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Eigene Diskussion für phobischen Dauer­schwank­schwindel

rdosamu5ndxe64


Hallo Zusammen

Habe Eure ,Beiträge aufmerksam gelesen und würde Euch gerne etwas fragen.Wenn Ihr diese Schwindelattacken habt, verspürt Ihr dabei auch gleichzeitig so einen Schlag im Kopf?Habe seit ungefähr 4 Wochen solche Schwindelattaken.Ich hab das Gefühl ich kippe um und muß mich sofort abstützen,damit ich nicht umfalle. Gleichzeitig verspüre ich so eine Art Stromschlag im Kopf,so als ob mir alles abgeklemmt wird.Ist diese Attacke vorbei, fühle ich mich als ob ich betrunken bin und habe tierische Nackenschmerzen im oberen Bereich.

Ich bin mir fast sicher, das kommt von der HWS.

Falls Jemand von Euch ähnliches erlebt....was kann man dagegen tun?

Stehe den ganzen Tag auf der Arbeit und habe mit Kunden zu tun.

Ist nicht wirklkich angenehm,solche Attacken in Gegenwart von fremden Leuten.

Viele Grüße

Rosamunde

ENst=her6x7


@ Rosamunde,

viele Schwindler kennen diese Elektroschocks während einer Attacke. Ich auch ;-) Ich habe es immer so beschrieben, dass mich irgendwer in mein Gehirn zwickt und der Schmerz dann von dieser Stelle ausströmt, als wenn man einen Stein in einen ruhigen See wirft und der dann immer größere Wellen macht.

Das Angst und SChwindel auf Dauer auf die HWS geht, ist klar. Man verkrampft, nimmt eine Schonhaltung ein, damit der Kopf Ruhe gibt. In den seltensten Fällen (ich persönlich kennen keinen) wird dauerhafter und attackenartiger SChwindel durch die HWS ausgelöst. Aber um das Rauszufinden hilft nur ein guter Orthopäde.

@ friesli

dass Du Dich selber nicht als ausgeglichen und selbstsicher siehst, ist doch schon mal der erste Schritt in die richtige Richtung. Das sind beides Punkte, an denen Du ansetzen kannst. Sicherlich kann man durch positive Selbstbeeinflussung an sich arbeiten. Aber sicherlich ist in dem Fall auch die Hilfe durch einen Therapeuten eine gute Idee. Der kann Dir auch nicht mit der Spritze ein tolltes Selbstbewusstsein verpassen. Aber er kann Dir Weg aufzeigen, wie Du erfolgreich daran arbeiten kannst. Der hat Ideen und Kenntnisse auf die man in Selbstbehandlung nur schwer stößt.

Sport ist sicherlich auch eine gute Idee, weil es einem einfach zu einem besseren Körpergefühl und damit auch zu einem besseren Ego führt. Sicherlich gibt es viele Bücher zum Thema Selbstbewusstsein, Entspannung usw. Aber da das richtige zu finden ist eher schwer. Es gibt auch reichlich Schund. Da hat ein Therapeut eben doch noch die besseren Tipps auf Lager. Ein Versuch ist's ja allemal wert.

l%amax82


wenn ich ne drehschwindelattacke bekomme, dann hab ich das gefühl, als wenn es mir die augen verdreht...

habe auch schon einiges hinter mir... war auch ein halbes jahr in der klinik.

bei mir kam noch ein nebenbefund hinzu: veränderungen im EEG...

die ärzte wollten mir ber nie eindeutig sagen, ob mein schwindel davon oder von der angstsymptomatik herrührt...

das ht alles ein bißchen verkompliziert...natürlich schieb ich dann immer filme, dass der drehschwindel anzeichen für einen epileptischen anfall sind.

das stresst mich natürlich... aber ist interessant, dass mein drehschwindel so ähnlich beschrieben wird, von pathologisch einwandfreien menschen.

ich werde es wohl nie herausfinden...hab mich aber gut arrangiert damit und seitdem ich das antiepileptikum nicht mehr habe, ist es auch seltsamerweise weniger geworden...

