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Kribbelgefühl in Fingern und im Gesicht

nAuudxlz hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich habe seit einigen Monaten ein immer wiederkehrendes Kribbelgefühl an einzelnen Fingern vorne an den Fingerspitzen. Nach einigen Tagen geht es meist wieder vorbei, kommt aber immer wieder zurück. Jetzt hab ich dieses Kribbeln seit einer Woche auch im Gesicht an der Nasenspitze. Es ist sehr unangenehm und stört mich total. Hat irgendjemand eine Idee woher das kommen kann oder hat jemand ein ähnliches "Problem"? Ich vermute, daß es nervlich bedingt ist, bzw. von Aufregung oder Streß ausgelöst wird. Ich bin für jeden Beitrag sehr dankbar. Viele Grüße.

Antworten
slchi"nken an$anas


Könnte sein,...

... dass du hyperventilierst oder in diesen Momenten unterzuckert bist. Du kannst das ja mal testen: Gegen Hyperventilation hilft es, 1 bis 2 Minuten lang in eine Platiktüte ein und aus zu atmen. Dadurch gelangt weniger Sauerstoff in dein Blut. Mache es aber nur so lange, dass dir nicht schwindelig wird, oder du dich unwohl fühlst! Das mit der Unterzuckerung könntest du beispielsweise so testen: Wenn das Kribbeln da ist, dann kaust du einfach mal 3-4 Dextroenergen oder 2 gehäufte Esslöffel Traubenzucker. Der Traubenzucker geht sofort ins Blut, also müsste sich die Besserung sehr schnell einstellen.

Für langfristige Besserung kann ich dir folgende Ratschläge geben (sofern eine der oben genannten Massnahmen geholfen hat): Um zu verhindern, dass du hyperventilierst, musst du generell alles entspannter angehen und darfst dich nicht stressen lassen. Mir hat die Zilgrei-Technik dabei gut geholfen ([[http://www.zilgrei.de]]). Sie verbindet eine bestimmte Atemtechnik mit chiropraktischen Elementen (bei mir traten gleichzeitig auch starke Verspannungen im Rücken auf). Auf jeden Fall rate ich dir zu entspannenden Atemübungen, egal welcher "Technik" (Yoga, Autogenes Training, etc.) sie entstammen. Sollten deine Probleme auf Unterzuckerung zurück zu führen sein, dann solltest du zunächst deine Ernährung umstellen. Nimm kleinere Mahlzeiten zu dir, dafür aber regelmäßig (ungefähr alle zwei Stunden). Meide Süßigkeiten (Schokolade, Cola, etc.) und greife lieber zu Obst, Müsli und Vollkornbrot. Ganz ohne die Leckereien kann ich auch nicht, aber ich habe mich diesbezüglich stark eingeschränkt. Von Nikotin und Koffein ist bei Unterzuckerung auch abzuraten, aber auch hier ist meine persönliche Meinung: Schränke dich nur soweit ein, dass du nicht unglücklich bei deinem Verzicht wirst.

Ich hoffe, dir ein Stück weitergeholfen zu haben.

Grüsse

schinken ananas

n!uudxlz


Re - Schinken Ananas

Hallo Schinken Ananas,

vielen Dank für Deine Tipps.

Ich bin ganz neu hier in dem Forum und finde es total klasse, daß hier so nette Leute sind. Du hast mir wirklich sehr geholfen, ich werde Deine Ratschläge auf jeden Fall ausprobieren und hoffe, daß sich meine Beschwerden bessern.

Viele Grüße, Simone

s{chZink,en aznanas


Re: Re - Schinken Ananas

Keine Ursache... wäre schön, wenn du mir nach dem Probieren deine Ergebnisse mitteilen würdest.

Danke im Voraus!

sch.a.

HWoer!emaxl


Kribbeln in den Fingern

Hallo Nuudlz,

das hört sich sehr ähnlich an, wie bei mir damals.

Ich habe einen sehr engen Spinalkanal im HWS Bereich und dort auch Bandscheibenvorfälle. Wenn irgendwas im Halsbereich in den Spinalkanal oder in der Höhe in die austretenen Wurzel drückt, dann löst das Taubheitsgefühl oder Kribbeln aus. Es kann auch ein Gefühl aufkommen, als wenn der Arm einschläft oder eine Sensibilitätsstörung. (unangenehmes Gefühl bei Berührung).

