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Eigene Diskussion für phobischen Dauer­schwank­schwindel

JJodixe


@ RbD

Du sprichst mir aus der Seele...der Text könnte von mir sein :-)

Heute war es wieder so: Sobald ich Verantwortung übernehmen muss bzw. "durchhalten" muss, halt beim arbeiten etwas leisten muss, war es mir stundenlang wieder einfach seltsam....kaum aus dieser Situation raus bzw. mit dem Hund im Wald gewesen: Deutliche Besserung aller Beschwerden! Das spricht ja wohl eindeutig für eine psychische Ursache...andererseits ist mein Körper durch die ganze zusätzliche Angst und Schwindelbelastung sehr erschöpft...bin also körperlich nicht mehr sehr leistungsfähig....dagegen nehme ich seit gestern Vitasprint (hochdosiertes Vitamin B12). Mal sehen, ob das was bringt... Versuche im Moment echt alles...nehme ja auch noch Johanniskraut und Lasea und Magnesium........

Was meint der Arzt denn bei dir mit "selbst an dir arbeiten – frei stehen"? Ich habe am meisten Probleme, frei zu stehen bzw. zu gehen. Manchmal wünsche ich mir, ich hätte Krücken oder zumindest eine.....am besten ist es, wenn ich mich irgendwo "festhalten" kann, damit meine ich aber nicht z.B. etwas, was wirklich was bringen würde, wie z.B. eine Straßenschild, sondern etwas, was mir eigentlich gar keine Sicherheit (vom Verstand her) gibt, sondern eher vom Gefühl her hilft, wie z.B. wenn ich meinen Hund an der Leine habe oder auch einen Einkaufskorb durch die Gegend trage (je schwerer desto besser).....Bescheuert, oder? Aber es hilft..... ???

Wie gehts es dir mit deinem AD inzwischen?

Wünsche euch allen ein ganz schönes WE! Wetter soll besser werden, dann gehts mir immer besser :)z

LG *:)

a(-psyxcho


@ Jodie

ja, so gehts mir manchmal auch... irgendwo festhalten können... heute is, nach ca. 2 guten Wochen, wieder so ein Tag, an dem ich denke – jetzt fällste um.... Mist !

J@odixe


Hallo *:)

liege mit Grippe flach..... {:( ...liegen tut gut...aber das anschließende Aufstehen........ %:|

@ RbD:

Wie ist es dir ergangen ???

LG

2?010^Sjter6nchexn


Ich auch Jodie...Halsschmerzen, Husten, Kopfweh..

Gute Besserung und lg {:( @:)

JDoldipe


Danke :)* ...dir auch gute Besserung! Habe genau das gleiche, bin aber aufm Weg der Besserung.

War auch heute wieder arbeiten....war ziemlich anstrengend...aber eher weil ich in der Birne noch so matschig war.....der Schwindel hielt sich heute in Grenzen.....mal abwarten....

LG @:)

R,umipxi


Hallo.

Ich möchte mich einmal neu vorstellen.

Ich bin 24 Jahre alt, in 10 Tagen dann allerdings mal wieder ein Jahr älter.

Vor 4 Wochen habe ich meine 2. Tochter entbunden.

Seit ca. 6 Jahren, bilde ich mir ständig ein, irgend was schlimmes zu haben. Es ist mal besser mal weniger besser. Habe damals hyperventiliert, kam ins krankenhaus und meine inneren organe wurden gecheckt. Alles i.o.! Seit dem immer mal Panikattacken gehabt. Dies wurde besser, aber die ängste sind nie wirklich weg gegangen. Die ärztin im kh meinte damals vor 6 jahren, das wird wohl psychisch sein.

Das ganze fing einen Monat nach einer Fehlgeburt an. Da war ich 17!

Durch die schwangerschaft stand ich nun stets unter ärztlicher kontrolle, meine hausärztin hat vor 2 monaten mein blut gecheckt, leber, schilddrüse, nieren alles i.o.!!

Nun zu der eigentlichen sache, 2 monate vor der entbindung fing es an.

