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Faden für austherapierte Trigeminus-Erkrankte

B8rigLittoe5x3


Liebes Fienchen,

zuerst einmal ein ganz dolles tröstendes *drück-Dich*. Ich hoffe so sehr für Dich, daß sich Deine momentane Situation bald wieder mal zum Guten wendet und Du ein bißchen "Licht am Endes des Tunnels" siehst.

Was Du über die (angeblichen) Freunde berichtest, kann ich nur bestätigen.

Auch wir haben in der äußerst schlimmen Zeit erfahren, wer unsere wahren Freunde sind. Da gibt es welche, die eigentlich nur für's Miteinander-Feiern zu brauchen sind, andere ziehen sich zurück und beschränken ihre "Freundschaft" auf Anrufe zum Geburtstag.

Dann gibt es zum Glück aber auch die wirklich echten, wenn auch nur noch wenige. Die kümmern sich wirklich, telefonieren fast täglich und kommen auch zu Besuch. Und das sind diejenigen, die uns in schwerer Zeit aufbauen, uns Mut machen!

Ich wünsche Dir, liebes Fienchen, auch solche Freunde.

Du schreibst, daß alle sich von Dir abgewandt haben. Wirklich ALLE ???

Ich wünsche Dir von Herzen, daß sich ein oder zwei Deiner Freunde an Deiner Seite befinden.

Und schließlich hast Du auch immer noch uns - wenn auch nur aus der Ferne.

sanitill:

Du schreibst von dem Physiotherapeuten, der Dir sehr geholfen hat. Die Erfahrung hatte mein Mann mit einer Osteopathin gemacht. Die Behandlung im und am Mund sowie im Kopf- und Brustbereich hat ihm sehr geholfen. Da er aber gleichzeit mit Beginn dieser Behandlung auch eine Medikamentenumstellung vornehmen mußte, können wir die Besserung nicht nur auf die Osteopathin zurückführen. Mein Mann fährt immer noch einmal im Monat nach Enschede/NL und läßt sich dort behandeln. Er schwört darauf. Leider hatte ich selbst mit meiner HWS-Geschichte keinen Erfolg bei ihr, obwohl ich auch voller Hoffnung dorthin gefahren bin. Nach der dritten Behandlung gab sie aber auf - leider!

Obwohl man diese Behandlungen selbst bezahlen muß - es ist doch egal! Was ist wichtiger als eine schmerzlose Zeit?

Euch allen ein einigermaßen erträgliches Wochenende und liebe Grüße

Brigitte

p,ierLcli


Hallo meine lieben, alten und neuen Hasen, schmunzel...

seid alle schön gegrüsst und welcome..

Ich bin in der letzten Zeit schön im Schneckenloch gesessen und wollte mich so gar nicht

mehr mit meiner Krankheit und den Folgen beschäftigen, und es hat echt mal gut getan.

Ich brauchte einfach ne Auszeit und viel Zeit meine Beziehung zu verarbeiten.

Auch meine Familie und meine Freundin hatten ein Redeverbot über die TN. Ich weiss nicht ob ihr

das kennt, aber wenn ich es endlich mal für ein par Stunden oder Tage vergessen konnte, fragte sicher

wieder jemand wie die Schmerzsituation aussieht. Und das ist ja nur lieb gemeint.

Aber es wurde mir einfach zuviel.

Ich habe aber sehr oft an euch gedacht, auch besonders an dich Fienchen..

Manchmal (das meine ich nicht böse) wünscht ich mir dass alle aber wirklich alle Menschen mal so eine

Zeit durchstehen müssten, auch wenns nur ne Woche wäre.

Wie würde sich da die Welt verändern, da bin ich mir sicher.

Da würden nicht mehr viele Leute denken "ach reiss dich doch zusammen" und ich glaube

auch dass die Menschen mehr zueinander halten würden.

Es ist kein schönes Leben mit Schmerzen, man wird oft nicht verstanden und das ist fast das schlimmste

was einem die Leute (Arbeit, Freunde, Iv usw) antun können.

