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Eigene Diskussion für phobischen Dauer­schwank­schwindel

L$u*po049


@Angel5647

Hallo Angel,

Du stellst eine klare Frage (Kann Schwankschwindel durch die WS entstehen und warum ?) und erwartest eine klare Antwort. Ich muß Dich aber leider enttäuschen, es gibt darüber verschiedene Theorien, die Du wohl im Laufe der Zeit schon ansatzweise kennengelernt hast.

Ich persönlich bin mir sicher, daß es einen Zusammenhang gibt, nicht sicher bin ich mir über die "Richtung" dieses Zusammenhangs. Besonders in der HWS liegen auf engstem Raum Muskeln, Gefäße, Wirbel und Nerven zusammen, so daß Verspannungen theoretisch evtl. zu Irritationen von Nerven bzw. der Durchblutung führen könnten. Aber immer?, jeden Tag ? über Monate, Jahre ? Oder nur beim Gehen oder Stehen, aber dann immer ? Das wiederum ist sehr unwahrscheinlich. Die Neurologen (ich bin keiner...) und die Schwindel-Ambulanzen der Uni-Kliniken bezweifeln jeglichen direkten Zusammenhang.

Fakt ist aber - und das weiß ich wieder aus eigener Erfahrung, daß Schwindel extreme Verspannungen verursacht und deshalb dieser Zusammenhang auch für die meisten Schwindler so spürbar ist und, das möchte ich nicht ausschließen, evtl. wieder Schwindel verstärken kann.

Dennoch, wir reden hier von permanentem Schwindel, dauerhaft, teilweise über Jahre und sehr verlässslich ! Dieser Schwindel kann sich durch die beschissene Situation, die Angst (oder Schiss, wie Du sagst) vor einem weiteren, schwankenden Tag oder die Angst vor einer schweren Krankheit verselbstständigt haben, man spricht dann von Chronifizierung oder Somatisierung.

So, hift Dir vielleicht jetzt auch net weiter, aber was willst Du machen ? Ich hab mir mal selbst überlegt, was ich machen könnte, sollte mein Schwindel von der HWS kommen (üblicher CT/MRT Befund: Steilstellung, BS-Vorwölbung). Irgendwelche Spinalkanäle auffräsen lassen ?, BS-OP an der HWS ?, schwierige Eingriffe, mit der Hoffnung man wacht auf und alles ist gut ? Ich bin (für mich) zu dem Schluss gekommen, zu versuchen, auf ENTspannung zu achten, die Möglichkeiten hierfür sind ziemlich breit, alles was guttut ist erlaubt und mehr kann ich sowieso nicht machen. Verspannt bin ich dennoch auch heute noch oft, aber nicht mehr schwindelig....

Schwindel ist heilbar,

Alles Gute & nicht aufgeben !

LUPO

p*eterx60


@Horst2

Da hast Du eindeutig Recht. Vielleicht hatte ich unbewusst vermutet, dass das jemand schon von selbst äußern würde. Aber da häufig selbst schwerste Medikamente oder andere Erkrankungen nicht direkt genannt werden, denke ich auch: Die Frage nach Unfällen sollte gestellt werden. Vielleicht ist eine Person ja auch "nur" im Winter auf der Treppe ausgerutscht und dabei auf den Rücken geschlagen, ohne sich dabei etwas zu denken.

Viele Grüße

Peter

ArNGEFL56x47


@lupo

vielen dank für deinen beitrag

AENGEVL56x47


@Lupo

Sorry,wollte noch fragen wie du den Schwindel besiegt hast und welcher Dok dir geholfen hat.

danke

L/upo'04x9


@ Angel5647

Hallo Angel,

sorry, aber ich war in Kurzurlaub, deshalb 2 Tage Funkstille.

"Den Schwindel besiegt", dieser Satz klingt so endgültig, naja ein Fussballer würde sagen, "Das Spiel dauert 90 Minuten", wobei die 90 Minuten in diesem Falle als "Lebenszeit" anzusehen sind...

Wenn Du meine Beiträge in diesem Thread liest, kannst Du so ziemlich alles darüber erfahren. Bedenke aber, dass es gerade für dieses Thema keine Patentrezepte gibt. Es geht in erster Linie darum, die richtige Richtung einzuschlagen. Leider war es bei meiner (Krankheits-) Panik nur noch durch Antidepressiva möglich, den Hebel umzulegen. ADs können wiederum andere Probleme eröffnen, also wenn man es ohne schaffen kann, um so besser.

