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Eigene Diskussion für phobischen Dauer­schwank­schwindel

L"upo/04x9


"hallo lupo". kam bei dir denn nicht auch die angst wieder als du die tabletten ausgeschlichen hast?

Hallo Luns,

leider ist es oft schwer auseinanderzuhalten, ob die ursprüngliche Angst wieder auftritt oder ob es sich evtl. um Absetzsymptome handelt - manche Symptome ähneln sich sehr.

Ich glaube, mein erster Versuch ist deshalb fehlgeschlagen, weil ich 1. viel zu schnell (innerhalb 3 Wochen) abgesetzt habe und 2. durch bestimmte -neue- (Absetz)Symptome wieder in den Krankheits-Angst-Kreislauf hineinkam.

Wenn Du Dir bzgl. Deiner Stabilität noch nicht so sicher bist, könntest Du z.B. (wie ich) über einen sehr langen Zeitraum ausschleichen, z.B. Du fängst im Oktober an - mit dem Fernziel, im März (zum Frühlingsanfang) auf "0" zu sein.

Dann hättest Du evtl. 2 Fliegen mit einer Klappe. Mehr Stabilität durch insgesamt längere Einnahme (und gleichzeitiger Therapie) - und Vermeidung unangenehmer Nebeneffekte durch gaaanz langsames ausschleichen.

Alles Gute jedenfalls & Grüsse

Lupo

b$lacgk pexarl


Bei mir fing es vor einigen Monaten an: Zunächst hatte ich manchmal leichte Angst- und Schwindelgefühle (also keine "richtigen" Panik-Attacken), was mich zwar kurzzeitig verunsicherte, jedoch nicht weitergehend beschäftigte. Irgendwann dann kamen starke Anfälle von Schwindel bei körperlicher Anstrengung, die sich aber rasch wieder legten. Von da an war es mir immer öfter schwindelig. Hinzu kam leider auch zusätzlich noch die sommerliche Hitze. Eines Tages beim Spazierengehen bin ich schließlich umgekippt. Der Schwindel war so stark, dass ich nicht mehr laufen konnte (bin aber nicht ohnmächtig geworden). Wenigstens war ich aber nicht alleine, so dass mich jemand beruhigen konnte. Obwohl wir glücklicherweise nicht weit weg von zu Hause waren, hat es eine Ewigkeit gedauert, bis wir dann endlich daheim waren. Ich hab es jeweils nur ein paar Meter vorwärts geschafft, bis ich mich wieder hinlegen musste (was nicht heißt, dass es im Liegen besser war). Zu Hause angekommen, konnte ich dann irgendwann einschlafen. Abends, nach dem Aufwachen, ging es mir wieder besser. Möglicherweise war der Schwindel von diesem Zeitpunkt an noch stärker an Angstgefühle gekoppelt, zumal ich auch nicht mehr die Gewißheit habe, nicht umkippen zu können, wenn ich Angst bekomme. Diese sich gegenseitig verstärkende Spirale von Schwindel und Angst kennen wohl viele von euch. Ich bin dann ab und zu mal mit starkem Drehschwindel umgekippt, auch zu Hause, verbunden mit starker Angst. Ich glaube, dass neben der Hitze in dieser Zeit auch der Bewegungsmangel den Schwindel verstärkt hat. Schon bei geringer Anstrengung war ich dann völlig aus der Puste. Richtig umgekippt bin ich seitdem eigentlich nicht mehr, dafür habe ich diesen Schwankschwindel jetzt ständig am Hals, morgens meist stärker als abends. Während der Einnahmepause der Pille bzw. schon ein Weilchen davor verschlechtert es sich sehr, zudem bin ich sehr wetterfühlig geworden. Jede "Kleinigkeit" (z.B. zu viel / zu wenig Schlaf) beeinflusst mein Befinden dann ziemlich. Nach Auto-/ Bahnfahrten schwankt es noch lange Zeit danach viel stärker. Auch auf visuelle Reize (z.B. "schwindelerregende" Szenen im Kino/Fernsehen) reagiere ich manchmal sehr stark. Seitdem es aber nicht mehr ganz so heiß ist und ich es mit mehr körperlicher Bewegung/Anstrengung versuche, habe ich auch immer mal wieder bessere Tage. Trotzdem traue ich mich nicht mehr allein nach draußen bzw. weiter weg von zu Hause, und selbst das nicht ohne Handy in der Hand. Anfangs hatte ich auch Angst, alleine zu Hause zu bleiben, was sich aber inzwischen gelegt hat. Wenn es mit dem Schwindel besser ist, traue ich mir aber auch mehr zu...

