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Eigene Diskussion für phobischen Dauer­schwank­schwindel

i#ssax04


Ja ich leide an einer Gen. Angststörung . Denke aber immer es liegt nicht an der Psyche .ich versteh es nicht hatte Urlaub konnte mich entspannen und der Schwindel blieb .

Ich gehe zu einer psychotherapeutin seit Jahren aber nur mit mässigem Erfolg .

m-uh%kuh2k


Im Urlaub hat man mehr Zeit sich mit sich selbst zu beschäftigen. Viele psychische Probleme werden dadurch dann nicht gelindert sondern sogar noch verstärkt.

C?hris(tinax45


@ issa04

Hallo erst mal! Gut, dass du bei "uns" gelandet bist - wir können dir bestimmt helfen! :°_

Deine Symptome kommen mir (und sicher auch vielen anderen hier) bekannt vor. Ich persönlich litt drei Jahre unter dauerhaftem Schwank- und Benommenheitsschwindel, Sehstörungen, Muskelschmerzen, schnelle Erschöpfung, allgemeines Schwächegefühl, Kurzatmigkeit, usw.

Das Gefühl, dass die Beine einen nicht mehr richtig tragen wollen und den Eindruck, "schief" zu sein (mich hatte es immer nach rechst gezogen), kenne ich sehr gut!

Osteopathie, Atlastherapie, KG, Akupunktur, etc. halfen immer nur kurzfristig, die Symptome kamen immer wieder. War viel Geld für fast nichts.

Irgendwann dachte ich dann: Vielleicht ist es tatsächlich psychisch und je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr konnte ich es zulassen und die Zusammenhänge erkennen. ;-) Ich hatte jahrelang unbewusst unter Ängsten, psychischem Stress und Überlastung gelitten, war überhaupt nicht mehr "im Gleichgewicht" und dann kam es zum den Symptomen.

Mir halfen die Einnahme eines SSRI (Antidepressivum), eine Psychotherapie und einige Verhaltens-und Einstellungsänderungen. Ich bin jetzt zu 98% symptomfrei und so zufrieden, wie eigentlich noch niemals vorher. ;-D Aber das war ein langer Weg mit vielen Rückschlägen und erforderte viel Geduld und Nachsicht mit dem eigenen Körper.

Warte, ich schicke das schon mal ab, nicht dass es sich aus Versehen wieder löscht...

CYhris4tinax45


Ich habe beruflich viel mit traumatisierten und ängstlichen Kindern zu tun und die letzte Zeit einiges darüber gelesen. Ich glaube, ich kann mir jetzt endlich erklären, wie es zu all den Symptomen kam. (Lupo, mnef bitte verbessern, wenn ihr es anders erklären könnt, ich bin keine Neuropsychologin ;-D ):

"Psychogen" ist nicht einfach eine Verlegensheitsdiagnose, auch für Ängste, Stress und erlittene Traumata gibt es Entsprechungen im Körper, vor allem im Gehirn und im vegetativen Nervensystem. Das vegetative Nervensystem besteht aus Sympathikus und Parasympathikus. Im Idealfall sind die beiden aufeinander abgestimmt und regeln die Verdauung, die Herzfunktion, die Lunge, die Muskulatur, und vieles mehr. Durch dauerhaften Stress/Belastungen/Ängste (auch Daueranspannung der Muskeln, z.B. bei Leistungssportlern) geraten Sympathikus und Parasympathikus aus dem Gleichgewicht, zusätzlich verändert sich dadurch (das sind ganz komplizierte Rückkoppelungssysteme) die Aktivierung im Gehirn (vor allem limbisches System und Amygdala) und der gesamte Hirnstoffwechsel verändert sich.

Dadurch kommt es zu "unseren" Symptomen: Schwindel, Muskelbeschwerden, Verdauuungsbeschwerden, usw.

Da hilft es nicht, an den Symptomen herumzudoktern, sondern es ist wichtig, die Ursache für all unsere Beschwerden zu erkennen und "anzugehen", und das ist bei uns eben die Psyche (mit oben erwähnten Entsprechungen in Gehirn und Vegetativum)

Sorry, dass es so lang wird....

