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Sauerstoffmangel nach Herzinfarkt, starke Gehirnschädigungen

Z>itte*rZLitxter hat die Diskussion gestartet


Wer kennt sich damit aus ??? Die Schwiegermutter meiner Schwester hatte einen Vorderwandherzinfarkt und war etwa 10 min. ohne ausreichenden Sauerstoff. Sie wurde wiederbelebt, im Tiefschlaf gehalten, beatmet. Inzwischen atmet sie selbständig, das Herz schlägt normal, man hat sie "aufwachen" lassen, aber eine neurologische Untersuchung ergab: das Kleinhirn ist so stark geschädigt, dass gerade noch mal die Atmung und das Herz funktioniert. Die Ärzte meinen, dass sich an diesem Zustand nichts mehr ändern wird. Wo ist sie nach dem KH-Aufenthalt am besten aufgehoben? Ich muss dazu sagen, dass mein 17-jähriger Neffe sich Vorwürfe macht, dass er seiner Oma nicht ausreichend geholfen hat. Er wohnt mit seinem Bruder und seinen Eltern in einer gemeinsamen Wohnung mit den Großeltern.

Macht es Sinn, einen Menschen nach Hause zu holen und dort zu pflegen?

Wie verkraften das Jugendliche in dem Alter, wenn sie sich eh schon Vorwürfe machen?

Kann sich an dem Krankheitsbild wirklich nichts mehr ändern?

Wie lange kann es dauern, bis so ein Patient friedlich einschlafen kann?

Spürt diese Frau noch etwas? Weiß sie, wo sie ist, wer um sie herum ist?

Bei meiner Schwester herrscht momentan ziemliche Verzweiflung. Wer hat Erfahrung und kann mir und damit auch ihr helfen?

Vielen Dank für Eure Unterstützung!

Antworten
Z?ittJerZ1ittexr


Kann mir keiner weiter helfen ??? Schade!! :°( :-(

Bga{dJu&lexs


@ ZitterZitter

Ich finde, du solltest mal darüber nachdenken, ob du in dieser Situation lieber bei deiner Familie und Verwandten wärst.

Also bei menschen, die dir was bedeuten,

oder im kalten, sterilen Altersheim.


Überdenk nochmal deine Wertevorstellung, ob freiheit, flexibiliät wichtiger sind, als Traditionelle Familie Werte, und Zusammenhalt.

Vielleicht entscheidest du dich ja für die MENSCHLICHKEIT, und schiebst deine Oma nicht ab.

Grüße

BadJules

M9icha2 18P04


Macht es Sinn, einen Menschen nach Hause zu holen und dort zu pflegen?

Natürlich macht es Sinn einen geliebten Menschen zuhause zu pflegen. Sicher ist es kein Zuckerschlecken. Wir hatten unsere Omi auch zuhause, solange es ging und ich fands gut. Ich hab auch keinen Schaden davon getragen, im Gegenteil, der Mensch wächst an seinen Aufgaben.Klar bringt so einen Situation Einschränkungen mit sich, aber ich denke es ist selbstverständlich, für einen Menschen den man gern hat, Abstriche zu machen. Ihr müßt sie ja nicht allein pflegen, der ambulante Pflegedienst hilft ja auch mit und es gibt Unterbringungsmöglichkeiten, wenn ihr in den Urlaub fahren wollt.

H,eikoxL


Hallo ZitterZitter!

Einen Menschen nach so einem schlimmen Ereignis zu pflegen stellt ein großes Problem dar. Sicherlich kann man

es mit der Zeit in den Griff bekommen, nur stellt sich für mich die Frage, ob man daran nicht selber kaputt geht.

Pflege rund um die Uhr ist schon hart. Dazu kommt die nervliche Belastung. Es ist ganz gewiss keine Schande

wenn ihr sie in ein Pflegeheim bringt. Besprecht das in aller Ruhe im Familienkreis. Das Krankenhauspersonal

wird euch mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Wie lange es dauert bis sie Erlösung findet kann ich dir nicht sagen. Bei manchen Menschen geht es recht

schnell, andere wiederum können jahrelang so weiterleben. Eine Hoffnung auf eine Besserung ihres Zustandes

ist leider bei älteren Menschen kaum noch gegeben. Ob und wieviel sie noch mitbekommt kann dir im Moment

noch keiner sagen. Vielleicht erkennt ihr im Laufe der Zeit einige Reaktionen auf z.B. Ansprache oder Berührung.

Wie es dein Neffe verkraften kann kommt auf seine Persönlichkeit an. Er wird sich sicherlich noch einige Zeit

Vorwürfe machen, die natürlich unbegründet sind. Ich hoffe aber mal, dass ihm niemand von der Familie die

Vorwürfe macht.

Ich wünsche euch alles Gute!

axginxes


ZitterZitter, laß Dich hier nicht erpressen.

Laßt Euch sagen, wie viel sie von ihrer Umgebung und Euch wahrnimmt, wieviel sich daran potentiell ändern wird und wie aufwendig die Pflege sein wird.

Die Pflege eines Bewußtlosen ist nicht nur harte Arbeit, sondern will auch gekonnt sein, daß es dafür eine Ausbildung gibt, hat schon seinen Sinn. Ich bezweifle, daß Ihr das zu Hause könnt.

Dein Neffe sollte sich psychologische Hilfe suchen.

Z#i7tterhZitxter


Als Gott sah, dass der Weg zu steinig,

der Berg zu steil und

das atmen zu schwer wurde,

nahm er sie in den Arm und sagte zu ihr:

"Mein Kind, komm heim!"

Die Schwiegermutter meiner Schwester ist inzwischen verstorben. Sie hat der Familie die Entscheidung ob zuhause pflegen oder Pflegeheim abgenommen und ist friedlich eingeschlafen.

Vielen Dank für Eure Hilfe. Ich hoffe, dass wir nie wieder in so eine Situation kommen, denn eine Entscheidung - und dann noch die richtige - zu treffen, ist verdammt schwierig.

LG

Marion

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