Inzwischen kann ich von mir allerdings auch nicht mehr behaupten, dass die Rechnung mehr Angst = mehr Schwindel und mehr Schwindel = mehr Angst so einfach aufgehen würde. An einigen Tagen ist es, z.B. beim Spazierengehen, mit dem Schwindel besser, obwohl ich mich innerlich angespannt fühle bzw. (eher unspezifische) Angstgefühle empfinde. Genauso kann es umgekehrt sein.

Wie bei sicherlich vielen von euch hat bei mir wohl auch meine bisherige Lebensweise (Streß, Schafmangel über einen längeren Zeitraum) dazu beigetragen. Ich dachte nur leider immer, ich stecke das weg, zumal ein gewisses Ausmaß an Streß sich auch garnicht vermeiden lässt und sicherlich auch nicht 'per se' krank macht. Ich denke, bei mir hat sicherlich Schlafmangel und die Tatsache, dass ich überhaupt keinen Sport getrieben habe (keine Zeit oder was Besseres zu tun), dazu beigetragen, dass ich auch mit dem 'normalen' Streß nicht mehr umgehen konnte; d.h. ich hatte irgendwann, noch bevor ich irgendwelche Angstgefühle bekam, den Eindruck, dass ich mich garnicht mehr entspannen konnte.

So nahm das Ganze seinen Lauf. Wer weiß, vielleicht hätte ich zu einem früheren Zeitpunkt noch einfacher 'gegensteuern' können.

Vielleicht findet sich ja der eine oder andere in meiner Geschichte wieder...?

Nachdem auch ich nun schon bei einigen Ärzten war, bisher ohne Befund, erklärte mir meine Neurologin, dass (wohl durch Angst (mit-)verursacht) das Gehirn 'fehlkonditioniert' (Überreaktion) ist.

Auch ich habe im Internet nun schon so einiges zu dem Thema gelesen. Wie genau dieser Dauerschwindel entsteht bzw. was bei der Verarbeitung der Gleichgewichtsinformationen im Gehirn schief läuft (bzw. Fehlsteuerungen des vegetativen Nervensystems auslöst) und welche Rolle Angst/Stress bei dieser Art der Wahrnehmungsstörung genau spielen, würde mich schon interessieren (wenn doch alles so genau erforscht wäre...).

Mich würde auch interessieren, was bei euch den Schwindel/ die Angst bessert. Ich nehme nun z.B. schon seit einiger Zeit Johanniskraut-Dragees (allerdings in niedriger Dosierung) und ein homöopathisches Mittelchen zur Stärkung des vegetativen Nervensystems (dysto-loges N) und ab und zu vor dem Schlafengehen ein wenig Baldrian-Tinktur.

Hat vielleicht auch schon jemand von euch Erfahrung mit Selbsthilfe-Gruppen oder Verhaltenstherapien und kennt für die Region Stuttgart ein paar gute Adressen?

Bin gespannt auf eure Reaktionen...

Gruß *:)

LdupoL049


Hi Balck-Pearl,

es ist nie zu spät, da gegenzusteuern, allerdings je früher das gelingt, desto grösser sind die Heilungschancen. Ich denke, Du hast dich schon ziemlich gut informiert und ich kann Dir nur empfehlen, Dich über die Möglichkeit einer Verhaltenstherapie zu informieren.

