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Nach Absetzen von Paroxetin

mf3x4 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich habe im Jahre 2002 Paroxetin verschrieben bekommen. Im Sommer 2007 habe ich es erfolgreich absetzen können. Aber nun kommen die gleichen Beschwerden wieder zurück: Panikattacken, Muskelzuckungen, Angst vor Krebs, Todesängste usw.

Während der 5 Jahre habe ich 20kg zugenommen, Libido war auf null und ich war sehr oft müde. Aber ich hatte keine Ängste oder Zwangsvorstellungen.

Heute morgen habe ich erstmal 5mg Paroxetin genommen. Ich überlege aber, ob es nicht besser wäre Fluoxetin auszuprobieren. Unterscheiden sie sich sehr in Ihrer Wirkung? Fluoxetin soll ja leistungssteigernd sein und eher abnehmen lassen. Wieso dann also Paroxetin? Kann es sein, dass während mir Paroxetin hilft, Fluoextin dies nicht tut?

Ist es normal, dass die Beschwerden, die man vor der Medikamenteneinnahme hatte nach dem Absetzen wieder auftreten?

Vielen Dank im Voraus

M34

Antworten
l.iYllexsol


Hallo!

Ja das kann sein! Ich würde jetzt nicht wieder anfangen etwas zu nehmen!

Tatsächlich nimmt man unter Paro stark zu und Fluo hilft beim Abnehmen!

Ich hab Fluo vor einen Monat abgesetzt und es geht mir soweit gut. Such mal sobald es geht einen Neurologen auf und fange nicht einfach wieder mit den Tabletten an!!

Ltupo-049


Ist es normal, dass die Beschwerden, die man vor der Medikamenteneinnahme hatte nach dem Absetzen wieder auftreten?

Na klar ist das normal.

Diese Tabletten haben ja keine heilende Wirkung auf die eigentliche Krankheit oder Störung sebst. Wenn man also keine weiteren therapeutischen Massnahmen ergreift, bleibt in der Regel die positive Wirkung des Medikaments eben auf die Zeit der Einnahme begrenzt.

Unerwünschte Nebenwirkungen haben alle Antidepressiva und das kann auch von Mensch zu Mensch verschieden ausfallen.

Du solltest mit Deinem Arzt sprechen und zwar nicht nur über die zukünftige Medikation, sondern auch über therapeutische Möglichkeiten.

Viele Grüsse

Lupo

m<3x4


Nee, therapeutische Maßnahme halte ich für unnötig. Bei mir ist das Problem, dass ich die Angst vorm Tod nicht verdrängen kann. Jedes kleinste Symptom führt somit zur Todesangst begleitet mit Panikattacken. Ich meine, was will der Psychologe sagen? Das jeder sterben wird und ich mich damit abfinden soll? Sicher, das weiß ich. Und ich sollte mich damit abpfinden; es funktioniert nur nicht. Man kann das auch mit einem Herzinfarkt vergleichen. Da muss man auch täglich ein Medikament nehmen oder bei Diabetes. Rückgängig machen ist da nicht möglich. Wie will man etwas Bewusstes wieder zum Verdrängen bringen? Vor allem dann, wenn man jederzeit mit Krankheiten in Familie usw. in Verbindung kommen kann?

Ich hatte mit 18 Jahren eine Psychotherapie gemacht. Der Psychologe bestand auf eine Therapie ohne Medikament. Es vergingen 18 Monate. Es wurde von Tag zu Tag schlimmer. Am Ende meinte er, er könne nichts mehr tun, ich helfe ihm nicht; bei mir könne nur noch eine stationäre Behandlung helfen.

Es gibt sicher psychische Störungen, wo ein Psychologe helfen kann. Aber nicht bei dieser. Dies wissentlich mich zum Versuchsobjekt eines Psychologen zu machen möchte ich nicht.

G8ras)-Haxlm


Todesangst mit Panikattacken ist ein häufiges Therapiethema - und wird häufig auch erfolgreich therapiert. Aber es ist natürlich deine eigene Entscheidung.

Es geht in der Therapie auch nicht darum, etwas zu verdrängen - sondern besser damit umgehen zu können. Klar sterben wir alle irgendwann mal. Aber die meisten Menschen haben nicht täglich Panikattacken, weil sie denken, es passiert jetzt gleich.

