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Verzweifelt: Burnout und Schlafstörung?

TshoCrstxen111 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich bin momentan ziemlich verzweifelt. Am besten ich fang mal ganz von vorne an.

Also ich hab in den letzten Jahren immer ziemlich viel gearbeitet und war abends auch noch am PC gesessen. Tagtäglich um die 14-15 Stunden. Vor 5 Wochen hab ich dann wegen haarausfall dasMittel Propecia genommen.

Vor ca. 4 Wochen merkte ich abends beim Arbeiten nen komischen Schwindel. Der Schwindel wurde dann immer stärker und ich merkte wie plötzlich mein ganzer Kopf verrückt spielte. So als ob Wellen durch meinen Kopf gingen und vornbe in der Stirn so ein zusammenziehender Kopfdruck. Ich hab dann meine sieben Sachen gepackt und bin aus der Arbeit raus. Bin aber jeweils nur 5 Meter weit gekommen :-( Und musste wieder stehen bleiben weil der Kopfdruck unerträglich wurde. Dann hab ich mich hinsetzen müssen. Zum Glück ist mir n ARbeitskollege über den Weg gelaufen, der mich dann heimgefahren hat. Hab mich dann gleich hingelegt, aber irgendwie wurde es immer schlimmer. Mein Kopf hat wie verrückt gespielt. Irgendwann bin ich dann eingeschlafen. Am nächsten Tag bin ich dann wieder in die ARbeit, da hab ich mir schon nicht besonders gefühlt. Hab aber bis abends durchgearbeitet und bin dann heim. Abends dann bekam ich wieder stärkeren Kopfdruck und Schwindel. Und irgendwie ein extremes Schwächegefühl. Naja bin dann wieder ins Bett und am nächsten tag gleiches Spiel nur dass ich abend sdann dachte mir zerreißts den Schädel, war dabei auch kurzatmig. Propecia hatte ich da seit den ersten Beschwerden abgesetzt wieder.

An diesem Abend wo ich dachte mir zerreißts den Schädel wurde ich auch sogleich ins Krankenhaus gefahren. Die haben dort alle möglichen oberfläclichen Tests gemacht. (Beine bewegn, Arme bewegen Blut abnehmen, Lunge geröntgt). Hat alles gepasst. Gleiches Spiel ging dann wieder drei Tage, dann wieder in ein anderes Krankenhaus, dort wurde auch nix gefunden.Dann bin ich 2 Tage später in ein neurologisches Klinikum(Weiden/Opf.).

Dort wurde dann erst mal getestet mit Hirnströme, also so Nadeln in Kopf, Nacken, Rücken, usw. und ob die Nervenbahnen leiten.Dann wurde mit so nem Magnetteil an meinem Finger und meinem Kopf jeweils Impulse gegeben. Auch um irgendwie die nervenbahnen abzudecken.

Später wurde dann n MRT von meinem Kopf mit Kontrastmittel gemacht. Und daraufhin noch ne Liquorpunktion. Bei all dem wurde nichts gefunden. Laut denen bin ich gesund. Naja die nächste Zeit gings mir weiterhin nicht berauschend. Wobei der Kopfdruck langsam abgeklungen ist. Aber zeitweise hat mein Kopf immer noch verrückt gespielt. Zeitweise konnte ich dann nicht mal mehr 5 Minuten am Stück reden. Wenn ich Fernseh geschaut hab, war das ziemlich anstrengend, wie wenn alles zu schnell ging. Im Grunde war ich fast den ganzen Tag im Bett gelegen. Dann ist es besser geworden. Ich Wollte dann letzte Woche Montag in die Arbeit und konnte die Nacht vorher aber nicht durchschlafen. Bin dann 5 Stunden gegangen nur und bin dann daheim ins Bett wieder. Dann war ich rumgelegen und hab gelesen,... Abends dachte ich dann heut nacht werd ich schon schlafen. Und schwups, diesmal hab ich kein Auge mehr zugetan, erst früh um halb 6!! Bin dann in die Arbeit 5 Stunden und gleiches Spiel wieder, daheim dann hingelegt, weil ich so fertig war.