Ansonsten hast Du ja schon selbst gespürt, dass der Schwindel sehr oft ein Gradmesser für das eigene Befinden bzw. die aktuelle Situation (z.B. Stress, Druck, Anspannung, Angst) sein kann und dass "er" oft automatisch dafür sorgt, dass man besser auf sich achtet. Leider war es bei den meisten so, dass man immer wieder denkt, "das haut doch mich nicht um", aber irgendwann muss man dann doch erkennen, das es evtl. einfach zu viel war/ist.

Bewegung und Sport können viel helfen, Entspannungstraining ist sehr wichtig. Das sind die Sachen, mit denen man sich selbst helfen kann, aber man sollte es halt regelmässig und evtl. über einen längeren Zeitraum machen.

Letztendlich sind es viele Komponenten, die einem wieder aus dieser Misere helfen können.

Alles Gute & Viele Grüsse

Lupo

Luupof049


@ black-pearl

Hi,

weiss nicht, ob das so sinnvoll ist, Deine Geschichte in 6 verschiedene Fäden zu posten. Meine Antwort findest Du jedenfalls hier - weiter oben.

*:) Lupo

h@olzJmichxel


@ Hallo Lupo

ich stelle jetzt einfach mal einige Fragen an Dich,da ich aus Deinen Beiträgen entnehmen kann,dass Du Dich sehr intensiv mit den hier geschilderten Symptomen beschäftigst.Ich hoffe,dass Du meine Geschichte aus diversen Beiträgen her kennst.Wenn nicht ist es vielleicht auch möglich Dir diese an eine persönliche E-Mail zu senden.Seit 2 Jahren habe ich täglick Kopfschmerzen,Kopf sowie Ohrendruck beidseitig und diese Schwindel und Benommenheitsgefühl.Aufgetreten ist dies bei körperlicher Anstrengung beim Fussball unter extremer Hitze und auch persönlicher Nervosität.Nach wirklich sämtlichen Untersuchungen sogar 3 Mal Mrt vom Kopf sowie sämtliche Prüfungen in einer HNO Klinik kann man bei mir organische Schäden ausschliessen.Das erste Jahr war ich nur noch down kein Sport,antriebslos teilweise verzweifelt was auf einmal mit mir los ist.Seit 7 Monaten mache ich wieder regelmässig Sport laufe sogar Ende des Jahes einen Marathon.Wie kann ich Sport machen wenn ich Angst oder Schwindelattacken habe.?? Oder wenn mein vegetatives Nervensystem gestört ist?? Ich meine wenn doch mein Körper aus den Fugen gerät müsste ich doch täglich schlapp seinseinDies ist aber nicht ganz der Fall beim Sport gehts aber danach ist der Körper wieder doch Kopfdruck,Schwindel usw.Gerade morgens ist die Benommenheit am stärksten.Auch habe ich einen erhöhten Muskeltonus und es kommt von jetzt auf gleich das mir manchmal etwas übel wird,ich kalte Füsse bekomme und das Herz schneller schlägt.Ich kann es aber irgendwie nicht beeinflussen.Privat keinerlei Probleme,sehr positiv eingestelter Mensch ausser in der Firma von meinem Vater macht es mir nicht so viel Spass aber dies könnte ja nur ein kleiner Grund sein.Ich habe jetzt von der Diagnoseklinik in München gehört vielleicht ist das noch eine Alternative kostet aber viel Geld.Meine Symptome sind in den 2 Jahren aber nie schlimmer geworden.Hast Du aus Deinen Erfahrungen vielleicht eine Idee!!

Danke schon eoinmal vorab für Deine Anwort !!!