Und wenn man so vereinsamt, und man zieht sich einfach viel zurück weil man einfach nicht mag,

dann wird es einfach noch schwieriger.

Ich freue mich über jeden der Fortschritte macht, über jeden der sich nicht mit der Rentanabklärung

abmühen muss. Und vorallem über jeden, zu dem die Familie oder Freunde halten.

Ich persönlich habe dadurch zwar meinen Lebenspartner verloren, aber zum Glück habe ich eine liebe

Freundin und Familie auf die ich mich 100% verlassen kann und das ist mit nichts aufzuwiegen.

Ich wünsche das jedem, wirklich jedem von euch. Darum freue ich mich so über die lieben Lebenspartnerinnen

hier im Forum die sich so liebevoll um ihre Männer kümmern, dickes Lob.

Ich grüsse alle ganz lieb

und schicke allen eine liebevolle umarmung

d*od~ofi=enxchen


Hallo all meine Lieben!

Wo seid ihr denn nur alle? Ich wünschte, ich könnte mehr Zeit hier verbringen und mich mehr mit euch austauschen. Aber...

Morgen habe ich Geburtstag. Es wird wohl sehr traurig, denn ich vermute, daß sich auch morgen keiner bei mir melden wird. Genauso wie in den letzten Wochen und Monaten seitdem ich Krebs habe und es mir noch schlechter geht.

Wie soll man einen Geburtstag feiern, wenn es niemanden gibt, der mit Dir feiern will? Wenn da keiner ist, der sich drüber freut, daß man geboren wurde?

Ich hab das nicht verdient. Und verstehe nicht, warum ich so sehr gestraft werde. Von allen erdenkbaren Seiten werde ich bestraft. Sei es finanziell, in Punkto Familie, Freunde und auch Liebe, kein gesellschaftliches Leben.

Ich wünsche allmählich selber, daß ich nie geboren wurde. Das hätte mir und auch vielen anderen sehr viel Leid und Kummer erspart.

Deprimierte Grüße schick ich euch, bleibt tapfer!

Bis bald, euer Fienchen

MPon(e6x8


...liebes fienchen...

...zu deinem geburtstag wünsche ich dir alles gute...ganz viel liebe...und ganz ganz ganz viel gesundheit...vorallem wünsche ich für dich...das du alles ganz ganz schnell hinter dich bringst und es dir bald wieder einigermaßen besser geht als jetzt... :)- :)- :)- :)- :)* :)* :)* :)*

...ist denn dein mann heute wenigstens da... ???...damit zumindest einer bei dir ist...und du nicht ganz alleine bist...

...bin in gedanken bei dir und drück dich...halt den kopf oben...und bleib auch du tapfer... :)_ :)_ :)_ :)_ :)_ :)_ :)_ :)_ :)_

...ganz ganz viele liebe grüße aus berlin...

...bis bald, simone... :)D :)* :)- :)- :)- :)* :)*

M)one`6x8


** ...und nun noch ein liebes hallo an all die anderen lieben leute hier... :-D :-D :-D :-D :-D

...wenn ich das wetter draußen sehe wird mir nicht besser...kalt und eklig regnerisch...kein wunder das da keiner aus seinem loch gekrochen kommt...

...ich hoffe euch geht es einigermaßen..."gut"...und laßt euch nicht unter kriegen...meinem calle geht es im mom so gut das man denken könnte er wäre gesund...der dauerkopfschmerz ist zu ertragen...attacken blieben die letzten wochen aus...was wir sehr schön finden...ich hoffe das hält noch lange an... :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-)

...piercli...

...was wäre ich für eine partnerin wenn ich meinem calle nicht zur seite stehen würde...!!!!

...er hatte anfangs immer zu mir gesagt ich solle mir nen gesunden mann suchen...kann ich aber nicht...weil ich diesen mann liebe...egal ob gesund oder krank...er wird mich nicht mehr los... :-) :-) :-) *:) *:) *:)...das weiß er aber auch... *:) *:) *:)

...und du wirst auch wieder einen partner finden der hoffentlich verständnisvoller für deine krankheit ist...schließlich hast du sie dir ja nicht aus gesucht...keiner hier hat nach dieser krankheit gerufen...ich wünschte es gäbe diese scheiß krankheit nicht...