Auch eine gescheiterte Therapie ist kein Grund, anzunehmen, dass alle zukünftigen Therapien auch scheitern werden.

Naja, du kannst natürlich auch auf ewig weiter Tabletten nehmen - oder aber weiter Panikattacken ertragen..

überleg dir mal, was du zu verlieren hast, wenn du nochmal eine Therapie anfängst..mir fällt da auf Anhieb nämlich nichts ein...

mv34


Hallo nochmal,

ich würde gerne nochmal generell was erfahren.

also nach 4 Monaten ohne Paroxetin gehts mir wieder so wie vor 5 Jahren. Aus diesem Grund habe ich es vorgestern wieder angefangen (10mg); eigentlich wollte ich erst 5mg wie oben geschrieben, aber ich denke das reicht nicht. Da ich davon zunehme, schläfrig werde und es die Libidio stört, würde ich gerne etwas anderes ausprobieren. Kann ich davon ausgehen, dass das Fluoxetin ähnlich gut wirkt?

Bis auf ein bisschen Schwindel hatte ich beim Paroxetin jetzt seit vorgestern keine Probleme. Ich glaube sogar, dass es bereits wirkt (Bitte jetzt keiner kommen und sagen: "Das kann doch garnicht sein."Lasst mir meinen Placeboeffekt.).

Können jetzt beim Wechsel zu Fluoxetin andere Anfangsnebenwirkungen vorkommen?

Wie lange braucht Fluoxetin, bis es wirkt?

Kann die Wirkzeit durch die in Vergangenheit eingenomme Paroxetinmenge beschleunigt werden?

Vielen Dank im Voraus

M34

mt3`4


Hallo,

wie bereits geschrieben hatte ich Paroxetin vor 4 Monaten abgesetzt. Freitag (5mg) und Samstag (10mg) nahm ich es ein, nachdem ich wieder ne Panikattacke bekam. Heute habe ich mir Fluoxetin verschreiben lassen. Kann ich nun mit Fluoxetin beginnen oder muss ich 1-2 Wochen warten?

Vielen Dank

M34

L}upow049


Es gibt sicher psychische Störungen, wo ein Psychologe helfen kann. Aber nicht bei dieser.

Du hast eine Angststörung mit Hypochondrie - das ist keine seltene Krankheit und warum sollte ein Psychologe ausgerechnet da nicht helfen können ? Du solltest Dich wegen einer schlechten Erfahrung nicht Dein Leben lang mit dieser Krankheit abfinden und darunter leiden.

Da ich davon zunehme, schläfrig werde und es die Libidio stört, würde ich gerne etwas anderes ausprobieren. Kann ich davon ausgehen, dass das Fluoxetin ähnlich gut wirkt?

Schwer zu sagen, verschiedene Medikamente können bei verschiedenen Menschen anders wirken. Es kann ähnlich gut wirken - es kann aber auch ähnlichedie gleichen - von Dir unerwünschte - Nebenwirkungen haben.

Heute habe ich mir Fluoxetin verschreiben lassen. Kann ich nun mit Fluoxetin beginnen oder muss ich 1-2 Wochen warten?

Das solltest Du vielleicht den verschreibenden Arzt fragen - wenn er Dir schon was verschreibt und Dich nicht aufklärt.

Denke aber mal, dass es nach 2 Tagen und insgesamt 15 mg Paroxetin keine Probleme geben sollte.

Alles Gute & Grüsse

Lupo

mx34


hab ihn dann gefragt. es sei kein problem. ich verstehe das jedoch folgendes nicht. vielleicht kann mir jemand helfen. ich habe lediglich freitag 5mg und samstag 10mg paroxetin genommen. dennoch hatte ich gestern und heute absetzungserscheinungen in form von starken schwindelns. um 17 uhr nahm ich dann 20mg fluoxetin und jetzt mittlerweile sind die schwindelgefühle so gut wie weg. und eingebildet habe ich mir den schwindel nicht.

ist das normal?

LTupo0x49


Naja, zumindest kann das vorkommen.

Man kann noch nicht einmal sicher sagen, ob das jetzt eine Absetzerscheinung, eine Nebenwirkung oder eben ein Symptom der Angststörung ist.

