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Eigene Diskussion für phobischen Dauer­schwank­schwindel

ptetfer60


@ismael

Nun wird es langsam immer alberner.

1. Vor 20 Jahren galt es unter allen Ärzten als ausgemacht, dass Migräne eine psychosomatische Erkrankung ist. Heute sind alle Experten der Meinung: Migräne hat eine rein organische Ursache und ist mit Psychotherapie nicht zu behandeln. So schnell kann es gehen. Und das wird sich bei Schwindel vermutlich auch noch herausstellen, zu viele Menschen leiden darunter. Denn wo ist der Beweis für eine psychosomatische Erkrankung? Psychosomatische Erkrankung heißt in aller Regel doch nur: Die Ärzte haben leider nichts gefunden.

2. Mein Recht für Spekulationen ist das gleiche Recht, dass hier andere auch wahrnehmen. Eine psychosomatische Ursache bei den geballten Symptomen die man hier z. T. zu Lesen bekommt ist wirklich reine Spekulation.

3. Falsche Richtung von Medikamenten:

Medikamente haben Nebenwirkungen und zwar pro Person unterschiedlich. So kann es sein, dass ein Medikament, so sinnvoll es von der Papierform her auch aussah, bei einem Menschen zu vermehrtem Schwindel führt. Dann geht es in die falsche Richtung und ist nicht geeignet. Ist dieser Sachverhalt zu komplex? Ist dieses Argument unverständlich oder was sollten Ihre Einwände?

4. Betablocker

Viele Patienten gehen ja zu unterschiedlichen Ärzten. Manchmal ist es so, dass jemand wegen Schwindel vom HNO behandelt wird und wegen plötzlichem Herzrasen und anderen Störungen vom Internisten. Mir ist es jedenfalls oft passiert, dass die Medikamente nicht abgestimmt wurden. Deshalb kann es auch aus diesem Grund zu ungeeigneten und widerläufigen Behandlungen kommen. Ich wollte lediglich darauf hinweisen, dass Betablocker bei einigen Symptomen (Angst, Panik) wirken können, einen bestehenden Schwindel aber auch verstärken können. Das ist zu beachten. Zu unverständlich?

5. Beleidigungen

Vielleicht bleiben Sie einfach einmal sachlich und bringen einen konstruktiven Beitrag. Bislang kann ich auf dieser Seite nur erkennen, dass ich ohne Anlass beleidigt wird. Dass man bei einem Punkt auch anderer Meinung sein kann, sollte doch von allen hier zugelassen werden. In der Tat habe ich eine etwas andere Meinung als viele andere hier: Bei der Summe von schwersten körperlichen Symptomen die hier zum Teil aufgeführt werden, und von denen manche quasi über Nacht entstanden sind, glaube ich nicht an eine psychische sondern an eine organische Ursache. Einen Beweis für eine organische Ursache wurde bislang nicht gefunden, für eine psychische aber auch nicht. Was soll also die Aufregung?

p7etexr60


@erolenna

Besonders Menschenansammlungen mit viel Gedränge und Geschiebe kann ich überhaupt nicht mehr ab. Auch Lärm stört mich sehr. Bin eben schnell genervt.

Das gehörte für mich damals auch zu den schlimmsten Situationen. Samstags in Frankfurt auf der Zeil einkaufen zu gehen war stellenweise nicht mehr möglich, weil ich nur noch schwindelte, ich hatte das Gefühl als wenn das Blut aus meinem Gehirn verschwand. Außerdem war ich auch sehr schreckhaft. Sehr ruhige Straßen waren dagegen meist kein Problem.

Schon mal Procain (K.H.3) versucht? Das hat mir damals bzgl. dem Schwindel ein ganzes Stück geholfen.

Viele Grüße

Peter

Eysthe@r6x7


@ sannie

Im Liegen ist bei mir Gott sei Dank alles prima. Und was mich total erstaunt: Beim Autofahren (also ich als Beifahrer) merke ich nichts. Auch wenn mir vorher total ekelig war. Ins Auto rein, 10 Minuten gefahren, alles weg. Sehr seltsam.

So ein Lagerungsschwindel finde ich auch extra fies. Da fällt es dann doch schwer, sich zu entspannen. Ich kann mich immer noch hinhauen, Walkman auf und mit meinem Gedanken auf eine schöne Reise gehen.

