es, aus dem Haus zu gehen. Klar .. einkaufen und so schon, aber nicht mehr feiern und sowas.

Morgen hab ich meinen Termin beim HNO und dann mal schauen, was die sagt.

Ich hab schon so Angst, dass ich fast wieder absagt hätte : (

Aber das bringt ja auch nichts ... :°(

CMora-A'ntonxia


a-psycho

wahrscheinlich bin ich im Moment nur nicht so arg gebeutelt wie du...

und wenn ich diesen vermaledeiten Tinnitus nicht hätte, wäre ich momentan sogar fast zufrieden mit der Situation...

Ich mach viel – muss viel tun – mach Therapie, Vereinsarbeit, Selbsthilfegruppe und hab zusätzlich noch 2 Kurse von der KK belegt... also 4 von 7 Abenden sind persée schon mal verplant... alles Ablenkung um diesem ewigen Ohrgepoche zu entkommen... :-/

Aber, auch als der Schwindel noch viel schlimmer war, bin ich immer mit zu Festivitäten gegangen. Hauptsache ich konnte irgendwo sitzen, den Rest hab ich dann mehr oder minder über mich ergehen lassen...

Ehrlich gesagt hätte ich Angst, meine Partnerschaft aufs Spiel zu setzen. Verständnis hin oder her, irgendwann ist es dann soweit, dass du nicht mehr gefragt wirst ob du mitkommst... du gehst ja sowieso nirgends hin... es wird ohne dich geplant und sich vielleicht dann irgendwann auch ohne dich anderswo orientiert... :-X

KgatjCa3SAchwixndel


hey Leute,

woooow, ich war heute morgen im MRT – habe die letzte Nacht nicht geschlafen, weil ich solch eine Angst vor der Enge in der Röhre hatte und mir war den ganzen Morgen schlecht bis ich hingefahren bin ! Ich war echt kurz davor den Termin abzusagen – solch eine Panik hatte ich davor.

ABER es war überhaupt nicht schlimm, das erste mal als ich da war wurde abgebrochen weil ich so Angst hatte und deshalb hab ich diesmal gesagt – ich möchte gern ein Beruhigungsmittel. Die nette Helferin, hat mir das Mittel gespritzt, ich hab meine Augen zugemacht – und nach gefühlten 2 Minuten hörte ich nur : aufwachen ! Ich war völlig verdutzt, weil sie sagte ich wäre schon fertig ! ! Ich war 30 Minuten in der Röhre und es kam mir wirklich nur vor wie 2 Minuten ! !

Ich kann das echt nur empfehlen, wenn man Angst hat im MRT – das ist optimal und man bekommt wirklich gar nichts mit.

Im Nachhinein bin ich echt froh, es gemacht zu haben !

Mein Schwindel hat sich verringert, der Verhaltenstherapeut hat mir eine gute Art und WEise gezeigt, damit umzugehen ! Ich fühle mich langsam auch echt wieder besser ! Gott sei Dank !

Liebe Grüße :-x

aZ-psycxho


@ Katja

was hat dir dein Therapeut gezeigt ? Kannst du das mal schildern ?

a}-pVsycho


Hallo,

ich war heute beim Neurologen, fragte ihn nach dem Unterschied zwischen einer Gesprächs/Verhaltenstherapie und einer tiefenpsychologischen Therapie.

Danach sagte er, so ne Tiefendingens wäre nicht schlecht, nur wäre nach der letzten Verhaltenstherapie eine 2-jährige Sperre von der Krankenkasse aus.

Stimmt das ?

FzranUkyP!axnky


Hallo,

habe seit 2009 auch Schwankschwindel und einige andere psychosomatische Beschwerden und Ängste.

Ich habe bis heute meine Ängste fast komplett durch Konfrontation und ohne Pillen besiegt.

Zur Zeit habe ich aber immer wieder den Schwankschwindel, meist wohl abhängig von psychischer Belastung, Grübeln, Aufregung. Auch Herzhüpfer, leichtes Benommenheitsgefühl, Schwitzen kommt immer wieder dazu.

Trotzdem merke ich, dass die Konfrontation das einzige Mittel ist was mir hilft. Das habe ich auch diverse Literatur und Verhaltenstherapie gelernt. Ich habe alle möglichen ärztlichen Untersuchungen ohne Befund, sogar mit Bestwerten, hinter mir und verfolge das mit voller Absicht nicht mehr weiter.

Den verbliebenen Schwindel ignoriere ich NICHT! Ich lasse ihn voll zu, provoziere ihn sogar manchmal und vermeide nichts in meiner Freizeit, denn gerade die Vermeidung und Schonung macht es bei mir noch schlimmer. Soetwas habe ich anfangs noch gemacht und das war ja der völlig falsche Weg, wie jeder Psychologe bestätigen wird.

Natürlich macht mir, insbesondere nach Phasen der Schwindelfreiheit, der Schwindel immer wieder mal Angst, aber das halte ich dann aus und die Angst ist auch schon viel seltener geworden.

Leider braucht das alles seine Zeit, aber ich denke, dass ich mit der Konfrontation auf dem richtigen Weg bin.

SceptAembe\rfan


Hallo

melde mich nach längerer Zeit auch mal wieder zu Wort.

Ich kann FrankyPanky nur Recht geben.

Nach anfänglicher Qual mit dem Schwindel und Zubehör habe ich es nach über 2 Jahren geschafft damit umzugehen. Der einzige Weg ist wirklich KONFRONTATION in allen Lebenslagen und wenn es einem auch noch so beschissen geht.

