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Muskelzucken, Muskelschmerzen, extreme Müdigkeit

BRrom>elBixe


Ich gehöre seit ein paar Wochen auch zum "Club der Zucker". Hier meine Geschichte:

Ich hatte in den letzten Monaten schon festgestellt, dass ich immer häufiger Krämpfe in den Füßen bekam. Habe das zunächst auf mangelnde Flüssigkeitszufuhr geschoben und dann versucht mehr zu trinken und Magnesium zu nehmen. Hat auch soweit geholfen, bis zu einem Abend: während eines Fussball EM-Spiels habe ich megamäßige Krämpfe in den Füßen und an den Schienbeinaußenseiten bekommen. Nichts half und über Stunden kam der Krampf immer wieder. Bin in der Nacht ein paar mal aus dem Bett gesprungen. Natürlich alles an einem Freitag abend und mit sowas will man ja nicht zum Notarzt.

Am darauffolgenden Montag bin ich dann zum Arzt. Blutbild wurde gemacht, alles unauffällig. Nur 2-3 Tage danach habe ich dann plötzlich starke Zuckungen bekommen. Zunächst in den Füßen und in der Wade, ganz schnell hat sich das dann auf den ganzen Körper ausgebreitet. Es gab überhaupt keine Ruhezeiten und die Zuckungen waren überall im Sekundentakt, nur nicht im Gesicht. Zum Teil hatte ich auch Hotspots (Dauertick im Oberschenkel über 5 Tage - und das superkräftig). Also zum Neurologen. Der hat dann versucht in meinem Oberschenkel ein EMG zu machen. Allerdings war der so angespannt, dass die Nadel nichts weitergeleitet hat (obwohl sich der Oberschenkel locker angefühlt hat). Daraufhin herrschte Ratlosigkeit (O-Ton Arzt"so was habe ich noch nicht gehabt"). Toll. Evtl. könne es das Restless Legs Syndrom sein.

Ich habe dann erst einmal ein entkrampfendes Mittel erhalten (Epilepsiemittel in geringer Dosis). Hat auch ein wenig gegen die Zuckungen geholfen, aber leider auch die Muskeln total schlapp gemacht. Außerdem machte es abhängig. Also abgesetzt und was Neues bekommen: ein chininhaltiges Mittel. Das half erst einmal gar nicht und ich bin dann zum Psychologen gegangen, weil ich mir dachte, dass es evtl. auch psychisch sein könnte. Zwischendrin dann ein Schock-Erlebnis mit totaler Schwäche in den Oberschenkeln und Zittern der Hände.

Also wieder zu einem neuen Neurologen - diesmal ein neuer, da mein alter in Rente ging. Der neue Neurologe hat mich dann mit seinem ALS Verdacht konfrontiert. Toll - bisher hatte ich nicht gedacht, dass es so schlimm sein könnte. Das hat mich total vom Stuhl gehauen. Zumal ich auch nicht der typischen Gruppe angehöre (bin weiblich und 37 Jahre). Bin im übrigen auch nicht hypochondrisch veranlagt. Nach dem ersten Schock habe ich mich dann durch die ALS-Forenbeiträge & medizinische Seiten gequält. Im Gegensatz zu meinem Neurologen fand ich, dass meine Symptome doch anders als bei den ALS Patienten waren.

Ich tippe eher auf einen Mineralstoffmangel oder auf eine anders geartete Stoffwechselkrankheit. Ich habe festgestellt, dass leichtes joggen hilft. Das Zucken bleibt dann nachts fast weg. Auch ein heißes Bad ist hilfreich - allerdings bei den Temperaturen kein Genuss.

Das Zucken wurde dann Ende Juli für 10 Tage etwas besser. In dieser Phase habe ich ein EMG machen lassen (man will ja nicht von vorneherein ein Chaosergebnis bekommen). Oberschenkel war ganz o.k. und im Unterschenkel war der Kurvenausschlag etwas schwach, aber durchaus noch o.k.

Wir haben dann beschlossen, bis auf eine weitere Blutuntersuchung mit weiteren Untersuchungen zu warten. Leider ging die Zuckerei kurz darauf wieder los. Zum Glück beschränkt es sich jetzt mehr auf die Füße und Unterschenkel. Ich probiere jetzt einfach rum: im Moment nehme ich Magnesium, zeitversetzt mit dem chininhaltigen Mittel und trinke ein Heilwasser mit hohem Calciumgehalt. Ich esse Bananen und versuche mich zu entspannen. Dazu probiere ich Apfelessigtrunk aus.

Zum Psychotherapeuten gehe ich auch - vielleicht habe ich ja doch ein Problem, das sich so auswirkt :-/

Im Moment beschränken sich die Zuckungen auf die Beine. Also doch Restless Legs ???