CShris1ti+na4.5


So, liebe issa, das war nur das Erklärungsblabla ;-) . An deiner Stelle würde ich so vorgehen:

- die nötigen Untersuchungen machen, hast du ja schon zum Teil (HNO, Schilddrüse, Neurologe)

- wenn nichts gefunden wird (wovon ich ausgehe) - nicht weiter "suchen", bringt nix, macht einen nur noch verrückter und kostet wertvolle

Zeit. Je länger der Schwindel und die anderen Symptome bestehen, desto mehr Geduld brauchst du, um sie wieder weg zu kriegen

- dir eventuell eine andere Therapeutin suchen (eine, die sich mit Psychosomatik auskennt)

- dir vom Neurologen ein SSRI verschreiben lassen (am besten Escitalopram oder Citalopram, die sind auf dem neuesten Stand und haben die

wenigsten Nebenwirkungen) und dieses dann VERNÜNFTIG einnehmen, ganz wichtig!

- hier im Forum gibt es einige, die den Schwindel fast komplett oder komplett losgeworden sind (Laura, Tiana, Lupo, Lucylein, Edie, Sun - wie

geht's dir eigentlich?, ich). Die haben über längere Zeit das richtige AD in der richtigen Dosierung über die richtige Zeitdauer eingenommen.

- ein Entspannungsverfahren erlernen (Yoga, Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung)

Du brauchst auf alle Fälle Geduld und Durchhaltevermögen! Aber dann wirst du den Schwindel wieder losbekommen, ganz sicher :)^

Alles Liebe!

iBssaa04


lieber Christian das ist aber total schön von dir geschrieben habe mal drei Tage ein ad genommen (sertralin ).da die neurologin Urlaub hatte. Aber ich dachte es kann doch nicht an der Psyche liegen und nahm es nicht mehr .hab aber morgen einen Termin bei ihr und werde mit ihr sprechen ...sicher wird sie erstmal ein paar neurologische. Tests machen falls dann nichts rauskommt werde ich das ad wirklich konsequent einnehmen .

Es ist mir so viel wert mit euch darüber zu sprechen ich danke euch sooo sehr ! Ich habe ständig irgendetwas anderes es ist zum heulen ist das eine Symptom weg kommt irgendwas anderes ich kann gar nicht sagen wann ich mal beschwerdefrei war ....das letzte war ein hyperakusis im Re Ohr ....ich sag euch das war auch sehr sehr schlimm und nun das ... :-( ((

isssa0x4


Das Gefühl in den Beinen ist als ob mein einen Unfall hatte und dann so ganz wacklige Beine hat diese irgendwie nicht unter Kontrolle zu haben .

Grad wenn ich angespannt bin ist es am schlimmsten

mJuhknuh2k


Sry aber drei Tage ein AD zu nehmen ist eine vergebene Chance.

Falls dein Arzt Citalopram für sinnvoll hält, solltest du es über mehrere Wochen probieren, ich denke 6 Wochen sollten es schon mindestens sein. Und es kann durchaus am Anfang schlechter werden. AD wirken nicht von heute auf morgen. Unterhalb von zwei Wochen wirst du wahrscheinlich keinen positiven Effekt merken, da du noch gar nicht auf dem entsprechenden Pegel bist. Und wenn du die Behandlung abbrichst wirst du bei einem erneuten Anlauf nicht wieder so eine positive Wirkung haben, wie beim ersten Versuch.

Kurz gesagt: Wenn dann richtig und nicht nach ein paar Tagen wegen Selbstzweifeln wieder absetzen.

Ich habe Citalopram bspw. 10 Wochen lang genommen, bis ich mir sicher war, dass es mir nicht hilft und bin jetzt seit gut zwei Monaten wieder dabei es auszuschleichen. Das kann also auch passieren und sollte hier nicht unerwähnt bleiben, den meisten Leuten hier hat es bei richtiger Anwendung aber geholfen.

mgnef


Ja ich leide an einer Gen. Angststörung . Denke aber immer es liegt nicht an der Psyche .ich versteh es nicht hatte Urlaub konnte mich entspannen und der Schwindel blieb .

Bei einer gen. Angststörung ist es zum psychogenen Schwindel aber wirklich nicht weit. Ein Urlaub kann es da (wie muhkuh erklärt hat) verschlimmern. Oder es passiert einfach gar nichts, weil bei so starken und aufgestauten Beschwerden ein paar Tage oder Wochen Urlaub einfach "nix" sind und nicht für eine Besserung ausreichen.