Lnupo504x9


Hallo Holzmichel,

ich weiss nicht, ob Dir das hilft, aber einige Deiner Schilderungen kommen mir ganz bekannt vor, meine Geschichte ist ähnlich:

Aufgetreten ist dies bei körperlicher Anstrengung beim Fussball unter extremer Hitze und auch persönlicher Nervosität.

Das "Ersterlebnis" ist sehr prägend und man versucht später immer wieder, Verbindungen dazu herzustellen, da es einen ja aus heiterem Himmel getroffen- und damit die ganze Misere begonnen hat. Das war bei mir ähnlich und es ist sogar durchaus möglich, dass dieses Erlebnis rein körperliche Hintergründe hatte, grosse Anstrengung, extreme Hitze, evtl. Flüssigkeitsmangel, das kann schon mal zu so einer Art "Anfall" führen.

Das erste Jahr war ich nur noch down kein Sport, antriebslos teilweise verzweifelt was auf einmal mit mir los ist

Was Du hier beschreibst, könnte allerdings schon eine Art ängstlich/depressive Reaktion auf dieses "Trauma" sein. Auch das kann ich persönlich nachvollziehen, ich habe nach meinem "Ersterlebnis" ziemlich panisch reagiert, was sofort eine Vielzahl von Symptomen auslöste, die ich bis dahin nicht kannte, das Ergebnis = noch mehr Angst = weitere Symptome, ein Teufelskreis...

Seit 7 Monaten mache ich wieder regelmässig Sport laufe sogar Ende des Jahres einen Marathon.

Das ist schon mal ein ganz wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Sport kann eine ganz wichtige Komponente sein, um das geschundene Vertrauen in die eigene Gesundheit / in den eigenen Körper zurückzugewinnen.

Wie kann ich Sport machen wenn ich Angst oder Schwindelattacken habe.?? Oder wenn mein vegetatives Nervensystem gestört ist??

Die Frage solltest Du Dir umgekehrt stellen. Welche schwere körperliche-, seit 2 Jahren akute Krankheit sollte es zulassen, dass Du Marathon läufst…?

Ohne jetzt auf jedes einzelne Deiner geschilderten Symptome einzugehen, das würde schon zu einem psychosomatischen Hintergrund passen, besonders auch die Tatsache, dass es Dir bei körperlicher Anstrengung/Ablenkung besser geht als in Ruhephasen.

Privat keinerlei Probleme, sehr positiv eingestelter Mensch...

Man muss in dieser Hinsicht nicht unbedingt "belastet" sein, auch das war bei mir ähnlich. Geh einfach mal davon aus, dass es Dich durch eine Verkettung von unglücklichen Umständen getroffen hat. Gerade wenn die eigenen Ansprüche an die körperliche Leistungsfähigkeit recht hoch sind (das ist bei den meisten Sportlern so), kann einen so was schon mal aus der Bahn werfen.

Ich habe jetzt von der Diagnoseklinik in München gehört vielleicht ist das noch eine Alternative…

Hm, was erhoffst Du Dir davon ? Eine somatische Diagnose ? Du bist schon ziemlich gut untersucht - glücklicherweise ohne Befund.

Vielleicht solltest Du etwas mehr Augenmerk auf die "therapeutische" Seite legen. Dein Sport ist sehr wichtig, aber als Gegenpol sollte man bei solchen Symptomen auch sehr viel Wert auf Entspannung legen. Regelmässiges Entspannungstraining (progressive Muskelentspannung, autogenes Training o.ä.) hilft zwar nicht umgehend, aber auf Dauer.

Letztendlich kann es ein langer Weg sein, der da wieder raus führt. Ich selbst hatte eigentlich nur 6 Monate akute Symptome, allerdings extreme Angst. Was folgte, waren Antidepressiva, 4 Monate Arbeitsunfähigkeit, 2 Jahre Verhaltenstherapie, psychosomatische Reha und unzählige kleine Schritte aus dieser "Misere". Jedenfalls gibt es Wege.

Wünsche dir Alles Gute.