Ich weiß es nicht und hoffe, dass es so weggeht, wie es gekommen ist. Verschlechterung insgesamt stelle ich nicht fest. Es gibt nur gute Tage oder schlechte Tage. Nächste Woche kommt die nächste Blutuntersuchung.

nkiFnn^y


und was ist jetzt aus dem als verdacht geworden?? hat sich aber nicht bestätigt ??? ich glaube der neurologe war ein bisschen voreilig... der hat dir ja einen richtigen schock versetzt.. ich habe auch seid 6 monaten muskelzucken - körperlich wohl alles beim besten

Bqromxelie


Voreilig ist untertrieben: meine ganze Familie hat danach erstmal am Rad gedreht. Auf ALS habe ich ihn beim 2. Termin gar nicht mehr angesprochen und er hat es auch nicht von sich aus getan. Vielleicht hatte er beim ersten Mal einen schlechten Tag und wollte mal eine Patientin richtig schocken. Keine Ahnung, was in den gefahren ist, jemanden so ohne weiteres mit so einem Verdacht zu konfrontieren. Zumal ich das von mir aus auch gar nicht angesprochen hatte.

Ich habe das ganze jetzt ca. 2 Monate und ich denke, bei ALS wäre es dann schon eine Verschlechterung festzustellen. Ich warte einfach ab und versuche noch gesünder als zuvor zu leben. Es wird schon irgendwann wieder weggehen oder sich in eine bestimmte Richtung entwickeln, so dass man evtl. eher darauf kommt was es ist. Also :)D

nsinnMy


so entspannt würde ich auch gerne mal sein - hab das ganze jetzt seid 6 monaten - mein neurologe hat gesagt was körperliches ist ausgeschlossen - trotzdem hab ich immer noch angst

nbinnBy


und was war seine diagnose beim 2.mal ???

B/rVomJelixe


Er meinte, dass auch eine unerkannte Virusinfektion Grund für die Krämpfe und Zuckungen sein könnte. Ich glaube, er hatte keinen wirklichen Plan. Wenn es schlimmer wird, werden wir halt weiter untersuchen. Wenn es stärker anfängt zu zucken habe ich auch meine Tiefpunkte. Ich versuche dann davon wegzukommen und mich auf andere Dinge zu konzentrieren. Ist zwar nicht ganz einfach wenn es überall zuckt, aber man muss sich halt Strategien überlegen, sonst dreht man durch. Bewegung ist auf jeden Fall nicht schlecht und auch konzentrierte geistige Arbeit. Die Krämpfe sind da schon schwerer "wegzudenken". Da hilft dann wirklich nur noch Magnesium oder Limptar.

awsedxo


Muskelzucken, Muskelschmerzen, extreme Müdigkeit ..................................etc

Hallo Ihr alle,

die von euch hier geschilderten Symthome deuten sehr stark auf Viren (EBV) und Bakterien (Borreliose) hin. Ich weis wovon ich spreche, da selbst betroffen. Entdeckt nch über 20 Jahren.

Lasst Euch von den Ärzten nicht vetröpsten, dass da nichts sei.

Besteht auf die Durchführung eines ELISA inc. Westernblot ggf. auch LTT bei der Borre. Bei EBV und CO veranlasst PCR und LTT und lasst einen einen Ganzkörperimmunstatus machen.

Desweiteren ist eine Schwermetelltestung (insb. Quecksilber, Aluminium.......) mittels LTT dringend anzuraten.

Dies alles nach Möglichkeit alles bei einem qualifizieretn Labor (z.B. Rurainski, Ettlingen Herr Gebhard oder in Berlin im Institut für Medizinische Diagnostik, Dr. Baehr). Besteht bei Ärzten darauf. Ihr könnt mich gern anmailen, besser noch anrufen, da Materie viel zu komplex und zu individuell ist, um hier beschrieben zu werden.

Ein Tip vorab: einschlägige Fachlinfos zum Thema Borreliose (z.B. Deutsche Borreliose-Gesellschaft, Hopf-Seidel......) anschauen. Ich wette die meisten von Euch bez. der Symthome fündig. Die Ärzte haben leider keine grosse Ahnung.

Im Borreliose-Forum ist meine KG (noch nicht aktuallisiert) unter asedo einsehbar.

Gruss

asedo

B3romOeAlie


Borreliose wurde getestet und ausgeschlossen. Kann mich auch nicht erinnern, dass ich jemals eine Zecke hatte und die Übertragung durch andere Stechtiere ist eher unwahrscheinlich.

Ich habe jetzt meinen CK-Wert: er war deutlich erhöht (4,3 mal so hoch wie normal - Schock!). Leider hatte ich 5 Tage vorher eine Sporteinheit absolviert, kann also auch daher kommen. Da ich mich im Moment viel bewege und öfter Muskelkater habe, brauche ich den Test im Moment nicht zu wiederholen.