Ist schon ein CT oder MRT gemacht worden von der Halswirbelsäule?

Hast Du öfters Beschwerden im Nackenbereich oder das Dein Hals steif ist?

Diese Sache ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und ich würde es auf jeden Fall neurologisch abklären, denn je schneller man die Ursache hat, desto besser ist die Erfolgschance, daß die Nerven sich wieder reganirieren.

Die Nerven haben ein sehr gutes Schmerzgedächnis und je länger Nerven abgedrückt werden, umso länger dauert die Regenerierungsphase. In manchen Fällen bleibt der Nervenschmerz....so wie bei mir. Ich lebe seit 4 Jahren mit einem Schmerz im Arm und meine 3 letzten Finger der linken Hand haben kein Gefühl. Der Nerv war zu lange abgedrückt.

Also lass es untersuchen. Den Rat kann ich Dir nur geben.

Grüßle,

s@ym'pdtxom7


RE: hoeremal

Hallo hoeremal,

ich habe ein ähnliches Problem. Es fing mit Schulter- Nackenbeschwerden an, bis zu einem Brennen im Oberarm und Kribbeln und Taubheitsgefühl im Zeige- und Mittelfinger. Ich konnte ein halbes Jahr kaum schlafen, da ich gar nicht wußte, wie ich liegen sollte. Die Schmerzen haben mich wahnsinnig gemacht. Durch Zufall stellte dann ein Arzt fest, dass ich einen Bandscheibenvorfall zwischen dem C5 und C6 habe (per CT). Helfen konnte er mir allerdings auch nicht, außer dass er mir Schmerztabletten verschrieb.

Es hört sich ja gar nicht gut an, was du da schreibst, dass du nun schon seit vier Jahren mit diesen fürchterlichen Schmerzen plagst.

Da ich nicht ewig mit den Schmerzen leben wollte und mir die Auskunft der Ärzte nicht ausreichte: "Wir operieren erst, wenn der Arm taub ist", habe ich mir eine Heilpraktikerin gesucht, die Massagetechniken nach Dorn, bzw. Breuss anwendet. Dort bin ich anfangs zweimal die Woche gewesen. Nach ca. drei Monaten benötigte ich nur noch eine Schmerztablette pro Tag (vorher 3). Einen weitern Monat später gar keine mehr.

Ich kann mir momentan dieses Vergnügen nicht mehr leisten und die Krankenkasse übernimmt diese Art der Behandlung leider nicht, aber geholfen hat es!

Wie bist du behandelt worden?

hoffe auf Antwort

Grüße Suse

H~oWeremxal


Hi Suse,

das schlimme bei der Krankheit ist, da fast jeder über Rückenschmerzen klagt, daß es garnicht mehr so richtig wahrgenommen wird. Erstmal Massage und KG...

Bei mir war es auch so und dabei wurd es immer schlimmer. Dann CT gemacht. Dem Arzt wurde ganz mulmig, weil ich vorher schon sagte daß ich ein kribbeln in den Fingern hätte und leichte elektrische Stösse. Ich hatte einen HWS-Vorfall in Höhe 3/4,5/6 und 6/7, wovon der 5er der schlimmste war. Aber das war nicht das Schlimmste, sondern Teile des Wirbelknochens drückte aufs Rückenmark und mein Spinalkanal ist sehr eng. Statt ca 15mm Durchmesser, war er in der Höhe 5 nur noch 5mm. Ich sollte sofort operiert werden und das in der Uniklinik in Bonn.

Ich sag Euch: niiiiiiie mehr!!!

Der Professor hat mir die Höhe 5 operiert und einen Palakus eingesetzt. Zuerst war alles OK, aber mit der Zeit wurde es wieder schlimmer. Gangschwäche und die Schmerzen im Arm fingen an. Jedesmal wenn ich nach Bonn fuhr meinten die; die OP war gut und wir können nix sehn. Tennisarm vielleicht. Ich war so sauer, daß ich dem behandelnden Arzt sagte, das er wohl keinen Bock mehr auf seinen Job hätte und er besser in Rente ging, als er mich abschieben wollte. So als wäre ich ein Simulant.

