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Kopfschmerzen, Schwindel, Engegefühl

hWolgeXr83 hat die Diskussion gestartet


Bin schon seit einier Zeit in medizinischen Foren am Recherchieren und habe auch schon einiges gelesen. Dennoch will ich Euch nochmal befragen, ob ihr eine Ahnung habt.

Alter knapp 25 Jahre, ca. 72 kg bei 1,78 m Größe, relativ sportlich (Joggen, Fitness-Studio, Crossradfahren), beruflich ausschließlich am Computer tätig

Vorne weg: Meine Beschwerden habe ich jetzt seit ca. einem halben Jahr: Ein starkes Engegefühl im Brustkorb, das mich glauben lässt, nur sehr schlecht Luft zu bekommen. Schwankschwindel beim Gehen (unsicheres Gehen, fühle mich manchmal als wenn ich gleich umfiele). Und häufig Kopfschmerzen, besonders in der rechten Schläfengegend. Abends im Bett habe ich auch manchmal ein Piepen auf dem Ohr. Auch ein Druck auf dem rechten Ohr habe ich. Konnte den aber durch das Nehmen von Tebonin schon ganz gut in den Griff bekommen. Alle Beschwerden treten mal stärker und mal schwächer auf.

Bevor ich meine Vermutung sagen möchte, schildere ich Euch den zeitlichen Verlauf so kurz es geht:

Ende Juli 2007

Ich vermutete einen Zusammenhang mit meinem Herzen, weil ich einen starken, schnellen, für mich bedrohlichen Herzschlag spürte (Engegefühl in der Brust). Also ging ich zum Hausarzt. Blutprobe ohne Befund, sogar gute Werte (Werte habe ich vorliegen falls es Ihnen hilft), Langzeit-EKG: eher langsamer Herzschlag, ohne Befund. Ich sollte zur weiteren Abklärung entweder zum Kardiologen oder zum Orthopäden. Ich entschied mich für den Kardiologen, weil ich einfach nicht glauben wollte, dass es nicht was mit dem Herzen zu tun hätte. Termin beim Kardiologen: Januar 2008 (!). Anstatt einen Termin bei einem anderen Kardiologen zu machen, hoffte ich darauf, dass die Beschwerden von alleine gehen würden. Doch die Beschwerden gingen nicht weg und waren bzw. sind besonders schlimm, wenn ich am Wochenende Alkohol getrunken hatte. Inzwischen pausiere ich seit Ende Oktober mit dem Alkohol. Doch keine Besserung. Nur halt nicht mehr so ganz extreme Beschwerden.

Ende Oktober 2007

Sonntagabends (am Tag nach einer Party) in die Notaufnahme. Wieder Schwindel, Engegefühl, Kopfschmerz. In den nächsten zwei Tagen wurde dann im Krankenhaus folgendes gemacht: Blut- und Urinprobe, Langzeit-EKG und -Blutdruckmessung, Oberkörper würde geröncht, Herzultraschall und Herzausmessung, Blutdruck- und Pulsmessung stehend/liegend, Schilddrüsenultraschall, Belastungs-EKG. Beim Belastungs-EKG kam als Befund eine hypertensive Entgleisung raus. Seitdem nehme ich morgens eine halbe Tablette Bisoprolol 5 mg ein. Sonst keine weiteren Befunde.

Nachdem ich aus dem Krankenhaus entlassen wurde, konnte ich bei einem Kardiologen ein paar Tage später einen Not-Termin bekommen. Rat: weiterhin Tabletten nehmen und über autogenes Training, Stressbewältigung nachdenken bzw. Psychologen aufsuchen.