Grüsse

Lupo

htolzmi|chel


@ Lupo

Hallo Lupo,

also erst einmal Respekt, trotz Internet und das man sich nicht kennt ist Deine Schilderrung und Aussage wirklich sehr individuell durchdacht und beruhigt mich schon enorm.Daher erst einmal vielen Dank vorab.!!

Diese besondere Stresssituation als Sportler immer das beste zu geben und auch bei den körperlichen Anstrengungen noch seine Leistung zu bringen erfordert sicherlich viel Kraft,dass diese aber auch so negative Folgen haben kann ist schon sehr bemerkenswert.Wieso speichert der Körper das denn täglich ich meine irgendwann muss ich doch sagen können Junge jetzt ist alles vorbei und Du hast keine Kopfschmerzen und Ohrendruck mehr.Hattest Du auch so viele Tage wo Du die Symptome einfach nicht beeinflussen konntestkonntestWie ist es denn genau bei Dir besser geworden bzw.was hast Du genau unternommen.Ich weiss jeder ist verschieden daher kann man nicht alles pauschalisieren doch ich versuche anhand von Erfahrungen das Beste für mich persönlich herraus zu ziehen.Das mit der Muskelentspannung ist jetzt das nächste Thema was ich in Angriff nehmen werde.Bei der Diagnoseklinik wird der komplette Körper durchleuchtet diese würde dann wirklich nocheinmal Gewissheit geben das soweit alles in Ordnung ist.Aber wie Du ja auch schon gesagt hast wer so viel Sport macht kann normalerweise nicht ernshaft im organischen Sinne gemeint,krank sein.Wieso sind gerade die Ruhephasen wo mann doch denkt jetzt kommt der Körper zur Entspannung die Phasen wo es bzw.mir schlechter geht als beim Sport ??Du hast Recht diese Ersterlebniss ist sehr prägend aber kannst Du irgendwie erklären wieso die Symptome täglich sind ??Wie stehst Du zu Antidepressiva

Also nocheinmal vielen Dank und auch für Dich alles Gute !!!

LEupom0x49


Diese besondere Stresssituation als Sportler….

Vielleicht nicht nur speziell auf den Sport bezogen. Es hängt wohl auch damit zusammen, welche körperlichen Ansprüche man im allgemeinen an sich stellt. Deshalb reagieren gerade Männer besonders empfindlich darauf, wenn in diieser Hinsicht plötzlich etwas nicht mehr so funktioniert.

Wieso speichert der Körper das denn täglich….

Tja, wenn man das so genau wüsste. Anscheinend "konditionieren" sich solche Symptome nach einer bestimmten Zeit.

Wie ist es denn genau bei Dir besser geworden bzw. was hast Du genau unternommen ?

Hier sind unsere Geschichten nicht mehr ganz vergleichbar. Mein akutes Hauptproblem war von Anfang an panische Krankheitsangst und auf dem Tiefpunkt kamen zu dem dauerhaften Schwindel alle möglichen Symptome hinzu, die sich erst mit Wirkung des Antidepressiva und Reduzierung der Angst schlagartig und deutlich besserten. Erst dann kam ich von der verzweifelten "Diagnostik-Schiene" runter, begann eine Verhaltenstherapie, Reha usw.

Das mit der Muskelentspannung ist jetzt das nächste Thema was ich in Angriff nehmen werde...

Denke schon, dass gerade bei Kopfdruck, -schmerzen und Schwindel die chronische Anspannung eine grosse Rolle spielt. Aber auch das sollte man nicht zu körperlich sehen, es geht dabei auch um seelische Entspannung.

Bei der Diagnoseklinik wird der komplette Körper durchleuchtet diese würde dann wirklich noch einmal Gewissheit geben das soweit alles in Ordnung ist.

Hm, ich kenne das natürlich, war trotz bereits umfangreicher Diagnostik noch bei 2 Uni-Schwindelambulanzen…. - aber irgendwann muss man das halt abhaken, die Diagnose war eh immer die gleiche….

