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Fragen zum Aneurysma

Atmareqtlto72 hat die Diskussion gestartet


Am 27.08.1999 platzte bei mir ein Aneurysma, damals war ich fast 27 Jahre alt. Ich hatte nie in meinem Leben Kopfschmerzen oder Migräne. Einen Tag vor dem o.g. Datum hatte ich ca. 2-3 Minuten wahnsinnige Kopfschmerzen, hatte mir aber darüber keine Sorgen gemacht.

Am o.g. Tag wollte ich mit dem Fahrrad dann von Arbeit nach Hause fahren und warf noch die Post von Arbeit in einen Briefkasten. Es fingen wieder diese Wahnsinnigen Kopfschmerzen an. Ein Passant rief dann glücklicherweise den Notarzt, welcher mich auch sofort mit ins Krankenhaus gefahren hat. Es wurde eine Angiographie durchgeführt und einige Tage später in einem anderen Krankenhaus auch operiert. Nach Intensivstation und 1 Woche Reha lief mir Hirnwasser aus der Nase. Es wurde gesagt, dass das Stück Knochen, welches für die OP rausgesägt wurde und wieder eingesetzt war von Bakterien befallen war. In der 2. OP wurde das Stück Knochen entfernt und ich lief 5 Monate mit einem Loch im Kopf herum. Im April 2000 bekam ich dann eine Titanplastik eingesetzt.

Seit damals habe ich einige Veränderungen an mir festgestellt. Ich habe Gedächtnisprobleme, Konzentrationsstörungen und auch in meinem Wesen hat sich einiges zum schlechten verändert. So bin ich manchmal sehr gereizt und manchmal interessiert mich alles überhaupt nicht. Ich müsste Dinge und Sachen erledigen, die ich aber einfach liegen lasse, obwohl ich weiß, dass sie teilweise sehr wichtig sind :-(

Was kann man bei solchen Problemen ändern oder anders machen?

Ist es sinnvoll sich vorsorglich auf weitere Aneurysmen untersuchen zu lassen? Ich habe gelesen, dass Aneurysmen immer wieder auftauchen können.

LG Maret

Antworten
a{rnoD+clauxdia


hallo maret,

wie geht es dir? deine fragen, die sind doch am besten im kh zu beantworten. da sitzen doch die spezialisten.

mein freund hatte vor 11 wochen eine hirnblutung erlitten. geplaztes aneurysma. er fängt mit hilfe einer sprachtherapeutin wieder an zu sprechen. ergo u. physiotherapie wird auch täglich mit ihm gemacht. leider liegt er in köln. das ist schon eine enorme strecke für mich.

das du selber erzählen kannst ist toll. hast du familie?.

würde mich freuen, wenn ich von dir hören würde.

lieben gruß *:)

Wla1tHerli


Um auf weitere Aneurysmen untersucht zu werden, musst du dich an deinen Hausarzt wenden oder wo du halt deshalb in Behandlung bist (nehme doch an du gehst deshalb manchmal noch zum Arzt?). Und wegen der Wesensveränderung... das kann organische Ursachen haben (Schädigung durch das Aneurysma?) aber auch psychisch sein, denn sowas zu erleben, verändert einen Menschen schon... vielleicht solltest du dann zu einem Therapeuten gehn und "reden" weil evtl. Ängste dahinterstecken. Also wenn ich das erlebt hätte, wäre ich sicher psychisch ein bisschen angeknackst.

lLdavixd


Hallo Amaretto

meine Frau hatte vor über 10 Jahren eine schwere Hirnblutung durch ein geplatztes Aneurisma.

Nach einer OP, die der Chefarzt der UNiklinik Regnsburg durchgeführt hat, obwohl laut aller Ärzte keine Überlebenschance bestand, wachte sie relativ schnell aus der Narkose auf und hatte weinge Ausfälle im Gedächtnis, jedoch im Gleichgewicht, und den Wahrnehmungen ebenso wie Sprache.

Nach etwa einer Woche bekam sie eine bakterielle Hirnhautentzündung, was angeblich nach solchen OP´s relativ häufig ist.

Sie hat nach einem guten Jahr wieder begonnen zu arbeiten.

Ab hier meine Tips, Du solltest unbedingt Teilerwerbsunfähigkeit feststellen lassen, wenn Du nicht schon erwerbsunfähig bist.

Meine Frau ist mittlerweile nach einem langen Gang durch die Ämter als erwerbsunfähig eigestuft und hat 80 % GdB.

Solltest Du dies noch nicht haben, unbedingt damit beginnen, denn je länger DU wartest, desto schwerer wird es.

Die Teilerwerbsunfähigkeit hilft Dir dabei, kürzere Abeitszeiten leichter finanziell zu verkraften.

Übrigens wegen Vorsorge: zu meiner Frau wurde gesagt, sie solle sich nur vor Flugreisen untersuchen lassen, um sicherzustellen dass der Clip richtig sitzt, das tun wir regelmäßig vor solchen .

Ein Arzt sagte mal zu mir, "ich würde nicht wissen wollen ob ich ein Aneurisma habe" denn nach jeder solcher OP kannst Du mit schweren Behinderungen aufwachen.

Blib2i20x04


Hallo!

meine Omi hatte mit 63 auch eine Gehirnblutung..sie hatte aufeinmal starke kopfschmerzen und ist dann zusammengebrochen..lag paar Tage im Koma ist aber dann gestorben.. :)- :)- :)- :)- :)-

seitdem habe ich auch sehr angst davor...!! Kann man sowas vorsoglich untersuchen lassen?

P!auliHne1x1


@ Maret:

Das haben ganz viele danach. Arbeitest du wieder?

Mein Mann behauptet auch, ich sei ne Nervensäge geworden (v.a. ungeduldig und wenig tolerant gegenüber "Deppen") seit der Ruptur 2007. Hab allerdings auch ne Halbseitenlähmung, mit der man Vieles nicht mehr kann. Kennst du das Aneurysmaforum (für selbst Betroffene, Näheres gern per PN)? Da triffst du viele nette Leute mit ähnlichen Problemen.

Kontrollen müssen sein. Hast du die Entlassungsberichte von Krankenhaus und Reha? Wenn nicht, fordere doch mal Kopien an, ist immer gut zu haben. Da müsste es normalerweise drinstehen.

@ arno + claudia

Wo liegt er denn? (Ich war in Köln und Bonn).

@ Bibi 2004

Vorsorglich feststellen (meist sieht man sie im CT) und behandeln kann man nur Aneurysmen. Die platzen aber meist früher, i.d.R. zwischen 40 und 60, ich kenne zwar einige Jüngere, aber keine Älteren. Es gibt auch Blutungen durch andere Ursachen, vor allem bei Älteren, aber "brüchige Gefäße" sieht man nicht!

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