So super positiv bin ich auch nicht. Manchmal nervt das nämlich ganz schön. Kann mir auch vorstellen, dass einem auf lange Sicht diese Schwindelei mächtig auf die Nerven geht und dass man manchmal einfach keinen Bock mehr hat sich mit sowas zu beschäftigen. Oder wenn einen das Umfeld mit so leichtem Mitleid anguckt. Nach dem Motto "die ärmste hat's bestimmt bloss an den Nerven"

AN ALLE, DIE SICH WEITER OBEN IN DEN HAAREN HABEN...

Es soll doch ein Forum sein, in dem man Gleichgesinnte trifft, wo man sich ein wenig Mut und Hoffnung abholen kann und aus den Geschichten anderer lernen sollte.

Aber auch ich warne vor Pseudo Doktoren. Man sollte immer klar sagen, SO habe ich es gemacht, vielleicht ist das auch eine Möglichkeit für andere. Manche Menschen, die egal von welcher Krankheit bereits über Jahre gequält werden und vielleicht keinen Ansprechpartner in ihrer Nähe haben, nehmen gut gemeinte Ratschläge oft zu ernst. Das darf man nicht unterschätzen. Es sollte immer klar sein, dass hier Betroffene rein schreiben und keine Gurus.

Idsmxael


@ peter60

Sie haben meine Einwände und Vorwürfe leider nicht entkräftet, weder durch Ihre Argumentation noch durch Einsicht. Und albern finde ich das ganz und gar nicht, wäre es so, würde ich mit Ihnen darüber lachen.

Vor 20 Jahren galt es unter allen Ärzten als ausgemacht, dass Migräne eine psychosomatische Erkrankung ist.

Und was folgern Sie daraus? Hier geht es doch nicht um Migräne.

Und das wird sich bei Schwindel vermutlich auch noch herausstellen, zu viele Menschen leiden darunter.

Weil viele Menschen darunter leiden, kann es nicht psychisch bedingt sein?

Mein Recht für Spekulationen ist das gleiche Recht, dass hier andere auch wahrnehmen.

Ich spreche hier jedem das Recht auf Spekulationen ab. Gelesen habe ich Spekulationen jedoch vornehmlich von Ihnen.

So kann es sein, dass ein Medikament, ... bei einem Menschen zu vermehrtem Schwindel führt. ... Ich wollte lediglich darauf hinweisen, dass Betablocker... einen bestehenden Schwindel aber auch verstärken können.

Das hört sich schon viel besser an.

Vielleicht bleiben Sie einfach einmal sachlich und bringen einen konstruktiven Beitrag. Bislang kann ich auf dieser Seite nur erkennen, dass ich ohne Anlass beleidigt wird. Dass man bei einem Punkt auch anderer Meinung sein kann, sollte doch von allen hier zugelassen werden.

Ich war eigentlich sehr sachlich. Eine Beleidigung Ihrer Person sehe ich von niemandem, lediglich deutlich formulierten Widerspruch.

Was mich aber besonders stört, ist die Absolutheit, mit der Sie Ihre Meinung als unverrückbare Wahrheit verkaufen, trotz erkennbar fehlender fachlicher Qualifikation. Hier wird der Spielraum der Meinungsvielfalt in diesem Forum missbraucht.

Hiermit möchte ich dieses unschöne Geplänkel beenden, weitere Argumentationen bitte per persönlicher Nachricht.

ptet+er6x0


Na, da bin ich jetzt aber froh,

... dass sich das jetzt wieder etwas beruhigt.

Aber auch ich warne vor Pseudo Doktoren. Man sollte immer klar sagen, SO habe ich es gemacht, vielleicht ist das auch eine Möglichkeit für andere. Manche Menschen, die egal von welcher Krankheit bereits über Jahre gequält werden und vielleicht keinen Ansprechpartner in ihrer Nähe haben, nehmen gut gemeinte Ratschläge oft zu ernst. Das darf man nicht unterschätzen. Es sollte immer klar sein, dass hier Betroffene rein schreiben und keine Gurus.

