» »

Schilddrüsenfehlfunktion - Polyneuropathie

P!owxer hat die Diskussion gestartet


Hallo,

habe gehört, daß eine Polyneuropathie durchaus durch eine Schilddrüsenerkrankung, z.B. Adenom oder ähnliches hervorgerufen werden kann. Wer von euch kennt sich aus?

Danke. Power

Antworten
W4anze


Hallo Power, ich berichte

wenn ich mehr darüber weiss. Habe PNP sowie eine Schilddrüsen-Unterfunktion, möglicherweise Typ Hashimoto, aber ich berichte wieder, wenn ich die Untersuchungsergebnisse von der Ultraschall-Untersuchung der der Szintigraphie habe. Ich weiss das erst seit dieser Woche, habe mir meine eigene Verdachtsdiagnose Schilddrüsenerkrankung durch ein Blutbild bestätigen lassen.

Grüsse Wanze

lkottcwhen


PNP und Hashimoto-gibt es einen Zusammenhang?

Hallo Power, habe ebenfalls die Diagnosen PNP und Hashimoto. Nach neuesten Untersuchungen sollen die beiden aber nichts miteinander zu tun haben, obwohl erst für den Neurologen ein Zusammenhang klar war.

Es würde mich sehr interessieren, ob es irgendwelche gesicherten Erkenntnisse darüber gibt Lottchen

W2anzxe


Hallo Lottchen und Power

Leider sind meine Untersuchungen noch nicht ganz abgeschlossen, weiss also noch nicht genau woher meine Unterfunktion kommt.

Ich sehe dennoch einen Zusammenhang zwischen Autoimmunkrankheiten und Polyneuropathie.

Denn bei allen Autoimmunkrankheiten greift sich der Körper ja permanent selbst an, warum dann nicht die Nervenbahnen?

Und auf einigen Internetseiten sowie Büchern wird auch der Zusammenhang klar benannt.

Wanze

BLiene Mxaya


Kommt mir bekannt vor...

Hallo an alle,

ich habe ein Adenom an der Nebenschilddrüse und eine daraus entstandene Überfunktion der Nebenschilddrüse.

Bin auch seit 2 Jahren an einer Polyneurophatie erkrankt.

Meine Ärzte schlißen daraus einen Zusammenhang.

War letzte Woche in Marburg bei einem Endokrinologen, der mir zu einer Operation geraten hat, in der Hoffnung, dass sich die PNP bessert oder sogar verschwindet.

Nach meinen Auskünften besteht ein Zusammenhang!

Wer kennt sich mit einer Schilddrüsen OP aus, habe sooo Angst davor, bin erst 21 Jahre.

Gute Besserung an alle,

Biene Maya

M]oPxo


Re: Hallo Biene Maja,

Ich wurde schon mit 19 Jahren an der Schilddrüse operiert weil ich keine Luft mehr bekam. Das war 1973 und ich habe alles gut überstanden. Die ersten Tage nach der OP habe ich regelrecht verschlafen und danach ging es mir schnell wieder besser. Vor allem war ich danach viel belastbarer als vorher und konnte wieder viele Dinge tun bei denen ich vorher keine Luft bekam.

Eine Polyneuropatie wurde bei mir 1995 diagnostiziert und die Gefühlsstörungen sind seitdem nicht weniger geworden. Imgegenteil sie nehmen zu. Dann wurde ein Adenom an der Hypophyse gefunden, ein Prolaktinom, wobei aber auch die anderen Hormonachsen nicht immer richtig funktionieren. So ist zeitweise Cortisol zuviel vorhanden und das Wachstumshormon schwankt von praktisch nicht vorhanden bis zu hohem Spiegel.

Im Zusammenhang mit dem Hypophysenadenom wird bei mir auch das Parathormon untersucht, das in den Nebenschilddrüsen gebildet wird, weil damit auch ein Zusammenhang bestehen kann, wenn mehrere Familienmitglieder betroffen sind, wie es bei mir der Fall ist. Bei uns besteht der Verdacht auf MEN 1 (Multipler endokriener Neoplasie Typ 1) was der Gentest, auf dessen Ergebnis ich warte erbringen wird.

Ich wünsche Dir für Deine bevorstehende Operation viel Kraft, und hab keine Angst, es wird schon alles gut.

Viele liebe Grüsse und gute Besserung wünscht

BOiheneT M`aya


Hallo Mopo,

danke, für deine lieben mutmachenden Worte.

Deine Krankengeschichte hört sich aber auch nicht so toll an.... Tut mir leid!

Mut gemacht hat mir vorallem der Satz, dass du nach der OP wieder viel belastbarer warst. Das wäre für mich ganz wichtig, da ich gerade ein Studium begonnen habe.

Jetzt muß ich dich aber nochmal fragen, ob durch die Schilddrüsen OP die PNP gebessert wurde??