???

rNosamunxde64


Hallo Leute

Hab heut ne Diagnose vom Neurologen bekommen. Meine Halsschlagadern seien zu 40/50 Prozent zu.Deshalb hätte ich diese Schwindelattacken.Ehrlich gesagt,kann ich das nicht so wirklich glauben und werde mir noch ne 2.Diagnose holen. Hätte er jetzt gesagt, meine Adern im Nacken wären dicht, würde ich dem eher zustimmen, da ich diese Schwindelattacken immer vom Nacken kommend spüre.Aber nein..die Adern im Kopfbereich sind frei...außer Halsschlagadern.

Der Neurologe meinte dann, da ich ja kein Risikopatient wäre...außer das ich rauche( und das erst wieder seit ungefähr einem halben Jahr ) müßte das alle 3 Monate kontrolliert werden.Nebenbei gesagt, bin ich Privatpatient und das ist natürlich für einen Arzt ein gefundenes Fressen.

Was meint Ihr dazu? Hatte einer von Euch ähnliche Erfahrungen?

LG

Rosamunde

mZf80


Hallo

Hallo zusammen,

ich möchte mich an dieser Stelle den anderen Leidensgenossen anschließen.

Meine Geschichte in Kurzform:

Hatte immer wieder leichten Schwindel beim Autofahren und gelegentlich Augenflimmern, bis ich eines Tages fast zusammengeklappt bin. Kam dann ins Krankenhaus. Sämtliche Untersuchungen waren ohne Befund (Schädel MRT, Ultraschall d. Halsgefäße usw).

Ab diesem Zeitpunkt hatte ich dann diesen Dauerschwindel. Ich hatte zusätzlich noch so eine Art Makulaödem, wodurch ich schlechter gesehen habe.

Mit der Verbesserung der Sehkraft verschwand auch der Schwindel.

Dann hatte ich vor ca. einer Woche einen Gesichtsfeldausfall (kommt wahrscheinlich von der Migräne), und seit dem ist auch der Schwindel wieder da.

Ich stell mir auch immer wieder die Frage, ob es nicht doch körperlich bedingt ist, obwohl das MRT ohne Befund war.

Nebenbei habe ich eigentlich nur gelegentlich diese Migränesymptome (oft Kopfschmerzen) und Durchfall schon seit min. 2 Jahren. Deshalb stell ich mir zur Zeit die Frage, ob es evtl. von Candida-Pilzen kommen kann.

Auf jeden Fall treibt mich dieser Schwindel schön langsam in den Wahnsinn. Ich denke an nichts anderes mehr, den ganzen Tag von früh bis abend.

Hoffentlich vergeht das wieder...

Ich werde wahrscheinlich noch einmal zu einem anderen Neurologen gehen.

mfg

N-adjSa73


Auch mal wieder da

Hallo an Alle

Ich melde mich auch mal wieder. Bei mir ist jetzt der Schwindel dann ein Jahr da und es ist nach wie vor relativ zum K...Wenn doch der ganze Schwindel psychosomatisch sein soll, warum gewöhnt man sich dann nicht daran? Ich habe den ganzen Tag Schwindel und bei jeder Attacke noch genauso Angst, als wäre es das erste mal. Wie geht es euch? Habt ihr auch immer noch so Angst, als wäre der Schwindel erst seit gestern neu da?

Was habe ich hinter mir: seit ich das letzte mal da war, habe ich die Halsschlagadern untersuchen lassen, habe Schwermetalle aus dem Körper ausleiten lassen, habe entdeckt, dass ich eine Fructoseintoleranz habe und habe eine Diät gemacht (weil FI Schwindel auslösen kann) und im Moment läuft ein Nahrungsmitteltest mit 280 Lebensmittel, ob ich allergisch bin (Allergien können auch Schwindel auslösen). Bis jetzt hat nichts gebracht. Ausserdem gehe ich in eine körperorientierte Gruppentherapie, die bis jetzt auch nichts hilft. Vieeeeel Geld für Nichts, ausser das ich fast durchdrehe mit diesem Schwindel. Ich ahbe auch herausgefunden, dass es eingentlch gar nicht richtiger Schwindel ist, sondern eher eine Wahrnehmungsstörung. Wie ist das bei euch? Eigentlich dreht es ja nicht richtig und es schwankt auch nicht richtig, es fühlt sich ja "nur" so an und das ginge doch eher in Richtung Wahrnehmungsstörung. Leider findet man nichts darüber im Internet (woher das kommen könnte). Das allerschlimmste ist nicht zu wissen, ob es nun köperlich ist und die Ärzte einfach nicht fähig sind, etwas zu finden, oder ob es wirklich psychisch sein kann. Ich wäre eigetlich glücklich ohne Schwindel...Der Schwindel ist mein riesen Problem, ich kann tagein tagaus an nichts anderes mehr denken!