Die nächste Nacht konnt ich dann halbwegs schlafen, die nacht drauf wieder gar nicht. Die darauffolgende auch nicht. Und so spielt sich das hin bis heute. Heut hab ich nen Termin beim Neurologen und Psychiater. Hab mir auch schon Zopiclodura besorgt. Wollts letzte nacht nehmen hab mich aber nicht getraut, weil ich die Nebenwirkungen gelesen hab und mich dabei ziemlich verrückt gemacht hab. Problem ist durch meine Vorgschichte hab ich angst ne Depression zu kriegen oder so was. Irgendwie bin ich in nem Teufelskreis :-( So fertig war ich noch nie, war immer aktiv und unterwegs vorher und lebenslustig aber das raubt mir den letzten Nerv :-(

Habt ihr ne Idee was ich hab, oder könnt ihr mir irgendwie helfen bei meinen Schlafstörungen?

Euer trauriger Thorsten

Antworten
T?hor*stenx111


Ach hab ich ganz vergessen.immer wenn ich in letzter Zeit nicht ausgeschlafen hab,kommt schon nach leichter Anstrengung dieses Zusammenziehen in der Stirngegend wieder.

Beispiel letzte Woche bin ich nur ein paar Meter spazieren genangen und es wurde immer schiweriger. Fühlt sich so an wie wenn sich in der stirn was sammelt und dann beim Laufen von ca. 500m immer mehr zusammenzieht. Weiß gar nicht wie ich zum Doktor komme heut :-(

eSlfexm


hallo "trauriger" thorsten! *:)

zunächst würde ich mal abwarten, was dein arzttermin heute bringt. ansonsten hört sich das für mich schon sehr nach burnout an. immerhin hast du ja schon so ziemlich alle neurologischen untersuchungen durchlaufen.

hast du dich mal mit dem gedanken befasst, daß das ganze von der psyche kommen könnte? wenn man organisch nichts findet, sollte man auch hieran denken.

außerdem kann es auch sehr gut sein, daß du passend zum burnout einfach nur hoffnungslos mit der arbeit überfordert bist. 14-15 stunden sind nicht ohne und wenn man dann auch noch vor dem pc hockt... naja, muß ich dir ja bestimmt nicht weiter erklären. ;-)

wäre schön, wenn du mal schreiben würdest, was heute bei dem arzttermin rausgekommen ist.

ansonsten erstmal alles gute! :)*

T0horstxen111


Hallo,

Danke Elfem für deine Rückmeldung und deine Glückwünsche. Der Arzt meinte evtl. Hypertonie und Überlastung.Er hat mir Mirtazapin-Hormosan gegeben. Er meinte davon wird man auch müde, aber ich könnte zusätzlich zopiclodura nehmen ne halbe Tab.

Irgendwie hab ich vor beiden Mitteln Angst :-(

Liebe Grüße

e^l3fem


Irgendwie hab ich vor beiden Mitteln Angst

ich kenne beide medikamente zwar nicht, aber irgendwas muß ja passieren. probier sie doch einfach aus. wenn du merkst, daß es dir damit nicht besser geht, kannst du sie ja immer noch absetzen. du willst doch, daß dir geholfen wird, oder? also mußt du auch einen schritt in irgendeine richtung machen. wenn du sie nicht ausprobierst, weißt du nie, ob es besser geworden wäre oder nicht.

und wegen der nebenwirkungen... dann darf man auch keine aspirin mehr nehmen. selbst die kann gefährlich werden.

ich bin auch kein fan von medikamenten und hab früher auch immer den beipackzettel auswendig gelernt. das hab ich mir allerdings abgewöhnt. ich lese nur noch die dosierung und das war es dann.

S7abixneK


Hallo Thorsten,

also für mich sind das eindeutig Anzeichen von Burnout. Ich weiß jetzt nicht wie das in Deutschland ist, aber ich habe eine Freundin die auch darunter litt. Sie ist zum Arzt gegangen, hat ihre Symptome geschildert (die wohlgemerkt schwächer als deine waren) und meinte sie braucht eine Auszeit, sie kann nicht mehr arbeiten und sie hat sie bekommen. Sie ist in Gesprächs Therapie gegangen und die Ärztin hat sie nach Monaten erst wieder "gesund" geschrieben. jetzt arbeitet sie wieder.

Versuch es mal auf diesem Wege, rede mal mit deinem Arzt und laß dich überweisen.