Wieso sind gerade die Ruhephasen wo mann doch denkt jetzt kommt der Körper zur Entspannung die Phasen wo es bzw. mir schlechter geht als beim Sport??

Die Frage ist einmal, ob man tatsächlich zur Entspannung kommt, physisch wie psychisch. Wenn man erst mal in dieser Richtung "gestört" ist, ist diese Zeit in der Regel sowohl durch Anspannung als auch durch extreme Selbstbeobachtung geprägt.

Dann gibt es auch sowas wie den "Karusell-Effekt". Man steigt runter und erst dann wird einem schwindelig....

Wie stehst Du zu Antidepressiva??

Gespalten.

Einerseits, in meinem Zustand damals (wo ich Dich übrigens nicht sehe) war es die entscheidende Wendung.

Allerdings habe ich auch die Kehrseite kennengelernt. Nebenwirkungen, Persönlichkeitsveränderungen und grösste Probleme, sie wieder abzusetzen (habe im Prinzip länger gebraucht, das AD abzusetzen, als ich letztendlich Schwindel hatte...). Diese Entscheidung sollte genau abgewägt sein, der Eingriff in den Hirnstoffwechsel ist massiv, aber sicherlich gibt es Fälle, wo man den Teufelskreis kaum noch anders unterbrechen kann.

Viele Grüsse

Lupo

hGo^lUzmicqhel


@ Lupo

Erst Mal vielen Dank werde mich bei gegebener Zeit mal wieder melden um weitere Informationen oder Erfahrungen auszutauschen. :-)

AnndreavsNiedoerhauxsen


Schwindel :-(

Hallo Liebe Mitglieder,

ich schildere mal kurz meine "Krankheit". Alles began nach meinem Türkei Urlaub vor gut 1 1/2 Monaten. Ich habe mir damals viel Streß gemacht auch noch mit Ausbildung etc. bin gut 600 km in 2 Tagen gefahren und hab einige Prüfungen abgelegt. Danach ging es los in die Türkei, ich hatte noch nie Angst vorm Fliegen aber da war es irgendwie da. der Urlaub verlief sehr genial. Wir fahren auf einem Schiff (1 Tag unterwegs, viuelleicht auch ein Auslöser) und nach dieser Fahrt hatte ich auch leichte Schwankungen, ich dachte mir aber das es von der Schiffsfahrt kommt und hab mir keine Gedanken gemacht bin dann auch ins Bett (keine weiteren Merkmale). Nach 1er Woche Erholung gings auch wieder zurück nach Hause. Wieder FLugzeug, wieder die Angst das was passiert. Nach 2 Tagen wollte ich dann mit meiner Freundin in die Stadt. Plötzlich das Gefühl das ich nicht richtig stehen kann und das ich bald wegkippe. Sofort wieder nachhause gefahren. Blutdruck gemessen mit dem Gerät ihrer Eltern. Blutdruck 180 /154 Katastrophal und das mit 19 Jahren. Sofort einen Arzt aufgesucht nur der hatte Leider zu. Also ins Krankenhaus, habe dort meine Probleme geschildert, wurde dann EKG gemacht und Blutdruck gemessen war aber immer noch erhöht, EKG i.O. Blut abgenommen und anschließend zum Röntgen von Lunge und Hals. Blut war i.O. Röntgen auch. Es folgte stationaire Behandlung um zu sehen was da nicht stimmt. Es folgten 4 Tage Krankenhausaufenthalt mit Blutdruck senkenden Mitteln und regelmäßigen Tests. Urin / 24h Urin, EKG, Ultraschall von Nieren und Leber. Alles i.O. ich habe dann das Krankenhaus auf eigene Verantwortung verlassen. Bin dann zu mir nachhause gefahren (war bei meiner Freundin in bayern) und bin dann auch nochmal zum Arzt um ihn nochmal alles zu schildern und Blutdruck messen zu lassen. Blutdruck hätte nicht besser sein können, wegen Schwindel wurde ich an die HNO übergeben wo ich dann einen Tag später war. Nach den Tests dort wurde mir gesagt das es fast einen Ausfall des rechten Gleichgewichts gegeben hätte. Ich wurde mit Infusionen (HAES 6% oder wie es hieß) jeden Tag behandelt. Nach 10x Infusionen wurde ein Abschlusstest gemacht und es wurde mir gesagt das alles wieder optimal sei. Ich war natürlich überglück, trotzdem war noch ein leichter Schwindel da, wo ich dachte das er auch bald weggeht. Man Muss sagen das ich mir sehr viele Gedanken über mögliche Krankheiten gemacht habe. Selbst das ich einen TUmor habe oder sonst irgend etwas (was ja vielleicht noch nicht auszuschließen ist). Die Tage wurden besser und ich hatte mehr selbstvertrauen auch die Arbeiten im Garten und am Haus liefen wieder gut ohne Probleme gleich wegzukippen aber immer noch mit dieser Benommenheit, selbst Auto fahren kein Problem. Ich war auch wieder auf einer Party, mit vielen Leuten, ich wollte mich der Herausforderung stellen, hatte auf der Party auch wie eine art Platzangst Gefühl, trotzdem habe ich das ignoriert. Jetzt bin ich wieder bei meiner Freundin und wir wollten gestern wieder weggehen und was passiert: ohne auch nur die geringste Vorwarnung setzte der Schwindel der am Anfang da war wieder ein. Sofort war wieder Panik da und wir sind wieder zurück. Ich hab mich auch gleich ins Bett gelegt und Tee getrunken und versucht zu schlafen. Heute schreibe ich diese Zeilen. Habe einen Druck in der linken Brust und denke immer daran des es etwas schlimmes sein kann. Ich wollte auch nochmal zum Neurologen und zum Ortophäden, vielleicht bringt es ja was. Wie seht ihr das ganze