Viel Mut an Alle!

LVupo0249


Hallo Nadja73,

hört sich ja nicht so doll an…

Du bist wohl in einer Phase, wo Du das ganze noch sehr "körperlich" siehst, immer noch auf der Suche nach dem (körperlichen) Defekt, der allein für Deine Misere verantwortlich ist, scheust keine Kosten und Mühen, schöpfst immer wieder neue Hoffnung, die dann leider oft enttäuscht wird.

Wenn doch der ganze Schwindel psychosomatisch sein soll, warum gewöhnt man sich dann nicht daran?

Das hat miteinander nichts zu tun. Chronischer Schwindel beeinträchtigt das Leben kollosal und andauernd, psychisch gesehen stellt das eine permanente "Verunsicherung" dar, auch "Verlust der Kontrolle" - das macht Angst, vor allem bei Menschen, für die das Thema "Kontrolle" wichtig ist. Wie soll man sich daran "gewöhnen" ?, Schwindel erzeugt immer Angst - Angst erzeugt Schwindel.

Ausserdem gehe ich in eine körperorientierte Gruppentherapie, die bis jetzt auch nichts hilft.

Kannst Du das näher erklären ? Was ist der Ansatz ? Was sind da für Leute ?

Ich habe auch herausgefunden, dass es eingentlich gar nicht richtiger Schwindel ist, sondern eher eine Wahrnehmungsstörung

Da ist zumindest etwas dran. Man hat eine übersteigerte und gestörte Selbstwahrnehmung, die sich im Laufe der Zeit eher verstärkt (dies zum Thema "Gewöhnung").

Leider findet man nichts darüber im Internet (woher das kommen könnte)

Doch, hier ganz in der Nähe [[http://www.med1.de/Forum/Neurologie/17996/2/]] Beitrag "Lucylein" /@ picknicker / 20.02.03/22.36 Uhr / "gestörte Efferenzkopie".

Oder hier [[http://www.dgn.org/183.0.html]] unter "phobischer Schwankschwindel"

Auszug:

Die illusionäre Wahrnehmungsstörung des Schwankschwindels und der Standunsicherheit haben wir durch die Hypothese zu erklären versucht, dass es bei diesen Patienten durch die ängstliche Kontrolle des Gleichgewichts zu einer Störung des Raumkonstanzmechanismus mit teilweiser Entkoppelung der Efferenzkopie für aktive Kopf- und Köperbewegungen kommt (von Holst u. Mittelstaedt 1950).

Vielleicht hilft Dir das als Erklärung, allerdings, auch das ist kein körperlicher Defekt, auch das ist ein Symptom, was Betroffene eben als "Schwindel" empfinden.

Das allerschlimmste ist nicht zu wissen, ob es nun körperlich ist und die Ärzte einfach nicht fähig sind, etwas zu finden, oder ob es wirklich psychisch sein kann.

Ich kenne das, aber man muss irgendwann einmal über diesen Punkt hinauskommen, sonst kann man ewig an diese Stelle verharren und endlos nach der "geheimnnisvollen (körp.) Krankheit" suchen.

Ohne die Einsicht, dass man NICHT körperlich krank ist, ist es sehr schwer, für andere Therapiemassnahmen empfänglich zu sein.

Ich wäre eigentlich glücklich ohne Schwindel

Diesen Satz sagen viele Betroffene und er muss auch gar nicht falsch sein. Es gibt so viele möglichen Gründe, an psychogenem Schwindel zu leiden, dass kann man an "glücklich" oder "unglücklich" alleine nicht festmachen.

Viele Grüsse & Alles Gute

Lupo

N>abdjax73


Vielen Dank!