November 2007

Ich wollte das mit dem Psychologen ehrlich gesagt nicht wahr haben. Dachte: das kann mir doch nicht passieren. Also machte ich einen Termin beim Sportmediziner/Chiropraktiker. Der hat mir Kopf bzw. Hals und Rücken eingerenkt und meinte ich solle mehr Rückenmuskulatur und Halsmuskulatur aufbauen. Nach dem Einrenken gings mir super. Am Tag danach hatte ich einen Termin beim Hausarzt und habe freudig berichtet wie gut es mir geht. Belastungs-EKG gemacht. Hausarzt meinte zu einer so hohen Belastungsstufe hätte es bisher keiner geschafft. Mit anderen Worten: gute Werte. Dennoch soll ich weiterhin Bisoprolol nehmen um mit etwa 40 Jahren und später Blutdruckprobleme zu minimieren.

Mitte November 2007

Wieder Beschwerden. Durch einen Tipp ging ich zu einem Ostheopathen. Gründliche Untersuchung: erste linke Rippe hängt zu hoch, schräge

Kieferstellung, festes Iliosacralgelenk, Leber war im Brustkorb verschoben, stellenweise Rücken eingerenkt. Behandlung hat keine Verbesserung

meines Gesundheitszustandes gebracht. Auch durch den inzwischen zweiten Termin wurde keine Verbesserung erzielt.

Dezember 2007

Auch den Augenarzt habe ich besucht. Befund: gutes Sehen, keine Brille notwendig, Beschwerden kommen nicht vom Auge. Also ging ich wieder zum Hausarzt und habe mir eine Überweisung für eine Kopf-MRT geben lassen. Diese wurde gestern gemacht. Befund: unauffälliges MRT, kein Nachweis einer Raumforderung (Raumforderung? - wenn ich den Befund richtig entziffere, ;-) ). Hinterher hatte ich noch einen Termin beim HNO. Befund: Beschwerden haben nichts mit dem Ohr zu tun.

Das war es bis jetzt. Zusammengefasst weiß ich jetzt, was es nicht ist. Aber halt auch nicht was es ist. Und nach diesen ganzen Terminen und der Zeit hänge ich ziemlich in der Luft und weiß nicht mehr weiter. Habe jetzt beim vierten Psychotherapeuten endlich einen Termin bekommen.

Aber leider erst Ende Januar 2008. Auch für eine neuronale Durchmessung beim Neurologen habe ich erst Anfang nächsten Jahres einen Termin.

Jetzt möchte ich meine Vermutungen aussprechen. Vermutung eins: Ende Mai/Anfang Juni 2007 war ich fünf Tage beim Rock am Ring. Die kurzfristige Planung und Anreise war sehr stressig. Rock am Ring waren Tage mit viel Lärm, viel Alkohol, nicht gerade gutem Essen und wenig Schlaf. Zwischendurch traten die oben beschriebenen Beschwerden auf. Bin mir aber nicht sicher, ob sie da zum ersten Mal überhaupt aufgetreten sind. Jedenfalls konnte man dort nicht entspannen (keine Ruhe finden trotz Ohrstöpsel), weil halt auf dem ganzen Gelände (auch Zeltplatz) 24 Stunden lang Lärm war. Eventuell eine Verspannung aufgrund der schlechten Isomatte/ schlechten Feldbetts, die jetzt irgendwas blockiert. Vermutung zwei: bei einer Übung im Fitness-Studio knackte mein Brustbein. Vermutung drei: Anfang des Jahres war ich erkältet mit Schnupfen und nicht besonders starkem Husten. Vielleicht habe ich mir nicht genügend Zeit zum Auskurieren genommen. Vermutung vier: Stress bei der Arbeit. Entweder kaum zu tun oder Überlastung. Unzufriedenheit. Burn bzw. Boar out? Vermutung fünf: Borreliose. Vermutung sechs: Histamin-Intoleranz.

Heute sind meine Beschwerden wieder extrem. Besonders die gefühlte Atemnot und das Engegefühl im Hals/in der Brust, starker Schwindel. Da ich gestern auf einer Weihnachtsfeier war und nach langer Zeit auch wieder viel Alkohol getrunken habe, wollte ich wissen, ob es zwischen den Beschwerden und dem Alkoholkonsum eine Verbindung gibt.

