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Mißempfindungen im Oberkörper und Einschlafstörungen

T=ubixn hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich leide seit etwa 3 Monaten unter allgemeinen Mißempfindungen im Oberkörper und daraus resultierenden Panik-Attacken und Einschlafstörungen.

Die auftretenden Symptome sind:

* Verspannungen im Nacken und in der Schulter. Beim Bewegen der Schulterblätter knackt es, vor allem links.

* manchmal leichtes Schwindelgefühl beim Drehen des Kopfes oder Wechsel von Fern- auf Nahsicht

* Allgemeines Gefühl von Nervosität

* leichtes Zittern der Hände und inneres (äußerlich nicht sichtbares) Zittern oder Kribbeln im Bauch- und Nackenbereich.

* Schluckbeschwerden, mit Globusgefühl im Hals und als ob der Mund trocken sei.

* Beim Einschlafen zunehmende Unruhe beim Liegen auf dem Rücken oder auf dem Bauch. In Rückenlage ertrage ich nach kurzer Zeit den Druck auf der Wirbelsäule nicht mehr. Muß mich dann zwingend umdrehen, weil ich sonst das Gefühl habe, gleich durchzudrehen. Kann am Besten in Seitenlage einschlafen, dabei schlafen mir aber häufig die Arme ein.

* In der Einschlafphase kommt es immer wieder vor, daß ich aus dem Halbschlaf hochschrecke, mit dem Eindruck, ich hätte gerade einen lauten Knall oder irgendetwas anderes Beunruhigendes gehört. Ich zittere dann für etwa eine halbe Minute am ganzen Körper und bin wieder hellwach.

Ich habe mich von verschiedenen Ärzten untersuchen lassen, mit dem Ergebnis: EKGs in Ordnung, Schilddrüse OK, Neurologie kein Befund (keine MS - das hat mich dann doch sehr beruhigt)

Der einstimmige Befund aller Ärzte (Hausarzt, Nuklearmediziner, Radiologe, Neurologe) lautete auf Überlastung und Stress.

Tatsächlich scheint es so, daß der Großteil aller vegetativen Störungen einzig und allein auf physischen und psychischen Stress zurückzführen sind. Der Stress führt zu den verrücktesten körperlichen Symptomen, die man selbst für Anzeichen einer ernsten organischen Erkrankung hält, was zu einem weiteren ernsten Stressfaktor wird.

Vielleicht denkt jetzt der eine oder andere: das ist doch ein alter Hut! - aber ich selbst war mir bisher dessen nicht bewußt. Manchmal - und das könnte in meinem Fall mit ein Grund sein - ist auch zuwenige berufliche Auslastung ein gewaltiger Stressfaktor, der nach Ausgleich verlangt und auf den der Körper mit vegetativen Störungen unterschiedlichster Art reagiert.

Ich habe dann bewußt versucht Stress abzubauen und jeden Tag etwas zu unternehmen, bei dem ich mich richtig wohlfühle: Thermalbad, Sauna, tägliches Radfahren (30 min), regelmäßiges Autogenes Training. Das hat auch gut geholfen, mir geht es wieder deutlich besser.

In einem Buch zum Thema Panik-Anfälle und auf der Seite [[http://www.panik-attacke.de]] habe ich darüber hinaus gelesen, daß es Menschen gibt, bei denen ein schnell schwankender Blutzuckerspiegel zu Panik-Symptomen (besonders dieses innerliche Zittern) führen kann. Dem Artikel zufolge soll man bis zur Erholung der Nerven Lebensmittel mit hohem glykämischen Index vermeiden, da deren Zucker schnell ins Blut geht, zu einem raschen Energieschub mit rasantem Ansteigen des Blutzuckerspiegels führt. Zur Bewältigung dieser Zuckermenge wird die Bauchspeicheldrüse zu einer sehr starken Insulinproduktion angeregt, was wiederum zu einem sehr schnellen Abfallen des Blutzuckerspiegels führt, und auf diese Berg-und-Tal-Fahrt reagiert der Körper u.U. mit vegetativen Mißempfindungen und auch Panik-Attacken. Das hat (für denn Fall, daß jetzt jemand gleich wieder schlimme Befürchtungen hat) erst mal rein gar nichts mit Diabetes zu tun!