Unter Betroffenen sind sicherlich auch ehemals Betroffene gemeint. Denn ich vermute doch, dass der/die eine oder andere Schwindler (in) auch daran interessiert ist, nicht nur zu hören, dass man seit 3 Jahren in psychotherapeutischer Behandlung ist und dass es - z. T. auch durch die Psychopharmaka - nun etwas besser wird, sondern auch von ehemaligen Schwindlern, die nun vollständig geheilt sind, wie sie es gemacht haben.

Dies hier ist das Forum Neurologie und Neurologie heißt nicht Psychologie. Dafür gibt es ein eigenständiges Forum "Psychologie", sogar speziell mit dem Thema Panikattacken und da werde ich mich bestimmt nicht zu äußern, da ich eine andere Auffassung zum Thema habe.

Ich bin meine ganzen Beschwerden (das Schwindeln war einer der ersten Symptome die besser wurden) durch eine kohlenhydratarme Diät nach Dr. Wolfgang Lutz losgeworden (auf welche ganz nebenbei bemerkt oft auch Epilepsie und Migräne gut anschlagen) und mit dieser Aussage scheinen manche Teilnehmer hier doch ihre Schwierigkeiten zu haben, obwohl ich ja selbst auch glaube, dass sich das nicht auf jeden übertragen lässt. Wenn diese Teilnehmer glauben, dass das alles einen rein psychischen Hintergrund hat was hier so manche posten und sonst keine andere Ursache akzeptieren, dann sollen die das doch in dem Psychologie-Forum kundtun, bei Neurologie ist das m. E. fehl am Platz. Hier sollte man m. E. neurologische (also letztendlich organische) Erkrankungen diskutieren.

Viele Grüße Peter

EAsthePrx67


Ist ja prima gemeint Peter....

Aber ich weiss nicht, wo das bei mir her kommt. Und da ich nicht über detaillierte medizinische Kenntnisse verfüge, lasse ich mir persönlich alle Wege offen.

Vielleicht ist es was organisches. Vom eingeklemmten Nerv bis zum Tumor kann das ja alles sein. Doch auch die seelische Variante ziehe ich durchaus in Betracht. Manchmal befindet man sich z.B. in einer Lebenskrise und "schwankt" zwischen zwei oder mehr möglichen Varianten hin und her. Anstatt das Problem anzugehen, meldet sich der Körper.

Und Dir obliegt es bestimmt nicht, zu urteilen, ob man seine Schwindel Problem welcher Art auch immer in das Forum "Neurologie" oder bei "Psychologie" reinschreibt.

Und wenn das bei Dir mit der Ernährung geklappt hat, ist es ja umso schöner für Dich. Allerdings sicherlich kein Allheilmittel.

Und im übrigen kann Migräne sehr wohl auch psychisch/psychosomatisch bedingt sein. Solltest Du das nicht glauben, kann ich Dich gerne an meine Freundin verweisen, die jahrelang von Migräne bis fast zum Selbstmord gequält wurde.

Sie hat ihr Studium aufgegeben und eine Therapie gemacht. Heute steht sie mitten im Leben.

Und ich persönlich habe heute einen ScheissSchwindelTag :-(

L&upo0x49


@ALLE / (außer Peter60)

Es hat sich überhaupt nichts beruhigt, im Gegenteil.

Dieser Thread ist vor gut einem Jahr entstanden und heisst:

EIGENE DISKUSSION FÜR PHOBISCHEN DAUERSCHWANKSCHWINDEL

Er ist im Neurologie-Forum entstanden, weil es sich gößtenteils um neurologische Symptome handelt.

Den "Gründern" dieses Threads, und das kann man nachlesen, ging es um eine Anlaufstelle für die immer wieder gleichen Geschichten des psychogenen Schwindels, mit jahrelanger diagnostischer Odysee, immer größer werdenden Krankheitsangst und verzweifelter Suche nach Hilfe.

Ich persönlich bin in diesem Forum, weil ich mir in meiner schlimmsten Zeit geschworen habe, anderen zu helfen, sollte ich diesen "Sch....-Schwindel" jemals besiegen (...woran ich damals nicht glaubte).