Mein Hausarzt schickte die Bilder nach dem Prof. Harms nach Langensteinbach, aber sagte mir, daß die Wartezeiten mörderrisch lang dort wären, aber die könnten sich ja wenigstens die Bilder anschauen.

Ich sitzt so ca. 1e Woche (ihr hört richtig, kein Jahr sondern eine Woche!) später im Büro und das Telefon klingelt. Sekretäriat Prof. Harms dran.

Sie sagte, daß ich in 2 Tagen kommen könnte. Ich sagte; tol, daß ich so schnell einen Untersuchungstermin bekomm.

Sie sagte dann zu mir, daß es kein Untersuchungstermin wär, sondern stationär für die OP. Ich schluckte kräftig und fühlte mich total überrollt.

Heute bin ich froh, daß ich es gemacht habe, denn die erste OP bei dem Prof in Bonn war nicht gut.

Der Palacus hatte sich nämlich gelöst und drückte nun auch auf den Spinalkanal....toll!

Prof. Harm meinte, daß es unverständlich für ihn wär, das man im Halsbereich mit Zement arbeitet, weil dort doch immer Rotationen sind. Im Lendenwirbelbereich wäre es OK.

Da ich dadurch permanent die Schmerzen im Arm habe und sie mich auch weiterhin begleiten, wollte ich sogar den Arzt verklagen, aber no Chance, weil es nicht verboten ist was er tat.

Aber ob man es glaubt oder nicht; wenn ein Schmerz immer in der gleichen Stärke spürbar ist, dann kann man sich daran gewöhnen. Das schlimmste ist erstmal, nicht zu Schmerzmitteln zu greifen. Heute ist es so, daß, wenn ich daran nicht denke, manchmal den Schmerz garnicht spüre.(im Moment merk ich es, weil ich ja grad über dieses Thema schreibe... ;-) )

PS: ich habe die Uniklinik angerufen und habe dem Prof mitgeteilt, wie sein Assistent mich entlassen hat (von wegen Tennisarm und so) und nur darauf rumgeritten wär, daß die OP gut wäre.

Auch das Prof Harms, es wieder soweit es ging versucht hat zu verbessern. Ich wurde dann gefragt, ob ich Ihn verklagen wollte und das sie gute Rechtsanwälte hätten....

tja so kanns auch passieren. Dieser Professor aus Bonn bleibt allein durch meinen Schmerz im Arm der bis zu den Finger geht bei mir in bleibender Erinnerung...

N(inE


Hallo Hoeremal!

Aber eins ist wichtig, auch wenn du dich gegen Schmerzmittel sträubst, es ist nicht der richtige Weg, Zähne zusammenbeißen und durch. Du kannst eine Menge Lebensgefühl zurückbekommen indem du jetzt rechtzeitig eine gute Schmerztherapie beginnst, als dich bald mit einem chronischen Nervenschmerz herumzuplagen. Ich habe durch eine Syrinx und Schleudertrauma starke Schmerzen in HWS + Armen außerdem habe ich noch PNP. Erst war ich genau wie du gegen die Einnahme von Schmerzmittel. Ich habe jetzt einen guten Schmerztherapeuten gefunden, der mit den Einsatz von Opiaten(Transtec-Pflaster) versucht mir zu helfen, dadurch kann ich wieder viel aktiver meinen Hobbys nachgehen und kann dabei auch zeitweilig meinen Schmerzen vergessen.

Kein Schmerz muß ertragen werden, jeder hat das Anrecht auf eine gute Schmerztherapie.

Und zu dir Nuudlz, das Kribbeln in den Händen kann natürlich von Beschwerden(Bandscheibenvorfall, Verengung Zentralkanal etc herrühren kann auch streßbedingt sein oder wenn es nur bestimmte Finger deiner Hand betreffen (Daumen, Zeigefinger, Mittelfinger) ein beginnendes Karpaltunnelsyndrom sein.