Der Arzt, der mir in meiner Odysee (ca. 30 Fach- bzw. Klinikärzte, Heilpraktiker usw), am meisten geholfen hat, war wohl mein Hausarzt, der zwar immer davon überzeugt war, daß ich nichts körperliches habe, mir aber alle für mich wichtigen Untersuchungen und Reha-Massnahmen ermöglicht hat. Gleichzeitig hat er das notwendige Einfühlungsvermögen für einen "Krankheits-Phobiker". Soll heißen, hier sind die Stärken vor allem im menschlichen Bereich zu suchen. Ärzte, die in diesem Bereich ärgste Defizite haben, gibt es, ganz abgesehen von ihrer medizinisch fachlichen Qualifikation, habe ich leider auch sehr viele kennengelernt.

Also wenn Du Fragen hast, bitte melde Dich.

Vorerst alles Gute & Viele Grüsse

Lupo

yhakuxza


Schwindel nach dem Essen

Ich habe vollgendes Problem nach dem Essen besonders nach Schkokolade kommt bei mir ein meist starkes Schwindelgefühl auf aber auch wenn ich andere Sachen esse ich war schon bei mehreren Ärzten und sogar in Psychologischer behandlung aber als ich dem das erzählt habe hatte ich das gefühl das er es nicht so ganz gerafft hat was ich da meine.Naja und hinzukommt noch das ich meist kurz vor dem Einschlafen nochmal auf wache und dann so richtig neben der Spur stehe sprich ich habe dann für kurze Zeit richtige orientierungschwierigkeiten und weiss dann auch nicht wer ich bin.Das Problem besteht schon seit fast 4 Jahren am Anfang habe ich gedacht ich wäre bescheuert aber mittlerweile weiss ich das es ja mehrere gibt die so ne Probleme haben mein Heilpraktiker meint das könnte von einer Übersäuerung kommen und meine Galle das sind die Werte auch zum Teil erhöht aber irgenwie weiss keienr so genau wo das herkommt.Und verstärkt wird mein Schwindel wenn ich in grossen kaufhäusern bin oder in Situationen komme die mir nicht gehäuer sind.

Es wäre nett wenn mir ein gleichgesinter ein paar tipps geben könnte vielleicht wie man dem Arzt das Krankheitsbild besser erklären kann.

pleLt]e}r60


@yakuza

Das ist eigentlich das, was ich mit der Erwähnung des schon etwas älteren Buchs (mit welchem ich keinen erschrecken wollte)

Beat Schliep: "Von Arzt zu Arzt - Die Odyssee eines Kranken"

meinte: Schwindel gehört leider zu den Erkrankungen, die nicht diagnostizierbar sind. Folglich stellt jeder Arzt "seine" Diagnose (das zieht sich praktisch durch das ganze Buch, obwohl der Autor eine ganz klare Erkrankung hat, wie sich später herausstellt): Der Heilpraktiker redet von Übersäuerung, der Bioenergetiker von energetischen Blockaden, der Psychoanalytiker von unbewältigten Kindheitsproblemen, andere von mangelnder Stressverarbeitung,... Und viele Ärzte reagieren gar leicht ungehalten, wenn die Erkrankung sich nach einigen Versuchen nicht bessert. Es kann dann nur psychosomatisch sein, was auf gut Deutsch heißt: "Ich kann Ihnen nicht helfen, Sie verschwinden jetzt besser hier, Sie gehen mir mit Ihren Symptomen auf die Nerven."

Solche Erkankungen sind für normale Ärzte ein Buch mit 7 Siegeln und wenn Du da jetzt noch kommst und sagst: "Ich habe den Schwindel nur, wenn ich 'O sole mio' singe", dann wird das bei vielen Ärzten die gleiche Reaktion auslösen wie bei Deiner Beschreibung.

Bzgl. der Schokolade habe ich mal eine Frage: Wie rasch ist denn die Reaktion darauf: Passiert das unmittelbar (also sagen wir mal innerhalb von 15 Minuten) oder eher erst nach Stunden oder gar am nächsten Morgen?

