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Eigene Diskussion für phobischen Dauer­schwank­schwindel

HAen/dl 5Nr.T6


Hallo,

ich bin zufällig über das Thema gestolpert und möcht einfach mit jemandem drüber reden.

Meine Mutter hat sich mit Beginn ihrer Rentenzeit, so um die 60,

einen Dauerschwindel zugelegt.

Keinen Drehschwindel, sondern einen Schwankschwindel.

Nichts, aber auch garnichts hat geholfen.

Der Internist, Neurologe, Orthopäde - nichts, keine Reaktion.

Alternative Heiler haben eigentlich nur bewirkt, dass sich die Symptome verstärkt haben. Wir dachten an Erstverschlimmerung, aber das schein nicht der Fall gewesen zu sein, denn der Schwindel blieb jedesmal schlimmer.

Meine Idee die Psyche zu behandeln, wurde von meiner Mutter ebenso abgelehnt wie vom Hausarzt. Dabei wäre die Ursachenforschung in der Psyche sicherlich erfolgreich gewesen.

Ihr Lebenspartner war ein ausgesprochen humorloser, streitbarer und besserwisserischer Mensch, der unter der Harmlosigkeit meiner "dummen" Mutter genauso gelitten hat, wie sie unter ihm.

Sie war ständig um Harmonie bemüht und hat sich immer mehr zurückgezogen und so eine gewisse "Freiheit" erzwungen, indem sie nur noch das getan hat, was sie wollte und halt den Schwindel vorschob.

Damit wurde ihr Leben aber eigentlich immer ärmer und ereignisloser.

Sie hat den Schwindel mit Sicherheit verspürt und erlebt, denn ich hab sie an schlechten Tagen durchaus schwankend gesehen.

Das Problem unserer Schulmedizin ist einfach die Symptombehandlung. Ursachenforschung ist nicht ihr Ding und gerade das würde bei vielen, vielen Krankheiten helfen.

Liebe Grüsse

Ingrid

e_vchfen 5x7


Hallo Ingrid

Frage: hat sich das bei deiner Mutter wieder gegeben, wenn ja wie lange hat es gedauert, oder schwindelt sie noch immer?

LG Evchen

epvchen; 57


Hallo Thery

Danke für deine gaaanz vielen Kraftsrerne, heite gehts mir schon wieder etwas besser.

Schreibe dir später PN einstweilen

LG Evchen

Lnupox049


@ hendl Nr. 6

Das Problem unserer Schulmedizin ist einfach die Symptombehandlung. Ursachenforschung ist nicht ihr Ding und gerade das würde bei vielen, vielen Krankheiten helfen.

Das stimmt schon auch, aber wenn man ehrlich ist, liegt es gerade im psychischen Bereich eher an der Krankheitseinsicht und/oder der Therapiebereitschaft der Patienten selbst, wie Du ja selbst auch bzgl. Deiner Mutter bestätigst. Das hängt natürlich auch damit zusammen, dass in unserer Gesellschaft (..und damit oft auch von den Betroffenen selbst) eine psychische Störung eben immer noch als selbst verschuldeter "Makel" angesehen wird und das obwohl die Zahlen der psychischen/psychosomatischen Erkrankungen nachweisslich und rapide ansteigen.

Viele Grüsse

Lupo

e&vchedn 57


Hy Lupo

Ja du hast wohl recht.

Auch bei mir hat es lange gedauert zu akzeptieren, heute spreche ich mit jedem der es hören will offen über meine Krankheit, das Proplem ist aber: jemand der das nicht hat kann sich auch nicht vorstellen wie es einem geht, auch wenn er sich noch so bemüht.

Die Ursachenforschung hat erst mein jetzigeg Psychiater in Angriff genommen da kommt man zwangsläufig ganz weit zurück in seinem Leben bis hin zur Kindheit. War das bei dir auch so?

So kam ich drauf das die Angst mein ganzes Leben begleitet hat.

Erst als ich wusste warum konnte ich mit der Verhaltenstherapie anfangen.