Also ein Besuch beim Neurologen oder Orthopäden wäre, wenn die Beschwerden stärker werden angebracht. Erstmal eine gute Voruntersuchung + Abklärung , vielleicht wird das CT (eher MRT) nicht sofort notwendig sein. Also erstmal entspannen zu Ruhe kommen, eine Entspannungsform finden, die dir selbst zusagt ob nun Qi Gong, Feldenkrais, Zilgrei , Entspannung nach Jacobsen etc.. Aber das wichtigste ist dran bleiben und auch zu Hause anwenden und üben, und mit der Zeit hast du deine eigene Entspannungstechnik entwickelt, einfach das zu tuen, wozu du Lust hast .......

Liebe Grüße NinE

H.oere]mal


Hallo Nine

Ich gebe Dir vollkommen Recht,wwas die Schmerztherapie betrifft.

Aber bei mir ist es kein Schmerz der im Arm verursacht wird, sondern durch die Myelopathie zentral im Gehirn stattfindet. Die Störung in der halswirbelsäule leitet Falschmeldung (Schmerz) ans Gehirn und Gehirn sagt; im Arm ist Schmerz ;-)

Natürlich habe ich eine Schmerztherapie durch und es wurde auch mit zentralwirkenden Mitteln gearbeitet (Valeron....usw.), auch mit Morphinen und da muß ich sagen, daß es eigentlich zu den Besten Schmerzmitteln gehört, die wir haben und sie bei den meisten Menschen grundlos Schrecken hervorrufen.

Leider klappte es bei mir nicht so ganz und der Professor stellte mir auch die Möglichkeit vor, daß ich die betreffenden Nerven "stillegen " lassen kann. Das hat aber zur Folge, daß ich den gesamten Arm überhaupt nicht mehr fühle.

Du sprachst oben von fernöstlichen Therapien und mit diesen kann man auch lernen den Schmerz auszuschalten. Da der Schmerz im Kopf ausgelöst wird, kann er auch durch den Kopf etwas beseitigt werden. Entspannung und vieles mehr trägzt dazu bei.

Es hört sich vielleicht für einen Aussenstehenden ungewöhnlich an, aber man sollte den Schmerz begrüßen wie einen Freund. Ihn nicht abwehren sondern annehmen. Man sollte sich ablenken.

Wenn ich am malen bin und es ganz kniffelig ist, dann spüre ich überhaupt nichts. (besser gesagt, ich nehme ihn nicht wahr)

Aber so etwas muß man lernen. Ich würde mich heute was den Arm betrifft, nicht vollstopfen mit Medikamenten, weil ich besser so lebe, als mit diesen zusätzlichen Mitteln.

Es reicht, daß ich schon soviel nehmen muß, damit mein Rücken etwas Ruhe findet.

Gruß,..

uhli)17


@hoeremal und ninE

hi ihr!

des mit dem schleudertrauma und den verspannungen im nacken kommen mir sehr bekannt vor...ich hab des zuerst auch net geglaubt dass ma da kribbeln in fingern und im gesicht bekommen kann..bei mir is es aber net so schlimm dass ich ne schmerztablette nehmen muss...so wie ihr schreibt...dass mir manchmal die oberarme schmerzen ziehen und stechen is manchmal scho ziemlich heftig!!

hmm wie hab ihr des kribbeln weggekriegt...hab des auch im gesicht am kinn??ich krieg da jedesmal voll panik wenn ich des wieder hab...

schreibt bitte zurück würde mich voll freuen...

lg und gute besserung an alle!

uli17

H-oer9emaxl


Hallo Uli

Ich habe es nicht am Kinn, aber mir wird der Hinterkopf ganz taub, wenn ich falsch auf dem Rücken liege.

Das schlimme an der halswirbelsäule ist, daß es ganz unterschiedlich auftreten kann, denn wenn man bedenkt, daß von den oberen Halswirbeln, wenn etwas in den Spinalkanal drückt, es sich überall im Körper bemerkbar machen kann und das auf unterschiedlichste Art.............

Ich kann nur sagen, daß man so gewissenhaft und so genau wie möglich alles verfolgen soll. Das heißt, daß man sich nicht abspeisen lassen soll. Seit die Uniklinik in Bonn mich versaut hat, sehe ich die Ärzte nicht mehr als Götter in Weiß an, sondern als Menschen!!!

Frage nach.....sage alles, auch wenn Du denkst; "sollte ich es?"....

versuche alles!

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