Herzlichen Dank Lupo an deinen Beitrag. Das mit der gestörten Efferenzkopie kann durchaus sein. Schon komisch, was im Körper alles passieren kann. Aber das ist endlich mal eine Erklärung! Habe mich gleich viel besser gefühlt! Gestörte Raumkontanz trifft den Nagel auch auf den Kopf! Zu deiner Frage, was für eine Psychotherapie das ist, die ich mache:

Es ist eine köperorientierte Psychotherapie, hauptsächlich Bioenergetik. Wir sind eine Gruppe von 8 Leuten, jeder hat was andres, von Vergewaltigungsopfer bis hin zu geschlagen in der Kindheit. Mein Therapeut meint zu mir, dass der Schwindel erst aufhören wird, wenn ich seine Botschaft verstanden habe. Die Botschaft sei: bitte helft mir, ich kann nicht alleine das Leben meistern. Erst wenn ich das gehört, verstanden und umgesetzt habe, also die Sicherheit davon trage, dass ich fähig bin, mein Leben alleine zu meistern, wird der Schwindel verschwinden. Das könnte was haben, ich führe seit Jahren eine Abhängigkeitsbeziehung von meinem Freund, aber das das grad solche Auswirkungen davonträgt...

Meine Frage bleibt, wie soll ich das anstellen, dass ich nur glauben kann, dass es nichts köperliches ist? Immer wieder drifte ich auf diese Schiene ab und organisiere was Neues zu Untersuchen. Die Schwierigkeit ist die, da ich selber mal Medizin studiert habe, weiss ich, dass unendlich viele Gebiete der Medizin nicht erforscht sind. Was ist, wenn wir alle Schwindler in ein solches Gebiet fallen und uns "umsonst" Therapieren lassen? Darum kann ich an die Therapie nicht richtig glauben, obwohl ich weiss, dass das für den Erfolg der Therapie zwingend nötig wäre.

Mit liebem Dank Nadja

E>stherx67


Hi Nadja,

ich gehöre in die Kategorie phobischer Schwankschwindel/generalisierte Angststörung. Ich habe zwar nicht Medizin studiert, aber ich schätze mal, dass sich alles Schwindler zumindest in der ersten Phase ihrer Krankheit zu medizinischen Halbgöttern entwickeln. Ich kann von mir behaupten, dass es wohl keine Internetseite und kein Buch gibt, welches ich nicht gelesen habe, wo auch nur ansatzweise etwas über Schwindel drin steht.

Aber am Ende hat eben doch nur die Verhaltenstherapie geholfern. In meiner ersten Stunde bis zur letzten musste ich lernen, dass ich den Schwindel mache und dass auch nur ich den SChwindel wieder weg machen kann. Vorher habe ich auch alles probiert. Die klassische Ärztetour, Heilpraktiker, Ostheophat, und was weiss ich nicht noch alles.

Am Ende blieb nur die Alternative, in die Therapie einzusteigen. Und ein für alle mal abzuhaken, nach einer körperlichen und damit geistig verständlichen Lösung zu suchen. EInen kleinen Rückfall hatte ich, als ich auf der Schiene war "die Hormone sind schuld".

Keiner ist vor einer Krankheit gefeit, keine Ahnung, was das Leben noch für mich bereit hält. Doch die ganze Suche nach der plausiblen Erklärung, der "netten" Krankheit, gegen die man eine Pille einschmeisst oder wo man sich das Übel rausoperieren läßt, versperrt einen nur den Blick auf das Wesentliche und auf das was in Deinem Geist und in deiner Seele vorgeht. Bei der ganzen Suche, nach körperlichen Defekten, wird die Suche nach seelischen Defekten sträflich vernachlässigt. Wahrscheinlich aus dem Grund, weil es oft nur nebulöse Antworten gibt, weil es Dinge des Lebens und Verhaltensmuster in Frage stellt und man sich doch aus seiner scheinbaren Komfortzone heraus bewegen muss.

Mir hat die Therapie, nachdem ich mich darauf eingelassen hatte, geholfen. Mein Schwindel ist nicht komplett weg, aber das Monster und ich haben schon eine gehörige Distanz zwischen uns gelegt.

Und dazu musste ich ganz gewaltig meinen Hintern bewegen. Eben raus aus der Komfortzone und aus dem Leben, das man sich so irgendwie hingebastelt hat. Sich selber genau anzuschauen, eben innen und nicht der Onkel Doktor von aussen, da stosse ich täglich an meine Grenzen.

