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Hws-Protrusion und Folgesymptome

I~na xW. hat die Diskussion gestartet


Bei mir wurde im letzten Jahr eine Protrusion diagnostiziert und vorletzte Woche war ich endlich beim Neurologen, der nach einem CT meinte, das wäre aber nicht so schlimm, dass sich daraus meine Symptome erklären würden.

Meine Symptome sind Schwindel, Kribbeln bis leichter Schmerz in den Armen und Fingern (kleiner Finger, Ringfinger rechts u. links), das Gefühl von Herzrasen, das Gefühl kaum Luft zu bekommen, Magendruck, Schmerzen/Stiche im Schulterblattbereich und mit allem verbunden ein Angstgefühl.

Nun wurden die Nerven an den Armen und Füßen durchgemessen, aber ich kenne das Ergebnis noch nicht, denn den nächsten Termin habe ich erst übermorgen. Ich habe aber leider nicht die Hoffnung, dass dabei was raus kommen wird, was mir hilft, denn bei meinem ersten Termin meinte der Arzt nur, ich müsse Sport treiben, damit die Muskulatur aufgebaut wird. meine anderen Symptome und Ängste hat er bisher gar nicht wirklich ernst genommen.

Meine Frage an Euch ist nun, kennt Ihr auch diese Symptome und können die mit der Wirbelsäule zusammenhängen oder habe ich da wirklich hypochondrische Züge?

Danke schon jetzt für Eure Antworten.

LG Ina

Antworten
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Deine Beschwerde-Symptomatik, die du aufgezählt hast, spricht für Beschwerden, die von der HWS kommen.

Bei Reizungen des Sympathicus-Nervs kommt es zu Streßreaktionen wie Herzrasen, Sodbrennen und Bluthochdruck. Die Gehirngefäße verengen sich bis zu 80%, Kopfschmerzen und Migräne werden häufig durch die instabile Halswirbelsäule ausgelöst.

Du siehst ,auch das Herzrasen kann man der HWS zuordnen.

Natürlich sollte man es aber mit einen Internisten abklären. Der kann dann einen Befund erstellen.

Die hast sicher keine hypochondrische Züge. Physiotherapien und vor allen, diese Übungen auch zuhause machen, wäre eine dolle Hilfe.

Was besonders gut hilft und wenn keine Therapie anspricht, ist die computergesteuerte Infiltration in die HWS.

[[http://www.opraxis.de/fileadmin/PDF/info_PRT.pdf]]

gute besserung wünscht dir elvis

g6eor}gcia0x7


ich erkenne mich wieder

viele Deiner Symptome habe / hatte ich auch, wie z.B. die tauben ring und kleinen Finger , Schmerzen und Kribbeln im Arm, ein MRT hat ergeben, daß ich auch Vorwölbungen der BS habe, auch durch eine Steilstellung der HWS. Die Radiologin konnte mir sofort sagen, daß ich links mehr Probleme haben müßte und genau so ist es.

Also ich meine, daß es durchaus vom Rücken kommen kann.

Alles Liebe

Georgia

PS Warum ein Ergebnis von der Nervenmessung so lange dauert, verstehe ich nicht. Bei mir hat das die Assistentin gemacht und die Ärztin hat mir dann direkt gesagt, daß hier nichts auffällig ist

I+n(ar W.


Danke

Danke schön für eure Antworten, das baut doch wieder etwas auf. Gerade heute habe ich wieder heftige Beschwerden.

Das mit der Messung dauert so lange, weil gleich nach der Messung kein Gesprächstermin mehr frei war, aber ich werde hoffentlich doch übermorgen mehr erfahren und auch eine vernünftige Therapie bekommen. Nur die Aussage, ich müsste Sport treiben, hilft mir nämlich nicht sofort.

Drückt die Daumen, dass der Arzt wirklich gleich hilft.

LG Ina

t'he8-ca[ver


Hallo Ina,

Bandscheibenprotrusionen sind an und für sich *nichts* krankhaftes, die bekommt praktisch jeder Mensch im Lauf des Lebens. Krankheitswert haben sie nur dann, wenn sie so ungünstig liegen, dass sie auf Nervenwurzeln drücken - ob das der Fall ist, kann Dir die Neurologin sagen. Deine Schmerzschilderung würde in etwa zu einer Protrusion C7/T1 mit Bedrängung der Nervenwurzel C8 passen.

Der Zusammenhang mit Deinen anderen Symptomen, den Elvis hergestellt hat, ist rein spekulativ und nicht sehr wahrscheinlich, da es in Höhe der HWS keine sympathischen Nervengeflechte im Wirbelkanal gibt. Dafür müsste schon eine direkte Bedrängung des Rückenmarks vorliegen, was bei einer reinen Protrusion sehr selten der Fall ist (würde die Neurologin auch erkennen). Auch für einen Zusammenhang zwischen Migräne und HWS-Schäden ließ sich übrigens in Studien nie ein Beleg finden.

Die vorgeschlagene periradikuläre Infiltrationstherapie bringt natürlich auch nur dann etwas, wenn tatsächlich eine Nervenwurzel bedrängt ist, dann kann das mittelfristig durchaus sinnvoll sein.