Ich hatte blutige vormilch, und habe schon seit 3 jahren einen knoten in der brust, den ich nie hab checken lassen, aus angst. Nun ich war fest davon überzeugt brustkrebs zu haben. Dann hab ich mich belesen im netz, hat alles noch viel schlimmer gemacht. Dann endlich hab ichs meinem frauenarzt mal gezeigt, weil mein mann mich dazu getrieben hat. Fazit: der arzt grinst mich an und sagt: so fühlt sich brustkrebs nicht an. Nach dem dann eine sono gemacht wurde, war klar, kein brustkrebs. Erleichterung. Nun, dann bekam ich 2 mal nasenbluten, dachte an leukämie, darauf hin der blutcheck bei meinem hausarzt, ebenfalls alles ok.

Irgendwann fingen sie dann an, kopfschmerzen. Immer an unterschiedlichen stellen, mal links, mal rechts, mal beide seiten, mal schläfen, mal stirn, mal hinterkopf. Angst, gehirntumor.

Mein kind habe ich spontan entbunden (ebenfalls ängste während der geburt zu sterben etc.)! Eine woche nach der entbindung gings dann richtig los, panikattacken, angstzustände....!! Permanent am puls und blutdruck messen! Nun mal zu meinen symptomen die ich zur zeit so habe:

Kopfdruck, Augenbrennen, übelkeit, schwache beine, schwindel (wobei ich nicht so richtig weiss ob das wirklich schwindel ist, es dreht sich nicht, es ist eher so als ob der boden unter mir wackelt, meist auch nur beim gehen und nicht stark)....nackenschmerzen, rückenschmerzen....heulattacken, kribbel/virbrationsgefühle in den füssen und ein ständiges klingeln im kopf.

Ich bin schon früh morgens total fertig wenn ich aufstehe! Nachts schlafe ich nicht durch, alleine schon wegen dem baby. Mal gehts mir gut zwischendurch, mal beschissen. Morgens ist es meist am schlimmsten. Aber generell hab ich jeden tag diese symptome, mal mehr mal weniger.

Mein mann sagt, das ist alles psychisch, weil ich meine psyche.so kaputt gemacht habe. Aber ich habe angst vor hirntumor oder ms! Ich bin total am ende. Ich kann nicht mehr.

Zu dem schwindel, was meint ihr, könnte das dieser phobische schwankschwindel sein? Oder deutet das doch eher auf was organisches? Ich kann einfach nicht glauben das es psychisch sein soll.

Bitte um euren Rat, finde diesen Pfad hier sehr schön, und bin erstaunt wieviele jahre er schon aktiv ist.

Liebe grüße

Jgodixe


@ rumpi

Hallo erstmal *:) ...ja das hört sich nach dem gleichen schwindel an, den wir alle hier haben.....

man glaubt es kaum, aber es leiden anscheinend viel mehr menschen darunter als man denkt. der phobische schwankschwindel ist übrigens die zweithäufigste schwindelart in schwindelambulanzen.

ich lese gerade ein super buch: Lucinda Basset: Angstfrei leben.

Ich finde mich da total wieder und bin so gespannt, wies weitergeht...daher werde ich jetzt auch weiterlesen :)^

LG

aOpfelbkistxe


@ Rumpi

es gibt frauen die bekommen nach der Geburt eine Depression. Ich denke du hast die auch. Du hast keine MS oder auch keinen Hirntumor. Kein Mensch kann sagen woher das kommt. Es dauert eine Zeitlang bis es dir gut geht. Aber es wird dir wieder gut gehen. Geh zu einem Arzt der sich damit auskennt.

Gute besserung, es wird alles wieder gut. Deine Kinder brauchen dich. :-x :-x

s5w'inxx


Hallo

Ich möchte zuerst auch mal meine Leidensgeschichte vorstellen..