Dass du das komische Gefühl nach dem Radfahren als so beängstigend wahrnimmst deutet für mich schon auf eine starke Körperbeobachtung und hausgemachte Schwindelanfälligkeit hin. Nach dem Radfahren eine kurze Zeit etwas komisch auf den Beinen zu sein ist wie gesagt nicht ungewöhnlich oder krankhaft. Nach dem Reiten hat man z.B. auch ein Gefühl wie O-Beine zu haben, nach Inlineskating ist das Ganggefühl auch - sorry - widerlich ;-D Das kennen wahrscheinlich nicht alle, aber sehr viele Leute. "Gesunde" denken sich da eben nix bei, wanken ein paar Minuten und dann hat man sich wieder an Boden unter den Füßen gewöhnt. Bei Leuten mit psychogenen Schwindel setzt schon so ein normaler Umstand wieder das Karussel in Gange ("Oh Gott das fühlt sich komisch an, was ist das, meine Beine sind weich, ich glaub ich falle, mir wird schwindelig" - Panik).

3 Tage Medis zu nehmen war jetzt nicht soo förderlich, das hat deinen Körper und deine Psyche eventuell noch zusätzlich aus dem Tritt gebracht. Wenn man medikamentös behandeln will, sollte man das "entschlossen" tun oder komplett sein lassen. ADs sind nichts, was man mal nimmt und dann wieder nicht (kennt man als Frau ja z.B. von der Pille. Ständig nehmen oder wieder absetzen endet auch

Am besten wartest du jetzt erstmal, bis dein Arzt wieder da ist. Dann kannst du mit dem nochmal in Ruhe besprechen, ob und wenn ja welchen Wirkstoff du mal probieren solltest. Dann aber immer mehrere Wochen nehmen, vorher kann man nicht beurteilen, ob es wirkt oder nicht.

Und wenn du dann was nimmst und es wieder absetzen willst/musst/sollst: Immer ausschleichen, nie einfach nix mehr nehmen.

Einzige Ausnahme sind natürlich Notfallmedikamente, die nimmt man wirklich nur einmalig in Akutsituationen ein.

mtnef


(der halbe Satz sollte mit "endet im Hormonchaos" enden. Wollte eigentlich den kompletten Satz rausnehmen, weil blöder Vergleich ;-D)

i|ssna04


Vielen dank für die aufklärenden Worte von euch werde morgen berichten was die Ärztin gesagt hat

i6ssa0x4


Vielen dank für die aufklärenden Worte von euch werde morgen berichten was die Ärztin gesagt hat

Eninslam87


Hallo liebe Leute

Bei mir ist gerade auch wieder der Wurm drin! Fühle mich als wäre ich depressiv noch dazu verfalle ich wieder in alte Muster, Krankheiten googeln usw.

Seit paar Tagen hab ich nämlich einen Druck auf der Brust und hab mich total in eine herzkrankheot gesteigert oder dass ich einen Herzinfarkt bekommen könnte!??? 😂 wenn es nicht so traurig wäre würde ich echt drüber lachen!

Seit gestern flaues Gefühl im Magen, leichte Schmerzen, Druck und bisschen Übelkeit! Die Panik wird mehr , könnte ja auch auf Herzinfarkt deuten !!! Helft mir es ist zum verzweifeln! Ich bin 28 verdammte sche....!!!

mruhk8uh2xk


Ohne dich angreifen zu wollen- aber warum sucht man sich bei Hypochondrie eigentlich immer die schlimmen Sachen raus? Warum nicht die einfachen? :)

Ein verklemmter Brustwirbel oder zuviel Luft im Bauch (Roemheld-Syndrom), nur um mal zwei zu nennen.

EzinYscam87


Du greifst mich nicht an, aber sorry dass ich dass jetzt sagen muss aber wenn man doch weis was eine hypochondrische Störung ist wieso stellt man dann so dämliche Fragen ? "Wieso sucht man sich immer dass schlimme aus"

Hmm wahrscheinlich weil genau dass das leidige Krankheitsbild ist! Und keiner der damit zu kämpfen hat tut dass gern !

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