Ich glaube mittlerweile, dass der erste Neurologe mit dem RLS-Verdacht recht hatte. Inzwischen habe ich ein Mittel gegen die Zuckungen gefunden, nachdem alle meine Versuche nicht richtig von Erfolg gekrönt waren.

In einem RLS-Forum habe ich den Hinweis auf Magnesium phosphoricum gefunden. Habe es mir dann mal in der Apotheke bestellt, obwohl ich eigentlich nicht so viel mit Homöopathie anfangen kann. Ich muss sagen, es hat phänomenal gewirkt (deutlich weniger Zucken und keine angespannten Muskeln mehr). Dann habe ich weitergeforscht und das "RLS-Komplettrezept" aus den Schüßler-Salzen hergestellt. Nehme das seit heute und kann schon wieder eine Verbesserung feststellen. Ich werde berichten, ob es auf Dauer hilft. Wenn ja, dann ist es eine günstige und einfache Lösung um mein Problem in den Griff zu kriegen. Sogar ohne Nebenwirkungen!

h:eimEfe0ld


@ Bromelie

Oberschenkel war ganz o.k. und im Unterschenkel war der Kurvenausschlag etwas schwach, aber durchaus noch o.k.

Hallo Bromelie,

beschreibe das bitte mal etwas genauer. Wäre interessant zu wissen !

Grüße

Heimfeld

Byrom>elie


Ich kann dazu wenig sagen. Für mich sieht eine Kurve auf dem Bildausdruck wie die andere aus. Anscheinend war der Kurvenausschlag etwas geringer als normal. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass die Nadel vielleicht nicht gut saß oder ich irgendeinen Fehler gemacht habe (z.B. nicht genug angespannt oder nicht locker genug gelassen). Wie dem auch sei, wenn ich Probleme habe, dann sind sie eigentlich eher im Oberschenkel als im Unterschenkel. Und da war ja alles in Ordnung. Krämpfe habe ich zum glück nicht mehr.

Sconi?c2B2


Hi

Habe seit ca 5 Monaten auch ständig Muskelzucken. Mal in den Armen, dann in den Beinen, mal im Gesicht, am Po etc. Immer mal kurz gibt auch mal Tage wo nix zuckt. Habe Angst dass es ALS sein könnte. Bin 19 Jahre alt, männlich. Glaubt ihr das ist realistisch?

Was mir auffiehl, mein Wassergehalt im Körper beträgt nur 57 %. Kann das auch daran liegen?

hyeiumfexld


@ sonic22

In Deinem Fall schon aufgrund Deines Alters sehr sehr unwahrscheinlich.

Faszikulationen ohne weitere Begleiterscheinungen ( neurolog.Störungen ) sind ein sehr häufiges Phänomen.

Die Ursachen können vielfältig sein. Das solltest Du, wenn nicht schon geschehen, abklären lassen.

Oft bringen die Untersuchungen leider - oder zum Glück - kein Ergebnis.

Aber auch mit Anzeichen von Erschöpfung und Muskelschwäche kann das Ganze einhergehen, wie Du sicher schon im Netz gelesen hast.

Bitte bewahre Ruhe und lasse Deine Finger von Seiten mit schweren neurologischen Krankheiten.

Tipp von @Bromelie :)^ > Magnesium phosphoricum D6 <

Gruß

Heimfeld

Sxonicx22


Ok vielen Dank schon mal!

Werde das von dir benannte Produkt mal ausprobieren. Beim Arzt war ich (noch) nicht. Habe allerdings auch den Eindruck dass mich mein Arzt damit nicht wirklich ernstnehmen würde. Ich probiere ersteinmal selber aus was helfen könnte, esse 2 Bananen täglich, treibe Sport und nehme dieses Magnesium Produkt welches hier empfohlen wurde. Wenn es dann nicht besser wird kann ich immer noch zum Arzt gehen.

h'eimfxeld


Genau richtig !

Laß Dich in der Apotheke nochmal zur Einnahme beraten. In der Regel 6 Stück auf den Tag verteilt.

Das Ganze wirkt homöophatisch. Die Symptome können sich also in den ersten Tagen verschlechtern.

Sollte es nicht gegen das Zucken helfen, hast Du es wenigstens probiert.

Gruß

Heimfeld

S-onic\22


Habe jetzt seit Samstag mal 1-2 Bananen täglich gegessen und spüre jetzt heute Abend eine deutliche Besserung. Könnte also am Kalium liegen bei mir. Werde dieses Mittle aber dennoch wie gesagt ergänzend nehmen.

Mal was anderes:

Mein Wassergehalt von 57% ist doch ziemlich wenig, oder? Bin 1,80 wiege ca. 70 kg. Hab mal gelesen, dass es auch dadurch zu Faszikulationen kommen kann, dar Mineralstoffe nicht einwandfrei verwertet werden können.

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