...bleib tapfer liebes piercli...wenn dich (jedem hier) was bedrückt...wir anderen sind da und stehen euch ein wenig zu seite...so gut es eben geht... @:) @:) @:) @:) :)* :)* :)* :)* :)* :)*

...liebe grüße aus berlin... *:) *:) *:) @:) @:) @:) :)* :)* :)*

...von simone... :)- :)D

s6ilapseixns


Liebes Fienchen :-D,

zu deinem Geburtstag möchte ich dich herzlich grüßen und dir eine bessere Zeit wünschen.

Das ist nicht nur so dahergesagt, sondern ich meine es wirklich "ERNST". :)-

Du mußt schlimme Zeiten durchleben.

Es ist nicht einfach für dich.

Lass dich aber doch nicht so runterziehen.

Kannst du nicht in einer Selbsthilfegruppe etwas für dich tun.

Natürlich ist es schwieriger für dich, da du mit dieser Trigeminusneuralgie ohne Vorahnung aus dem Verkehr gezogen wirst.

Wie wäre es, wenn du an einer Phsychotherapie teilnehmen würdest.

Ich bin der Meining, du müßtest dringend etwas für deine Psyche tun.

Sieh deine Erkrankung doch nicht als Strafe an. Du hast doch niemanden etwas getan.

Die Menschen, die zu dir standen, als du noch ein gesunder Mensch warst, sind keine Freunde gewesen, ansonsten würden sie jetzt zu dir stehen.

Überlege doch einmal , was dir Freude bereiten könnte. Und dann mußt du versuchen irgendetwas schönes für dich zu tun.

Vielleicht sind die früheren Freunde aber auch nur verunsichert und wissen nicht, wie sie auf dich zugehen sollen. Zeige ihnen, wie sie sich verhalten können.

Bestimmt denkst du jetzt, die hat gut reden.

Ich war einmal genauso depremiert wie du.

Ich habe in einer psychsomatische Reha gelernt, wie ich mit meiner Krankheit umgehen kann und wie ich trotzdem ein einigermaßen zufriedenes Leben führen kann. Vorher dachte ich genauso wie du.

Ich wünsche dir wirklich alles Gute für deine Zukunft und dass du ganz vie Kraft :)* findest, dein Leben lebenswerter zu gestalten.

Sehr gerne stehe ich dir mit Tipps zur Seite.

Ganz liebe Grüße von Helga

B riogZitte]5x3


Liebes Fienchen,

leider habe ich Dein posting vom 28. 10. erst gerade gelesen und möchte Dir - wenn auch verspätet - alles, alles Liebe zum Geburtstag wünschen.

Sehe Deine Krankheiten bitte nicht als Strafe an. Mit ähnliche Gedanken haben mich vor 40 Jahren schon die Nonnen "gekillt", als sie mir während meiner zweijährigen TBC-Erkrankung weismachen wollten: "Wen Gott liebt, den züchtigt er!" So einen Blödsinn!!! Aber damals war ich "süße 17" ! Da glaubte man noch alles, was von "christlicher" Seite kommt.

Inzwischen habe ich gelernt, daß Krankheiten halt unausweichliche Schicksalsschläge sind und nichts mit Strafe, Züchtigung, Vorsehung etc. zu tun haben.

Wir müssen einfach versuchen, diese Zeit so gut wie möglich auszuhalten und zu überwinden.

Ich sage das nicht einfach so daher, ich weiß, wovon ich rede.

Wie gesagt, damals mit 17 diese Lungen-Tbc, dann vor einigen Jahren die Halswirbel-OP (deren Folgen mich heute noch täglich quälen) und vor einem Jahr die Gehirnblutung.

