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Eigene Diskussion für phobischen Dauer­schwank­schwindel

T?iTntifaxx74


Geräuschempfindlichkeit?

Schon mal an vestibuläre Migräne gedacht bzw. in diese Richtung mit dem Doc gesprochen?

Czharly^_197x4


Ja, körperlich alles untersucht und ausgeschlossen. Ich war bei so vielen Ärzten, Physiotherapeuten und Heilpraktikern und dabei jede Menge Geld gelassen. Auch in einer Schwindelambulanz war ich damals aber die konnten mir auch nicht helfen ("es wird schon wieder weg gehen" sagten sie damals)...

Tpintif8axx74


Aus eigener Erfahrung kann ich dir das hier empfehlen:

[[https://schwindelambulanz-sinsheim.de/]]

Will keine Werbung machen, aber ich war auch bei vielen Ärzten. Sinsheim war am gründlichsten und hat einiges zu Tage gebracht, was andere übersehen haben.

C-hAarly _1D97x4


Hatte Deinen Beitrag über Sinsheim gelesen. Hoffe es lag bei Dir an der Zyste und dass es besser wird mit der Zeit. Hattest du permanent Schwindel oder nur gelegentlich?

TvintNifaxx74


Zu Beginn gelegentlich. Meist in Kombi mit Kopfbewegungen. Im Liegen, Sitzen kaum Beschwerden. Wurde mit der Zeit immer schlechter. Am Schluss dann irgendwie Dauerschwindel bzw. extrem häufige Beschwerden.

Wenn Du Dauerbeschwerden hast, dann würde ich eventuell mal in Richtung Nahrungsmittelunverträglichkeit nachdenken. Fruchtzuckerunverträglichkeit ist ein sehr guter Ansatzpunkt.

L0up1o74x9


Hallo Charly & Willkommen !

Die meisten psychosomatischen Schwindler haben einen ähnlichen Leidensweg wie Du, aber die Dauer von 10 Jahren ist schon heftig ... :)*

Die letzten 8 Jahre konnte ich durch Medikamente "relativ" gut damit umgehen.

Welche Medikamente waren das ?

Es folgte ein 8 wöchiger psychosomatischer Klinikaufenthalt, der jedoch keine Besserung brachte (es war eine Qual).

Warum eine Qual ? - Würde mich interessieren.

Eine Klinikaufenthalt bringt nicht immer eine Heilung, aber normalerweise zumindest ein Stück vorwärts ... ":/

... jetzt habe ich auch noch mit Angst- und Panikattacken, starker innerer Unruhe, Übelkeit, Geräuschempfindlichkeit etc. zu kämpfen.

War das vorher nicht der Fall ?

Das sind - neben Dauerschwindel - ja klassische Symptome bei Angststörungen.

... habe ich gestern mit Escitalopram (5mg) begonnen und lege große Hoffnungen in das Medikament, da es einigen von euch so gut geholfen hat.

Hast Du das selbst - also ohne ärztliche Begleitung - entschieden ?

Deshalb auch die Frage - welche Medis hatten Dir vorher geholfen ?

Und die letzte Zeit ganz ohne Medikamente ?

Ich habe ziemliche Angst davor, dass es jetzt erstmal noch schlimmer wird, so wie es euch auch ergangen ist.

Ja, das ist leider gut möglich, aber vielleicht hilft es, wenn man das vorher weiß und es eben eine Zeit lang durchstehen muss, bis dann tatsächlich spürbare Besserung eintritt.

Viele Grüße !

CSharZly_19x74


Hallo Lupo,

schön, dass Du antwortest :-)

Ich habe damals viele ADs probiert, die aber alle den Schwindel noch stärker gemacht haben. Irgendwann wann Moclobemid an der Reihe (ein MAO-Hemmer), welches mir zumindest etwas geholfen hatte. Dann habe ich es mit einem anderen MAO-Hemmer versucht (Selegilin, was eigentlich ein Antiparkinsonmedikament ist, in den USA aber auch eine Zulassung für Depressionen hat) und habe dadurch noch mal einen Schritt nach vorne gemacht. Anschließend bin ich dann auf den MAO-Hemmer Azilect (eigentlich auch ein Antiparkinsonmittel) umgestiegen, wodurch es mir dann viel besser ging. Leider nicht so gut, dass ich wieder berufsmäßig Fuss fassen konnte, aber immerhin war es dadurch 5 Jahre lang erträglich. Konnte wieder alles machen, allerdings in meinem Tempo und nicht so lange. Bin meinem Neurologen dankbar, dass er so viele Medikamente mit mir getestet hat und mich nicht aufgegeben hat.