Die Medikamente sind eben nicht "ohne" und deshalb kann es in solchen Phasen (Einstieg/Ausstieg/Wechsel usw.) schon zu allerlei Problemen kommen.

m]3K4


Also ne Angst verspüre ich nicht und Nebenwirkung des Fluoxetins kann es auch nicht sein, da ich das ja vor der Einnahme hatte. Mich wundert es nur, dass ich nach nur 15mg Paroxetin diese Schwindelgefühle bzw. Absetzerscheinungen habe so wie im Sommer, als ich Paroxetin nach 5 Jahren absetzte.

Bin in der Nacht sehr häufig wach geworden. Schwindel verspüre ich wieder. Werde ab sofort das Fluoxetin morgens nehmen.

RZüpexl


@ m34,

nur mal so am Rande erwähnt, Fluoxetin hat bei Weitem nicht eine so stark angstlösende Wirkung wie Paroxetin oder Escitalopram oder Venlafaxin (Trevilor).

Richtig ist, dass viele Anwender in der Anfangszeit unter einer Fluoxetinmedikation abnehmen aufgrund von Magen-Darmproblemen, starker Nervosität, Übelkeit u. Appetitlosigkeit.

Wenn sich diese anfänglichen Nebenwirkungen allerdings legen bzw. mildern, gibt es ebenfalls unzählige Patienten die dann auch unter Fluoxetin zunehmen.

Das kannst du auf der Internetseite unter [[http://www.sanego.de]] nachschauen.

Gruss

mt3x4


@ Rüpel

also ich möchte vorsichtig widersprechen, da ich mich eigentlich nicht auskenne. aber wenn ich bei [[http://sanego.de]] paroxetin und fluoxetin vergleiche, so stelle ich folgendes fest: bei fluoxetin ist angst als nebenwirkung nicht ausfgezählt, dagegen bei paroxetin mit 9% schon. weitere vergleiche:

müdigkeit - paroxetin 22% - fluoxetin 33%

gewichtszunahme - paroxetin 40% - fluoxetin 25%

libidioverlust - paroxetin 18% - fluoxetin 14%

zudem habe ich gelesen, dass viele leute dieses medikament nehmen, nur um abzunehmen. zudem glaube ich nicht, dass 55 oder 69 einträge ausreichen, um das zu verallgemeinern.

ist sanego die einzige quelle oder ist das wissenschaftlich erwiesen, dass man mit fluoxetin eher zunimmt als abnimmt und dass es bei weitem nicht so angstlösend wirkt wie paroxetin?

R;üpxel


Bevor ich mich hier auf endlos lange, wenig fruchtbringende Diskussionen einlasse. Sage ich dazu:

Ausprobieren!!!!! ---> insbesondere Psychopharmaka (Wirkungen und Nebenwirkungen) unterliegen einer stark ausgeprägten Individualität.

Wenn man seine Entscheidungen nach Statisten trifft, dann kann es auch ein Schuss nach hinten werden. Dennoch gibt es viele zahlreiche und unabhängige Informationen über den Vergleich einzelner Antidepressiva (hier auch SSRI). Die allerdings aus eigener Erfahrung häufig, wesentlich mehr und unangenehmere Nebenwirkungen haben können als andere AD (trizyklische). Es gibt übrigens einige Patienten die auch unter Fluoxetin sehr stark zugenommen haben > 15kg. Andererseits haben auch einige Patienten unter Doxepin oder Amitriptylin nicht bedeutend zugenommen, oder sogar etwas abgenommen, obwohl hierbei Gewichtszunahme als sehr häufige NW angegeben war.

Gruss

Viel Glück

LRupmo,049


Also ne Angst verspüre ich nicht

Ich meinte auch keine akute Angst. Du leidest an einer chronischen Angst-/Panikstörung und Schwindel ist u.a. ein körperliches Symptom dieser Störung, d.h. es könnte auch ein ganz "normales" Angstsymptom sein.

Wie gesagt, bei aller Statistik, die Medikamente wirken bei verschiedenen Menschen verschieden. Ich kenne auch Leute, die von Paroxetin abgenommen haben, die meisten jedoch eher zu-. Bei Fluoxetin ist die Tendenz vielleicht umgekehrt, aber möglich ist alles... - also ausprobieren.

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