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Migräne mit Aura und Schlaganfall

m;on'tyburxns80 hat die Diskussion gestartet


Liebe Leute!

Ich bin 28 und leide seit meinem 13. Lebensjahr an Migräne mit Aura. Nun habe ich gelesen, dass bei dieser Diagnose die Wahrscheinlichkeit, einmal einen Schlaganfall zu erleiden, deutlich erhöht ist.

Nun ist es so, dass ich aufgrund eines gesunden Lebensstils (Sport und viel Sauna) eher selten an Migräneattacken leide (manchmal aber auch "konzentriert häufig"; so hatte ich diese Woche schon zwei Attacken), diese dann auch meist nicht allzu schwer ausfallen. Oft habe ich die Auraphase und anschließend geht es mir wieder halbwegs gut. Denkt Ihr, dass auch die Schwere der Attacken eine Rolle in Hinblick auf das Schlaganfallrisiko spielt, oder geht es einzig um die Häufigkeit?

Viele Grüße aus Wien!

montyburns80

Antworten
m4ont;ybuYrns8x0


Hm... Weiß da keiner Bescheid? :-/

stunsh_ine-sxunny


Nein ich muss gestehen nein was bitte ist eine auraphase?Danke wenn du michda aufklären kannst Sunny

tnessatUurnschuxh


hallo, wie sieht denn bei dir der ablauf der kompletten migräne-sache aus? dauer, intensität? symptome allgemein?

Gwraua>msel


Hallo montyburns, diese Form der Migräne heisst migraine accompagnée und ist sehr selten.

Ich rate Dir dringend, bei einem auf Migräne spezialisierten Arzt einen Termin abzumachen und seine Fragen genau zu beantworten - dann kann er Dir helfen und Deine Schlaganfall-angst beruhigen.

Ich selber leide seit dem Schulalter unter solchen Attacken und weiss, was Du mitmachst, wenn's mal wieder soweit ist. Es gibt hochpotente Medis, die in der Auraphase eingenommen werden müssen und dann meistens den Anfall coupieren können.

Migraine accompagnée ist meistens vererbt (so auch bei mir) und umso schwerer, je jünger man beim ersten Anfall ist.

Deine Angst vor einem Schlaganfall kommt wahrscheinlich daher, dass man bei dieser Migräneform oft halbseitig während kurzer Zeit gelähmt ist, nicht mehr sprechen kann oder blind ist. Dass bei jemandem diese Schwerstmigräne in einen Schlaganfall übergegangen ist, habe ich noch nicht gehört - weder von einem Arzt, noch in der Selbsthilfegruppe, welche ich früher besuchte.

Im Laufe der Jahre wirst Du Deine Trigger herausfinden und Dich entsprechend verhalten können - es ist dies jedoch ein langer Weg. Es wird Dir jedoch gelingen, mit dieser Krankheit ein normales Leben zu führen und sie zeitweise sogar zu vergessen.

Grauamsel

v6elveHt raxin


Huhu ich habe diese Migräneattacken mit dieser Aura auch gehabt ungefähr von meinem 13. bis zu meinem fast 19. Lebensjahr.

Ich muss dazu sagen dass ich kein gutes Elternhaus hatte, es permanent Stress gab und ich häufig auch in Stress-Situationen diese Anfälle bekam.

Anfang 2005 trennten sich meine Eltern und ich begann die Pille zu nehmen und seitdem hatte ich NIE WIEDER einen solchen Migräneanfall..

Ich würde die Pille gerne absetzen aber ich habe zu große Angst, dass diese Attacken dann wiederkommen..

Hat jemand vllt auch eine solche Begünstigung der Attacken durch die Pille erlebt?

tEessa[turnsMchuxh


wie äußert sich die aura bei euch? ich habe ca alle 2 jahre solche attacken. komische abstände....? hab das so ca 5 mal in ungefähr 2 monaten und dann ist es wieder weg, für 2 jahre. bin jetzt 30, es fing mit 24 an. macht mir große angst...

vmelvTe4t raixn


Ich hatte diese Sehstörungen also dieses "Flackern" auf einer Seite was sich dann bis zur volkommenen "erblindung" auf einem Auge und noch ca. zur Hälfte des anderen Auges hinausstreckte..

t>essaturynsnchuxh


ja das ist wirklich unangenehm und beängstigend..

bei mir geht das immer los mit fremdheitsgefühlen in den armen ca 20 min, dann sehstörungen auf beiden augen ca 30-60 min, dann halbseitiges kribbeln bißchen wie gelähmt ca 10min, dann leichte kopfschmerzen und große müdigkeit. hab jedesmal schlimme angst gehabt deswegen...aber es scheint ja einigen so zu gehen.

G~rauBamsxel


Ja, es ist auch bei mir ungefähr so, wie tessaturnschuh es so gut beschrieben hat.

