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Neuropathie/ Sensilibitätsstörungen der Haut

A6lex19E82 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

mich plagt seit über einem Jahr folgendes Problem: Ich habe am ganzen Körper das Gefühl, als ob mich etwas mit einer Nadel piekt. Dieses Gefühl tritt ganz unterschiedlich auf. Mal an den Füßen, Ärmen, mal im Gesicht und dann wieder auf dem Bauch. Es ist auch nicht an einer Stelle sondern tritt oft gleichzeitig an mehreren auf. Es "wechselt" sich ab. Ich kann es als nadeln , pieken oder brennen beschreiben aber kein Schmerz.

Ich habe zuerst an eine Hauterkrankung gedacht und bin zum Hausarzt, wurde dann aber weiter zum Hautarzt von dort in zwei Hautkliniken überwiesen. Zum Schluss bin ich dann zu einem Neurologen überwiesen worden zur neurologischen Abklärung. Da alle möglichen Ursachen ausgeschlossen wurden (Diabetis, Parasiten, alle mögl. Hauterkrankungen) bin ich mir nun eigentlich sicher, dass es evtl. ein nervl. Problem ist.

Vom Neurologen wurde ich psychologisch befragt, Probleme... usw. Ich habe natürlich ehrlich geantwortet. Meines erachtens ist aber beruflicher Stress in meiner Form nicht sehr schlimm. Kein Zahlendruck usw. Sie sieht aber dahinter das Problem. Meine Missempfindungen seien eine Auswirkung davon. Ich habe dafür ein Medikamtent, das Amitrytilin, bekommen. Es macht mich ruhig und wache in der Früh regelmäßig benebelt auf. Zusätzlich mache ich eine Entspannungstherapie nach Jacobson. Nur dies alles hilft mir leider überhaupt nicht.

Auf meine Frage, ob es sich um eine nervliche Erkrankung handeln könnte, wurde mir gesagt, dass dies alles bereits untersucht wurde. Eigentlich wurden keine Untersuchungen gemacht. Nur vor ca. zwei Jahren eine Messung der Hirnströme und eine andere Untersuchung mit Stromschlägen an der Hand. Damals hatte ich sehr oft Verspannungen im Nacken und ein Arm schlief regelmäßig ein. Dies wurde aber durch Krankengymnastig und Übungen therapiert. Nur kann man durch diese Untersuchungen auch mein eventuelles Problem mit den Nerven abklären?

Den Neurologen wechseln möchte ich auch nicht unbedingt. Ein neuer beginnt mit dem "Verhör" ganz von vorne und wenn ich sage ich habe gewechselt untersucht er nich objektiv und hält mich evtl. für einen Hypochonder.

Was kann mein Nervenproblem sein?

Hat jemand ähnliches erlebt?

Wie wurde geholfen.

Welche Untersuchungsmöglichkeiten gibt es?

Mich treibt es langsam zur Verzweiflung, da es mich auch oft um den Schlaf bringt

Vielen Dank

Alexander

Antworten
s`chLinkeUn anxanas


Du hast erwähnt,...

... dass unter Verspannungen im Nacken gelitten hast. Ich selber leide unter verschiedensten Wahrnehmungsstörungen, die eine zeitlang auch noch Angststörungen (Panik-Attacken mit Herzstolpern etc.) hervorgerufen haben. Letztere habe ich mittlerweile zum Glück beinahe vollkommen überwunden... oft war ich in diesen Momenten unterzuckert, was sich als Hauptfaktor für die Panikausbrüche herausgestellt hat.

Die ersten Anzeichen, wenn's mal wieder mit einer Wahrnehmungsstörung losgeht, sind bei mir in der Regel Verspannungen. Manchmal bemerke ich sie erst dann, wenn ich Brust, Schulter oder Nacken abtaste. Und genau zu diesem Punkt möchte ich dir meine Erfahrung mitteilen: Auch ich kenne das Gefühl von Nadelstichen in der Brust, am Hals, in beiden Armen und in den Beinen. Mein Tipp: Taste deinen Nacken, deine Brust, deine Schultern und deinen Rücken (eventuell auch den Bauch) einfach mal sorgfältig ab. Ich nutze dafür eine oder zwei Fingerkuppen, die ich drückend und kreisend Zentimeter für Zentimeter über die o.g. Partien bewege. Bei mir sind sehr oft ein Muskel oben auf der linken Schulter und/oder ein Muskel (?) unterhalb des linken Schulterblattes verkrampft. Letzteren kann ich so gerade eben mit der rechten Hand erreichen. Es kann manchmal auch sehr schwer sein, den richtigen Bereich zu treffen, da dieser häufig sehr klein ist. Deshalb nehme ich mir selber beim Abtasten immer sehr viel Zeit und suche Zentimeter für Zentimeter. Falls ich einen schmerzenden Muskel entdecke, massiere ich ihn vorsichtig, aber ausgiebig. Danach ist er soweit gelockert, dass ich ihn (schmerzhaft) spüren kann (in seinem vorhergehenden verhärteten Zustand schmerzte er nur bei Druck... deshalb die Suche/das Abtasten). Danach dauert es bei mir meist einen Tag, bis der Schmerz nachlässt und der Muskel sich erholt hat. Jener Muskel unter dem linken Schulterblatt verursachte bei das Kribbeln in den Händen, Beinen, der Brust und dem Hals!!!

Wegen meinen empfindlichen Nerven und um Verspannugen vorzubeugen nehme ich zusätzlich regelmäßig Relaxin von Klosterfrau und wende die Zilgrei-Technik an (Infos unter [[http://www.zilgrei.de]]). Bei mir wirken diese Massnahmen äußerst gut und ich kann es mir zur Zeit ersparen, ständig zum Arzt oder Heilpraktiker zu rennen, wo man mich insgeheim wahrscheinlich als Hypochonder abgestempelt hat :-).

Versuche, dir selbst zu helfen. Falls meine Tipps nicht nützen, dann finde andere geeignete Methoden für dich heraus. Ich habe selber 8 Jahre gebraucht, um geeignete Mittel für mich persönlich zu finden... also gib nicht auf!!

Gruß

Atlex1x982


Verspannungen...

habe ich schon lange nicht mehr. Mein Problem ist es, dass ich mich wahrscheinlich nur zu leicht "stressen" lasse. Wenn ich was mache dan 100-prozentig. Das hängt sicherlich mit meinem Beruf zusammen. Ich habe aber schon lange versucht mir ein LMAA-Gefühl zuzulegen. Das schaffe ich mittlerweile sehr gut. Aber meine Nerven sind anscheinend so strappaziert. Meine Haut reagiert total komisch. Zuerst dachte ich mir krabbelt was darunter. Aber das haben die Ärzte glücklicherweise schon mehrmals kontrolliert. Auch andere Hautkrankheiten sind abgeklärt. Es ist wie gesagt mehr ein nadeln, stechen oder brennen, was wahrscheinlich von den Nerven kommt. Panikzustände habe ich nicht. Jetzt mache ich eine Kur mit Vitasprint B12. Das soll ein sehr gutes Präperat für die Nerven sein. Das empfohlene Relaxin werde ich mir auch zulegen.

Vielen Dank für die Infos.

Alex

vLanni


Hallo Alex!

Ich kann Dich sehr gut verstehen...Ich hatte auch diese schrecklichen Missempfindungen und bei mir wurde auch alles in die psychische Ecke gedrängt, dabei habe ich erst durch meine körperlichen Leiden Deppresionen bekommen.Ich fühle mich von den Ärzten total im Stich gelassen! Ich hatte starke Kribbel- und Taubheitsgefühle im Gesicht, Armen und Beinen. Ich war erst beim Hausarzt, dann beim Neurologen.Der hat auch einige Untersuchungen gemacht, unter anderem auch ein MRT. War alles in Ordnung und ich hatte das Gefühl er nimmt mich nicht ernst, hat auch in dem Brief an meinen HA geschrieben, alles unauffällig, wie ich es mir schon dachte...Na super, nach dem Motto, die stellt sich an, dabei ging es mir echt beschissen!

Naja mir geht es aber in der Hinsicht seit par Monaten wieder gut, dafür hab ich jetzt Schmerzen in Armen und Beinen und Brust.Ich glaube doch das es irgendwas nervliches ist.Werde mal zu einem anderen Neurologen gehen, eine zweite Meinung schadet nie! Hast du Dich schonmal auf Borreliose untersuchen lassen?das könnte auch der Grund für sowas sein.Wie oft hast du diese Empfindungen?Schränken sie Dich sehr ein?

Vitamin B nehme ich übrigens auch, kann ja nicht schaden und hilft auch. Ist aber echt teuer gewesen. Dein Präparat auch?Oder zahlt es bei Dir die Kasse?

Gruß, Vanni

m3edizixni05


gast

hallo

habt ihr mal an fibromyalgie gedacht? Da könnte es ja einen

Zusammenhang geben. Informiert Euch einfach mal!

j5oco`sixty


Also so wie ich deinen Beitrag verstand und las, habe ich dasselbe Problem. Habe dazu auch schon vor einiger Zeit ein Thema erstellt, jedoch ohne Antworten: [[http://www.med1.de/Forum/Dermatologie/449396/]]

Nehme ebenfalls schon länger Vitamin B Komplexe, helfen aber bisher nicht. Auch meine Ärzte haben nach und nach das ganze immer mehr auf die psychische Schiene geschoben. Vielleicht haben sie ja recht.

Falls du eine Lösung deines Problems oder besser gesagt unseres Problems gefunden hast, wäre ich sehr dankbar wenn du mir etwas darüber erzählen könntest.

Liebe Grüsse

Bine

jBoco[sitAy


Hat irgendjemand eine Ahnung, was das sein kann?

Ich bin bald komplett verzeweifelt und arm (arm bezüglich verschiedener Behandlungen). Ich stehe wirklich nah am Abgrund, es ist einfach nicht mehr zu ertragen.

Ich konnte Alex1982 leider per PN nicht erreichen, um ihn zu fragen, wie er das Problem gelöst hat und ob.

Bitte helft mir. :-(

Liebe Grüße

Bine

ACleex19l82


Hallo,

es tut mir leid, dass ich mich erst wieder melde. Habe das Forum seit längerem nicht mehr besucht bzw. auch in den Benutzereinstellungen nicht aktiviert gehabt, dass ich bei Nachrichten eine Information bekomme.

Das Zwicken, Brennen und Kribbeln konnte mir bisher noch kein Arzt erklären. Sicherlich ist dies nervlich bedingt. Zusätzlich habe ich seit meinem 3. Lebensjahr Neurodermits, welche mit zunehmenden Alter in Schuppenflechte überging. Die Neurodermitis-Erscheinungen tauchen aber kaum mehr auf - dafür umso mehr die Schuppenflechte an Ellenbogen, Rücken, Oberschenkeln und Kopfhaut. Auch die Neurodermitis und die Schuppenflechte hängen ja mit Stress und Nervosität zusammen.

Ich habe daraufhin meinen Hautarzt gewechselt und mit dem neuen über die Symptome geredet. Er ist davon überzeugt, dass es von der Schuppenflechte kommt. In der Tat, sobald ich dieses Zwicken hatte, treten in den Folgetagen Rötungen bis zur Schuppenflechte auf. Es sind zwar nicht dieselben Stellen aber ein Zusammenhang besteht sicherlich. Daher bekomme ich regelmäßig, vor allem im Winter, dreimal die Woche eine Lichttherapie durch den Hautarzt, für die Haut und Kopfhaut zusätzlich noch medizinische Salben (Curatoderm und Ecural) Die Schuppenflechte ist lt. Arzt und auch lt. Internet eine sehr vielfältige Krankheit.

Gegen das Zwicken und Jucken, das sicherlich (auch) nervlich bedingt ist, bekomme ich das Medikament Opipramol in geringer Dosierung. Einen Hangover am nächsten Morgen habe ich nicht, wobei ich das Medikament auch nur nehme, wenn ich merke, dass die Haut wieder beginnt.

Ab- und zu nehme ich auch noch Vitasprint. Ob es was bringt, lassen wir dahingestellt. Auch wenn es nur der Plazebo-Effekt ist, es schadet dem Körper sicherlich nicht und hilft meinen Nerven vielleicht. Meine Haut pflege ich sehr intensiv mit Körperlotion um zu verhindern, dass sie durch austrocknen gereizt und überempfindlich wird. Auch das tut "ihr" anscheindend sehr gut.

Ich kann es nur zu gut nachempfinden, wie man sich damit fühlt. Ich hatte Angst ins Bett zu gehen, obwohl ich totmüde war. Untertags ging es mir beschissen und ich hatte eigentlich keinen Lebensmut mehr, wenn ich so zurückblicke. Lasst bitte nicht locker.

Das ist die Therapie, mit der ich mich bisher - toi toi toi - ganz gut arrangieren konnte. Momentan gehts mir gut.

Viele Grüße

Alex

jQocoAsity


Oh manwow, das kling verdammt gut, dass es dir jetzt wieder gut geht.

Ich hoffe, dass die Ärzte mir auch irgendwann mal helfen können.

Ich habe übrigends auch Schuppenflechte. Aber erst seit ca. 2 jahren und nur ganz ganz wenig an Ellenbogen, Fußknöcheln und ein kleinwenig am Kopf. Das ist schon viel viel besser geworden. Aber habe eben nun schon so lange dieses stechen auf der Haut und es will einfach nicht besser werden. Habe scho so dermaßen viel ausprobiert..

Eine Frage: Von welchem Arzt hast du das Medikament Opipramol bekommen? Ich werde dann den entsprechenden Arzt in meiner Umgebung auch mal danach fragen...

Komisch finde ich halt schon, wenn die Schuppenflechte die Ursache ist, dass es dann nicht nur an den Stellen auftritt, sondern überall. Das kapiere ich nicht.

Wenn ich etwas langärmliges Trage, wird das kribbeln und stechen fast unerträglich.

Ich pflege meine Haut auch ganz brav und intensiv, damit dadurch keine zusätzlichen Reizungen entstehen :)

Wie oft hast du das jetzt noch?

Kannst du wieder ein normales Leben führen?

Liebe Grüsse,

Bine

AhlexH1j98x2


Hallo,

also das Medikament habe ich von meinem Hausarzt bekommen.

Die Schuppenflechte ist eine vielfältige Krankheit und kann verschiedene Formen annehmen lt. meinen Ärzten (Probleme bei Darm und Knochen seien möglich).

Warum es am ganzen Körper auftritt, darüber habe ich mir keine Gedanken gemacht. Aber ich vermute mal dass bei uns Schuppenflechten-Patienten einfach die ganze Haut "krank" ist und die Schuppenflechten-Stellen einfach nur nach außen treten.

Soweit geht es mir sehr gut und ich kann ein relativ normales leben führen. Ich vermeide halt alles was meine haut reizt und pflege sie recht gut.

Ich hoffe, dass ich Dir weiterhelfen konnte.

Gruß

jjocosxity


Hallo

danke für deine erneute Antwort =)

Hast du an dir schon einmal Symptome beobachtet, die in die "Restless-Legs-Syndrom" Schiene gehen?

Also unruhige Beine und solche sachen.

Ich war erneut bei meiner Neurologin, sowie bei jedem anderen Arzt auch, da ich nervlich langsam echt kaputt bin wegen der Sache. Die Neurologin nimmt ein RLS bei mir an. Habe deswegen "Restex" verschrieben bekommen. Nehme es seit heute, jedoch noch keine Besserung.

Wenn DAS jetzt nicht hilft, frage ich meine Hausärztin, ob sie mir dein genanntes Medikament verschreibt (Opipramol)

Ich hoffe dir gehts gut

lg

bine

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