Ich werde natürlich alles Tests machen lassen, um ausschließen zu können. Aber vielleicht hat jemand von schon so was Ähnliches gehabt und kann mir da helfen...

Vielen Dank!

Antworten
j#ennNifexr26b


Hallo holger,

du leidest zu 100% an einer generalisierten angststörung.geb mal bei google angststörung-test ein,dann wirst du deine beschwerden erkennen.bei alkohol verschlimmert sich alles um ein vielfaches.ich leide seit einem halben jahr unter deinen symptomen,bin 26.

hTolg{er8x3


@ jennifer26b:

Danke für Deine Antwort. Bist Du in Behandlung bei einem Pyschotherapeuten? Und wenn - hat es Dir was gebracht bzw. hast Du vielleicht Tipps für mich um die Symptome zu lindern? Mein Termin beim Therapeuten ist erst Ende Januar.

Gruß, Holger

j[en4nifer726xb


hallo holger,

wichtig ist,daß du dich damit abfindest,daß du organisch nichts hast.es sind wie du schreibst gefühle,die saugemein und beängstigend sind.ich mache die therapie seit einem viertel jahr,du lernst mit der krankheit umzugehen und deine ängste zu überwinden.therapiedauer geht ca.1-2jahre.wie bei dir kam bei mir die störung letztendlich durch überforderung im beruf,viel koffein,nikotin,alkohol auch mal ein glas zuviel.das ist bei mir vorbei.kein koffein,kein nikotin,wenig alkohol.durch alk wird alles schlimmer.warum erklärt dir der therapeut.halte dich viel draußen auf,viel sport wegen des serotonins,das ist ein glückshormon,kauf dir ne meditations cd und erstmal hände weg on antidepressiva.es ist ein langer weg den du stück für stück gehen musst.ich habs mir leider auch selbst eingebrockt,weil alles too much war.

h!olglexr83


OK, danke für die schnelle Antwort. Hört sich natürlich jetzt erstmal heftig an. Hoffentlich klappts dann mit der Therapie...

jReOnnHifner26b


informiere dich darüber was du hast,je schneller du mit der therapie anfängst umso besser.mein therapeut sagt 2 jahre muß ich rechnen bis die symptome voll abklingen.muß mich leider auch glaub damit abfinden.kannst immer schreiben,falls du hilfe brauchst und versuche so wenig wie möglich an streß aufzunehmen.

jhennifuer26xb


p.s.ich habe rausgefunden,daß ich keinen schnaps und keinen wein mehr trinken kann,hab dann am nächsten tag krankenhausreife symptome.bier ist ab und zu ganz gut,wegen dem enthaltenen hopfen-beruhigt. |-o

hDolgCer8]3


Das hört sich ja ziemlich sche**e an :(v . Keine Kurzen mehr trinken ??? Obwohl wenn ich ehrlich bin ist es wohl das Beste. Denn wenn ich was trinken gegangen bin seitdem ich die Beschwerden habe war ich mindestens zwei Tage hinüber. Also erstmal alles ein wenig ruhiger angehen lassen...

jvenniYfexr26b


so isses,also bei mir ist es auch dann die nächsten 2 tagen kein kater gefühl,sondern herzrasen,gefühl von herzaussetzer,starker schwindel,bin dann froh wenns dunkel wird und ich auch schlafen kann.bist du raucher?hattest du in deiner familie in den letzten jahren einen schweren verlust oder warst krank.die panikattacken kommen nämlich nicht einfach mal so...

hFolgexr83


nein kein schweren verlust gehabt. auch krank war ich bisher nicht. war die letzten paar jahre nicht beim arzt. nie probleme gehabt. bin auch nichtraucher. kann mir eher vorstellen, dass es berufliche/partnerschaftliche probleme sind... muss ich dann in der therapie klären.

dieser schwindel nervt total. besonders auch beim sport. joggen und fitness macht so keinen spaß mehr.