Ich ernähre mich jetzt bewußt ausgewogen, täglich Obst und Gemüse als Rohkost, dazu Vollkornprodukte (alles Lebensmittel mit niedrigem glykämischen Index, deren Zucker langsam ins Blut geht und somit nur geringe Insulinmengen erfordert) und versuche soweit wie möglich auf bereits stark verarbeitete oder mit raffiniertem Zucker angereicherte Speisen zu verzichten.

Ich habe vorher auch gemerkt, daß sich meine Beschwerden regelmäßig nach Eis, Schokolade, Hamburger und Cola verstärkten. Immer so etwa 3-6 Stunden danach ging es mir deutlich schlechter (verstärktes Zittern und Unwohlfühlen). Das spricht aus meiner Sicht für die Sache mit dem Blutzuckerspiegel.

Ob das jetzt wirklich die endgültige Lösung für meine Beschwerden ist, weiß ich selbst noch nicht. Auf jeden Fall geht es mir seit der Essensumstellung sehr viel besser. Ich habe jetzt sogar schon mehrere Tage in Folge erlebt, an denen ich überhaubt keinerlei Beschwerden verspürt habe - ein Wohlgefühl, wie schon seit Monaten nicht mehr. Dazu trägt sicher auch die regelmäßige sportliche Betätigung bei, die ich vorher jahrelang vernachlässige habe

Allerdings macht mir die Hitzewelle der letzten Tage jetzt doch merklich zu schaffen. Die nächtlichen Temperaturen im Schlafzimmer liegen bei etwa 30 Grad und beeinträchtigen meinen Schlaf. In Folge dessen verspüre ich z.Zt wieder eine Zunahme des innerlichen Kribbelns und der Nervosität - verbunden mit Hochschrecken im Schlaf. Auch die Nackenverspannungen verstärken sich seit gestern wieder.

Ich versuche aber bewußt, dies auf die Hitze und den damit verbundenen physischen Stress zu schieben und nicht wieder in Spekulationen über irgendwelche Krankheiten abzudriften.

Mich würde aber interessieren, ob von Euch jemand mit vielleicht ähnlichen Beschwerden wie ich, auch stärkere nächtliche Probleme durch die Hitzewelle hat, was Ihr dagegen unternehmt, und ob Euch solche Mißempfindungen (anders kann ich es auch nicht nennen) beim Liegen auf dem Rücken oder dem Bauch bekannt sind, bzw. was dagegen helfen könnte. Ich weiß, das geht auch bald wieder weg, aber solange die Probleme akut sind, sind sie sehr unangenehm und belastend.

Vielen Dank für alle Tips, und ich hoffe auch meinerseits, vielleicht dem Einen oder Anderen ein wenig weitergeholfen zu haben. :-D

Gruß,

Tubin

Antworten
R5avlp8h22


Re:

Hi,

ich habe auch das Problem mit dem innerlichen Zittern und mich belastet das auch sehr, weil mir niemand sagen kann woher das kommt. Muß aber dazu sagen daß ich seit 10 J. mit Depressionen und Angst zutun habe. Bei mir kommt das innerliche Zittern aber nur in zwei Situationen:

1:extremen Stressituationen (Überlastung)

2:und komischerweise meistens wenn ich mich nachmittags mal für ne Stunde hinlegen will. Dann fängt es kurz vorm einschlafen an, es fühlt sich bei mir an als würde ich innerlich durchgeschüttelt werden.

Ein Zusammenhang mit dem Essen ist mir noch nicht aufgefallen und die Ärzte konnten auch noch nichts finden. (habe schon einen Marathon hinter mir)

Das mit dem Globusgefühl, Eischlafstörungen und dem Aufschrecken aus dem Halbschlaf kenne ich auch genau wie du es beschrieben hast. Ich habe festgestellt das alle Symtome sich verstärken, wenn ich sehr viel am Grübeln und "Problemewälzen" bin.

