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Taubheitsgefühl nach Einnahme von Metronidazol

A/mel)ieg1977 hat die Diskussion gestartet


Hallo in die Runde,

ich schreibe in der Hoffnung, dass es jemanden gibt, dem das Gleiche passiert ist oder der mir einen Rat geben kann...

Ich habe im Februar diesen Jahres ein Medikamt (Vagimid) mit dem Wirkstoff Metronidazol von meiner Ärztin verschrieben bekommen. Zum Ende der Therapie (Einnahme der letzten beiden Tabletten) bekam ich abends Schmerzen im rechten Oberarm, ähnlich wie Muskelkater. In der darauf folgenden Nacht konnte ich nicht einschlafen und habe dann schlussendlich 2 Stunden vor mich hin ´gedöst´. Im Laufe des Tages wurde mein rechter Arm dann hauptsächlich auf der Außenseite taub und ich konnte ihn nur ganz schlecht bewegen. Dazu bekam ich noch ein Kribbeln in beiden beiden Beinen (von den Knien abwärts), ich hatte Problem geradeaus zu gehen, war wie Benommen, konnte nicht klar sehen und deutlich zu sprechen viel mir auch schwer.

Ich wurde dann in die Notaufnahme gebracht - Diagnose: allergische Reaktion auf das Medikament... Ich bekam dann Prednisolon intravenös gespritzt und nach 2 Stunden ging es dann... Abends bekam ich dann noch so einen "Schub", den ich aber mittels Prednisolon-Zäpfchen gut überstanden habe. Danach war ich einfach nur müde und nach reichlich Schlaf ging es mir 3 Wochen gut.

Dann hatte ich plötzlich Einschlafstörungen. Ich war innerlich total aufgewühlt und konnte einfach nicht ruhig liegen bleiben und dann wieder dieses Taubheitsgefühl im Arm und in beiden Beinen. Also bin ich in die Notaufnahme. Diagnose: alles ok.

Ich bin dann am nächsten Tag zum Hausarzt, der mir sagte ich soll es mit Baldrian versuchen...

Gut und schön, um es kurz zu machen: die Schübe treten jetzt nicht mehr so intensiv auf, dafür aber immer häufiger. Ich habe mittlerweile jeden Tag das Taubheitsgefühl im rechten Arm, fühle mich benommen, laufe unsicher, kann meinen Blick nicht auf einen Gegenstand gerichtet halten und habe diesen wahnsinnigen Druck auf dem rechten Ohr...

Kann mir jemand sagen, ob meine Nerven eventuell durch das Medikament geschädigt wurden ??? Kann mir ein Arzt helfen?

Bitte schreibt mir... Bin ziemlich verzweilfelt.

PS: Privat alles Bestens: guter Job, toller Partner, keine familiären Probleme... also psychologische Ursachen würde ich ausschließen...

Danke für Eure Hilfe!!!

Antworten
aqgnexs


Was Du beschreibst ist vollkommen untypisch für eine Allergie. Wie wurde denn der Zusammenhang zwischen dem Medikament und den Symptomen bewiesen?

AGmelieB197x7


Im Krankenhaus/Notaufnahme bei meinem ersten "Schub"... Der Doc meinte, dass es aufgrund der Konzentration des Wirkstoffs im Blut, der sich durch die einwöchige Therapie aufbaut, zu einer allergischen Reaktion meines Körpers auf diese für mich "zu hohe" Dosis handelt.

Wollte ja auch einen Allergietest - mein Hausarzt meinte, dass sich das nicht so einfach feststellen liesse und ich das Medikament nochmal nehmen müsste, um zu sehen, ob es davon kam. Blödsinn!!! War gestern noch bei ner Ärztin und die hat mich nun zum Allergietest zum Dermatologen geschickt... Mal sehen, was dabei herauskommt - Termin am 05.06.

Ist halt nur seltsam, da ich diese Symptome erst seit diesem Vorfall (Einnahme Vagimid) habe. Vorher hatte ich keinerlei körperliche Probleme...

a_gnexs


Es gibt in seltenen Faellen eine Metronidazol-induzierte Neuropathie. Deine Symptome passe dazu eher als zu einer Allergie. Ein Allergietest bringt in dem Falle nichts.

AGmeylie(197x7


Hallo Agnes,

danke für den Tipp. Kannst Du mir auch erklären, was "Metranidazol-induzierte Neurapathie" heißt ??? Hab eben mal Google´gefragt´ und bin nicht schlauer geworden...