wenn ich getrunken habe kann ich auch sehr schlecht schlafen. mehr als 2-3 stunden sind dann nicht drin. und morgens steh ich dann völlig gerädert und platt auf.

bist du krank geschrieben worden oder bist beruflich etwas kürzer getreten?

danke für deine antworten. schön zu merken, dass man nicht der einzige ist mit solchen problemen.

jFen<nifetr26b


ja,ich war im aussendienst tätig und hatte eben meine erste panikattacke im auto.es war mir nicht mehr möglich den job auszuüben-burn out-seit juli.berufliche überforderung,hat mein körper nicht mehr gepackt den job.mein chef hat mich daraufhin gekündigt und beziehe seither krankengeld.ich such mir im neuen jahr was auf teilzeit und ruhiger,ich hab daraus gelernt,was ich nicht mehr darf und was ich darf.es gibt ein sehr gutes buch von b.pelzer heißt das ANGST-SCHEMA sind hilfreiche tips und viele fallbeispiele drin.

lg

hoolgfer83


danke für den buchtipp. werd mir das mal ansehen. echt schon nervig an weihnachten bei den verwandten zu sitzen bzw. auf eine party zu gehen und nichts trinken zu können... vielleicht werde ich doch noch einen tag was trinken, obwohl ich ja weiß, dass es mir hinterher schlecht geht. mal sehen

jGencnifAer2x6b


hatte gestern auch besuch die haben schön alle viel rotwein trinken önnen,ich hingegen 3 weizen in 6 stunden.is scheiße aber besser so für mich.bin gespannt wie es dir morgen geht. {:(

o"hrm/aennachexn


Schwindel

Sag mal Holger warum nimmst Du Bisoprolol, das ist doch ein

Blutdrucksenker? Du schreibst das Du sehr Sportlich bist.

das ohrmaennchen

GSesu_cxa


hab ähnliche symptome

hallo! Ich wollte nur von mir erzählen, hab ähnliche Probleme mit Engegefühl in der Brust, nicht mehr richtig atmen können, einschlaf- und Durchschlafprobleme, Schwindel, Hitze im Kopf, teils aggressives Verhalten gehabt. Bin 43 und Nichtraucher und Nichttrinker. Bei mir ist es wohl das selbe, hatte im März eine schwere OP und habe auch Folgeschäden die mich beruflich und persönlich belasten (linker Schlucknerv und linker Stimmbandnerv gelähmt - leise heisere Stimme) und dazu vor allem berufliche Probleme (bin vor meiner Krankheit gekündigt worden und seither noch keine neue Arbeit gefunden. Fühlte mich auch größtenteils schwach, depressiv und nicht zum arbeiten fähig. Dazu kommt daß meine 5jährige Tochter das wohl spürt und seither nur an mir hängt und mich mit Fragen überhäuft zum Thema Sterben und Krankheiten. All das hat mich ziemlich beschäftigt und mitgenommen so daß o.g. Beschwerden dazukamen. Hatte mehrmals eine Bluthochdruck-Entgleisung, wurde auch ins KH eingewiesen und erst als mir mehrere Ärzte unabhängig voneinander sagten daß das wohl psychisch wäre, hab ich mich um einen Termin beim Psychologen gekümmert. War zwar erst 1x dort zur Anamnese aber das hat mir schon unheimlich geholfen, einfach auch zu wissen : es ist nix körperliches (hatte seit meiner OP immer Angst das noch was schlimmes kommt) sondern wir arbeiten das jetzt einfach ab beim Psychologen.

Ich kann Dir nur dazu raten, dir auch psychologische Hilfe zu holen, dann wie Du erzählst hast Du wohl private und berufl. Streß oder Probleme und wenn Du schon "körperlich" reagierst dann laß Dir helfen. Das hat auch nix mit verrückt sein zu tun, sondern grob gesagt auch mit einer Art Blockaden lösen und das ist einfach befreiend. Also - nicht den Mut verlieren und vorallem - Du bist nicht allein mit diesem Problem!!! Das schaffst Du schon ! Alles Gute!

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