Das Parathormon ist bei mir extrem hoch.

Darf ich fragen, wo du die OP durchführen lassen hast?

Mir ist kein Weg zu weit.......

Wird die OP endoskopisch durchgeführt?

Danke für deine Hilfe, dir auch alles Gute,

Biene Maya

M(oPxo


Re: Hallo Biene Maja,

zum Zeitpunkt der Schilddrüsen-OP war die Polyneuroparie bei mir noch nicht festgestellt worden. Ich denke aber, dass die stark erhöhten Parathormonwerte mehr Schaden anrichten als eine Schilddrüsen-OP, weil das Parathormon ja auf den Stoffwechsel wirkt und andere Organe schädigen kann. Ich würde Dir dringend zu einer OP raten, denn endoskopisch durchgeführt hast Du hinterher auch nur eine kleine Narbe. Bei mir wurde das damals hier in unserem örtlichen Krankenhaus gemacht und es gab keine Probleme. Es besteht allerdings ein Unterschied zwischen Schilddrüse und Nebenschilddrüse. Die Nebenschilddrüsen sind nur etwa reiskorngroß und man hat vier an der Zahl, während die eigentliche Schilddrüse größer ist. Ich weiß auch nicht genau ob die Nebenschilddrüsen in jeder Klinik operiert werden. Aber vom OP-Verlauf für den Patienten dürfte das kein Unterschied sein.

Ich wünsche Dir für die OP viel Kraft einen reibungslosen Verlauf, und eine schnelle Heilung.

Laß Dich nicht unterkriegen und alles Gute wünscht

BLienue ;MTaya


Hallo Mopo,

eine solche Nebenschilddrüsen OP wird nur ganz selten durchgeführt. Ich werde es wohl in Marburg an der Uni Klinik machen lassen, denn dort sitzten anscheinend Spezialisten. War auch schon ambulant in Marburg, obwohl ich 350 km fahren mußte (1 Strecke).

Um schon irgendwelche Folgeerkrankungen auszuschließen, auf Grund des zu hohen Calziumspiegels im Blut, wurde bei mir die Knochendichte gemessen. Ich habe aber leider noch keine Ergebnisse.

Ich hoffe nur, dass ich mit der OP noch bis zu meinen Semesterferien (MÄRZ!!) warten kann.

Außerdem habe ich Angst, dass der Tumor wieder nachwachsen kann.

Wie lange warst du damals im Krankenhaus?

Danke für deine Hilfe,

die ängstliche Biene Maya

MZoPxo


Re: Hallo Biene Maja,

ich glaube in der UNI-Klinik in Marburg bist Du auf alle Fälle gut aufgehoben und auch endokrinologisch bei Fachleuten. Ich war damals nach 10 Tagen wieder zu Hause, aber wie gesagt es war nicht die Nebenschilddrüsen, die können bei MEN 1 aber noch kommen. Aber da laß ich mich erst mal nicht verrückt machen. Man muss ja doch alles nehmen wie es kommt.

Ich habe aber noch eine Frage an Dich. Gibt es in Deiner Familie, oder weitläufigeren Verwandschaft, noch jemanden der mit den Nebenschilddrüsen Probleme hat oder vieleicht mit der Hypophyse (Hirnanhangdrüse)? Wenn ja, dann solltest Du in der UNI-Klinik mal nach dem Gentest für MEN 1 fragen, denn dann können eher Untersuchungen durchgeführt werden, die nach weiteren Tumoren suchen, wie sie in unserer Familie jetzt auftreten. Ich will Dir aber keine Angst machen. Die Nebenschilddrüsen können auch erkranken ohne dass noch andere Tumore nachkommen. Es muss also nicht das gleiche sein wie bei uns.

Also Kopf hoch und alles Gute wünscht

B6ienex Maya


Hey MoPo,

hat mich jetzt schon etwas beunruhigt, was du geschrieben hast.

Meine Oma hat nämlich eine massive Schilddrüsenüberfunktion und auch PNP.

Hat bei uns also eine Generation übersprungen.

Als ich vergangene Woche in Marburg war, hatte ich auch das Gefühl gut aufgehoben zu sein.

Ich war dort in der Endokrinologie. Der Arzt war sehr nett.

Ich habe hinzu auch noch eine Depression, glaubst du, dass dies auch in Zusammenhang stehen könnte mit der Nebenschilddrüsenerkrankung?

Wie alt bist du eigentlich?