Ein "Rezept" dagegen hebe ich auch nicht, aber ich denke es beruhigt schon mal wenn man weiß, daß man nicht der/die Einzige ist der solche Probleme hat.

Denn das mit dem innerlichen Zittern macht mir auch am meisten zu schaffen. Was mich noch interessieren würde kommt das bei dir NUR in bestimmten Situationen/Uhrzeiten (z.B. nach dem Essen, nur im Liegen) oder willkürlich ?

Gruß Ralph22

T]hom0as19x85


RE:

hallo tubin,

ich habe erst jetzt dein Bericht gelesen und ich kann deine Symptome nachvollziehen, denn ALLE habe ich auch seit 4 Tagen, Siehe neuen Beitrag hier im Forum.

Ich habe den Verdacht ,dass ich mir zuviel stress gemacht, wegen der Schule und ich deswegen diese Verpsannungen verspüre, denn seitdem habe ich es.

danke für deine tipps, ich werde selbiges ausprobieren.

s<usira7tlxos


hallo ich kann das nachvollziehen es sind alle symtome die ich auch habe .leider habe ich jetzt nicht mehr soviel zeit um direkt darauf einzugehen aber ich melde mich noch mal bis dahin lieben gruß gabi

Bkul{lwexih


Re:

Hi zusammen.Bin total froh, endlich etwas gefunden zu haben, die wissen, wie es mir seit etwa 3 Monaten geht. Ich hab genau die gleichen Symptome gehabt wie alle anderen.Schwindel, Klos im Hals, wobei diese Symptome in letzter Zeit stark nachgelassen haben. Allerdings ist mir das innerliche Kribbeln und die Nervosität, als auch die heftigen Einschlafstörungen geblieben.Wenn mir irgendjemand von Euch weiter helfen kann bzw Tipps geben kann, wie ich diese Symptome auch noch weg bekomme, wäre ich total erleichtert.Ich weiß nicht mehr weiter, hab wie Ihr alle Ärzte durch.Bitte helft mir weiter. Würde auch gern wissen, wie es euch mittlererweile geht, vielleicht gehts euch ja schon besser. Besonders Tubin. Dein Text ist interessant, bitte meld dich mal und sag, was ich besser machen kann.Danke an alle.

Gruß Rick

Tvub(in


Aktuelle Situation

Hallo an Bullweih und die anderen,

da ja die Nachfrage kam, ob und was sich inzwischen geändert hat, hier mal ein kurzes Update:

Nachdem die heißen Tage vorbei waren, ging es auch mit dem Wohlbefinden wieder spürbar aufwärts, letztlich hängt alles immer nur von einem erholsamen Schlaf ab - nicht nur mal eine Nacht, sondern auf Dauer gut zu schlafen ist wichtig!

Hatte kurz darauf Urlaub und diesen leider in einer Gegend verbracht, wo ziemlich viel Trubel und Lärm war - Freizeitpark. Habe dabei gemerkt, daß sich meine Beschwerden durch Stress (Lärm, körperliche Anstrengung, wenig Schlaf) deutlich verstärken. Ab dem zweiten Tag Kloss im Hals, Schwindel, Müdigkeit, starke Verspannungen im Nacken.

Im Anschluß an den Urlaub war ich durch die einsetzende Kältewelle erst mal für 1,5 Wochen erkältet, habe in der Zeit zwar noch arbeiten, mich aber nicht mehr sportlich betätigen können, was nach wenigen Tagen zu einer spürbaren Verschlechterung der allgemeinen Symptome führte.

Ich gehöre - leider - zu den Leuten, die sich bei einem kleinen Rückfall nach einer echten Verbesserung wieder gleich ganz elend fühlen und ständig grübeln, ob es nicht doch eine ernstere oder einfach andere Ursache für das ganze geben könnte. Besonders das Stöbern im Internet ist da äußerst kontraproduktiv. Da stoße ich immer nur auf Krankheiten wie Diabetes, MS und steigere mich auf der Suche nach Anzeichen, die bei mir dafür sprechen könnten immer weiter rein, so daß ich mich damit nur selbst unter Stress setze. Ich muß mir dann immer wieder sagen: Das gibt es zwar, aber die Wahrscheinlichkeit, daß ich so etwas habe ist äußerst gering und außerdem haben Leute, die sich wesentlich besser mit so etwas auskennen (die oben genannten Fachärzte) nichts gefunden, also mein verehrter Tubin, du bist nur ein Laie - hör auf Gedanken zu wälzen, das macht es nur schlimmer!!!