Die Geschichten der Leute, die es geschafft haben, dem Teufelskreis zu entrinnen, ähneln sich sehr, genau wie die der Betroffenen. Es geht hier darum, bei negativer somatischer Befundlage und chronischer Symptomatik, die Möglichkeit einer psychogenen Ursache in Betracht zu ziehen (was nicht heisst, nie wieder zum Arzt zu gehen) und durch Angstreduzierung eine Besserung bzw. Heilung der Symptome zu erfahren.

Ich möchte davor warnen, sich von einem verbitterten Psycho-Gegner und Ernährungsfanatiker wieder neue Angst machen zu lassen und zurück in die falsche Richtung schicken zu lassen.

Der Thread wird hier in diesem Sinne weitergeführt, dafür bürge ich !

Viel Grüsse

LUPO

paetyerk6x0


@ester

Es gibt halt eine ganze Reihe neurologischer Erkrankungen, die darunter leiden, dass sie von Ärzten nicht klar diagnostiziert werden können. Das ist z. Z. einfach noch so.

[Weitere erneut am Thema Phobischer Dauerschwankschwindel vorbeigehende Erörterungen durch die Moderation gelöscht]

Viele Grüße Peter

e9rol'ennxa


Liebe Sannie,

der Schwindel war bei mir von heute auf morgen da.

Ich hatte solche Phasen früher schon immer mal, da lagen oft Jahre dazwischen. Außerdem hat der Schwindel nach spätestens 3 Wochen wieder aufgehört. Diesmal dachte ich auch, er hört wieder auf, aber leider war dem nicht so. :-(

Ich würde sonstwas dafür geben, einfach wieder "normal" zu sein.

Hast Du auch so ein komisches Gefühl der Leere über den Augen? Tritt bei mir mehr oder weniger auf. Ich gehe jetzt auch nochmal zum Augenarzt, aber ich glaube jetzt schon, dass wieder nichts dabei herauskommt!

Ich wünsche dir ein schönes Wochenende!

e7r2oleunnxa


Außerdem war ich auch sehr schreckhaft. Sehr ruhige Straßen waren dagegen meist kein Problem.

@peter

Schreckhaft bin ich auch. Wenn z. B. plötzlich jemand neben mir auftaucht oder so. Oder wenn einem Kinder vor den Füßen herumwuseln. Neulich ist ein Mofa mit entsetzlichem Lärm an mir vorbeigefahren, da hätte ich in die Luft gehen können vor Wut.

Dann erschrecke ich immer über meine Überreaktion und meine schwachen Nerven!

Es stimmt, in ruhigen Straßen, wo wenig Leute unterwegs sind, ist alles besser.

Trotzdem will ich mich heute abend mal aufs Schützenfest wagen, denn ein Stück "Normalität" will ich mir bewahren, auch wenn ich wahrscheinlich nach einer halben Stunde von dem Treiben die Nase voll habe und heim auf meine ruhige Terrasse möchte... :-)

pheterT60


@erolenna

Ja, das ist schlimm, und so habe ich das damals auch empfunden.

Deshalb meine ich, man sollte neben all den anderen Maßnahmen unbedingt an einer körperlichen Stabilisierung arbeiten. D.h.:

1. Leichtes körperliches Training, ggf. zu Hause für sich, möglichst eher in Bodennähe, um den Kreislauf anzuregen und um zu vermeiden, dass man hinschlägt. Wenn man sicherer wird, dann steigern.

2. Eine stabilisierende Ernährung. Eher so essen, wie Rambo das tun würde als wie ein zartes Model. D. h. Eher Fleisch, Fisch, Eier, Gemüse, Obst, insbesondere Lecithin-haltige Speisen (Eier, Fleisch), die günstig auf die Nervenfunktionen wirken. Speisen die den Blutzuckerspiegel zu stark schwanken lassen (Zucker, Weißmehl, alle gezuckerten Getränke) sind ungünstig. Also hauptsächlich Speisen essen, die einen niedrigen glykämischen Index haben. Nicht am Fett sparen (Lecithin ist Fett).

3. Ggf. mehr Salz, um den Blutdruck zu stabilisieren

4. Nach meiner Erfahrung sollte man sich mit Milchprodukten zurückhalten.

5. Die Vitamin-B-Zufuhr sicherstellen. Entweder durch Vitamin-Pillen oder (besser) über die obigen Lebensmittel. Fleisch, inkl. Schweinefleisch und ganz besonders Leber enthalten Unmengen an Vitamin-B. Bei allen nervlichen Störungen können B-Vitamne eine Rolle spielen. Zucker und Weißmehl sind dagegen Vitamin-B-Räuber, da zu ihrer Verarbeitung diverse B-Vitamine benötigt werden, die sie aber nicht liefern.