Ich war gerade eine Woche aus der Klinik wieder zuhause, als mein Mann mit der TN begann. Und daran arbeiten wir heute noch. Die beginnende Winterzeit macht uns auch wieder zu schaffen. Kälte ist einfach Horror!

Liebes Fienchen, ich gebe silaseins völlig Recht. Du m u ß t dir einfach psychische Hilfe suchen ! Das ist einfach enorm wichtig für Dich!

Aus Deinen Zeilen konnten wir ja lesen, wie Dich Deine momentane Situation herunterzieht.

Von allein kommt da kein positives Denken mehr - ist aber auch kein Wunder!

Dich hat's einfach zu arg erwischt!

Ich wünsche Dir von Herzen, daß Du bei Deiner Suche nach geeigneter Hilfe bald fündig wirst. Vielleicht stehst Du auch schon mit silaseins in Kontakt?

Bitte, bitte, bleibe nicht so passiv. Du weißt selbst, daß dadurch Deine Krankheiten die Oberhand gewinnen (aus dem Kopf kriegst Du sie eh nie).

Du hast damals diesen Faden ins Leben gerufen - nun nutze ihn für Dich selbst!

Wir sind alle für Dich da und haben ein offenes Ohr.

Sei ganz lieb gedrückt

von

Brigitte

pDiZercli


Hallo Fienchen,

auch von mir leider etwas später, aber doch lieb und ehrlich gemeint, alles alles liebe zum Geburtstag

Auch wenn du sicherlich nicht in Feierlaune warst, möchte ich dir vorallem eines wünschen.

Kraft, besserung der Gesundheit und dass du die Batterie wieder ein wenig aufladen kannst und auch

mal wieder mit einem anderen Gedanken ins Bett gehen kannst, als Krankheit und Schmerz.

Es tut mir weh deine Worte zu lesen, auch wenn ich dich verstehen kann.

Im Moment ist dir einfach die Kraft zum kämpfen ausgegangen, und das ist in deiner Situation

sehr verständlich.

Aber auch ich möchte dich ermutigen (und ich finde das Helga und Brigitta sehr gut geschrieben haben)

etwas dagegen zu tun. Falls du noch keine Hilfe hast, bitte such dir welche.

Das ist wirklich kein Zustand und zermürbt dich total.

Und doch fehlen mir leider die Worte dich zu trösten, obwohl ich es gerne tun würde.

Aber ich möchte deine Situation gar nicht schön reden, es hat dich wirklich fies und in voller

Dröhnung getroffen, und ich glaube da sprech ich aus allen Herzen von uns, es tut uns wirklich leid.

Aber das du davon nicht gesund wirst das weiss ich, leider.

Wohnst du eigentlich weit oben in Deutschland? Wie du weisst bin ich ja von der Schweiz..

Ich probiere hier eine TN-Gruppe auf die Beine zu stellen, weil ich einfach so was von ausgelaugt bin

nach 10 Jahren. Ich möchte mich gerne mit Betroffenen treffen und über gewisse Sachen sprechen, auch

das ich mein Umfeld ein bisschen schonen kann.

Gibt es bei dir keine Gruppe? Vielleicht hast du aber auch nicht das Bedürfnis, ich könnt mir nur vorstellen

dass du wieder, auch wenn im kleinen Rahmen, ein Umfeld haben solltest und gewisse Ablenkung.

Ich finde es wirklich eine Schande das uns so viele Menschen verlassen weil es nicht immer Friede Freude

Eierkuchen ist.

Das tut mir nicht nur für mich leid, sondern für euch alle.

Ich kann mir einfach vorstellen (mal schauen wie es wird) das es einem gut tun kann, ähnlich wie

hier, wo man weiss man wird so akzeptiert wie man ist und vorallem verstanden.

Ich wünsche dir von ganzem Herzen dass du mal wieder an gute Leute gerätst und

wieder eine Positive erfahrung machen kannst.

Lieber Gruss Piercli

dKodof~i_encxhen


Meine Lieben,

vielen Dank für eure guten Wünsche zu meinem Geburtstag.