Die psychosomatische Klinik war deshalb eine Qual, weil es mir sehr schlecht ging/geht und ich bei allen Aktivitäten noch stärkeren Schwindel bekommen habe (z.B. bei den Spaziergängen), der dann stundenlang anhielt ehe er wieder auf ein erträgliches Mass runter gegangen ist. Außerdem habe ich in der Zeit noch Angst und Panikattacken vom allerfeinsten bekommen. Das habe ich in all den Jahren zu vor nie gehabt.

Wegen des Escitaloprams habe ich mit meinem Neurologen gesprochen, der auch gleich bereit war, es mir zu verschreiben.

Nächste Woche fange ich zudem mit einer Psychotherapie an. Ich hatte vor 8 Jahren schon mal eine (25 Sitzungen VT), die aber leider nicht so richtig angeschlagen hat.

Viele Grüße!

C/harly/_x1974


Hat von Euch schon jemand Erfahrungen mit den Medikamenten Buspiron, Lyrica oder Tavor gemacht?

Cmharly;_x1974


Ich habe 3 Wochen Tavor genommen als Überbrückung zwischen Neurologie und Psychosomatischer Klinik. Es hat meinen Schwindel ganz gut weggedrückt. Nur leider kann/darf man das nicht als Dauermedikation nehmen, da es abhängig macht.

L(upo74:9


Hallo Charly,

ich habe in meinem Leben genau eine (!) Tavor bekommen - interessanter weise während einem Besuch in einer psychiatrischen Notfall-Ambulanz, in die ich mich begeben hatte, weil nach 3 Wochen Einnahme von Paroxetin (SSRI) sich meine Symptome nur verschlimmert hatten.

Diese Pille wirkte wie ein Wunder - nach gut 6 Monaten hatte ich das erste mal keine Angst und auch keine Symptome mehr. Das war eine Art Wendepunkt, denn ab dem nächsten Tag wirkten offenbar die ADs - es ging mir spürbar und dauerhaft besser - sozusagen war ich da erst "therapierbar".

Ich habe 3 Wochen Tavor genommen als Überbrückung zwischen Neurologie und Psychosomatischer Klinik

Und in der Klinik dann gar nichts mehr ? ":/ - das würde allerdings Dein schlechtes Befinden dort mehr als erklären ...

Im Prinzip ist ein SSRI und eine Verhaltenstherapie in Kombination die einzig erfolgversprechende "Dauerbehandlung" bei solchen Störungen.

Also, versuche, die Anfangszeit durchzustehen - auch mit Hilfe von Arzt und Therapeut - die sollten da mit ein Auge darauf haben.

:)*

CJharly\_1u974


Hallo Lupo,

verstehe ich das richtig, dass du erst nach 6 Monaten Einnahme von Paroxetin eine Verbesserung Deines Schwindels hattest?

In der Klinik wurde Tavor langsam runterdosiert. Hab dann nur Promethazin zur Beruhigung bekommen. Das hat aber keine Verbesserung meines Schwindels gebracht. Erst als ich meine Angst und Panikattacken bekam, wurde mir Mirtazapin und Perazin gegeben (nehme ich immernoch). Das half dann ein wenig.

Seit gestern nehme ich nun Escitalpram in einer Dosis von 10mg. Bis jetzt habe ich noch keine deutliche Verschlechterung meines Schwindels bemerkt (aber viel schlechter geht auch gar nicht... :-( ) Ich versuche bei dieser Dosis die nächsten 2 Wochen zu bleiben.

CDharlQy_n197x4


ach halt sorry, hab das glaub ich falsch verstanden. Du hattest 6 Monate lang deine Beschwerden und dann hast Du mit Paroxetin angefangen und nach 3 Wochen hat es dann gewirkt. Richtig?

Lgupo'7Q49


Richtig ?

Ja, genau :)z

Wenn ich das alles so zusammen nehme, hast Du ja schon einiges an Medikamenten (verschiedener Wirkweisen) durch. ":/

... Mirtazapin und Perazin gegeben (nehme ich immer noch)

Das bedeutet auch, Du nimmst jetzt mit dem Escitalopram ein 3. Medikament ?

Wichtig ist, dass Dein Arzt das ganze etwas koordiniert und ihr zusammen herausfindet, was Dir dauerhaft hilft, damit der ständige Wechsel (inkl. Eingewöhnung / Ausschleichen etc.) aufhört.

:)*

C>ha5rl`y_1<974


Ja 3 Medikamente momentan ":/ . Ich hoffe so sehr dass das Escitalopram anschlägt. Dann werde ich die anderen Medis ausschleichen.

L9up<or74x9


Naja, aber wenn jetzt das Escitalopram "anschlägt", kann es auch mit der Kombination der anderen Medis zusammenhängen - also dann einfach die anderen wieder ausschleichen ... :-/ ?

Also bitte da grundsätzlich sehr vorsichtig vorgehen und immer den Arzt involvieren.

Viele Grüße !

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