Liebe Grüße,

Andreas

acngelXika.xv


@Andreas

Hallo Andreas,

deine Schilderungen zeigen dreierlei:

1. du bist medizinisch gründlich untersucht worde.

2. deine Beschwerden sind verbunden mit einem Gefühl der Angst (Platzangst, Krankheitsangst)

3. du beobachtest dich und deinen Körper übergenau und ängstlich

Der hohe Blutdruck war / ist vermutlich ein Symptom der Panik.

Der Schwindel kann zunächst organisch bedingt gewesen sein (vielleicht aber auch stressbedingt, wie du selbst schreibst), hat sich nun verselbständigt.

Angst erzeugt Schwindel, Schwindel erzeugt Angst.

Den Kreislauf kannst du durchbrechen durch:

1. falls du ganz große Angst wegen eines Tumors hast (den du sicherlich nicht hast!!!!): MRT

2. kein Vermeiden angstauflösender Situationen

3. Stressmanagement

4. Verhaltenstherapie und eventuell

5. Unterstützung durch Antidepressiva (SSRI) (die drosseln die Angst, ohne Angst hat der Schwindel keinen Nährboden, du kannst ruhiger werden, in dich gehen, die psychischen Ursachen erkennen, eventuell einiges in deinem Leben ändern)

Und: Wie ein Arzt mir einmal sagte:

"Dies ist eine Phase in ihrem Leben, die vorbei gehen wird und aus der sie gestärkt heraus gehen werden."

GEnauso war es.

Alles Gute!!!!!!!!!