Nach der Wiederaufnahme sportlicher Betätigung (Radfahren, im Freien oder auf dem Heimtrainer) ging es mir nach wenigen Tage spürbar besser. Geblieben sind starke Nackenverspannungen, unter denen ja viele Leute zu leiden haben, die den ganzen Tag sitzend vor dem Computer verbringen. Die verspannten Muskeln in Nacken und Hals drücken meiner Meinung nach auf einige Nerven zum Gehirn, so daß ich ab und zu beim Drehen oder Neigen

des Kopfes einen ganz kurzen Schwindel (ca 1-2 Sek) spüre. Habe meinen Arzt davon überzeugt, daß er mir Krankengymnastik verschreibt. Bin jetzt mal gespannt, ob das was bringt, aber eigentlich ist mir schon klar, daß ein gezieltes Trainieren der betroffenen Bereiche das A und O ist. Der Arzt diagnostizierte auf Zervikalsyndrom, BWS-Syndrom und Gelengfunktionsstörungen.

Die dabei auftretenden Schmerzen und Mißempfindungen können bei Menschen wie mir - die so etwas noch nicht kannten und die Schmerzen nicht richtig einordnen können - leicht zu Panikanfällen und im Laufe der Zeit steigender Nervosität führen, weil man auch nach der eigentlich beruhigenden Diagnose des Arztes noch denkt: Der hat ja keine Ahnung WIE schlecht es mir geht, der hat bestimmt das Falsche untersucht und ich habe in Wirklichkeit eine ganz ernste Krankheit. So dachte ich jedenfalls nach jeder durchgeführten Untersuchung und wie ich inzwischen erfahren habe, ist dieses Denken ein typisches Symptom, wenn eigentlich nur psychische Ursachen - also Stess - dahinterstecken.

Die oben beschriebene Ernährungsumstellung tut mir ausgesprochen gut. Durch viel Obst, Gemüse, Rohkost und sonstige Vollwertprodukte habe ich den Tag über wesentlich mehr Energie als früher, nehme dabei auch noch ab, ohne zu hungern.

Ich muß mich halt auch immer wieder daran erinnern, daß die Heilung von durch Stress ausgelößten Krankheiten nicht von heute auf morgen vonstatten geht, sondern eine ganze Weile braucht. Irgendwann ist auch diese Phase mit Sicherheit vorbei und nur noch eine nicht ganz so nette Erinnerung.

Also seht optimistisch in die Zukunft - auch das trägt zur Genesung bei!

Schönen Gruß und gute Besserung uns allen,

Tubin

T`ubin


Nachtrag

Was ich noch vergessen habe, zu erwähnen, da Bullweih fragte, was man noch besser machen kann:

Die nachfolgende Liste basiert auf meiner persönlichen Erfahrung, deckt sich in weiten Bereichen sicherlich mit der Meinung von Ernährungsexperten und manche Sachverhalte sind eigentlich für den GESUNDEN Menschenverstand völlig logisch. Trotzdem möchte ich hier ausdrücklich darauf hinweisen, daß ich kein Experte bin und nur weitergebe, was ich für mich selbst in den letzten Monaten als hilfreich und gesundheitsfördernd erkannt habe. Vielleicht hilft es aber dem einen oder anderen in seinem Leiden.

Auf folgende Dinge sollte man mal eine Weile - besser eigentlich für immer - verzichten.

* Cola, gezuckerte Limo, Kuchen, gezuckertes Müsli, halt alles, was viel raffinierten Zucker in allen Ausprägungen enthält - außer daß er dick macht, ist raffinierter Zucker für die Nerven das reinste Gift. Das merkt man leider (ging auch mir so) meistens erst dann, wenn es einem bereits schlecht geht.