Viele Grüße

Peter

y%akxuza


An Peter60

Ja das ist unterschiedlich manchmal erst am nächsten Morgen und manchmal auch nach ner halben stunde.Ich bin manchmal auch schon der meinung das ich vielleicht was an der Birne habe.Das selbe problem habe ich wenn ich mal Chips esse dann hab ich jedesmal am anderen Tag deprssionsartige zustände und dies alles schränkt mich in gewisser weiße beim essen ein auch wenn ich mir meistens denke ach das Esse ich jetzt einfach egal ob es mir dann schlechter geht so bereu ich ich das im selben Augenblick.Und am meisten ärgert mich halt das mir da keiner so richtig weiterhelfen kann der Heilpraktiker meinte zwar irgendwann findet man schon das richtige Mittelchen aber wer weiss.Vielleicht sollte ich mir mal ein Termin beim Neurologen holen zwecks Gehirnströme messen und so denn so allmählich habe ich immer mehr Ängste irgendwo hinzugehen im September sollte ich eigentlich von der Arbeit aus zu einem 3 Wöchigen Lehrgang aber den habe ich abgesagt weil ich einfach glaube das es da genáuso sein wird und das halt dan nicht meine gewohnte umgebung ist und schon allein wer weiss was die da für essen machen. :-/

p=eterx60


Wenn Du das erst am nächsten Morgen hast, dann könnte dahinter eine Hypoglykämie stecken. Auch ist der Abfall des Serotonin-Spiegels zu beachten. Gerade Speisen wie Schokolade heben kurzfristig den Serotonin-Spiegel und machen glücklich, einige Zeit später kommt dann der Abfall und in der Folge die depressiven Verstimmungen. Deswegen machen solche Speisen leicht süchtig, weil man schnell herausfindet, dass es dann erst einmal besser wird.

Bei Schokolade speziell spielen aber auch andere Dinge eine Rolle. Schokolade enthält Tyramin, Polyphenole, Theobromin, Coffein und alles wird auf das zentrale Nervensystem. Alle genannten Stoffe (außer Coffein) werden als Auslöser für Migräne diskutiert. Und Migräne ist sehr dicht am Schwindel dran.

Vielleicht solltest Du diese Dinge einfach weglassen und stattdessen mehr Fleisch/Fett essen?

Viele Grüße

Peter

ydakuz>a


@peter

Ja das stimmt schon nur was mich an der ganzen Sachen so richtig stört das ich nicht weiss was es genau ist.Nur jetzt habe ich wenigstens mal einen Anhaltspunkt was ich meinem Heilpraktiker sagen kann der der hat schon echt was drauf denn wenn man mit dem Problem zum Arzt geht dann kapieren die das eh nicht was man genau hat.Ich Bedanke mich auf jeden fall erstmal für deine Aussagen.Und was einen auch so ein bisschen beruhigt das es echt Leute gibt die auch so oder ähnliche Probleme haben.

E)sthTer6x7


Habe mir gestern Abend mal den ganzen Thread hier durchgelesen. Einerseits fande ich es erlösend, dass da noch andere wie ich rumtorkeln. Anderseits war mir zum Heulen, wenn ich manche Leidensgeschichten gelesen habe, die schon über Jahre gehen.

Ich plage mich "erst" drei Wochen mit Schwankschwindel rum. Das erste mal hat das ganze nur ca. 5 Sekunden gedauert. Ich dachte plötzlich, mir haut es die Beine unterm Körper weg. Ich habe mich schnell hingekniet, weil ich dachte mich haut's gleich der Länge nach hin. Aber es ging genauso schnell weg wie es gekommen ist. Die üblichen Erklärungen ... zu wenig getrunken, Blutdruck mal kurz in den Keller gegangen.

Inzwischen schwanke ich seit 14 Tagen permanent und empfinde es als sehr belastend. Lediglich wenn ich als Beifahrer mit dem Auto durch die Gegend gefahren werde, merke ich fast nichts. Wenn ich zu Hause bin, dann hab ich das halbwegs im Griff. Und es gibt gute und schlechte Tage, aber ES ist immer da. Inzwischen kommen noch Spannungskopfschmerzen hinzu.

Habe Gott sei Dank einen recht coolen Hausarzt. Der kann zwar nicht wirklich was machen, stempelt einen aber nicht gleich als hysterisch oder überspannt ab. Eine Untersuchung beim HNO hat nichts ergeben. Und wenn man dann hier von den Ärtzebesuchsorgien liest. Na vielen Dank auch. Da kriegt man dann schon Schiss.