Speziell die erwähnten Maßnahmen rund um den glykämischen Index halte ich für wichtig. Denn sehr kohlenhydratreiche Speisen führen bei vielen Menschen zu einer sog. postprandialen Hypoglykämie und Hypoglykämien können direkt Angst- und Panikattacken auslösen. Außerdem hinterlassen sie oft einen ungünstigen Eindruck der Blutleere im Hirn und verstärken dann den Schwindel.

Viele Grüße Peter

lQucy%lexin


Melde mich zurück!

Hallo an alle,

ich möchte mich nur kurz zurückmelden. Für die Neuen: Ich habe vor über einem Jahr diese Diskussion eröffnet, lese ab und zu interessiert mit und ärgere mich mittlerweile schon, was daraus geworden ist.

Es gibt nun mal tatsächlich das Krankheitsbild des "phobischen Dauerschwankschwindels" und "phobisch" bedeutet, dass dieser Schwindel etwas mit Angst zu tun hat. Was nun zuerst da war, Angst oder Schwindel, und wie jeder einzelne die Angst und damit den Schwindel überwindet, ist sicher nicht leicht zu klären. Mir ging es ursprünglich darum, Menschen mit ähnlichem Leidensweg und ähnlicher Diagnose zu unterstützen.

@ Peter:

Natürlich ist das hier ein neurologisches Thema: Mir zumindest wurde meine Krankheit in der Münchner Schwindelambulanz von einem Neurologen erklärt. Psychische Stressoren können Stoffwechselstörungen im Gehirn verursachen, Angst ist ein solcher Stressor. Antidepressive können (!) helfen, die Disbalance zu beheben, die Angst nimmt ab, damit die dauernde ängstliche Selbstbeobachtung, die den Schwindel am Leben erhält, irgendwann ist einem der Schwindel egal und dann verschwindet er auch...

Natürlich braucht man einige Monate nach Schwindelbeginn, bis man bei allen Ärzten und möglichst auch in einer Schwindelambulanz war, dann benötigt es sicher auch noch einige Wochen, bis man die negativen körperlichen Befunde akzeptiert und auf weitere Untersuchungen verzichtet (die nur Zeit und Nerven rauben), aber dann findet mancher vielleicht diese Diskussion und fühlt sich zum ersten Mal verstanden und unter "Seinesgleichen". Und er kann lesen, dass er nicht ein Leben lang unter Schwindel leiden muss. Dafür war diese Diskussion gedacht und ich danke vor allem Lupo dafür, dass er bereit ist, für diese ursprüngliche Idee zu kämpfen.

Herzliche Grüße an alle ehemaligen und aktuellen Schwindler. Weiterhin gilt: Alles wird gut, niemals den Mut verlieren, Schwindel ist heilbar!

p9eGter60


@lucylein

Wie schon öfter beschrieben, ich will gar nicht bestreiten, dass es das gibt was Du schreibst.

Ich bin lediglich gegen eine zu schnelle Diagnose der Art: Ärzte haben nichts gefunden, also ist es psychisch bedingt.

Ferner: Auch ich litt unter phobischem Schwankschwindel (insbesondere bei größeren Menschenmengen). Bei mir war die Ursache ausschließlich organischer Art, obwohl auch kein Arzt etwas gefunden hat. Insoweit ist phobisch nur eine Beschreibung der Symptome, nicht aber der Ursache.

Schließlich: Wie ich schon häufiger hier geschrieben habe: Ich halte die Tatsache, dass Psychopharmaka oder Betablocker zu einer Besserung führen, für keinen Beleg einer psychosomatischen Erkrankung. Auch Migräne wird häufig mit Betablockern behandelt und dies ist nach einhelliger Auffassung der Medizin eine organische Erkrankung.

Nach meiner Meinung werden viele dieser Symptome auch durch falsche Ernährung begünstigt bzw. sogar herbeigeführt.