Auch heute muß ich mich ganz kurz halten.

Ich war ca. 4,5 Jahre in Therapie. Aber zu diesem Zeitpunkt kann mir kein Psychologe oder Psychiater der Welt etwas Positives erbringen.

Natürlich ist die Krankheit eine Strafe. Sie ist keine persönliche, speziell gegen mich gerichtete Strafe, aber sie ist eine. Ist nicht so, daß ich glaube, daß der liebe Gott mich für meine Missetaten bestrafen und leiden sehen will. Sie ist eine Bestrafung in der Richtung, daß sie einem das Leben so verdammt schwer macht und die Lebensqualität raubt.

Ich brauche keinen Psychologen, der mich in ein Schema F drängt. Ich brauche ganz normale Menschen, für die ich auch nur ein Mensch bin, und nicht die Kranke.

Ich hoffe, ich konnte das mit der Bestrafung nun etwas deutlicher darstellen und verabschiede mich mit ganz lieben Grüßen an euch alle wieder ins Bett.

Bis bald, euer Fienchen

p]ier!cli


Hallo an alle lieben

Ich habe meinen Artikel aus dem Landboten (eine Zeitung bei uns) mit angehangen,

für alle die interessiert sind ihn zu lesen.

Er handelt von meiner Krankheitsgeschichte und meinem Aufruf, eine Selbsthilfegruppe auf die

Beine zu stellen. Ich versuchte das schon seit geraumer Zeit, doch die Schweiz ist einfach zu klein

und ich habe zuwenig Betroffene Menschen gefunden, darum habe ich mich an die Zeitung gewendet.

Ich hatte ebenfalls das Bedürfnis, den Menschen die Auswirkungen der Krankheit zu verdeutlichen und

somit für mehr Verständnis und Aufklärung zu sorgen.

Er hat eine grössere Resonanz ausgelöst als ich erwartet habe, somit wird in absehbarer Zeit bei uns

eine Gruppe zustande kommen.

Schmerzen so schlimm kaum vorstellbar

Acht Jahre lang blieb die Ursache der heftigen

Gesichtsschmerzen von Rahel Huber* unerkannt –

trotz unzähliger Arztkonsultationen. Dann endlich

wurde die Diagnose gestellt: Trigeminusneuralgie.

Die Leidensgeschichte von Rahel Huber* begann vor über zehn Jahren. Damals

verspürte sie zum ersten Mal heftige Schmerzen im Gesicht. «Da sie nur sporadisch auftraten, meist nach dem Essen, hielt ich sie aus und hoffte, dass sie von selbst wieder verschwinden», erzählt die heute 30-Jährige. Als die Beschwerden zunahmen, ging sie zum Hausarzt. Es folgte eine Konsultation beim Hautarzt, dann eine beim Ohren-Nasen-Hals-Spezialisten: Niemand fand eine Ursache für die Symptome.

Die Schmerzen aber wurden immer heftiger und häufiger und die Ärzte-Odyssee nahm ihren Lauf.

Ernst genommen und seriös abgeklärt worden, seien sie allerdings selten, sagt Rahel Huber rückblickend.

Wohl nicht zuletzt auch wegen ihrer Tätowierungen, vermutet sie: «Einige Ärzte hatten offensichtlich

Mühe damit, ihre Blicke blieben daran haften.» Einer sagte gar zu ihr, bei so vielen Tätowierungen müsse man sich schon Gedanken machen, ob im Kopf alles richtig sei. Immer wieder wurde der jungen Frau erklärt,

sie sei gesund und könne sich den Gang von Arzt zu Arzt sparen. Oder es wurde ein psychisches Problem vermutet.

«Irgendwann dachte ich: Es ist wahrscheinlich wirklich so.» Sie versuchte,

die extremen Schmerzen zu ignorieren und ganz normal zu leben, was ihr aber nicht gelang. In ihrer Not wandte sie sich auch an Naturheilärzte und lebte zwei Jahre vegan, nachdem eine Allergie auf tierische Eiweisse «diagnostiziert» worden war. Sehr viel Geld habe sie ausgegeben, für Tests und Behandlungen, alles ohne Erfolg. «Ich war wohl ein dankbares Opfer», meint sie bitter.