Bin 27, m, und vor 5 Jahren begann mein Horror der nach wie vor anhält :( Ich war damals Student, weit weg von zuhause, stand voll im Leben.. hatte zwar hier und da mal Sachen die mich bedrückten, aber wer hat die nicht. Und eines Abends, wir waren bei uns in der WG mit anderen Kollegen noch..irgendwann fühlte ich mich sehr schlecht, mir war total heiß, schwindelig und fühlte mich schwach. Dann ging ich mich hinlegen, es kam auch noch Schnupen hinzu. Die ganze Nacht kein Auge zu gedrückt. Ging mir so wie am Anfang einer Grippe quasi. Morgens konnte ich dann irgendwann noch 2-3 Stunden schlafen. Als ich wach wurde waren quasi alle Symptome weg (Schnupfen, extreme Hitze,..), nur mir war noch viel schwindeliger als am Abend zuvor. Naja wird wohl mit etwas Bettruhe auch noch weggehen, dachte ich mir, so wie das ja meistens mit irgendwelchen Symptomen so ist. Pustekuchen, diese Schwindel ist bis heute, 5 Jahre später, noch immer da :(

Zu meinem Schwindel: er ist IMMER da. Ich weiß schon gar nicht mehr wie es ist kein Schwindel zu haben. Nicht eine einzige Sekunde seit den 5 Jahren war ich schwindelfrei. Ob im stehen, gehen, laufen,... er ist einfach immer da. Mal mehr mal weniger..mal so extrem, dass er nicht auszuhalten ist und mal so, dass er mich nicht zu 100% sondern "nur" zu 70%v einschränkt im Leben. Es ist insgesamt die Hölle auf Erden die ich jeden Tag, jede Sekunde durchmache..ohne zu übertreiben..leider. Mal ne Frage zwischendurch, ich lese meistens immer von Schwindelattacken bei anderen..oder dass es bspw im Liegen besser wird bzw gar kein Schwindel da ist. Gibt es einige wo der Schwindel echt,genau wie bei mir, DAUERND da ist?

Wie ihr euch vorstellen könnt, hab ich in den 5 Jahren jeden Arzt den es gibt besucht. Im schulmedizinischen Bereich hab ich echt alles durch.. und vieles mehrfach. Immer war alles gesund. Ich hab den Ärzten immer gesagt, ich bin wahrscheinlich der Einzige der zu Ihnen kommt und hofft, dass Sie was finden...

Desweitern hab ich im alternativen Bereich auch sämtliches probiert.. Akkupunktur, Fuss-Reflex-Massage, Atlas, Homöopathie, Hypnose, energetische Strömungen,.. 3 verschiedene Osteopathen,..und und und..

Ich war in Mainz in der Schwindelklinik (grösste Verarsche).. eine Woche in Essen in der Schwindelklinik.. da haben sie mir die Diagnose phobischer Schwankschwindel erstellt. Ich tat und tu mich nach wie vor etwas schwer damit zu glauben dass es wirklich rein psychisch ist. Einfach, weil der Schwindel halt immer da ist und nicht durch bestimmte Angste oder Umstände ausgelöst wird. In Essen haben sie mir Citalopram verschrieben.. hab ich dann auch genomnen (ich würde glaub ich eh alles nehmen wenn jmd mir sagen würde, es kann ihren Schwindel lindern), habs über einen Monat genommen, aber es machte den Schwindel eher nur noch schlimmer.. hab ich dann abgesetzt. Ich war auch schon bei 2 verschiedenen Psychologen, die aber beide nicht alle beisammen hatten. In 2 Wochen werd ich den nächsten testen.

Ich hab auch schon ganz google durch. Neben dem Schwindel fühl ich mich so als sei ich manchmal nicht in meinem Körper. Ist schwer zu beschreiben.

Ich musste damals meine Uni abbrechen. Ich hab zwischendurch mich für 1,5 Jahre total von der Außenwelt abgeschottet. Ging nicht mehr an Handy ran, machte keine Tür mehr auf. Einfach fertig mit dem Leben weil keiner mir helfen kann. Nur mit meiner Freundin, Eltern und Schwester noch Kontakt. Lag eigentlich nur noch im Bett rum. Machte gar nix mehr. Dann irgendwann berappelte ich mich wieder, traf mich wieder mit Kollegen, und begann wieder ne neue Ärzteodyssee. Ich kämpfte wieder gegen den Schwindel, an sämtlichen Fronten. Aber immer erfolglos.

