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Eigene Diskussion für phobischen Dauer­schwank­schwindel

z{aube#r>schne=ckex_79


Hi ich bins nochmal....

ich habe ja nun seit 10 Tagen einen anderen Schwindel, das sind so anfälle, die plötzlich kommen, es dreht sich alles und mir wird schlecht. Ich werde auch Nachts wach, weil mir auf einmal so Schwindelig geworden ist, das hatte ich noch nie so. War gestern wieder beim Arzt und der meinte, das es wirklich Psychisch wäre. Auf die Frage hin ob es denn nicht nun doch eine Krankheit sein kann meinte er, die Warscheinlichkeit wäre sehr gering, da ich ja erst im Feburar/März komplett druchgecheckt worden bin. Nach einer MRT-Aufnahme klar könnte sich direkt was entwicklen....

Aber da ich nur SChwindel habe....keine anderen Symtome....wie Kopfschmerzen...Lähmungen ect. schließt er es aus.

Nunja so ganz beruhigen tut es mich ja nicht! Weil der Scwhindel so komisch ist. Habe nun ein Medi bekommen Arlevert, kennt das jemand? Habe gestern eine genommen und war 4 stunden Schwindelfrei....war das ein Lebendsgefühl!

Aber vielleicht kann mir ja jemand sagen ob ihr auch vom schwindel geweckt wird...oder ob der nur kommt wenn ihr angst habt?

LGupo0x49


Aber vielleicht kann mir ja jemand sagen ob ihr auch vom schwindel geweckt wird... oder ob der nur kommt wenn ihr angst habt?

Kann Dir nur bestätigen, dass wenn der Schwindel (und auch andere Symptome) einmal richtig Besitz ergriffen haben, dass es da auch immer wieder Veränderungen in der Stärke und Art der Symptome geben kann, im Prinzip das ganze vegetative Nervensystem verrückt spielen kann.

Mein Schwindel war immer da, egal ob ich jetzt akut gefühlte Angst hatte oder nicht.

Grüsse

Lupo

S0chwi2ndllerin2x8


auch noch viele Fragen...

@ Lupo:

Er war bei Dir immer da? Von morgens bis abends und über welchen Zeitraum?

@ all Wie schaut es aus mit Wetterfühligkeit/Periode? Werden eure Schwindelattacken da schlimmer?

Mir macht der Schwindel derzeit auch wieder arg zu schaffen... ich kann nicht loslassen, halte immer daran fest...selbst in den paar stunden wo ich keinen Schwindel spüre denke ich an ihn und teste an mir rum, ob er wiederkommt, wenn ich mich bücke, beim Kopfdrehen, bei Armarbeit etc...Ich habe langsam das Gefühl verrückt zu werden! Ich leide so darunter und immer noch durch den Schwindel diese Angst:" Das kann nur körperlich sein, ich habe doch gar keine Angst" Kann selbst wieder Bus fahren und alles tun, aber der Schwindel bleibt und das Schlimme ist er behält nicht sein Gesicht!!!

Er verändert sich in Form, Dauer, Stärke, dass ich fast wahnsinnig werde! Könnte ihn heute noch nichteinmal mehr als Schwankschwindel beschreiben...eher als hätte ich eine Weste umgeschnallt, die am Rücken aus Blei ist...manchmal als Benommenheit oder Sehstörung und manchmal auch ein Drehschwindel! Momentan ist es sogar so, dass mir fast ein wenig übel wird dabei und habe das Gefühl, dass es nur bei Armbewegungen ausgelöst wird. Dann diese irre Unsicherheit, wenn man an Leuten vorbeigehen muss, oder einem Hindernis ausweichen muss, oder auf einer Treppe Leute hinter einem sind...furchtbar!

Denke gerade wieder, nachdem ich irre Schmerzen in beiden Füssen habe, dass ich vielleicht eine Nervenentzündung haben (wurde nicht getestet) könnte, aber über ein Jahr? Ich möchte da endlich hinkommen, einzusehen, dass es psychisch ist, aber ich fürchte ich komme nicht um ein Antidepressivum rum,denn ich beschäftige mich mittlerweile 24 Std nur mit mir und meinen Symptomen und so wichtig, will ich mich doch gar nicht nehmen...ich will nur nicht mehr diese Gedanken haben!

Eine heute echt verzweifelte Schwindlerin

LHup7o049


Wie schaut es aus mit Wetterfühligkeit/Periode? Werden eure Schwindelattacken da schlimmer?

Alle äusseren Einflüsse (z.B. Kreislauf, Wetterwechsel, Hitze usw.), die Schwindel begünstigen, kommen erschwerend hinzu.

Er war bei Dir immer da? Von morgens bis abends und über welchen Zeitraum?

Ungefähr 6 Monate, zuerst besonders beim Gehen und Stehen (also immer, wenn man die Füsse auf dem Boden hat), später aber auch immer mehr in anderen Situationen (Sitzen, Liegen).

Hallo Schwindlerin,

was Du hier schilderst, kann ich - ohne es einzeln zu kommentieren - zu 100% nachempfinden.

Es beschreibt ungefähr den Zeitpunkt, als ich nach monatelangem Kampf sozusagen die "Segel streichen" musste. Es gab auch keine Alternativen mehr, ich konnte einfach nicht mehr, mein Körper spielte komplett verrückt und ich war dabei, endgültig die Kontrolle (über Körper & Seele) zu verlieren. Hatte das Gefühl, ich habe eh nichts mehr zu verlieren, also entweder sterbe ich jetzt sowieso bald an meiner "geheimnisvollen, hinterhältigen Krankheit", dann kann ich auch die Kontrolle abgeben und sagen "Helft mir - ich kann nicht mehr - tut irgend etwas !"

Scheinbar musste es aber so weit kommen, weil letztendlich war dies der Wendepunkt in meiner Schwindelgeschichte. Mein Hausarzt "zog mich aus dem Verkehr" (Krankschreibung), ich nahm das Antidepressiva, das schon 6 Wochen zu Hause lag und machte die ersten Termine für eine Psychoptherapie. Und das, obwohl ich weiterhin fest von einer körperlichen Ursache überzeugt war, aber ich musste akzeptieren, dass die Angst einen überdimensional grossen Platz eingenommen hatte und ich etwas dagegen tun musste.

Der Teufelskreis aus Angst und Symptomen muss irgendwann, irgendwo, irgendwie unterbrochen werden, dann kann es langsam aber sicher wieder bergauf gehen.

Vielleicht hilft Dir das jetzt akut nicht, aber zumindest solltest Du wissen, dass es Wege gibt, die da raus führen.

Viele Grüsse

Lupo

lzuns


@Schwindlerin28

Hallo, wollte mich auch mal kurz zu Wort melden da es Dir ja echt schlecht geht und ich Deine Verzweiflung gut nachvollziehen kann. Erstmal muß sagen, daß Lupo recht hat mit dem was er sagt. Es gibt Wege aus diesem Teufelskreis rauszukommen. Ich war auch immer sehr körperlich fixiert bis ich irgendwann eingesehen hab, daß es mir eben psychisch doch nicht so gut geht wie ich immer dachte. Ich hab mich eineinhalb Jahre genauso rumgequält wie Du und wollte von Antidepressiva nichts wissen aber irgendwann war ich so traurig über meine mangelnde Lebensqualität, daß ich mich doch dazu entschieden hab die Dinger zu nehmen (trotz riesiger Angst vor Nebenwirkungen). Am Anfang hatte ich auch schlimme Nebenwirkungen die aber mit der Zeit verschwunden sind. Es geht mir auch ganz gut damit. Mir ist zwar immer noch schwindelig wenn Probleme auf mich zu kommen und ich total angespannt bin aber ich fühle mich nicht mehr so unendlich traurig und die Ängste sind auch fast weg. Trotz allem hab ich noch einen langen Weg vor mir und auch die Verhaltenstherapie wird noch ein ganzes Weilchen gehen. Zu Deiner Frage noch ob der Schwindel stärker ist bei Wetterfühligkeit und Periode da kann ich nur sagen, bei mir schon. Das fängt schon ca 1 1/2 Wochen bevor ich meine Periode bekomme damit an daß der Schwindel viel stärker ist und sich auch anders anfühlt aber mittlerweile bin ich selbst das schon gewohnt. So ich glaub ich jetzt mal wieder zuviel geredet. Ich wünsch Dir auf alle Fälle nur Gutes und viel Stärke um das durchzustehen und das Du einen Weg da raus findest.

LG Luns *:) @:)

SSchwindKlerwin28


Danke ihr Lieben!

Ja, bin mittlerweile wirklich an dem Punkt, wo ich sage...gibt mir was...ich will mal zur Ruhe kommen! Also ich denke ich werde meinen Neurologen auf Fluxet ansprechen...das scheint bei generalisierter Angst das beste Mittel zu sein und wie ich so gelesen habe auch einigermassen verträglich... Auf was für Nebenwirkungen kann man sich denn in etwa einstellen?

Zum Thema Therapie: Diese ist leider bei mir gescheitert, weil meine Thera mich immer genervter anzickte von wegen ich wolle mir ja nicht helfen lassen und wenn ich sooooooo unzufrieden bin soll ich halt meinen Job kündigen und noch so weitere Klopper hat sie gebracht...ich habe dann erstmal weitere Termine abgesagt...muss mal mit meinem Neurologen sprechen, ob er mir was schriftlich geben kann, dass diese Therapie gescheitert ist.

Es war einfach keine Verhaltenstherapie...sie hat mir nicht gewisse Vorgänge und Verhaltensweisen erläutert. Es war eher so ne softe Gesprächsrunde...Kennt sich jemand aus,kann ich nach der 11 Std. noch die Therapeutin wechseln?

l3u#ns


Hallo Schwindlerin28

den Therapieverlauf den du da beschreibst kommt mir irgendwie bekannt vor. Ich hab auch über ein Jahr tiefenpsychologische Gesprächstherapie gemacht obwohl man normalerweise eine Verhaltenstherapie macht bei einer generalisierten Angststörung. Sei froh, daß Du schon nach 11 Stunden aussteigen willst. Ich würde an Deiner Stelle mir auf jedenfall nen Therapeuten suchen der Verhaltenstherapie mit Dir macht. Verlieren kannste dabei nichts aber ganz aussteigen würd ich an Deiner Stelle nicht. Auch nicht wenn es Dir durch die Medikamente besser gehen sollte, solltes Du auf alle Fälle weiter zum Psychologen gehen. Nun zu meinen Erfahrungen mit den Medikamenten. Ich nehme Citalopram und die Nebenwirkungen bei mir waren am Anfang starke Unruhe, große Angst, Schwindel, Müdigkeit und besonders großen Hunger hatte ich auch keinen. Aber das ist ja auch von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Manche haben überhaupt keine Nebenwirkungen. Bei mir hat sich das aber dann nach ca. vier Wochen wieder gelegt und es geht mir mittlerweile ganz gut mit den Tabletten. Ich hab mir halt irgendwann gesagt, ohne die Tabletten gehts nimmer. Ich hatte immer nur meinen Schwindel im Kopf und konnte mich überhaupt nicht mit meinen Problemen befassen. Aber das geht jetzt Gott sei dank wieder und ich arbeite auch hart daran.

Hoffe ich konnte Dir mit meinen Erfahrungen etwas weiter helfen.

Ganz liebe Grüße :)^

luns

lJunxs


Hallo an Alle

ich wollte nur mal kurz fragen, wielange ihr Eure Medikamente genommen habt? Ich nehme meine Medikamente erst seit drei Monaten aber mich stört diese Gleichgültigkeit und merke auch daß mich das was ich in der Therapie gerade bespreche nicht wirklich berührt da es mir ja gut geht durch die Medis. Andererseits gehts mir auch gut mit den Tabletten und der Schwindel ist kaum noch da. Es ist eine Zwickmühle und ich hoffe, daß mir jemand einen Rat geben kann.

Vielen dank :-)

L-upox049


Hallo Luns,

das positive vorab, Dir geht es gut und Dein Schwindel ist signifikant zurückgegangen, d.h. das AD hat erstmal die gewollte Wirkung erzielt und das ist gut.

Bei einer Angststörung sollte man die beschriebene "Gleichgültigkeit" als einen Teil dieser gewollten Wirkung ansehen. Ich habe es immer so empfunden, dass der Emotions-Pegel statt auf +10/-10 jetzt nur noch bis +/-3 ausschlagen kann. Das ist erstmal wichtig, um zur Ruhe zu kommen, die Angst- und dadurch auch die Symptome zu reduzieren und für manche sogar, um überhaupt "therapierbar" zu werden. Dass Du die Gleichgültigkeit bereits in diesem Stadium als störend empfindest (auch für die Therapie) und so bewusst hinterfragst, ist eigentlich ein sehr gutes Zeichen.

Dennoch halte ich ein Absetzen nach nur 3 Monaten für etwas verfrüht. Mein erster Absetzversuch ist nach 4 Monaten unter ganz ähnlichen Voraussetzungen kläglich gescheitert und man riskiert dabei, das bisher mühsam erreichte wieder aufs Spiel zu setzen. Es wird empfohlen, ein AD noch einige Monate nach einer deutlichen Besserung weiterzunehmen, um die notwendige Stabilität zu haben, auch wieder ohne auszukommen. Bei mir war das ein weiteres Jahr, wobei ich 8 Monate davon ganz langsam runterreduziert habe, um Absetzsymptome zu vermeiden.

Finde es schon mal sehr wichtig, dass Dir bewusst ist, dass Deine momentan gute Verfassung - zumindest teilweise - künstlich erzeugt ist und deshalb bin ich auch optimistisch, dass Du (zusammen mit Deinem Arzt/Therapeut) irgendwann den richtigen Zeitpunkt zum Absetzen finden wirst.

Alles Gute & Viele Grüsse

Lupo

lnen1a29x4


Ich möchte etwas dazu schreiben !!!

Hallo,

ich beobachte immer wieder diese diskussion und habe auch schon öfters mitgeschrieben und selbst mich an euch gewendet...

Es war/ist so das auch mein "Schwindel" zurück gekommen ist vor 3 Monaten er war dann so akut das ich mich selber entschlossen habe in eine Klinik ´zu gehen da es nicht weiter ging und ich völlig verzweifelte.Ich lag vor angst und schwindel wieder einmal nur im Bett was dem schwindel NATÜRLICH gefiel und er bestärkt wurde doch bitte jeden tag zu erscheinen.Ich kam in der Klinik an und war ganz klar der meinung das ist 100 pro organisch natürlich und das MAL WIEDER,ich muß gerade selber etwas schmunzeln da ich diese Situation bereits kenne aber ich doch immer wieder der Meinung bin aber JETZT und DIESMAL ist es garantiert organisch und das jetzt insgesamt seit über 5 Jahren !!!!aber stopp natürlich NICHT 5 jahre durchgehend NEIN es waren auch schwindelfreie Zeiten aber die vergisst man natürlich sehr gerne..Zurück zur Klinik,ich war 5 Wochen stationär dort und mit ganz grossen Tiefen aber auch kleinen Höhen aber die habe ich natürlich nicht gesehen...Nach 5 Wochen habe ich dann für mich den schritt gemacht wieder nach hause zu gehen und habe das stationäre verlassen und bin auf die Tageklinik übergegangen...Und damit ist jetzt auch am Freitag schluß...

Es ist so der schwindel ist da morgens bis abends durchgehend und er ist auch durch die Klinik nicht verschwunden,Ich nehme Trevilor auch dadurch ist er nicht weg ABER ich versuche mal wieder damit anders umzugehen...Ich kann wieder mehr machen Auto fahren,rausgehen,mich um die Kinder kümmern usw.Also muß ich festellen der klinik aufenthalt hat mir VIEL gebracht was ich eigendlich zu anfang nicht merkte...

Mir ist eins klar,es gibt Menschen die reagieren mit traurigkeit,Panikattacken bekommen andere "Krankheiten" wenn Ihnen die Seele etwas mitteilen will,tja und ich/wir sind halt "Schwindel-Menschen"...

Ich finde den schwindel auch nicht besonders toll oder lustig und ich möchte auch gerne aufwachen und er ist weg ABER i.a. ist es halt nicht so und ich fange an Ihn halt zu akzeptieren und lasse die suche nach dem organischen einfach sein...

Ich mache eine therapie und hoffe zu verstehen warum er wiedergekommen ist und warum diese hartnäckigkeit wieder da ist...das ist MEIN WEG den ich jetzt gehe,natürlich habe ich auch manchmal ANGST vor dem Schwindel pder das du in dein altes Muster zuckgehst ist bis jetzt für mich auch nicht garantiert aber ich versuche dem offen zu sein es doch mal über meine Psyche nachzudenken...

Es wir dauern bis der schwindel geht tja und vielleich wird er immer wieder sich mal bemerkbar machen aber ich denke aufgeben oder sich dem Schwindel hingeben kann auch nicht der richtige weg sein...

Bleibt stark ich versuche es auch...

Lg

Tina

l-unxs


@lupo049

hallöchen und vielen dank für deinen Tipp mit den Medikamenten. Ich hab mich jetzt entschlossen erstmal nicht ganz runterzufahren sondern nur mal zehn mg um zu sehen wie es mit der Angst aussieht. Ich muß ja auch ein bißchen meine Angst spüren um daran arbeiten zu können und wenn ich so auf den medies bin komm ich einfach nicht weiter in der Therapie. Wie langsam hast du die Tabletten denn damals abgesetzt? Also ich geh um 5 mg runter und hab schon Absetztsymptome. War das bei Dir auch so?