Es spielt sich ja alles im Unterbewusstsein ab, das kann man nicht beeinflussen und schon gar nicht steuern. So geht es halt mir.

Ich bin auch sehr sensibel geworden auf dinge die einem gesagt werden auch wenn es gar nicht böse gemeint sind. Ging oder geht es dir auch so?

Da rauszukommen ist halt schon ein verdammt schwerer Weg der mich sehr viel physische und psychische Kraft kostet.

Darum bin ich doppelt verzweifelt wenn ich die Leiter drei Stufen hoch geklettert bin und dann wieder zwei Stufen runterfalle.

Eines habe ich über mein Leben rausgefunden:

Beurteile einen Menschen nicht nach seiner Fröhlichkeit.

Denn auch ich habe oft gelacht um nicht weinen zu müssen. :p>

Lupo das mit mit dem Xanor wird eine lange Zeit brauchen, habe gesehen das du auch das ADFD Forum kennst, na ja ich möchte die Entzugserscheinungen so gering wie möglich halten.

1,5 Mg sind nicht besonders hoch dosiert möchte aber nicht auf eine andern sogenannten Langzeitsubstanz umsteigen, glaube du weisst was ich meine. Ja das kostet mich auch sehr viel Kraft. Ist aber mit meinem Psychiater abgesprochen.

Wird mann eigentlich genau so wie man mal war oder hängt dieses Schwindelgespenst ein Leben lang über dir?

Danke dir das du immer da bist. x:)

Liebe Grüsse Evchen

M!goy


Urlaub

Hallo, ich habe gerade die ersten 2 Wochen meines Sommerurlaubs hinter mich gebracht. Siehe da ich war 6 Tage lang komplett ohne beschwerden. Kein Schwindel , kein Druck auf der Brust, nichts. Wie nicht anders zu erwarten fallen die, die hoch fliegen dann aber auch wieder tief. Am Abend des 6 Tages hatten wir auf unserem Campingplatz eine schöne Grillrunde und nach dem Konsum von 5 Flaschen Bier waren am 7 Tag meine Probleme wieder da, was mich dazu bewegt keinen Alkohol mehr zu trinken.

Aber darum geht es nicht, es geht um diese 6 Tage, die mir mal wieder gezeigt haben wie herrlich das Leben sein kann. Ich fahre jetzt noch 1 Woche nach Dänemark und nach meiner Rückkehr werde ich mich dann mit meiner Psychotherapeutin kurzschliessen und schauen dass ich eine Psyochsomatische Kur mache.

Bis dann

Markus

H(endVl< ONzr.6


Hallo Evchen,

ich bin erst heute wieder ins Netz gegangen...

Der Schwindel war 24 Stunden am Tag da und hat sie bis zu ihrem Lebensende 2004 begleitet.

Ich hoffe sehr, dass Schwindel da, wo sie jetzt ist, kein Thema mehr ist.

Sie hat im Tod gelächelt und da war wieder eine Spur der "alten" Mutti. So als würde sie sagen "Hallo, hier bin ich!".

Ich finde es aber noch immer ganz schlimm, dass sie mehr als 20 Jahre ihres Lebens nicht "gelebt", sondern nur "überlebt" hat.

Man muss wirklich was tun, damit ein Schwindelleben nicht so im Sande verläuft.

Liebe Grüsse

Ingrid

e}vchenx 57


Hallo Ingrid

Tut mir leid, wusste nicht das deine Mutter nicht mehr unter uns weilt.

Na ich mache ja was gegen dieses Monster alles was nur möglich ist und trotzdem sitz mir die Angst im Nacken das es mir so geht wie deiner Mam.

Danke jedenfalls für deine Antwort.

Liebe Grüsse Evchen

L u!pox049


@ evchen

Sorry für die späte Antwort...

Die Ursachenforschung hat erst mein jetzigeg Psychiater in Angriff genommen da kommt man zwangsläufig ganz weit zurück in seinem Leben bis hin zur Kindheit. War das bei dir auch so?