Irgendwann konnte Rahel Huber den Alltag nur noch schlecht bewältigen, denn Schmerzmittel brachten keine Linderung. Sie legte Eispackungen auf das Gesicht, um weiterarbeiten zu können. «Nach Büroschluss war ich so erschöpft, dass ich mich gleich hinlegen musste», erzählt sie. Die sozialen Kontakte verkümmerten immer mehr. Als zusätzlich ein belastendes Ereignis in der Familie eintrat, brach Rahel Huber körperlich und psychisch zusammen.

Sie wurde in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Ein Glücksfall, wie sich später herausstellte: Der Psychiater, der sie dort untersuchte, hatte eine neurologische Ausbildung. «Er war der erste Arzt, der mich präzise nach der Schmerzart befragte. Und als er mit einem Schnippen am Gesicht den Schmerz auslösen konnte, war der Fall für ihn klar.» Eine eingehende neurologische Abklärung bestätigte den Verdacht einer «Trigeminusneuralgie

Mit den richtigen Medikamenten sei das Problem in ein paar Monaten behoben, sagte man ihr. «Ich war so erleichtert. Endlich hatte man die Ursache für die Schmerzen gefunden und ich dachte: Nun ist der Albtraum bald vorbei.»

Die Arzneimittel aber sprachen nicht an. Im Frühling vor einem Jahr wurde dann ein operativer Eingriff vorgenommen. Schon kurz darauf war Rahel Huber schmerzfrei. Wieder dachte sie:

Jetzt ist es überstanden.

Aber nach drei Wochen waren die schlimmen Schmerzen wieder da. «Ich war am Boden zerstört. Die Erfolgschancen bei dieser Operation liegen bei etwa achtzig Prozent. Warum half sie bei mir nicht?».

Fast zwei Jahre war Rahel Huber zu diesem Zeitpunkt bereits arbeitsunfähig und die Zukunftsaussichten waren düster. «Ich dachte oft an Suizid, um die täglichen, unerträglichen Schmerzen, die oft stundenlang anhielten, endlich zu beenden», sagt sie. Auch eine zweite Operation brachte keinen Erfolg. Wieder wurde Rahel Huber von Arzt zu Arzt und von Abteilung zu Abteilung überwiesen und probierte weitere Medikamente aus.

Seit Frühling dieses Jahres wird nun eine sekundäre Ursache der Trigeminusneuralgie vermutet:

Eine atypische Schwellung an den Wangen könnte die Ursache für die Trigeminusneuralgie ein.

Deren Behandlung brachte einen kurzfristigen Erfolg. Doch Rahel Hubers Leidensweg nimmt kein Ende: Die Schmerzen kehrten in alter Intensität zurück. «Ich bin privat und beruflich total blockiert und es ist für mich mittlerweile sehr schwierig, optimistisch zu sein», sagt sie. Zum Glück habe sie Freunde und Bekannte,

die in all der schwierigen Zeit zu ihr gehalten hätten: «Sie sind für mich sehr wertvoll und wichtig.» Hilfreich wäre es für Rahel Huber auch, wenn sie Kontakte zu anderen von dieser Krankheit Betroffenen pflegen könnte. Auch möchte Rahel Huber allen, die unter nicht erklärbaren, starken Schmerzen leiden, Mut machen, hartnäckig zu bleiben: «Ohne Diagnose muss man sich einiges gefallen lassen», sagte sie. Und je länger diese Situation

andauere, umso unerträglicher werde sie; geglaubt werde den Betroffenen aber immer weniger.

Andrea Jud, Landbotenzeitung

*Name von der Redaktion geändert

dfodofGiencheGn


:)^

Gut gemacht!

Viel Glück beim Gruppe bilden.

Alles Liebe, das Fienchen

Barigitxte53


Hallo, piercli,

so eine Selbsthilfegruppe, das würde ich mir auch wünschen!!!!