LG luns

l\uns


@lena294

hallo Du, schön daß Du wieder da bist. Hatten uns vor Deinem Klinikaufenthalt ein paarmal geschrieben und ich freue mich riesig für Dich, daß es Dir wieder besser geht.

Kannst Dich gerne mal wieder melden.

Bis bäldchen

luns

LAupqo04x9


@luns

Wie langsam hast du die Tabletten denn damals abgesetzt? Also ich geh um 5 mg runter und hab schon Absetztsymptome. War das bei Dir auch so?

Ja, leider.

Von 20mg runter auf 15, ca. 3 Monate. Dann auf 10, ca 3 Monate. Die letzten 10 mg dann jede Woche 1 mg weniger (mit Suspension) bis auf 0.

Nochmal, ich finde es gut, wie bewusst Du damit umgehst und es sieht so aus, als hättest Du die Sache ganz gut im Griff, aber bleib weiterhin vorsichtig.

Viel Erfolg & Grüsse !

Lupo

*:)

fPrie>sli


verzweifelt wegen Schwindel

Bin ein sehr nervöser und keinesfalls ausgeglichener Mensch, neige zu Überreaktionen und bin sehr ängstlich. Gerate unter Stress schnell in Panik und werde fahrig und hektisch.

Vor 4 Wochen bekam ich an der Arbeit Schwindelgefühle, die Wochen zuvor immer nur leichten Schwindel, wurde das Gefühl an diesem Tag recht massiv. Bin aus dem Büro raus, an die frische Luft, hatte aber das Gefühl ich würde gleich fallen. Dann stellte sich ein sehr seltsames Gefühl ein, so als würde alles in meinem Körper anfangen auf Hochtouren zu arbeiten, Herzrasen stellte sich ein, schwitzige Hände, Hitzewallungen, nicht bezwingbare Panik. Mein Kollege musste mich nach Hause fahren. Zu Hause nahm mich mein Mann im Empfang, ich fing an haltlos zu heulen. Angst, richtige Todesangst hatte ich, dass jetzt gleich alle Lichter ausgehen.

Zum Notdienst, mein Arzt hatte leider geschlossen. Blutdruck gemessen, der war leicht erhöht (hatte ja auch Panik), Herzrythmus war o.k.

Wenn der Schwindel kommt, dann tut mein Nacken weh, unerträglich, ich bekomme ein Druckgefühl im Kopf. Mein Hausarzt schickte mich daraufhin zum Röntgen der HWS, es wurde eine Steilstellung festgestellt, therapiert wird jetzt mit Krankengymnastik, die mir auch gut tut. War jetzt 3 Wochen krank geschrieben, seit 4 Tagen arbeite ich wieder und es geht mir so schlecht wie zuvor.

Ich fühle mich im Alltag überfordert und von meinen Aufgaben überrollt. Gestern als ich wieder richtig Stress hatte, war mir fast den ganzen Tag schwindlig.

Richtigen Kopfschmerz habe ich nicht, nur ein Druckgefühl. Erleichterung bringt mir, wenn ich zwischen 1 und 2 Halswirbel Druck ausübe.

Kann man so etwas ohne Medikamente, evtl. durch Selbstbeeinflussung (weiß jetzt keine andere Bezeichnung dafür) in den Griff bekommen?

LG Friesli

Lqupof049


@ friesli

Kann man so etwas ohne Medikamente, evtl. durch Selbstbeeinflussung (weiß jetzt keine andere Bezeichnung dafür) in den Griff bekommen?

"Selbstbeeinflussung" ist natürlich ein sehr allgemeiner Begriff, aber eigentlich geht das schon in die richtige Richtung. Man kann tatsächlich einerseit erlernen, mit Symptomen akut besser umzugehen, z.B. durch Entspannungs- oder Atemtechniken oder ähnlichem.

Bin ein sehr nervöser und keinesfalls ausgeglichener Mensch, neige zu Überreaktionen und bin sehr ängstlich

Um dieses Grundproblem und die Ursachen anzugehen, bedarf es in der Regel aber einer profesionellen und längerfristigen Therapie. Normalerweise wird bei Angsstörungen eine Verhaltenstherapie empfohlen, praktisch eine dauerhafte "Selbstbeeinflussung" im positiven Sinne.

Je früher man etwas dagegen macht, desto höher sind die Heilungschancen und desto weniger haben die Symptome Gelegenheit, sich zu verfestigen.

Viele Grüsse

Lupo

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