Nicht direkt... - bei mir ging es in der Verhaltenstherapie erst mal darum, dass sich von der akuten Krankheitsangst runterkomme, also erst mal um konkrete Hilfestellungen im Verhalten und Umgang mit dieser Angst und auch den körperlichen Symptomen. Erst viel später und als es mir schon deutlich besser ging, war ich in der Lage, auch so manches aus der Vergangenheit aufzuarbeiten, wobei es sich da nicht um irgendwelche schlimme oder traumatische Dinge handelte, sondern einfach um das Erkennen von Verhaltensmustern, die sich aus den verschiedensten Gründen aber doch schon durch dein ganzes Leben ziehen (und wahrscheinlich ziehen werden...). Das muss nicht zwangsläufig zur Folge haben, dass man sein Leben radikal ändert (so schlecht empfand ich das auch gar nicht....), aber es hilft einem doch ungemein, gewisse Zusammenhänge und Gründe für diese "Misere" viel besser zu verstehen und (sich) erklären zu können. Das ist gerade für eher rationale Menschen äusserst wichtig und kann ausserdem dabei helfen, dass man bestimmte Dinge in Zukunft rechtzeitig und präventiv vermeiden/verändern kann, noch bevor sie wieder zu einem "Rückschlag" führen können.

Es spielt sich ja alles im Unterbewusstsein ab, das kann man nicht beeinflussen und schon gar nicht steuern.

Ja, das ist so und meine Theorie bzw. Erfahrung ist, je grösser die Kluft ist zwischen diesem Unterbewusstsein und dem, was man rational tut oder tun muss, desto grösser ist die Gefahr, dass sich die Psyche mit körperlichen Symptomen bemerkbar macht.

Ich bin auch sehr sensibel geworden auf dinge die einem gesagt werden auch wenn es gar nicht böse gemeint sind. Ging oder geht es dir auch so?

Nö - eher im Gegenteil. In meiner akuten Zeit war ich fast ausschliesslich mit mir selbst und meinen Symptomen und Änsgten beschäftigt. Es war eher so, dass mich von aussen kaum noch etwas berühren konnte.

Da rauszukommen ist halt schon ein verdammt schwerer Weg der mich sehr viel physische und psychische Kraft kostet.

Ja, ich habe letztendlich - bei "nur" 6 Monaten akutem Schwindel - ein gutes Jahr gebraucht, um aus dem gröbsten raus zu sein und ich hatte vom Umfeld her beste Vorraussetzungen, d.h. es hat bei mir alles gestimmt (Job, Familie, Partnerschaft, med./therapeutische Versurgung usw.) und trotzdem hatte auch ich Rückfälle.

Darum bin ich doppelt verzweifelt wenn ich die Leiter drei Stufen hoch geklettert bin und dann wieder zwei Stufen runterfalle.

...heisst immer noch eine Stufe nach oben... - anders läuft es leider nicht. Wichtig ist, dass die Richtung stimmt, es geht nach oben bei Dir und nicht nach unten.

Wird mann eigentlich genau so wie man mal war... ?

Die Frage ist, ob das so wichtig oder sinnvoll ist, "genau so zu werden, wie man mal war". Das Leben bzw. die Persönlichkeit ist sowieso eine ständige Entwicklung und ich bin mir sicher, dass wenn man da mal raus ist, es eine weitere-, wenn auch schmerzliche - Erfahrung war, die einem letztendlich im Leben trotzdem wieder stärker macht.

...oder hängt dieses Schwindelgespenst ein Leben lang über dir

Nein ! Vielleicht wird Angst oder deren körperliche Symptome immer irgendwie ein Thema in meinem Leben sein, dazu war diese Erfahrung einfach zu einschneidend, aber das "Schwindelgespenst" ist schon lange nicht mehr über mir.

Ups, sorry für diese etwas lange "Doktorarbeit", aber hat mir auch mal wieder gutgetan.

Also, nicht aufgeben, ich bin mir sicher, dass Dein Weg in die richtige Richtung geht.