* Alles, was Koffein enthält: Kaffee, schwarzer Tee (Teein ist das gleiche wie Koffein), Espresso, Cola. Auch Leute, die unbedingt ihre 3-8 Tassen Kaffee pro Tag brauchen, um überhaupt wach zu werden, sollten, wenn sie ähnliche Stresssymptome zeigen, lieber vermehrt Obst, rohes Gemüse und Vollkornprodukte essen, daß gibt echte Energie - im Gegensatz zu Kaffee.

* Alkohol - sollte eigentlich jedem klar sein

* Nikotin - sollte eigentlich auch jedem klar sein. Vielleicht sind auch gerade in einer solchen Situation die erlebten Beschwerden eine ausreichend starke Motivation, die das endgültige Aufhören möglich macht

* Weißmehlprodukte: alles was aus hellem Mehl hergestellt wird, begünstigt ein schnelles Schwanken des Blutzuckerspiegels. Bei manchen Menschen kann das, wie oben erwähnt, zur Verstärkung von körperlichen Mißempfindungen und sogar zu Panikattacken führen.

* sehr scharf gewürzte und sehr fettige, damit auch schwer verdauliche Gerichte - meine eigene Erfahrung ist, daß schweres Essen zu verstärktem Unwohlsein führt und das kann man bei all den anderen Beschwerden nicht auch noch brauchen. Wirkt alles gleich wieder bedrückend auf die Psyche.

* Fastfood, egal von welcher Kette. Es gibt - meiner Meinung nach - aber auch gar nichts, was an dem einen oder anderen Burger oder Pommes zu einer Verbesserung der Gesundheit nützlich sein könnte. Im Gegenteil - gerade die für Fastfood verwendeten Lebensmittel liefern dem Körper zwar schnell Energie, führen zu einem rasanten Ansteigen des Blutzuckerspiegels, aber auch zu einem ebenso schnellen Abfallen desselben.

* Schlafmittel sollten unter allen Umständen vermieden werden!!!!!!!!!!!!!!!!! Da kann ich gar nicht genug Ausrufezeichen dahinter setzen!!! Wenn überhaupt, dann vielleicht mal ab und zu eine Baldrian für die Nacht, aber Schlafmittel führen über kurz oder lang zu Abhängigkeit und der Folge, daß man ohne sie erst recht nicht mehr einschlafen kann!!!!!!

Tip: Wer ausprobieren will, ob es bei ihm wirklich mit am stark schwankenden Blutzuckerspiegel liegt, kann ja mal im Internet nach dem Begriff 'glykämischer Index' suchen. Viele Seiten bieten auch Tabellen mit den GIs verschiedener Lebensmittel. Es lohnt sich übrigens, mehrere Seiten zu besuchen, dann ergibt sich insgesamt eine ganz schön lange Liste. Vorsicht: manche Tabellen legen Weißbrot als Referenzwert (GI=100) zu Grunde, während für diesen Wert normalerweise Glukose herangezogen wird. Man sollte sich also auf eine der beiden Tabellenarten beschränken, ich persönlich habe mich auf die Glukose-Variante festgelegt. Anhand dieser Tabellen kann man dann einen Überblick bekommen, welche Lebensmittel mit hohem GI (größer als ca 70) man mal eine Weile meiden sollte. Möglicherweise ergibt sich schon alleine dadurch eine deutliche Verbessung des Allgemeinbefindens.

Verhaltensweisen, die man sich evtl. angewöhnen sollte:

* auf keinen Fall vor dem Schlafengehen noch etwas essen, sonst hat der Körper noch zu viel mit der Verdauung zu tun, und kann nicht zur Ruhe kommen. Obst für sich alleine genommen wird zwar relativ schnell verdaut, liefert dem Körper aber wieder viel neue Energie, und das kann man vor dem Schlafen auch nicht brauchen. Also besser (eigene Erfahrung) spätestens 3h vor dem zu Bett gehen nichts mehr essen.