Selbstmordgedanken begleiten mich schon lange, weil ich diesen Zustand einfach nicht mehr ertrage. Und jetzt komm ich wieder an einen Punkt wo ich mir sage, lange mache ich es nicht mehr mit. Es ist einfach kein Leben. Es ist nur Qual. Morgens steh ich damit auf, abends geh ich damit schlafen.

Ich werd jetzt noch ne gewisse Zeit kämpfen und hoffen.. aber irgendwann.. weil ein Leben lang mit diesem Schwindel – never. Ich kann ja nichtmals arbeiten.

Vielleicht kann ja hier der ein oder andere mit ner ähnlichen Geschichte mir neuen Mut und Hoffnung geben. Auf jeden Fall werd ich hier wenigstens verstanden. Ich hasse es Leuten zu erklären was ich habe. Wenn ich Leute sehe die ich lange nicht mehr sah und dann die übliche Frage kommt, was machst/arbeitest du denn heute? Dann erfind ich meistens irgendeine Scheisse, weil die meisten Leute einen nur doof angucken wenn man da mit extremen Dauerschwindel ankommt.

Ich weiß echt nicht mehr weiter. Drecks Schwindel. Drecks Leben.

J.odiZe


Hallo swinx,

bei mir hat das ganze genauso plötzlich angefangen wie bei dir. Bei mir stand eine Art Koffeinschock am Anfang....und das war vor 17 Jahren......da war ich gerade mal 20....seitdem habe ich den Schwindel, wer- wenn er da ist- auch 24 Stunden am Tag da ist und dabei habe ich auch nicht immer gleichzeitig Angst. Am besten ist es, wenn ich entspannt bin. (was zur Zeit allerdings SEHR schwierig ist),aber auch nie ganz weg.... und am schlimmsten ist er bei Stress, Aufregung, Angst......Es gab allerdings auch Jahre zwischendurch, wo er ganz weg war.....da ich gerade das Buch von Lucinda Basset: "Angstfrei leben" lese, glaube ich inzwischen, dass es meine Gedanken sind, die den Schwindel auslösen. Es ist ein langer Weg, seine Angst- und negativen Gedanken in positive zu verwandeln, aber ich werde nun damit anfangen, weil ich -genau wie du- auch nicht so leben möchte. Den Schwindel nicht beachten und ihm keine Aufmerksamkeit schenken, dann wird er irgendwann von selbst vergehen...davon bin ich überzeugt, v.a. weil es ja schonmal funktioniert hat. Man muss sich nach Ausschluss aller körperlichen Ursachen darüber klar sein, dass die Seele und die Macht der Gedanken einen Rieseneinfluss auf solche körperlichen Symptome hat....

Alles, alles Gute!!!

LG

S.econxdfly


Huhu Gemeinde :)

Dann reihe ich mich hier mal ganz ungezwungen ein!