Ich fühle mich bereits jetzt in meiner Lebensqualität stark eingeschränkt. Habe ja keine Lust,nur zu Hause rumzuhängen. Aber vor einer vollen Kneipe hätte ich im Moment echt Schiss. Ich merke bereits nach so kurzer Zeit, wie ich bestimmte Dinge vermeide. Das macht mir Angst.

Heute Nachmittag geht's nach dem "ohne Befund" vom HNO wieder zum Hausarzt. Willkommen im Club kann ich da nur sagen. Habe schon daran gedacht, Tagebuch zu führen. Nein, ich will mich nicht nur mit Schwindel beschäftigen. Aber vielleicht erkennt man eine gewisse Regelmässigkeit... Hat das schon mal jemand probiert?

Ich gehe jetzt auch mal davon aus, dass ich eine Gehirntumor habe ;-). Ich glaube auch, dass mir mein Körper vielleicht zeigen will, dass mit meiner Seele was nicht stimmt. Bin Meister im Verdrängen und Aussitzen. Aber will ich mich in meinem Innenleben so genau auskennen? Bin gespannt, wohin die Reise geht.

E-stNherk67


Ups ... war das der Freud'sche Versprecher ???

Wollte sagen, dass ich davon ausgehe KEINEN Gehirntumor zu haben... will ja hier nicht der Pferde scheu machen.

p]et/erN60


@Esther67

"Habe Gott sei Dank einen recht coolen Hausarzt."

Das kann eine sehr große Hilfe sein. Manche Menschen haben einfach das Pech, dass sie z. B. aus beruflichen Gründen in eine andere Stadt ziehen und dann passiert so etwas nach einiger Zeit. Und dann müssen sie zu Ärzten gehen, die sie nicht kennen, die die betroffene Person noch nie im Zustand vorher gesehen haben.

Ein Arzt, der einen Patienten als grundsätzlich normalen, vielleicht sogar fröhlichen Menschen, von ein paar Grippebehandlungen und allgemeinen Gesundheits-Checks her bereits kennt, wird bei solchen Symptomen viel weniger geneigt sein, Einbildung, Hysterie oder Überspanntheit anzunehmen.

Ich würde bei Dir übrigens annehmen, dass da beim ersten Mal irgendetwas passiert ist (wie ein Mini-Infarkt an einer kritischen Stelle). Du bist dadurch jetzt empfindlich. Vermutlich wird es bei jeglichem Stress schlimmer, denn Stress wirkt auf die Gefäße. Daraus kann man leicht die falschen Schlüsse ziehen.

Viele Grüße

Peter

Leupon04x9


@ Peter60

Peter, ich bitte dich nochmals, aufzuhören, mit deinen Mutmassungen den Betroffenen hier noch mehr Angst einzujagen, als sie ohnenhin schon haben bzw. Leuten, die keine oder fast keine Angst haben, bewusst welche zu machen ! Und wenn sie dann so richtig panisch sind, dann sollen sie aufhören, Brot zu essen, oder was ? Es ist unverantwortlich !

LUPO

L~up,o049


@ Esther67

Hallo Esther,

Du must natürlich selbst entscheiden, wie tief Du der Sache auf den Grund gehen willst, das hängt auch ganz davon ab, wie Du damit umgehen kannst, momentan ja noch recht "cool".

Dein Ersterlebnis (5 Sekunden Schwindel) könnte natürlich tatsächlich eine Kreislaufgeschichte gewesen sein, eine Art Kollaps. Mein Ersterlebnis war nämlich ähnlich, beim aufstehen aus der Hocke, im nachhinein wurde dies als "orthostatischer Kollaps" diagnostiziert. Nur hab ich halt aus verschiedenen Gründen total panisch reagiert und damit nahm das Unheil erst recht seinen Lauf...

Übrigens, ein Schwindeltagebuch gibt es tatsächlich, ganz offiziell und zum ausdrucken

[[http://www.schwindelambulanz-muenchen.de/html/Schwindeltagebuch.htm]]

wobei es wohl eher bei Attackenschwindel nützlich sein dürfte., aber schaden kanns eigentlich nicht.

Also, weiter die Ruhe bewahren & Alle Gute

LUPO

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