Stress kann nicht nur ein Auslöser sein, sondern IST es!!!! Schwierig ist bloss, dass das, was für die eine Person Oberstress ist, für eine andere Person ein Nasenwasser ist.

Unbestritten ist, dass es vor allem die sensiblen Naturen sind, die unter solch schweren Migräneattacken leiden.

Zusammenhang mit der Pille... weiss ich nicht, ich selber habe nie die Pille genommen. Aber: während der Schwangerschaften war ich anfallsfrei - Hormone haben sehr wohl einen Einfluss.

Grauamsel

tJessatu[rnschuxh


in der schwangerschaft sind die meisten anfallfrei hab ich gelesen, ich hatte in den letzten 2 schwangerschaftsmonaten die migräne bzw ausa schlimmer als jeh zuvor.. :-/

tIessat+urxnschuh


@ grauamsel

wie gehst du damit um? ich habe schon angst vor dem nächsten schub!!!

hast du es auch schubweise?

m/ontybuLrns80


Ich danke mal ganz herzlich für alle Antworten!

Mir gings in erster Linie darum, dass ich gelesen/gehört habe, dass Migränepatienten mit Aura ein erhöhtes Schlaganfallrisiko haben - was mich eben beunruhigt...

Liebe Grüße, Monty *:)

t}he-cxaver


Hallo montyburns, diese Form der Migräne heisst migraine accompagnée und ist sehr selten.

"Migraine accompagnee" ist ein veralteter Ausdruck, korrekt ist "Migräne mit Aura". UNd sehr selten ist sie keineswegs, ca. 15% aller Migränepatienten haben Auren.

Es gibt hochpotente Medis, die in der Auraphase eingenommen werden müssen und dann meistens den Anfall coupieren können.

Mit "hochpotenten Medis" meinst Du vermutlich die Truiptane - die sollten aber während der Aura gerade *nicht* eingenommen werden, da sie theoretisch die Mangeldurchblutung des Gehirns in der Auraphase verstärken könnten.

Dass bei jemandem diese Schwerstmigräne in einen Schlaganfall übergegangen ist, habe ich noch nicht gehört

Dann hast Du Dich nicht sehr gründlich informiert: Es gibt migränöse Hirninfarkte, die sind allerdings recht selten.

Was aber montyburns meinte: Bei Migränepatienten mit Aura ist das Schlaganfallrisiko in der Tat erhöt, nämlich bei jüngeren Frauen ca. auf das doppelte. Das ist nicht so viel, wie es klingt, da in der Altersgruppe <65 Schlaganfälle insgesamt noch relativ selten sind, die Verdopplung also nicht soooo viel ausmacht. Im höheren Alter (also da, wo's schlaganfallsmäßig richtig interessant wird), ist die Risikoerhöhung nicht mehr nachweisbar (geht in anderen Risikodfaktoren unter).

Insgesamt also kein Grund zur Panik, aber vielleicht ein zusätzlicher Grund, sich um andere Risikofaktoren des Schlaganfalls (Rauchen, Bewegungsmangel, Cjolesterin, Pille,...) verstärkt zu kümmern.

Grüße

GNraHuaAmWsel


tessaturnschuh:

im Laufe des Lebens habe ich gelernt, damit umzugehen. Würde ich hier alle "Tipps und Tricks" schreiben wollen, würde es den Rahmen einer Antwort sprengen. Da ich das Glück hatte, bei einem "Migränespezialisten" in Behandlung zu sein, der das physische an meiner Migräne genaustens untersuchte, konnte ich gewisse Auslöser erkennen und vermeiden lernen. Das war zeitweise wie eine Detektivarbeit, denn ich musste meinen Alltag minutiös notieren. Auch gewisse psychische Auslöser konnte ich erkennen und (weitgehend) vermeiden.

Ja, ich habe es auch schubweise. Es ist auch oft wetterabhängig. Und - ich will ehrlich sein - ANGST macht ein sich abzeichnender "Supergau" (wie ich dem sage) mit Lähmung und so, immer noch. Seit einigen Jahren habe ich "nur noch" einen Supergau durchschnittlich pro Jahr - was mir aber vollkommen reicht ;-)

montyburns

WO hast Du das gelesen mit dem erhöhten Schlaganfallrisiko? Davon habe ich bisher nichts gehört. (Ich selber habe eine seltene Herzkrankheit und Leute mit dieser Herzkrankheit haben meistens auch Migraine accompagnée. Aber vom Zusammenhang Schlaganfall/Migräne accompagnée habe ich in Deinem Post zum ersten mal gelesen. Du weisst vielleicht von neueren Forschungen. Würde mich interessieren.)

Gute Nacht, alle miteinander - ich geh' jetzt ins Körbchen! Grauamsel

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