Meine Beschwerden begannen im Januar (püktlich zum Jahreswechsel) diesen Jahres mit einem Infekt der oberen Atemwege. In diesen 14 Tagen wurde ich 2 mal von kurzen Schwindelattacken heimgesucht, so wie sie kamen verschwanden sie auch gleich wieder. Daher machte ich mir natürlich keine Gedanken, stand ich in diesen 14 Tagen angeschlagener Weise so oder so etwas neben mir. Unerwartet ereilte mich dann auch gleich noch ein Spontanpneumothorx Links, also ein ordentliches Trauma. Seither begleitet mich mein Schwankschwindel, Benommenheit und Ohnmachtsgefühle. Glücklichweise begannen die Beschwerden noch während meines Krankenhausaufenthaltes des Spontanpneus, sodass ich Neurologisch und HNO-technisch sofort zerlegt und auf organische Ursachen geprüft wurde. Natürlich, oh welch Überraschung, ganz ohne körperliche Befunde. Entlassen wurde ich dann mit der Empfehlung mir ein Hobby zu suchen und autogenes Training zu betreiben! Okay dachte ich mir, folgte den Anweisungen der Ärzte, es nutzte Nichts! Der Schwindel wurde immer schlimmer, letztlich endeten dann eintretende Panikattacken grundsätzlich in der Notaufnahme. Man muss jedoch erwähnen, die erste Panikattacke hatte ich (angeblich das Resultat einer Hyperventilation) bereits auf der ITS im Krankenhaus. Alsbald folgte dann ein weiterer Aufenthalt in einer neurologischen Klinik, bis auf eine Lumbalpunktion wurde auch hier alles Mögliche gecheckt...ebenfalls ohne Befund. Half mir nicht unbedingt weiter, ich versuchte mich also nach der Entlassung aufzuraffen, vergeblich! Es ging noch weiter Bergab, bis ich dann nach Ostern freiwillig in eine psychosomatische Klinik gegangen bin. Dort verbrachte ich 9 Wochen mit mittelmäßigen Ergebnissen! So habe ich viel über Angst und Co. gelernt, mein Dauerschwankschwindel und damit einhergehende Benommenheit wurden jedoch kaum bis gar nicht beachtet, weder großartig besprochen...obwohl ich bei der wöchentlichen Visite auf mein Grundproblem verwies. Nun, alles ärgen half und hilft Nichts, nun bin ich seit Anfang Juni entlassen und Schwindle weiterhin massiv vor mich hin. Gegenwärtig befinde ich mich in psychotherapeutischer Behandlung. Weiterhin wurde ein orthopädisches Problem ausgeschlossen, nun steht noch der Kardiologe auf dem Plan, leide ich seit ca. 2 Monaten (von heute auf Morgen) an hohem Blutdruck...und Keiner weiß warum! Lange Zeit bekam ich auch keine Medis, vom hausarzt verschriebene Opipramol wurden in der Klinik abgesetzt ohne evtl. die Maximaldosis auszureizen. Letztlich verschrieb mir nun ein Neurologe gleich Sulpirid 50mg. Begeistert bin ich davon wenig, reden wir von einem Neuroleptikum was aber eine Indikation für Schwindel haben soll. Muss sich erst noch zeigen. :-/

Zusammenfassend: Dauerschwankschwindel ist ein furchtbarer Zustand der einem das Leben schon gewaltig versauen kann!

S-chwe/denW200x9


Hallöchen ihr Schwindler *:)

Hab da gestern nochmal wieder was im TV gesehen

[[http://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/gehirn_nerven/schwindel104.html]]

vielleicht ist das ja für den einen oder anderen interessant :-)

Kommt gut durch den Tag!

Eine Ex-Schwindlerin ;-)

k%rim^ü


Hallo Mitschwindler!

Ich bin per Zufall auf dieses Forum gestoßen und habe meine Geschichte auch schon im Schwindel thread von Kruty gepostet.

Ich bin 27 Jahre alt, das mit dem Schwindel hat im vergangenen Dezember bei mir angefangen. Konkret nach einem Handballspiel (ich spiele Handball im Verein). Gleich am Abend nach dem Spiel war es mir schwindelig. Damals hatte ich auch zeitgleich einen Infekt der Nasennebenhölen. Ich hatte und habe bis heute keinen Drehschwindel sondern eher das Gefühl von Benommenheit. Nach dem Spiel hatte ich ständig diesen Schwindel auch abends im Liegen vor dem Einschlafen und gleich wieder beim Wachwerden. Am nächsten Tag ging ich zu meinem Hausarzt, der verschrieb mir das Medikament Arlevert und hat mich gleich zum HNO überwiesen.

Dort wurde ein Test des Gleichgewichtssinns gemacht (mit so einer speziellen Brille) wobei rauskam, dass mein Gleichgewichtsorgan im linken Ohr gestört ist. Der HNO verschrieb mir daraufhin Betahistin, Arlevert sollte ich nicht mehr weiternehmen. In der Folge ging es mir wöchentlich immer ein wenig besser, bis ich mit meiner Freundin zum Weihnachtsshopping ging und in dem ganzen Trubel plötzlich das Gefühl bekam als würde ich bald ohnmächtig werden, als würde mein Kreislauf zusammensacken und ich gleich umkippen. Da es Wochenende war fuhren wir in die Notfall-Ambulanz dort wurde ein EKG gemacht und Blutdruck gemessen, alles ganz normal. Ein paar Tage später hatte ich einen erneuten Termin beim HNO der mir weiterhin Betahistin verschrieben hatte. Ein erneuter Test mit dieser speziellen Brille zeigte, dass sich das mit dem Gleichgewichtsorgan ein wenig gebessert hat. Ich nahm also weiterhin Betahistin und Anfang Januar ging es mir so gut dass ich es wieder Absetzen konnte, der Schwindel war völlig verschwunden und ich konnte auch wieder anfangen Handball zu spielen.