Leider - oder zum Glück - haben nicht viele Menschen unter der TN zu leiden.

Aber diejenigen welche brauchen dringend Austauschmöglichkeiten.

Da sei das Internet gepriesen!

Was wären wir ohne unseren Gedankenaustausch!

Aber noch hilfreicher ist natürlich das persönliche Gespräch.

Hier im Münsterland gibt es so etwas ganz und gar nicht.

Somit tummle ich mich immer wieder im Internet auf der med1 herum.

Ihr seid wirklich oft schon eine große Hilfe gewesen.

Wenn ich auch selbst nicht betroffen bin, es ist das einzige, was ich für meinen Partner tun kann.

Mich immer wieder schlau machen, Erfahrungsberichte lesen etc.

Bei den Arztbesuchen macht es sich sowieso immer gut, wenn die merken, daß man nicht völlig unbedarft dort sitzt, sondern sich ein fundierten Grundwissen angeeignet hat.

Manchmal hatte ich schon das Gefühl, daß wir beide, mein Mann und ich, mehr über TN wissen als der Doc.

Also, piercli, ich wünsche Dir viel Erfolg beim Aufbau der Selbsthilfegruppe in der wunderschönen Schweiz.

Liebe Grüße an Euch alle

Brigitte

M}onde68


...hallo ballo ihr lieben leutz... *:) *:) *:) :)D

...wollte mich auch mal wieder zu wort melden...

...piercli...

...dein bericht ist,wie soll ich sagen, unvorstellbar für einen der so einen verlauf nicht kennt...

...aber die betroffenen kennen diesen leidensweg nur zu gut...

...deinen gedanken eine TN-gruppe zu gründen finde ich prima...wärst du hier in berlin...wären calle und ich die ersten die dabei sind...ich weiß nicht mal ob es hier so etwas wie eine selbsthilfegruppe gibt...

...ich drücke dir die daumen und viel erfolg bei deinem vorhaben...

...ich drück euch alle...wünsche euch, besonders zu dieser jahreszeit, schmerzarme tage... *:) *:) *:)

liebe grüße von eurer

pIiercxli


Hallo zusammen,

danke Mone und Brigitte, das kann ich gebrauchen.

Also ich finde auch dass wir das brauchen, ich bin im Moment wieder nur

kurze Phasen schmerzfrei, das killt mich echt fast. Und ich weiss ich bin nicht

die einzige die so in die Knie gezwingt wird.

Es ist wie die einzige Möglichkeit es annähernd zu schaffen, wenn du auch verstehen

wirst und zusammen Strategien entwickeln kannst, finde ich.

So wie das hier, aber einfach Face to Face...

Grüsse euch alle ganz lieb

@Fienchen *:) *:) *:) :)* :)* :)*

MDonex68


hallo ihr lieben...

...es ist schön das es das forum gibt...hier kann man beistand leisten und auch bekommen...

...ich kann eure schmerzen nicht im geringsten nachvollziehen...es ist immer leicht gesagt:"laßt euch nicht unter kriegen"...aber ich weiß das euch die schmerzen in den wahnsinn treiben können...und trotzdem bitte ich euch, euch nicht klein kriegen zu lassen ...soll ich euch mal sagen was im mom meine freude ist...!!!

...meinem calle geht es seit einem monat sooo gut...keine attacken...keine permanent hämmernden schmerzen...ich weiß nicht woran das gute befinden von calle liegt...ich weiß...es kann sich schlagartig ändern...ich hoffe das es noch lange so weiter geht mit seinem guten befinden... :)^ :)^ :)^

...ich wünschte, das es bei euch so wäre...aber wie ich lese...ist es nicht so... :(v :°(...schade...

...dennoch schicke ich euch allen viele kraftsternchen... :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

...ich wünsche euch allen ein schmerzarmes wochenende...laßt euch von mir drücken... :)_ :)_ :)_ :)_ :)_

...ganz viele liebe grüße aus berlin von eurer...

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