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Polyneuropathie - Nervenbiopsie

RLo.Csi hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Bei mir besteht der Verdacht auf Polyneuropathie. Nun wurde mir von ärztlicher Seite geraten, eine Nervenbiopsie am nervus suralis durchführen zu lassen. Hat jemand damit schon Erfahrungen gemacht? Ist die Nervenbiopsie schmerzhaft? Weiß jemand, was für Folgen danach auftreten können? Ich habe gehört, man hat danach in einem bestimmten Areal z. B. kein Gefühl mehr auf der Haut. Ich bin total unsicher, ob ich meine Zustimmung zu diesem Eingriff geben soll. Außerdem finde ich es merkwürdig, dass diese Untersuchung schon jetzt angeordnet werden soll obwohl eine Untersuchung des Nervenwassers noch nicht erfolgt ist (bisher Messungen der Nervenleitgeschwindigkeit, Blutuntersuchung - kein Diabetes). Kann mir jemand einen Rat geben ???

Antworten
SOeaknet7o0r


eine Biopsie ist eine Gewebsentnahme, wenn es eine Nervenbiopsie ist, dann folglich eine Nervengewebsentnahme. Es ist ein recht schmerzhafter Vorgang.

An dieser Stelle kann es zur Parästhesie (Gefühlsschwäche/Ausfall) kommen.

Lass dich nochmal von deinem Arzt beraten, er ist verpflichtet dazu dich komplett aufzuklären, das ist dein recht, mach gebrauch davon. Wenn er sich querstellt oder muffig wird geh zu nem anderen, es gibt genug andere Ärzte !

P^owEeQr


"Re:...Polyneuropathie-Nervenbiopsie".

Hallo Ro.si!

Ich finde es wirklich verwunderlich, daß die Ärzte Dir zu einer Suralisbiopsie raten, bevor eine Nervenwasser-

punktion durchgeführt wurde. Eine Biopsie sollte laut meinen Ärzten nur durchgeführt werden, wenn die anderen Untersuchungen keinen Aufschluß über Ursache der Polyneuropatie usw. liefern - quasi als letztes Mittel zum Zweck. Eine Nervenwasserpunktion liefert oftmals sehr viele Anhaltspunkte und sollte deshalb vorgezogen werden, eine Biopsie ist dann oft gar nicht nötig. Zumal eine Nervenwasserpunktion (meist) keine irreparablen Schäden hinterläßt ganz im Gegensatz zur Suralis-biopsie. Ich habe meine Suralisbiopsie ca. vor einem Jahr bekommen. Der Eingriff selbst war fast schmerzlos, man bekommt ja eine örtliche Betäubung. Nur die ersten Tagen dannach waren schon heftig - besonders beim Laufen, Aufstehen usw.. Aber das geht auch vorbei. Was allerdings geblieben ist, das gesamte Areal unterhalb des biopsierten Nerves ist und bleibt jetzt ganz taub. Bei mir umfaßt dieser Bereich die Ferse, die 2 kleinen Zehen und den gesamten Fußrückenbereich dazwischen. Außerdem solltest Du auch wissen, daß selbst eine Biopsie nicht immer Klarheit bringt - war bei mir übrigens so. Die Ärzte waren hinterher nicht schlauer wie zuvor. Aber Du mußt selbst entscheiden. Ich denke nur vielleicht wäre eine Lumbalpunktion zunächst besser, vielleicht kannst Du Dir die Biopsie dann sogar sparen. Wenn es nicht unbedingt sein muß!

Viele liebe Grüße :-) Power

e|nGixn


Hallo!

Bei mir wurde auch Anfang des Jahres eine Nerven- und Muskelbiopsie gemacht.

Vorher wurden durch verschiedenen Untersuchungen versucht die Ursache meiner PNP zu finden. Mir wurde ca 20 verschiedene Proben Blut entnnommen, eine Lumbalpunktion gemacht etc. Ich war auch einige Tage in einer internistischen Klinik wo ich von Kopf bis Fuß untersucht wurde. Magen- und Darmspiegelung, Mammographie etc., ein Tumor kann auch die Ursache einer PNP sein. Als sich bei einer Kontrolluntersuchung, Messung der Nervenleitgeschwindigkeit eine anscheinend recht starke Verschlechterung der Werte angezeigt wurde, bekam ich umgehend den Termin zur Nervenbiopsie.

Wie gesagt der Eingriff wird in örtlicher Betäubung durchgeführt. Wie Power schon schrieb sind nur in den ersten Tagen die Beschwerden sehr stark. Das Areal rings um dem Knöchel ist bei mir auch taub und die Außenkante des Fußes bis zum kleinen Zeh.

Zwar haben die Ärzte schon vor der Untersuchung gesagt, daß die Chance mit dieser Untersuchung die Ursache der PNP zu finden, gering ist. Bei mir kam es auch nur zu einem nicht gerade vielsagendem Ergebnis: keine Entzündung, eine vorwiegend axonale PNP. Na ja es bleibt bei mir weiter so: Abwarten und Teetrinken. Wenn sich die Werte weiter verschlechtern soll nochmals eine intensive Fokussuche erfolgen.

Also erstmal alle anderen diagnostischen Möglichkeiten ausschöpfen und dann erst eine Nervenbiopsie durchführen lassen.

Gruß NinE

P.S. Tips und Links um das Thema PNP findet ihr auch unter folgender URL [[http://www.schmerzhilfe-forum.de/viewforum.php?f=12]]

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