Der Schwindel ist nicht weg, manchmal habe ich ihn auch den ganzen Tag, mit Übelkeit und Verspannungen. Ich sage mir immer, morgen gehts dir wieder besser und es ist auch so. Habe ja auch gelernt, dass mir in der Schwindelphase nichts passiert und dass keiner etwas merkt.

Voriges Jahr war ich wegen diversen psychosomatischen Beschwerden sehr oft krank geschrieben, wobei das noch alles viel schlimmer machte, z.B. der Tag an dem ich wieder arbeiten musste war extrem schlimm, die Erwartungshaltung war schrecklich. Jetzt kämpfe ich mich durch, gehe nur zum Arzt wenn ich "wirklich" krank bin.

Das Zuhausehocken macht alles noch viel schlimmer, am besten raus unter Leute, feiern, wenns einem gut geht und nicht Trübsal blasen. Wollte auch gern noch eine Verhaltenstherapie machen, hatte aber bis Februar eine tiefenpsych. Therapie und war zu einer Psychokur. Das muss jetzt reichen und hat mir auch geholten. Im Prinzip weiss ich das ja alles.

LG

ap-psytcho


@ Septemberfan

du schreibst "Das Zuhausehocken macht alles noch viel schlimmer, am besten raus unter Leute, feiern, wenns einem gut geht und nicht Trübsal blasen"

Da sag ich nur: WENN´s einem gut geht..... Was machst du wenn´s dir nicht gut geht ??? ??

av-2psy/cho


...und noch was: Mir wirds sobald ich auf der Autobahn bin extrem schwindlig, Herzrasen, schwitzen, zittern, etc.

Und da soll ich dann weiter fahren ? Ich weiss nicht....

FyranWkyPaxnky


Und da soll ich dann weiter fahren ? Ich weiss nicht....

Und als Beifahrer?

F:rankynPanxky


...aber ich kenn das, man denkt zuerst das ist organisch und rennt zu allen möglichen Ärzten. Das ist zur Sicherheit am Anfang ja nicht verkehrt, denn es könnte ja tatsächlich so sein.

Und dann vermeidet man die Situationen, sucht sich Schutzpersonen die "einen an der Hand halten" oder verfällt in Schonhaltungen (zu hause bleiben, Ausruhen etc..). Alles falsch.

Und später fällt es einem so schwer, zu verstehen, dass so reale Symptome nicht organisch sein sollen. Es dauert u.U. Monate bis man das langsam begreift.

Und zum Schluß fällt es einen schwer zu glauben, dass gerade die paradoxe Intervention und die Konfrontation so hilfreich sein kann.

Ich habe mich da sehr lange mit beschäftigt und gelesen und muss immer noch die Bücher zur Hand nehmen, um mir immer wieder ins Bewusstsein zu rufen, was da eigentlich passiert, da ich immer wieder kurze Gedanken habe, wie: "aber jetzt ist es doch organisch!".

Meine persönlichen Leitsätze sind:

"Wenn es wirklich eine physische Krankheit wäre, dann müsste es jetzt nach 2 Jahren doch schon viel schlimmer sein oder ich wäre schon tot oder meine Werte (Blut, Herz, Schilddrüse etc..) wären total seltsam (sind sie aber nicht)"

"Da ich lange Zeit meine psychischen Probleme/Stress nicht beachtet habe, sendet der Körper mir Signale in Form von physischen Symptomen, denn anders merk ich es nicht mehr"

"JEDES Symptom ist bei mir nur bis zu einen bestimmten Punkt schlimmer geworden, aber nie so stark, das wirklich was reales passiert ist"

"Wenn ich durch schlechte Gedanken meine Symptome verstärken oder erzeugen kann, dann muss es doch auch umgekehrt durch gute Gedanken zu reduzieren sein"

Das schlimmste bei mir ist noch, dass die Symptome, wenn ich sie dann durch Konfrontation reduziert habe oder verschwunden sind, in anderer Form/Ausprägung irgendwann wieder kommen.

Da zeigt mir, dass ich grundsätzlich noch nicht genug auf die Sprache meines Körpers achte und noch immer nicht ganz stabil bin. Aber esist schon ein himmelweiter Unterschied zu 2009.

SFeptemmberfaxn


@ a-psycho

mir geht es sicher wie tausenden Leuten auch mal nicht gut und möchte dann auch meine Ruhe haben und nicht unbedingt feiern. Habe aus diesem Grund auch schon mal was abgesagt. Das ist sicher "normal". Aber ich kann sehr gut unterscheiden, obs mir nicht gut geht, z.B. wegen einem Infekt, schlecht geschlafen, zuviel Stress oder ob sich meine Erwartungsangst bzw. Angst vor der Angst zeigt. Dann gehe ich trotzdem weg. Meine Erfahrung ist, dass es mir dann viiieel besser geht, wenn ich dann dort bin und das zeigt mir, dass Vermeidungsverhalten der falsche Weg ist.

Man schränkt sich immer mehr ein und überlässt der Angst das Sagen. Dein Thema Autobahn: was machst Du, wenn Du Panik kriegst? Stehenbleiben? Warscheinlich doch lieber vermeiden zu fahren, oder? Was mache ich, wenn ich den Schwindel auf Arbeit bekomme? Weitermachen, was sonst. Wie gesagt, wochenlanges Krankschreiben brachte nichts.

Trotz Konfrontation sucht sich auch bei mir mein Kopf oder Körper immer wieder Wege um mich "auszuscheren" und es ist super anstrengend und nicht immer schaffe ich es stark zu bleiben.

Ich nutze die Zeit besser, wenns mir gut geht und kann besser geniessen. Es ist ein ständiges auf und ab.

LG

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