Ich denke du solltest nicht versuchen verzweifelt arbeiten zu gehen, einzuschlafen, sich Sorgen zu machen und in eine schlechte laune fallen. Es gibt immer einen Grund für ein Burnout und der kommt von einem selbst. Irgendetwas ist "nicht in Ordnung"! Und meistens weiß man es selbst ganz genau...!??

Nimm dir einemal diesen Ansatz zu Herzen, vielleicht löst es sich dann schneller als du denkst!

Also, alles Gute einstweilen!!

Sabine

Tphors.ten1x11


Hallo,

Danke für eure Antworten. Gestern konnte ich endlich durchschlafen. Echt gut wenn man am nächsten Tag mal etwas fitter ist.

@ Sabine

Ja bin eh scho seit 5 Wochen jetzt krankgeschrieben mit dem kurzen Besuch in der Arbeit.

Diese Woche hab ich jetzt noch. Bin mal gespannt wie das weitergeht...

Heut früh bin ich langsam durch nen Park gelaufen und hab einkaufen können. Irgendwie is das schon komisch man kommt sich wie 40Jahre älter vor bei dem Tempo welches man da läuft...

Aber schlecht drauf oder so bin ich eigentlich nicht.Muss jetzt langsam drum kämpfen dass ich wieder fit werde und werde dann kürzer treten. Sprich mehr in die Natur, weniger Arbeit...

Danke nochmal für eure Anteilnahme...

Gruß Thorsten

sOodaxh


@ Thorsten

da sind wir schon mind. 2. Genau Deine Symthome hab ich auch seit 4 Wochen. Mittlerweile hab ich auch div. Arztbesuche gehabt. Organisch wurde nur leichte Hypertonie festgestellt. Seit 3 Tagen nehme ich morgens jetzt wieder regelmäßig 2,5 mg Beta-Blocker. Das hilft mir ungemein.

Bei mir ging der Druck im Kopf erst nach 2-3 Wochen weg. Dazu hatte ich noch extremen Appetitmangel. Ich musste mich regelrecht zwingen zu essen. Obst/Gemüße und leichte Kost.

Ich nehme auch seit dem regelmäßig Heilerde wegen der Mineralien. Trinke sehr viel am Tag.

Seit letzter Woche bin ich in Therapie bei einem Psychotherapeuten. Diagnose ist auch Burnout. Aber ich gehe seit gestern wieder zu Arbeit. Auch ich konnte die Nacht davor überhaupt nicht schlafen.

Es ist meiner Meinung nach die Psyche dafür verantwortlich. Wegen dem leichten sporadischen Schwindel im Kopf war ich heute nochmal beim HNO und hab den krassen Gleichgewichtsorgantest gemacht. Oh man, wie Karusell fahren. Aber das Ergebnis war am Schluss ok. Seit 3 Tagen plagt mich auch ein leichter Tinitus. Also versuch Dich auch therapieren zu lassen. Ich kenne 2 Leute, die waren dabei noch 3 Monate lang krank geschrieben. Ich kann mir das nicht leisten, ich versuche weiter arbeiten zu gehen. Kann ja immernoch krank machen, wenns nicht mehr geht.

sKodaxh


@ Thorsten

Sorry, vergessen: Auch ich sitze bis zu 15 Stunden am Tag am PC und programmiere. Dazu kommt noch, dass ich in einem Großraumbüro sitze, wo viel geredet und telefoniert wird. Ist schon sehr anstrengend. ICh bin 35 und arbeite in dem Beruf seit 12 Jahren. Noch nie hatte ich sowas. Auch bei mir hat sich die Angst breit gemacht. Hab dann ein Buch über Angstbekämpfung gelesen und mich etwas beruhigt. Bekomme 4 mal die Woche noch shiatsu zur Entspannung. Mein Essverhalten hat sich verbessert. Mir fehlen zwar noch immer 3 Kg, aber das wird schon wieder langsam mehr.

Wenn dieser blöde leichte Schwindel (kaum merkbar aber da) bei den Anstrengungen weg wär, würde ich mich schneller erholen.

TAhor]st$en11x1


@ sodah

Ich liebe dieses Forum.

Einerseits schön einen Leidensgenossen gefunden zu haben andererseits wünsch ich das keinem...