Schönes Wochenende,

Biene Maya

MfoPo


Re: Hallo Biene Maja,

ich bin schon 49, könnt eigentlich Deine Mutter sein, nur so zum Scherz. Woher die PNP kommt wissen bei mir die Ärzte nicht, sie sagen unklarer Genese. Die Schilddrüsenüberfunktion Deiner Oma ist eine eigenständige Erkrankung und hat mit der Erkrankung, die ich habe nichts zu tun. Sie können zwar zusammen auftreten, sind aber nicht Bestandteil des Krankheitsbildes von MEN 1. Aber ich habe versucht, Dir zu erklären, dass Schilddrüsenerkrankungen und Nebenschilddrüsenerkrankungen zwei verschiedene Dinge sind mit jeweils einem anderen Krankheitsbild. Ich habe an mir die Erfahrung gemacht, das man häufig depressiv reagiert, wenn man erfährt, dass man krank ist. Und ich halte das auch für ganz normal. Das bessert sich wieder, wenn man aktiv etwas gegen die Erkrankung tut. Mit dieser Aktivität gewinnt man auch wieder neuen Lebensmut und kann damit depressive Stimmungen überwinden. Die Krankheit MEN 1 kann übrigens keine Generation überspringen. Wer das Gen in sich trägt erkrankt, und wer es nicht in sich trägt, kann es auch nicht weitervererben.

Ich hoffe, dass ich Dir damit wieder die Angst nehmen konnte. Ich habe ja schon geschrieben, dass Nebenschilddrüsenerkrankungen auch außerhalb von MEN 1 auftreten. Ich glaube sowieso, dass bei verschiedenen Erkrankungen noch lange nicht erforscht ist, wie sie mit anderen Erkrankungen im Zusammenhang stehen.

Ein schönes Wochenende und gute Besserung wünscht

Brien3e Maxya


Hallo Mopo,

ist es dann überhaupt o.k., wenn ich "du" sage?

Bei mir war es nur so, dass die depressive Erkrankung schon seit 4 Jahren besteht und neuerdings erst diese Nebenschilddrüsenerkrankung auftrat.

Man, du bist ja echt ein richtiger Fachmann........

Bist du vielleicht Arzt oder hast einen Spezialisten in der Familie?

Ich bin jetzt wieder etwas beruhigter, Danke.

Wie geht es dir im Moment?

Liebe Grüße,

Bienchen

M%oPxo


Re: Hallo Biene Maja,

das "Du" ist schon in Ordnung, ist doch im Netz auch üblich. Und das ich mich über die Erkrankung informiert habe, halte ich für normal, wenn man davon betroffen ist. Ich bin in einer Selbsthilfegruppe und im Internet findet man doch auch sehr wertvolle Informationen z.B. unter [[http://www.glandula-online.de]] , denn in diesem Netzwerk bin ich Mitglied. Manchmal ist es auch bei der Arztwahl wichtig das man weiß nach welchem Facharzt man suchen muß. Ich will ja auch die nötige Hilfe haben die ich brauche und nicht erst einen Zufallsbefund wenn es schon fast zu spät ist. Obwohl man das wohl nie ganz ausschließen kann. Schon wenn man die Krankheitsbezeichnung in die Suchmaschine eingibt, kann man auf sehr interessanten Seiten landen. Nur verrückt machen darf man sich nicht. Es ist nicht hilfreich sich etwas einzureden was nicht der Fall ist. Bis zu einer Diagnose vergeht eben manchmal auch eine längere Zeit, weil viele verschiedene Untersuchungen notwendig sind.

Weißt Du schon wann Du operiert werden sollst?

Alles Gute wünscht Dir

B}iEene 2Maya


Hallo Mopo,

ich habe mich auch nun schon im Internet über meine Erkrankungen informiert.

Hab mich eben erst einlesen müssen, weil ich ja mit der Diagnose noch nicht allzu lang konfrontiert wurde.

Weiß aber inzwischenzeit schon vieles mehr......

Ich muß noch auf ein paar Blutergebnisse warten, aber der Endokrinologe in Marburg meite, dass es so schnell wie möglich geschehen sollte, bevor eben Schädigungen an den Knochen entstehen.

Leider ist mein Hausarzt gerade im Urlaub, so dass ich seine Meinung gerade nicht einholen kann.

Bis ich aber alle Ergebnisse zusammen habe, ist auch meine Hausarzt wieder da.

Ich möchte doch noch bis zu den Semesterferien (im März) warten, weil ich doch erst im Oktober mit meinem Studium begonnen habe.

Will einfach nicht gleich wieder fehlen.

Nur wenn es gar nicht mehr anders geht, werde ich es wohl schon früher machen lassen.

Ich denke mal, dass ich mich in Marburg operieren lasse. Wobei ich bei meinen Recherchen auch oft aufs Charit'e (funktioniet mit der Schreibweise nicht so, wie ich es will...) in Berlin gestoßen bin. Oder aber auch auf das Universitätsklinikum zu Köln.

Kennst du die eine oder andere Klinik?

Dir auch alles Gute,

Biene Maja

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Neurologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Borreliose


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH