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Fingerlähmung

C1hprisx. hat die Diskussion gestartet


Hi,

in den Sommerferien habe ich in Schweden mit ein paar Freunden eine TrekkingTour gemacht. Am 4ten Tag bin ich unglücklicherweise gestürzt und von dem Aufprall ohnmächtig geworden. War, laut Aussage meiner Freunde, ungefähr 5-10min ohnmächtig. Nach dem Aufwachen ging es mir eigentlich recht gut, nur das übliche dumpfe Gefühl etc. kurze Zeit später bemerkte ich allerdings, dass ich die Finger an der linken Hand nicht mehr bewegen konnte. Ebenfalls war absolut kein Gefühl da (wie als wenn sie eingeschlafen wären). Ebenfalls erstreckte sich ein taubes Gefühl von den Fingern bis zur Schulter. Es waren aber keinerlei Schmerzen zu spüren. Da keine Besserung zu vermerken war, sind wir am nächsten Tag Richtung Krankenhaus aufgebrochen.

Im Krankenhaus wurde der übliche Check gemacht, doch nach ein paar Minuten holte der Arzt bereits Verstärkung. Nach längeren Befragung und Untersuchung hatten wir folgende Beschwerden festgemacht: Lähmung der Finger, taubes Gefühl bis zur Schulter hoch, leichte Gefühlsstörrung in der linken Gesichtshälfte, linke Bein schwächer, linker Arm sehr viel schwächer, keinerlei Prellungen oder Blutergüsse (auch nich am Kopf), keine Gleichgewichtsstörrungen o.ä. Gedächnis war auch noch vollkommen in Ordnung.

Auf Verdacht hin, wurde ich 9mal geröntg im Nackenbereich und kam in Kernspint. Da keinerlei Verletzungen o.ä. festgestellt wurden, wurde ich stationär aufgenommen. Am nächsten Tag wurde ich in ein anderes Krankenhaus verlegt. Dort wurde nochmals ein MRT gemacht, allerdings diesmal über 90minuten lang. Es wurde über das Gehirn bis runter zum Plexus C4-C7 und Colmun Vetebra von C1-C10 gemacht. Auf den Bildern war nichts bedenkliches zu sehen, deshalb wurden sie auch noch an Unikliniken geschickt und von Spezialisten in Neuro-Radiologie begutachtet, aber auch diese sahen keinerlei ernste Verletzungen. In den nächsten 24Stunden kam das Gefühl in der linken Gesichtshälfte komplett zurück. Da weitere Tests und Untersuchungen zu kostspielig und Zeitintensiv geworden wären, wurde ich nach Deutschland zurück geschickt.

Hier bin ich zu einem Neurologen, welcher die Nervenbahnen testete (mit Strom), auch hier waren nur kleine Verschlechterungen zu vermerken. Daraufhin wurde ich ins Krankenhaus eingeliefert für weitere Untersuchungen. Ich fasse kurz die Ergebnisse zusammen: kein Meningismus, Hirnnervenstatus regelrecht, Trömmer bds. nicht erhältlich, übrige Muskeleigenreflexe seitengleich, Armabduktion/Außenrotation linksseitig Kraftgrad 4 von 5, Fingerbeugeung und -streckung linksseitig Kraftgrad 1-2 von 5, Fingerspreitzung Kraftgrad 0 von 5, Absinktendenz in Arm-Bein-Vorhalteversuch linksseitig, Finger-Nase-Versuch linksseitig dysmetrisch, Hypästhesie für alle Qualitäten des linken Armes distal betont, vegetative Funktionen unauffällig, Kopfschmerz bds. paravertebral thorakal, periphere Pulse allseits palpabel. Cor/Pulmo auskultatisch regelrecht, Abdomen palpatorisch unauffällig, Borrelien-IgG fraglich positiv, IgM negativ, Routinelaborparameter im Normalbereich, EKG Normalbefund, Elektrophysiologie der Hirnstammreflexe, EMG sowie Medianus- und Tibialis-SEP unauffällig, Extra und transkranielle Doppler- und farbcoderite Duplexsonographie Normalbefunde, MRT des Schädels Normalbefunde, Liquor Normalbefunde, Borrelienantikörper negativ. Der Verdacht auf Vertebralis oder SCI Dissektion und Hirnstammkontusion konnte nicht bestätigt werden. Ebenfalls kann eine entzündliche Genese ausgeschlossen werden.

Über den 2 wöchigen Krankenhausaufenthalt kam das Gefühl im Ober und Unterarm wieder. Bis zum Handballen hin war das Gefühl vollkommen normal, ab dem Handballen wurde es zu den Finger schwächer, aber ich konnte wieder was fühlen. Die Beweglichkeit der Finger nahm leicht zu. Mit der Verordnung von Krankengymnastik wurde ich bis auf weiteres entlassen. Eigentlich sollte ich stationäre Reha bekommen, aber auf Grund von dem Beginn der Schule entschied ich mich für KG. Innerhalb der nächsten 10Tage wurde das Gefühl immer besser und auch der Daumen wurde stärker. Der Zeige und Mittelfinger wurde ebenfalls stärker, Ring und kleiner Finger blieben unverändert.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag stieß ich mit dem Kopf gegen die Zimmerdecke, hatte allerdings keinerlei Aussetzer oder Schwindelgefühl o.ä. Am darauffolgenden Morgen hatte ich in den Fingern keinerlei Gefühl mehr, erst ab den Handballen abwärts ist wieder Fühlvermögen. Die Bewegung ist ebenfalls stark eingeschränkt. Ich kann nichts greifen oder halten, kann die Hand praktisch für gar nichts einsetzen. Daraufhin bin ich wieder zum Neurologen, welcher wiederrum die Nervenbahnen testete. Das ergebnis war besser, als das vor der Einlieferung ins Krankenhaus.

Derzeit bekomme ich 2-3mal wöchentlich Krankengymnastik und nehme Neurobion. Eine genaue Diagnose gibt es leider nicht, weshalb ich mich eigentlich auch an euch wende. Irgendwas muss ich doch machen können, um das wieder wegzubekommen. Bin ja noch recht jung und da will ich nicht unbedingt auf die Hand verzichten. Kann mir einer von euch Tips oder Ratschläge geben, was ich noch machen soll? Abwarten ist irgendwie so unbeholfen.

Ein dickes Dankeschön schonmal vorweg, für´s durchlesen und über jeglichen Beitrag.

Antworten
p`heo%nixx18


ermm...........bist du medizin student ?

natürlich unglücklicher ereignis .. :-(

und nun ? gehst du in physio ?

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