* tägliche körperliche Betätigung. Das ist so ziemlich die einzige Methode, mit der man Stress (auch unbewußten) abbauen kann, und Nerven und Psyche sich erholen können. Aber auch hier gilt: keinen Sport in den letzten 3-4 Stunden vor dem Schlafen, weil dadurch der Körper zwar müde, der Geist aber aufgeputscht wird, was ein zügiges und ruhiges Schlafen verhindern kann.

* man sollte sich auch mal mit dem Thema Wellness beschäftigen. Auch wenn mancher harte Mann denkt, das sei nur was für Frauen, kann es unwahrscheinlich viel zur Verbesserung des Befindens beitragen, wenn man(n) mal bewußt was für sich und seinen Körper tut. Z.B. wöchentlich einmal in die Sauna, evtl. verbunden mit einer angenehmen Rückenmassage; ein warmes Bad am Abend mit angenehm duftenden Badezusätzen (ätherische Öle, z.B. Lavendel wirkt sehr beruhigend)

* sich für alles bewußt Zeit nehmen und Zeit lassen. Wenn ich bade, bade ich, genieße die Wärme und die Ruhe, lese etwas und denke nicht daran, was ich in der dabei vergeudeten Zeit alles hätte erledigen können. Hektik und Lärm sind starke Stressoren und verstärken die Beschwerden. Es geht vielmehr darum, zur Ruhe zu kommen - aktiv faul zu sein ;-)

* Dabei kann das Erlernen einer Entspannungstechnik, z.B. Autogenes Training oder progressive Muskelentspannung nach Jacobsen sehr hilfreich sein. Man sollte so etwas aber in einem richtigen Kurs erlernen, da es schon einige Tage braucht, bis man wirklich erste Resultate spürt.

* Wenn die Beschwerden durch ein schwer zu verarbeitendes Ereigniss ausgelöst wurden, das vielleicht auch schon einige Zeit zurück liegt, sollte man sich vertrauensvoll an einen Psychotherapeuten wenden. Aus manchen Tiefs kommt man nicht mehr ohne fremde Hilfe raus!!! Und dann kann das Gespräch mit einer 'fremden' Person, die sich mit solchen Problemen auskennt, äußerst hilfreich sein.

Und wie bereits oben erwähnt, muß man sich selbst darüber klar werden, daß eine solche Phase nicht wie eine Erkältung nach max. zwei Wochen wieder vorbei ist. Wenn es mal soweit gekommen ist, daß der Körper, die Nerven und die Psyche schlapp gemacht haben, dann dauert das viele Wochen, vielleicht sogar Monate. Immer wieder kommt es zu Rückschlägen. Es geht drei Schritte vorwärts und dann wieder zwei Schritte zurück, aber insgesamt geht es vorwärts - langsam aber sicher.

Ich habe meine Beschwerden jetzt seit über 4 Monaten und rechne damit, daß es mindestens noch bis zum Jahresende oder einige Monate darüber hinaus dauern wird, bis nichts mehr davon übrig ist. Auch wenn es immer wieder Tage gibt, an denen ich mich deutlich schlechter fühle, als am Vortag, muß ich bei realistischer Einschätzung immer wieder feststellen, daß es mir viiiiiiiiel besser geht, als während der ersten drei Wochen der Beschwerden. Es treten vereinzelt auch mal ganz neue Symptome auf, aber auch die gehen nach ein paar Tagen oder Wochen vorbei!

Also - nicht den Kopf hängen lassen, versucht im Alltag zur Ruhe zu kommen und euch selbst bewußt was Gutes zu tun! Das wird wieder!!!

Gruß,

Tubin

s9chiznkent apnaqnaxs


Re Nachtrag: Deinen Tipps und Einschätzungen...