Ansonsten fürchte ich, Du machst einen kleinen Denkfehler, wenn Du Dir sofortige Hilfe erhoffst: Kurzfristige Lösungen für langfristige Schmerzprobleme (du hast das ja seit mindestens einem Jahr) gibt es erfahrungsgemäß eher selten. Aber das hängt natürlich davon ab, ob sich eine klare Schmerzursache finden lässt oder ob es sich um einen unspezifischen Schmerz handelt. Aber rechne auf jeden Fall damit, dass der weitere Verlauf entscheidend davon abhängt, was Du selber tust!

Grüße

L\upoJ049


und mit allem verbunden ein Angstgefühl.

Angst an sich könnte auch umgekehrt für einen Grossteil Deiner Symptome verantwortlich sein, inkl. chronischer An- bzw. Verspannung.

Auch in diesem Falle wäre eine spontane Heilung eher unwahrscheinlich, aber zumindest könntest Du mit kleinen Scritten in die richtige Richtung gehen.

Alles Gute & Grüsse

Lupo

eIlvis =30x00


Soweit schließe ich mich schon the-caver in seiner fachkundigen Aussage an.

aber:

Ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen, dass sich Neurologen auch irren können. Wurde da nur ein CT gemacht oder sind MRI Aufnahmen zuzüglich gemacht worden?

Ich würde von deiner Seite eher bei einen Neurochirurgen vorsprechen,der voll gut in der HWS Diagnostik drauf ist und dir die richtige Therapie verordnet.

Bei mir hat ein Neurologe eine cervikale Myelopathie mit 70 prozentiger Bedrängung des Rückenmarks übersehen.

[[http://www.neuro24.de/myelopathie.htm]]

Es wurde seitens eines Neurochirgen eine Notoperation eingeleitet. Er sagte nach der Op zu mir, dass es 1 Minute vor zwölf war, sonst hätte mir der Rollstuhl gedroht.

Der Neurochirurg hat übrigens den schweren HWS Schaden auf den MRI sofort erkannt. Heute geht es mir wesentlich besser, natürlich mache ich Gymnastik um die Muskulatur zu stärken.

Das Gleichgewicht fand ich auch wieder.

Das fällt gottseidank bei deiner Schmerzsymptomatik weg.

Hat dein Arzt es schon mal mit einer Neuraltherapie versucht?

Kennst du Akupunktmassage?

Wirst sehen,wenn dir der Druck in der HWS genommen wird, geht es dir von tag zu tag besser.

Ich wünsche dir einen einfühlsamen Arzt und einen dollen Therapeuten und dann geht nur mehr aufwärts.

Gute Besserung

elvis

p.s wohnst du zufällig in der nähe von tirol?

@:) kopf hoch

I&nay W.


sofortige Hilfe

Unter sofortiger Hilfe würde ich mir natürlich ein Verschwinden des Schmerzes wünschen, aber mir ist klar, das das nicht wirklich möglich ist. Es reicht mir eigentlich schon ernst genommen zu werden und nicht nur die lapidare Aussage: " Sie müssen Sport treiben, dann geht das wieder weg."

Ein MRT wurde letztes Jahr gemacht und jetzt beim Neurologen ein CT. Eine Neuraltherapie wäre natürlich auch klasse.

Und einfach der Aufbau der Psyche, die in den letzten 2 Jahren besonders gelitten hat (Hausverkauf, Umzug in ein kleineres Haus, ständig Theater mit der Schwiegermutter, Sorge um Ausbildung der Kinder, Tod von 2 guten Bekannten in jungem Alter) wäre mir schon sehr wichtig. Die angeschlagene Psyche trägt bestimmt zu den Beschwerden bei und das Tragen von Kisten beim Umzug hat die Wirbelsäule bestimmt auch nicht gerade aufgebaut.

Mal sehen was er morgen so sagt.

Ich bin auf jeden Fall schon einmal dankbar, dass es anderen ähnlich geht und die Symptome nicht ganz abwegig sind, bezügl. der Wirbelsäule.

Lieben Dank Euch allen

Ina

Icna JW.


Nun will ich Euch noch mal kurz berichten, was der Neurologe gesagt hat. Er hat mir mitgeteilt, dass neurologisch bei mir alles ok wäre, aber ich hätte ein Erschöpfungssyndrom mit depressiven Phasen und er hat mir erst einmal ein Antidepressivum gegeben. Die Rückenschmerzen sind mir aber geblieben und da habe ich mir heute von meinem Hausarzt noch einmal KG aufschreiben lassen in der Hoffnung, dass es etwas hilft.

Außerdem habe ich noch eine Adresse für eine Psychotherapie bekommen, wo ich leider erst nächste Woche telefonisch einen Termin machen kann.

Ich danke auf jeden Fall für Eure Tips und Unterstützung.

LG

jtexru


Hallo Ina W., hast du immer noch die Beschwerden? Ich habe auch seit einer woche extremen Schwindel mal weniger mal mehr dazu kommen Herzrasen und Übelkeit. Neurologisch wurde ich untersucht MRT CT aber ohne Diagnose. Herz ist ok und alle Venen zum Gehirn ok. Keiner kann mir sagen was ich wirklich habe. Wie geht es Dir inzwischen und was hast du gemacht.?? Jeru

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