Ungefähr zwei Wochen später setzte der Schwindel plötzlich wieder ein, das war vor einem Handballspiel und begann ganz plötzlich, so als hätte jemand einen Schalter umgelegt und der Schwindel/das Benommenheitsgefühl war wieder da. Ich nahm weiter Betahistin und der Schwindel besserte sich auch ein wenig, hatte aber weiterhin ein dumpfes Benommenheitsgefühl. Zudem fiel mir auf dass ich auf dem rechten Auge auf Weit schlechter sehen konnte als auf dem linken, der Augenarzt meinte jedoch der unterschied sei marginal und könne keinen Schwindel auslösen.

Ein paar Tage später hatte ich eines Mittags als ich etwas für die Uni gearbeitet hatte plötzlich Herzrasen und einen sehr hohen Blutdruck so dass ich mich hinlegen musste. Mein Hausarzt machte daraufhin ein Langzeit-EKG, Belastungs-EKG, Blutbild, CT von Nieren und Leber und eine Sammel-Urin Untersuchung mit dem Befund dass ich kerngesund sei. Der Schwindel blieb jedoch weiterhin.

Daraufhin ging ich zu einem anderen HNO der sich u.a. auf Schwindel spezialisiert hat, dieser machte erneut die Untersuchung mit der Brille und attestierte mir eine Störung im linken Gleichgewichtsorgan. Ich sollte jedoch das Betahistin nicht weiternehmen sondern Arlevert. Das habe ich dann mehrere Wochen getan, zunächst dreimal am Tag, dann zweimal, einmal und dann wieder abgesetzt. Mir ging es viel besser und das Schwindelgefühl war verschwunden, das war so gegen Mitte Mai.

Anfang Juni kam der Schwindel dann plötzlich zurück als ich einkaufen war wieder wie beim ersten Mal als er zurückkam als würde jemand einen Schalter umlegen. Wie gesagt ist es kein drehschwindel sondern eher das Gefühl zusammenzuklappen, als würde der Kreislauf runterfahren. Da mein Hausarzt zuvor die Vermutung geäußert hatte, dass ich einen phobischen Schwindel entwickelt habe nahm ich dann keine Tabletten mehr sondern versuchte durch Sport (Joggen) und weniger Stress, mehr Pausen, ausgewogene Ernährung den Schwindel in den Griff zu bekommen und mir das ganze so quasi auszureden

.

In der vergangenen Woche kam der Schwindel dann erstmals auch beim joggen, wie gesagt ich hatte die ganze zeit über viel sport gemacht (3-4 mal pro Woche je 10km gejoggt). Es war diesmal aber irgendwie anders mehr so wie eine Attacke mit Herzrasen und mir wurde auch schwarz vor Augen bzw. hatte ich das Gefühl dass ich nur noch verschwommen sehe. Ein Fußgänger hatte mich angesprochen und daraufhin einen Krankenwagen gerufen. Im Krankenhaus wurde erneut EGK, Blut, und Blutzucker getestet ohne Auffälligkeiten. Wieder beim Hausarzt überwies mich dieser nun zum Neurologen um eine Art Epilepsie auszuschließen. Dort wurde ein EEG gemacht welches auch völlig unauffällig war, der Neurologe meinte der Schwindel sei Stressbedingt um mich zu beruhigen solle ich aber noch ein MRT vom Kopf machen lassen um eine organische Ursache auszuschließen. Dieses steht nun am 15.Juli an.