Ich hab auch das Problem in nem Großraumbüro zu sitzen....Mehrere Dinge parallel, immer alles selber machen zu wollen, am besten alle Aufgaben übernehmen, sch.. Ehrgeiz..

Ich kanns mir eigentlich auch nicht leisten von der arbeit wegzubleiben.

Vielleicht hast du Lust auf näheren Kontakt zu mir? Würd mich freuen, wenn man sich austauschen kann. Vielleicht hilft uns das?

@ all

Seit ca ne Stunde hab ich irgendwie n scheiß Gefühl, kanns nicht beschreiben glaub es is ne Mischung aus Angst und Schwäche.... Oh man mir gings bis vorletztem Monat noch gut. Ich weiß auch nicht. Ich dachte nie dass ich innerhalb von 2 Monaten so absteigen kann.

Das Schlimme ist mein Bruder hat im gleichen Alter wo ich jetzt bin ne Psychose bekommen, die jetzt seit 8 jahren mittlerweile andauert und ziemlich heftig ist.

Es ist alles wie ein ganz ganz mieser Film und wie ein Albtraum wo ich hoffe aufzuwachen....

s{o daxh


@ Thorsten

bleib einfach ruhig. Ich mache das selbe durch! Siehe weiter oben. Trinke viel! Und mach Dich nicht fertig. Wenn man sich reinsteigert, werden durch Angst weitere Stresshormone (Adrenalin) ausgeschüttet. Und dann reagiert Dein Körper noch intensiver. Ich hatte auch extreme Höhen und Tiefen durchgemacht. Hab auch schon Phychopharmaka genommen, aber die machen ja bekanntlich abhängig. Daher nehm ich die auf keinen Fall mehr. Versuch echt ruhig zu bleiben und lenk Dich ab auf ein völlig anderes Thema. Am Besten geht sowas mit einem Partner oder Familie.

Tmhorsste\n1}11


Ja Partner kommt erst nächste Woche Family ist im Urlaub:(

Somit bin ich momentan auf mich allein gestellt. Mit Psychopharmaka bin ich auch eher vorsichtig. Haben die dir geholfen? Was hast da bekommen?

s_odaxh


Ich habe Bromezepam genommen 1/4 Tablette. So lange ich es genommen hab, ging es mir gut. Aber wie gesagt, lieber versuchen ohne. Die Tablette wirkte leicht einschläfernd und stark beruhigend auf mich. Ich konnte dann immer sehr gut schlafen und war danach kurze Zeit Sympthomfrei. Aber alles kam dann wieder Stück für Stück zurück bis zur vollen Stärke. Insgesamt hab ich 8 Tage lang das Mittel genommen. Ganz am Anfang wo alles anfing vor 3-4 Wochen. Nehme die Teile jetzt seit 2-3 Wochen nicht mehr.

T&horst`en1x11


@ sodah

Du hast Mail....

T horste,n1x11


Ich muss gestehen, dass ich noch kein zopi und kein Mirtazapin bisher genommen hab. Vorgestern nacht konnte ich schlafen, gestern nicht, obwohl ich zwei baldriparan genommen habe :-(

Diese Nacht nehm ich jetzt was. Ich weiß nur noch net ob Mirtazapin oder zopiclodura.

Mist... ich hab Angst vor Nebenwirkungen...

Und sodah, du hast geschrieben, dass es solange man die Tabs nimmt zwar gut ist aber beim Absetzen eher wieder schlechter...

Wenn ich ausgeschlafen hab ist alles halbwegs gut, nur nicht wenn ich die Nacht nicht schlafen konnte so wie gestern :-( Das geht extrem auf die Kräfte langsam....

Also Leute was soll ich nehmen? Der Arzt hat mir Mirtazapin verschrieben erstmal ne halbe Abends, um wieviel Uhr würdet ihr die nehmen?

Meine Freundin und meine Eltern belüg ich auch scho. Meine Eltern denken ich bild mir das ein und meine Freundin hat zur Zeit voll den Prüfungsstress :-(

Bin nur noch die Woche vom Neurologen krankgeschrieben. Meiner Freundin denkt ich nehm keine Antidepris, nichtmal dass ich die Woche krankgeschrieben bin... Oh man es kommt echt alles zusammen.... :°_

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