... kann ich nur zustimmen. Ich selber habe seit acht Jahren mit ähnlichen (und auch anderen) Symptomen zu kämpfen. Da es im Juni diesen Jahres wieder besonders schlimm wurde (Verspannungen, Schwindel, Panikattacken mit Kribbeln in den Gliedmassen und Herzstolpern, Missempfindungen auf der Zunge [Brennen, seltsamer Geschmack], Sehstörungen, ...), habe ich beschlossen, meinen Lebensstil umzustellen. Ich hatte das "Glück", im Wartezimmer einer Heilpraktikerin einen meiner Anfälle zu bekommen. Sie stellte in diesem Moment eine Unterzuckerung fest, obwohl ich 1,5 Stunden zuvor ganz normal gegessen hatte (Reisgericht mit Hackfleisch und Gemüse). Seit dem achte ich darauf, kleinere Mahlzeiten in regelmäßigen Abständen zu mir zu nehmen (etwa alle zwei Stunden). Ich esse weniger Süßigkeiten, aber ganz darauf verzichten möchte ich nicht. Seit dem gerate ich zumindest schon mal nicht mehr in Panik, sobald sich die oben genannten Symptome bemerkbar machen. Soweit so gut... allerdings sind die Symptome noch nicht verschwunden. Ich weiss allerdings, dass ich nach so langer Zeit, in denen ich die Beschwerden schon mit mir herum schleppe, Geduld haben muss. Was mir auch noch sehr gut geholfen hat und weiterhin hilft, ist eine Methode, die ich während meiner Krankengymnastik im Sommer diesen Jahres kennengelernt habe: Infos gibt's unter [[http://www.zilgrei.de]]. Da meinen Anfällen eigentlich immer eine Phase von Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich voraus ging, dachte ich lange Zeit, dass die Beschwerden ausschliesslich mit meinem Rücken (vielleicht einem eingeklemmten Nerv) zu tun haben. Die erlernte Methode hilft mir sehr gut, da Verspannungen tatsächlich meine Beschwerden immer wieder begünstigt haben. Ich schliesse sie heute jedoch als "die einzige Ursache" aus. Ich werde weiterhin probieren, der Ursache auf den Grund zu gehen, weshalb ich im Herbst eine Gesprächstherapie beginnen werde (obwohl ich bewusst nicht sagen könnte, dass ich besonders schlimme Ereignisse oder Empfindungen zu bewältigen habe). Ferner habe ich mir vorgenommen, das Rauchen aufzugeben, was mir allerdings sehr schwer fällt. Hinzu werde ich probieren, meine allgemeines Wohlbefinden mit sportlichen Aktivitäten zu erhöhen. Wenn es dann noch nicht besser geworden ist, lasse ich mich vielleicht noch einen Pilzbefall hin untersuchen. Danach bin ich mit meiner Vorstellungskraft allerdings am Ende. Ich bin es satt, mir ständig von Ärzten sagen lassen zu müssen, ich sei kerngesund. Ich fühle mich nicht so und probiere also nun, mir selber zu helfen. Sollte eine der Massnahmen einen durchbrechenden Erfolg bringen, werde ich einen Erfahrungsgericht in diesem Forum posten. Euch allen wünsche ich viel Erfolg/eine schnelle Genesung!

b\arthe/zban


Hallo,

ich bin neu hier und würde gerne etwas zu diesem Thema beitragen.

Ich leide seit ca. 6 Monaten an dem beschriebenen Zittern. Dieses tritt bei mir z.B. bei einem Nachmittagsnickerchen ein. Hauptsächlich kommt es aber während der Nacht oder morgens beim Aufstehen. Ich dachte es lag in der Vergangenheit daran, dass ich z.B. beim Schlafen auf dem Arm lag.

Das ist sicher nicht der Grund, da ich auch seit ca. 6 Monaten an Herzrhythmusproblemen leide. Ich denke dort in Verbindung mit dem vegetativen Nervensystem liegt der Hund begraben, zumal ich nach allen möglichen Herzuntersuchungen keine direkten Hinweise auf das Problem erhalten habe.

Was meint ihr?

Gruss

MKatze_eH[H_


Hey Leute,

scheinbar ist das Thema hier ziemlich eingeschlafen, was ich schade finde da ich gerade unter selbigen sympthomen Leide...

Zittern/inneres Pochen beim Einschlafen und Herzstolpern....

hat in den vergangenen Jahren denn jemand etwas rausgefunden'?

Würde mich sehr freuen wenn mir jemand helfen kann.

und bitte NICHT mit Psychosomatik anfangen, das Thema ist Tod geredet^^

MfG

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