ApndreaPsNiedIerhausexn


@ angelika

danke für deine Nachricht, das baut schon sehr auf. Allerdings hätte ich da noch ne Frage. Ich hab seit gut 3-4 Jahren eine Zyste am Hals. Damals war ich gleich nach Ausbruch beim erst der hat mir nur Medikamente gegeben und sie ist leicht zurück gegangen, allerdings stört sie mich sehr, ich wollte demnächst nochmal einen Arzt aufsuchen um mir das Teil rausmachen zu lassen, weil das ist auch ein großer Streß und Angst Punkt in meinem Leben. Weiss nicht wieso ich noch nicht früher reagiert habe.

Danke für deinen Text!

bYlacfk p@emarl


Erfahrung mit SSRI ?

Nehme jetzt seit fast 2 Wochen Paroxetin, zuerst 10mg, schließlich seit ca. einer Woche 20mg. Von den anfänglichen Nebenwirkungen :-( mal ganz abgesehen stört mich grad meine Unruhe /Nervosität (eigentlich jeden Tag) ziemlich...

Es wird zwar gegen Abend etwas besser (da ich das Med. morgens nehme), aber dennoch habe ich große Einschlafprobleme, d.h. ich schlafe erst gegen 6/7 Uhr ein... %-|

Geht/ging es euch auch so? Legt sich das vielleicht irgendwann wieder oder deutet das darauf hin, dass man das Medikament nicht so gut verträgt bzw. es vielleicht zu hoch dosiert ist...?

Gruß und vielen Dank... *:)

aLngelixka.v


@black pearl

Hallo,

zwei Wochen Paroxetin sind "noch keine Zeit".

Die Unruhe ist für die Anfangsphase typisch, die Einschlafprobleme auch.

Manche Patienten bekommen sogar für die ersten paar Wochen zusätzlich ein Schlafmittel, das sie dann nach 5-6 Wochen wieder ausschleichen, wenn die "richtige" Wirkung des SSRI einsetzt.

Also halte durch und du wirst sehen, dass du dich bald richtig gut fühlen wirst, kräftig und stark, aber gleichzeitig auch ruhig, sicher und entspannt.

Alles Gute

A]nni7x81


Aroxetin/Paroxetin

Hallo alle zusammen,

dies ist mein erster Beitrag. Auch ich kämpfe nach einer üblen Panikattacke im Juni 2006 mit ständigem Dauerschwindel. Zu Beginn dachte ich noch, ich würde es elbst in den Griff bekommen. Manchmal ging es mir durch Ablenkung oder Bewegung gut. Aber es war immer diese Angst da, wieder eine Panikattacke zu bekommen. Mittlerweile hat sich mein Schwindel verselbstständigt, ich kann ihn kaum noch kontrollieren. Nur äußerst selten durch Sport, aber auch da spüre ich ihn immer. Bin Anfang August in Behandlung gegangen mit der Diagnose Angststörung mit leichter Depression. Meine Ärztin (sie ist Neurologin/Psychotherapeutin) ist sehr vorsichtig bezüglich Medikation, was mir sehr lieb ist. Habe zunächst "Notfalltropfen" bekommen, die ich nehmen soll, wenn mich der Schwindel wieder total aus dem Konzept bringt. Aber diese Maßnahme reichte nicht und auch ein 2wöchiger Urlaub mit meinem Freund brachte mir keine Besserung. Nun habe ich von meiner Ärztin das Medikament "Aroxetin" verordnet bekommen mit dem Wirkstoff Paroxetinhydrochlorid. Ich lese jedoch immer nur von "Paroxetin". Ist das das gleiche wie Aroxetin? Kennt sich da jemand aus? Ich habe es heute das 5.Mal genommen. Minimale Dosis: eine halbe Tablette am morgen. Habe kaum nebenwirkungen, ein bisschen Kopfschmerzen und etwas Übelkeit,aber nichts dramatisches. Trotzdem habe ich jetzt schon Angst, wie es beim Absetzen von Aroxetin wird. habe bisher so viel Einschüchterndes gelesen. Wie sind eure Erfahrungen und ging der Schwindel auch weg?

Freue mich auf Antworten!

Viele Grüße, Anni

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