Danke schön @:)

AQmelWie1z977


Hab mich in meiner Antwort verschrieben, sollte Neuropathie heißen... Hab ich aber richtig bei google eingegeben...

Sag mal, wieso bist Du so gut informiert ??? Das wusste ja nicht einmal meine Ärztin... :-/

adgneUs


Google einfach "periphere Neuropathie", vielleicht gibt es keine deutschsprachige Literatur dazu, dass das dosisabhaengig von Metronidazol ausgeloest werden kann. es ist sehr selten, aber Du scheinst pech gehabt zu haben.

A}me4liRe19077


Danke für deine Hilfe. Hab einen Artikel darüber auf der Seite der Arzneimittelkommision der deutschen Ärzteschaft gefunden und mir ausgedruckt. Passt ja wie die Faust aufs Auge :)z

Werde damit morgen meine Ärztin besuchen... Oder meinst Du, ich sollte einfach gleich zum Neurologen gehen ???

Kannst Du mir auch sagen, wieso Du so ein Wissen besitzt? 8-)

Vielen Dank wieder vorab @:)

a)gnes


Kannst Du mir auch sagen, wieso Du so ein Wissen besitzt?

ist mein Job 8-)

Azmelie"197x7


Und, was meinst Du - am Besten zum Neurologen ???

a0gDnexs


LEIDER ist es so ziemlich egal, wo Du hingehst, da es meines Wissens keine wirksame Therapie gibt. Man wird Dir wahrscheinlich ein paar Vitamine etc verschreiben, aber das ist mehr um was zu tun als dass man davon einen signifikanten Effekt erwarten kann.

a(gn/es


Korrektur: mit "keine Therapie" meine ich nicht, daß man nicht bestimmte Symptome behandeln kann. Sollten z.B. Schmerzen ein Problem sein, gibt es dafür spezifische Mittel, mit denen ein Neurologe (oder ein Schmerztherapeut) wahrscheinlich mehr umgeht als Dein Hausarzt.

ABme%lVie1^977


Hallo Agnes,

war heute bei meiner Hausärztin, die mich mit einem netten Schreiben zum Neurologen geschickt hat. Und man mag es kaum glauben, nach nur 30 min Wartezeit konnte ich direkt mit ihm sprechen o:). Er hat auch gesagt, dass es nix gibt, was mir helfen kann, sondern mit der Zeit eine Regeneration erfolgen sollte. Na ja, in 2 Wochen hab ich nun einen Termin fürs EMG und in 3 Wochen fürs EEG...

Also heißt es wohl für mich abwarten und Tee trinken (mach ich übrigens wirklich: Nerven- und Beruhigungstee :)D Kann ja nix schaden, oder ???)

Hast Du vielleicht noch einen Tipp für mich - vielleicht was zum Ablenken - hauptsache positive thinking ;-D

Vielen Dank mal wieder für deine Antwort :)^

apg"neEs


Womit man sich am besten ablenkt ist sehr persoenlich. Da koennen Dir Leute, die Dich besser kennen, besser raten.

Lass mal von Dir lesen. Er wurde mich interessieren, ob/wie schnell es besser wird.

A~mel$ie1e977


Hallo Agnes,

ich war die letzten 2 Wochen etwas außer Gefecht gesetzt... {:(

Muss heute zum HNO-Arzt zum Schwankschwindel-Test, morgen zur CCT, nächste Woche EMG und darauf folgende Woche EEG... :-/

Ich hatte jetzt noch zusätzlich eine Lymknotenentzündung im Hals und das hat ziemlich auf den Kehlkopf gedrückt. War sehr unangenehm und da ich kein Antibiotika wollte, dauern die Schmerzen noch an. Soweit ich das beurteilen kann, ist die Entzündung aber zurückgegangen - hab ja auch immer schön gekühlt ;-)

Dieses Wochenende ging es mir richtig gut. Nach Wochen der Appetitlosigkeit konnte ich mal wieder "richtig" essen. Ich wurde auch gut von meinem Freund umsorgt... Frühstück ans Bett inklusive ;-)

Irgendwie ist mein Freund die beste Medizin ;-D Schade, dass er nur an den Wochenenden bei mir sein kann... o:)

Ich hoffe, dass es Dir auch gut geht. Danke nochmal für deine Unterstützung @:) Ich lass von mir hören...

Bis dahin genieß die Zeit und vor allem das tolle Wetter :p>

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