Weiterhin hatte ich das Gefühl der Benommenheit wobei es morgens nach dem Aufstehen und Abends nicht so schlimm ist sondern eher am Mittag, auch ich sitze viel am Schreibtisch da ich gerade meine Abschlussarbeit schreibe und auch in meinem Job arbeitet ich am Computer. Da mir weiterhin auffiel das ich auf dem rechten Auge schlechter sehe und mein rechter Arm auch immer kalt wird habe ich im Internet gesucht und bin auf den Atlas als Ursache für Schwindel gestoßen. Mein Orthopäde konnte an der HWS allerdings nichts feststellen und hat mich jetzt zum Radiologen für ein MRT der HWS überwiesen. Dieses wird am 23.Juli durchgeführt.

In der Folge ging es wieder leicht besser bis ich Sonntagmittags Essen war und plötzlich wieder einen extremen Schwindelanfall hatte, im Restaurant waren nicht viele Leute und wir hatten einen recht abgelegenen Tisch. Um den Atlas auszuschließen ging ich zum Osteopathen der auch für die Atlastherapie nach Atlantotec zertifiziert ist. Dieser konnte keine Atlasfehlstellung feststellen hat aber mehrere Blockaden zwischen dem zweiten und vierten Wirbel gelöst. Nach der Behandlung (letzten Dienstag) ging es mir eher schlechter auch am Tag darauf was aber wohl auch am Muskelkater liegen konnte. Mittwoch, Donnerstag und Freitag war ich dann fast Schwindelfrei, nur ein leichtes Benommenheitsgefühl wenn ich lang am Schreibtisch saß gegen Mittag, mein rechter Arm wird allerdings nicht mehr kalt, den Eindruck schlechter zu sehen habe ich immernoch.

Vorgestern machte ich dann den Versuch wieder joggen zu gehen und der Schwindel setzte wieder ein nach einer weile wie beim letzten Mal sodass ich weiter gehen musste. Ein Gefühl als hätte jemand plötzlich den "Stecker gezogen". Gestern Abend war ich dann noch auf einem Stadtfest mit vielen Leuten wo der Schwindel dann auch wieder einsetzte, worauf ich heimgehen musste um mich hinzulegen.

Ich vermute, dass der Schwindel ursprünglich eine körperliche Ursache hatte im linken Gleichgewichtsorgan. Ich dadurch jedoch irgendwie hypersensibilisiert bin und auf jegliche Änderungen meines Körpers/Befindens (Wetterfühligkeit, Stress) denke dass der Schwindel wieder einsetzt und dadurch quasi eine Attacke auslöse. Ich habe in letzter Zeit immer ein leichtes Benommenheitsgefühl und der Schwindel setzt mehr Attackenartig ein.

Naja ich werde jetzt mal noch das MRT von Schädel und HWS abwarten und mich dann evtl wieder mit meinem Hausarzt/Neurologen beraten.

Mir ist durchaus bewusst dass das ganze auch psyschiche Ursachen haben kann, ich eben dauernd an den Schwindel denke und mich dann durch die hypersensibilisierung wieder hineinsteigere. Ärgerlich für mich ist, dass ich es jetzt zweimal beim Joggen hatte, was mit eigentlich immer gut geholfen hat.

Habt ihr noch irgendwelche Tipps und Ratschläge welche ich beachten könnte?

Ich hab es bis auf diese seltenen Attacken eigentlich ganz gut im Griff und komme auch so im Alltag mit der Grundbenommenheit ganz gut klar und will falls die Ursache psyschich ist auch nicht direkt zu Psychopharmaka oder ähnlichem greifen. Ich gehe im Moment davon aus, dass ich es auch so irgendwie schaffen werde!

Grüße an alle Leidensgenossen (immer wieder krass zu sehen wie viele es davon gibt)

krimü

Jwod`ie


@ Schweden2009:

Danke für den Link...leider geht es da nur um den Lagerungsschwindel....da haben wir Phobiker ja gar nichts mit zu tun....

@ krimü:

Habe gerade deine ganze lange Geschichte gelesen....so wie du das beschreibst, war es vermutlich bei vielen hier: Zuerst evtl. eine organische Ursache (ich hatte z.B. extremen Vit. D3 Mangel)....und weil man sich danach so beobachtet und sogar kleine normale Körperschwankungen (ich sogar die feinen Körperbewegungen, die der Herzschlag auslöst) als Schwindel bzw. bedrohliche Beschleunigungen wahrnimmt. Ich hatte damals vor ein paar Jahren schonmal das gleiche Problem und habe es auch mit Sport und positivem Denken sowie der Einsicht nicht körperlich krank zu sein geschafft....leider ist der Schwindel nun seit ca. einem halben Jahr wieder da....mache allerdings auch viel falsch: Viel Stress im Job, zu wenig Entspannung und zu wenig Sport bzw. GAR kein Sport....liegt aber nicht daran, dass ich das nicht möchte, sondern als ich vor ein paar Wochen wieder angefangen habe, Inliner zu fahren bzw. Rad zu fahren, hatte ich einmal auf dem Rad eine Panikattacke mit allen Symptomen, die man dann so gar nicht braucht: V.a. Schwindel! Bin dann abgestiegen und habe geschoben, da fühlte sich der Boden unter meinen Füßen an wie Schaumgummi und meine Arme und Beine waren so leicht wie Federn.....dann wurde mir auch noch ganz übel dazu und ich musste noch am Wegesrand brechen....Herzrasen sowieso....ganz fies.....das ganze hielt ca. noch eine halbe Stunde an, dann bin ich langsam weitergefahren, obwohl ich mich immer noch komisch fühlte....seitdem bin ich nimmer aufs Rad gestiegen und wenn ich nur dran denke bekomme ich schon Angst. Aber leider ist das genau der falsche Weg!!! Habe mir heute (ein Tag, an dem der Schwindel mal wieder gewonnen hat – Wetter!?) nochmal alles von damals durchgelesen, was ich mir da so aus dem Netz gezogen hatte

[[http://www.panikattacken.at/]] (und dann links unter "Angstschwindel" – > super Infos zu allen Zusammenhängen!!!!)

und eben erstmal trotz des Schwindels eine Nordic Walking Tour durch den Wald gemacht...auch beim Walken wars mir seltsam...ich kann aber nicht mehr unterscheiden, ob es mir wirklich komisch ist, oder ob das einfach von der gestörten Körperwahrnehmung und dieser ständigen Kontrolle, ob Schwindel da ist, kommt......ich glaube es ginge uns allen viel besser, wenn wir den Schwindel einfach mal ignorieren würden! Bei mir läuft jedesmal der gleiche Film ab – typischer Teufelskreis: Aufmerksamkeit auf das Gleichgewicht bzw. das Körpergefühl – > eine kleine von mir als nicht normal gedeutete Körperschwankung – > Schreck – > Angst doch krank zu sein (Herz, Hirntumor etc...)– > geht über in Dauernervosität und ständiges "unentspanntes Gefühl" – > davon noch mehr Symptome – > u.a. Stand- und Gangunsicherheit/Leere im Kopf – Schwanken des Bodens bzw. subjektives Schwanken meines Körpers – > Übelkeit....etc...etc.....komme manchmal für Stunden nicht davon los....und wenn man dann dazu noch arbeiten muss..... {:( ....habe eine Art Animationsjob ...... stehe also ständig völlig im Mittelpunkt.....heute dachte ich echt öfter, dass ich ohnmächtig werde....

Wie gesagt, ich weiß theoretisch, wie ich diesen Teufelskreis durchbrechen kann...ich schaffe es aber praktisch noch nicht.....

Übrigens essen gehen oder überhaupt in Gesellschaft essen geht im Moment gar nicht....

LG @:)

2R010_St-erncxhen


Gut erklärt, Jodie, kann mich deinen Worten nur anschließen. :)^

Geht mir zur Zeit genaus so. Mir macht die Erschöpfung sehr zu schaffen, bin nicht mehr leistungsfähig. Viele Menschen machen mich ebenso fertig und wenn wir Besuch haben und ich mich kümmern muss, dann gehts mir verdammt mies. Bin dann fix und alle und bekomme auch nichts auf die Reihe.

Krimü

Berichte mal was bei den MRT's rauskam.

Wie alt bist du denn? Hast du viel Streß?

Drück dir die Daumen, dass es bald besser wird

LG *:)

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