Sicherlich sollten man alle körperlichen Dinge abklären. Aber irgendwann muss der nächste Schritt zu sich hin kommen, sonst dreht man sich im wahrsten SInne des Wortes ewig im Kreis.

eLvchexn 57


Hallo Esther 67

Habe das gleiche Krankheitsbild wie du.

Kannst du mir bitte mal schreiben was genau du in der Verhaltenstherapie gelernt hast?

Ich mache seit 2 Jahren Therapie weiss auch schon woher das ganze kommt und das steckt so verdammt fest.

Ich habe das Gefühl das ich nie wieder "gesund" werde.

Ich habe schon immer wieder Phasen wo es mir für ein bis drei Wochen guht geht, aber dann kommst wieder ganz dick.

War das bei dir auch so?

Wäre ganz lieb wenn du mir dazu was schreiben würdest.

Liebe Grüsse Evchen

Eys8thkerx67


Hi Evchen,

ja also wie war das...

Meine erste Attacke hatte ich im Juli vor zwei Jahren. Dann die klassische aber verhältnismäßge kurze Ärztetour. Hatte 1. keine Krankheitsängste und 2. war mir durch meine damalige Lebenssituation schnell klar, dass da wohl eher innen drin was schief läuft. Mein Körper drehte dann einfach durch.

Bei der zweiten Therapeutin hatte ich Erfolg. Therapiebeginn war dann im Januar 2005. Dort lernte ich erstmal ganz praktische Dinge in den Stunden und bekam auch Hausaufgaben auf. Panik und Schwindel haben auch immer was mit Hyperventilieren zu tun, also lernte ich erst einmal ein paar Atemübungen, die mich wieder auf einen normalen Atempegel brachten. Dann lernte ich auch z.B. auch richtiges Atmen beim Sprechen, Entspannungstechniken für Nacken und Brustkorb. Diese Übungen musste ich täglich zu Hause machen und mache sie z.t. bis heute. Dann habe ich damals mit Yoga angefangen (meine Therapeutin ist auch Yogalehrerin) und habe da viel über Entspannung gelernt. Dann musste ich ein Schwindeltagebuch führen. Wann, wo, wie... Mit Hauptaugenmerk auf "Was fühle, denke, empfinde ich in dem Moment". Dadurch wurden bestimmte Gedankengänge und Verhaltensmuster immer klarer. Und da bekam ich dann wieder Hausaufgaben auf, um eben aus bestimmten Gedanken und Verhaltensmuster auszubrechen.

Mein Leben wurde quasi in bestimmte Bereiche eingeteilt. Arbeit, Eltern, Freundinnen, Beziehung, Wünsche, Ängste...

Und an den einzelnen Dingen konnte man dann was tun. Als es mir noch schlechter ging, waren es eben einfachere Themen wie Job und Freundinnen usw. es steigerte sich langsam.

Meine Therapeutin hat mich also erst mal wieder in die Verfassung gebracht, meine Probleme anzuschauen.Und zu beurteilen, woran kann ich arbeiten und in welchen Bereichen ist es noch zu schwierig. z.b. Beziehung. Das ganze ging dann bis Februar diesen Jahres.

Dann ging es mir wieder relativ gut und ich muss eben immer am Ball bleiben. Die Angst vor einem Rückfall ist natürlich groß und manchmal wirbelt es auch noch in meinem Kopf rum. Doch dann kann ich die Situation halbwegs einschätzen und das nimmt dem ganzen die Schärfe und vergeht auch wieder.

Mir ist allerdings auch klar, dass Schwindel immer meine Achilles Ferse bleiben wird. Andere saufen dann eben zuviel oder kriegen ein Magengeschwür oder Depressionen... Meine Seele greift halt zu Schwindel, wenns ihr zu bunt wird.

Ich denke, dass Du nach zwei Jahren Therapie schon auch Erfolge haben solltest. Eine Gesprächstherapie dauert sicherlich um einiges länger als eine Verhaltenstherapie, die ja eher praktische Ansätze hat wie bei mir. Es gab schon auch die Momente mit dramatischem Seelen Striptease, aber auch da ging es im Anschluss darum, sich zu fragen, was mache ich damit und nicht woher kommt das.

Solltest Du zu speziellen Bereichen Fragen habe, kannst Du sie mir gerne stellen.

vMitarmin1_45x8


was ist denn nun schon wieder los??

hallo,

also habe das alles jetzt seit ca 6 wochen.

habe damals 2002 gutartigen lagerungsschwindel gehabt, kenne den schwindel nur zu genau.