Alles Gute & Grüsse

Lupo

esvchBen x57


Etwas verspätet

Danke Lupo,

für deine geduldigen Antworten,

hat mir wieder mal geholfen.

LG Evchen

m<i&ssmHuffixn


Rückfälle

Hi!!

Wie geht es euch?? Schwindeltechnisch? Bei mir klappt es nach wie vor mit Sulpirid, jetzt seit nem halben Jahr, 300mg pro Tag. Will jetzt ausschleichen, weil ich so fett werde dadurch!!! Hüüülfe ;( Schon 5 Kilo zugenommen. Naja, gibt Schlimmeres. :-/

Hab mal 'ne Frage zum Thema "Rückfälle";

werden die irgendwann mal weniger??

Ich habe ca. alle 2/3 Wochen so'ne Schwindelphase von ein paar Tagen, das nervt, aber geht noch, wenn ich mich dann oft ausruhen kann. Ich hoffe, dass die Rückfälle mal in größeren Abständen kommen, bis hin zur vollständigen Heilung natürlich. Weiß nicht, ob ich überhaupt schon ausschleichen kann/ darf/ soll. Probiere es einfach...

Wünsch euch viel Spaß im schwindelfreien Leben, LG

L1upo$04#9


Weiß nicht, ob ich überhaupt schon ausschleichen kann/ darf/ soll. Probiere es einfach...

Warum willst Du das jetzt riskieren, wo es Dir gerade mal über einen längeren Zeitraum etwas besser geht. Denke bitte daran, dass die Besserung höchtswahrscheinlich grösstenteils durch das Medikament bedingt war/ist und dass Du nach dem Absetzen ziemlich schnell wieder in den alten Kreislauf zurückfallen könntest.

Spreche doch wenigstens mit Deinem Arzt / Psychiater / Therapeuten (?) darüber.

Viele Grüsse

Lupo

E]sthetr167


Also die 5 Kilo sind zwar lästig, aber kein ausreichender Grund, das Medikament abzusetzen.

Hast Du denn neben der Einnahme auch eine Therapie gemacht?

Die Pillen sind ja nur als eine Art Krücke gedacht, damit man sich dem eigentlichen Problem zuwenden kann. Denn das können die Medis nicht lösen.

Absetzen würde ich auf jeden Fall nur nach Absprache und unter Anleitung des Arztes.

c4armexnmaro


hallo

*:)

bei mir sieht es im Moment so aus, das ich ja seit Dezember das Paroxetin 20 mg nehme. Hatte ja auch die stationäre Therapie gemacht und mache nun 1 mal wöchentlich Therapie.

Ich bekomme auch alle paar Wochen mal für 1-2 Wochen Schwindel mit allen anderen Symptomen. Manchmal bekomme ich auch noch ganz schlimme Angstzustände.

Die ersten Tage sind dann sehr hart weil ich dann so enttäuscht und verzweifelt bin.

Mir ist jetzt aufgefallen, dass ich eigentlich immer im Urlaub unmittelbar davor/danach Schwindel bekomme, kann mir nicht erklären wieso. Hab auch irgendwie das Gefühl das ich mit meiner Therapeutin nicht viel weiter komme. Weiss aber auch nicht wie ich das mit ihr besprechen soll.

Gruß

Carmen

cHarMmeunmaro


PS

Wollte eigentlich fragen was ihr davon haltet,

hatte vor zwei Wochen für ein paar Tage vergessen meine Tablette zu nehmen, prompt ist der Schwindel wieder da.

Seit dem ist er auch noch nicht wieder weg, aber ich nehme nur noch 10 mg, meint ihr das ich das so lassen kann?? Hab es mit meiner Therapeutin noch nicht besprochen da ich im Urlaub war und nun ist sie nicht da sehe sie erst nächste Woche. Nur ich dachte mir wenn ich sie eh ein paar Tage nmicht genommen habe kann ich sie jetzt reduzieren und dann vielleicht ausschleichen!!??

Carmen

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