[am Thema völlig vorbeigehende Erörterungen durch die Moderation gelöscht]

Ich erwähne das deshalb, weil ich zwar jahrzehntelang unter schwerster Migräne litt, sich bei mir aber der Schwindel erst einstellte, als ich mich entschloss, die Psychotherapie gegen Migräne wegen Erfolgslosigkeit einzustellen und es stattdessen mit Diäten zu versuchen. Da man damals insbesondere fettarme und fleischarme Diäten mit viel Vollkorn für gesund hielt, ging mein erster Versuch (über 3 Jahre) in diese Richtung. Während der Durchführung der Diät stellte sich dann vielleicht nach einem Jahr der Schwindel ein, zunächst nicht besonders gravierend, mit der Zeit aber kritisch, so dass ich befürchtete, bald nicht mehr arbeitsfähig zu sein.

Ich denke deshalb, das ganze Geschehen rund um den Schwindel ist so komplex, dass ich immer nur darauf hinweisen kann, nicht zu einseitig irgendetwas zu vermuten. Es können ganz einfach körperliche Vorgänge eine Rolle spielen, an die man im Leben nie gedacht hätte. Gerade die direkte Verschlimmerung bei Stress und belastenden Situationen führt oft zu der vorschnellen Annahme, dass es sich um eine psychisch bedingte Erkrankung handelt, obwohl bekannt ist, dass auch jede organische Erkrankung (selbst Schnupfen) ungünstig auf Stress reagiert.

Ich musste halt in meinem Leben die wundersame Erfahrung machen, dass meine Psyche doch nicht so autonom und wichtig ist, wie ich das mal gedacht hatte, sondern dass sie eigentlich maßgeblich von körperlichen Vorgängen, die mir nicht transparent waren, regiert wird.

Eigentlich hätte mir das klar sein müssen, denn starker Alkoholkonsum oder gar Drogen (aber auch Psychopharmaka) zeigen ja ganz klar, wie stark der Körper die Psyche regiert. Dass Zucker und zum großen Teil eben auch Stärke ähnlich fatale Wirkungen mit Suchtcharakter, Depressionen und Unmengen von Folgesymptomen haben können, war mir aber damals absolut nicht bewusst.

Viele Grüße Peter

pQetexr60


MKPS

Leider wurden Teile eines Beitrags von mir, in welchem ich auf das Mitralklappenprolaps-Syndrom (MKPS) hinwies wegen nicht zum Thema gehörend gelöscht.

Hier noch einmal der Link, damit sich interessierte Leser/Leserinnen selbst ein Bild machen können, ob diese Symptome in irgendeiner Weise auf sie zutreffen oder nicht:

[[http://www.mitral.de]]

E%stherx67


@ lucylein

Ich habe mir alles sehr aufmerksam durchgelesen. Bin noch nicht solange Mitglied im Schwindelverein. Am liebsten lese ich den Satz "Schwindel ist heilbar".

Bist Du denn wieder ganz fit ?

Ich hoffe, dass sich hier noch ein paar Betroffene melden. Einfach, um mal zu hören, wie es anderen so ergeht. Ich denke auch, dass es zum Teil mit dem Erleben von Stress erzeugenden und Angst machenden Dingen zu tun hat. Wenn ich zu Hause in meiner vertrauten Umgebung bin, geht alles so halbwegs. Gestern war kein guter Tag. Gegen Abend wurde es dann immer schlimmer. Als dann noch ein Anruf von einer Freundin aus dem Ausland kam, war's aus. Schwindel, Übelkeit, Schweissausbrüche. Habe mich gefühlt wie beim meiner mündlichen Abi Prüfung. Es kam so richtig in Wallungen über mich. Fies.

Nach ein paar Entspannungsübungen wurde es besser.

Habe mir dann noch die fette Tüte Chips gegönnt;) Also ganz im Widerspruch zu Peters Ernährungstheorie. Nichts für Ungut. Aber Leute mit erhobenem Zeigefinger, die nur ihre Meinung gelten lassen, habe ich schon genung um mich rum.

Heute war es eigentlich ganz okay. Nachdem ich heute morgen erst einmal ne kräftige Runde geheult habe. Gelegentlich übermannt einen doch das Selbstmitleid ;-)

Ich wünsche allen einen entspannten Abend.

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