2 jahre lang ein grosser leidensweg zu ärzten usw. habe das alles mit lagerungübungen gut unter kontrolle gebracht, besser gesagt den feind habe ich zu nmeinem freund gemacht und habe das alles gut in griff bekommen so dass ich so gut wie schwindelfrei war.

allerdings ist mir jetzt vor 6 wochen das erste mal was schreckliches passiert:

bin morgens nachdem der wecker geklingelt hatte hochgestreckt und da war es da:

alles schwankte ich stand auf und hatte eine fallneigung zur rechten seite musste mich an der wand festhalten beim gehen ,dann nach ca 3 minuten hatte ich so eine ohnmachtsneigung dass ich glaubte jetzt fällst du um . diese ca 5 minuten waren schrecklich.

danach geht es mir leicht wieder besser fühle mich aber ca 2 wochen danach immer noch total benommen.

dann vor 3 wochen und vor 3 tagen wieder das gleiche.

es ist sogar im liegen vorahanden.morgens ist es am schlimmste bis ich auf den beinen bin . dann geht es mal ne halbe stunde bis ich wieder einigermassen laufen,stehen,usw, ohne das aber das gefühl "benommenheit, schwäche,einfach nicht richtig da zu sein" vergeht.

die vorletzte attacke war so schlimm das kurz nach der ohnmachtsneigung ein dermassen starker schwankschwindel für 1 stunde kam, diesmal aber mit der fallneigung nach links. dann nach einer stunde ging es mir wieder leicht besser.

alle ärztebesuch o.b.

ich stehe wackelig auf und mein ganzer tag ist als ob ich nicht richtig da wäre.

hat jemand so was ähnliches erfahren, danke auch für jeden beitrag.

ich bin eigentlich ein voll lustiger typ aber langsam verliere ich jeden tag mehr lebensmut

mfg

lSuxns


Tabletten?

nehme jetzt seit einem halben jahr citalopram wegen meinem dauerschwindel und meiner angst. die haben auch wirklich gut geholfen aber ich würde sie gerne absetzen. ist ein halbes jahr denn eigentlich schon genug an tabletten. also momentan fühl ich mich relativ stabil. mache auch regelmäßig einmal die woche meine verhaltenstherapie und es klappt alles ganz toll. ich frage mich nur ob es mir immer noch so gut geht wenn ich die tabletten weg lasse. dann kommen doch bestimmt wieder alle dummen gedanken. ich weiß daß es hier einige gibt die schon tabletten abgesetzt haben, "hallo lupo". kam bei dir denn nicht auch die angst wieder als du die tabletten ausgeschlichen hast? ich denke mir halt wenn ich das mache dann jetzt noch während der therapie. bitte euch um antwort. bis dann, dann

luns

e'vMcheEn 5x7


Hallo luns

Also ich würde das zuerst mit meinem Therapeuten besprechen, der müsste dir ja sagen können ob du schon so weit bist.

Es heisst man soll mindestens ein halbes Jahr die Medikamente nehmen.

Um es rauzufinden ob du absetzen kannst, ist nur durch einen Versuch möglich.

Nur einfach weglassen würde ich nicht, sondern langsam ausschleichen, ist möglich das du Entzugserscheinungen hast nach aprupten absetzen, weiss ich aus Erfahrung.

Es gibt ein Forum wo du dich informieren kannst über absetzen

[[http://www.adfd.org/forum/]]

Mehr kann ich dir im Moment auch nicht sagen.

LG Manchen

lvunxs


@evchen 75

vielen dank für Deinen Ratschlag. Also ich hab mit meinem Therapeuten schon darüber gesprochen und zwar ganz ausführlich. Natürlich vor allem über meine Befürchtungen wobei wir schon beim Thema wären und ich natürlich wieder in diesen Kreislauf Denken, Angst machen usw. kommen. Aber ich möchte sie trotzdem gerne absetzten weil mich einfach diese abgeschwächten Gefühle stören. Ich denke Du hast recht. Ich probiere es einfach aus. Mir ist klar daß ich sie auch nicht von heute auf morgen weglassen kann. Mal schauen wie es läuft.

Grüßle Silke

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