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Erektile Dysfunktion bei MS-Krankem - Wie damit umgehen?

M=ari!e-The*rexs hat die Diskussion gestartet


Mein Freund hat seit 12 Jahren Multiple Sklerose (chronisch-progressiv). Zurzeit macht er seit seiner Reha 2008 eine berufliche Wiedereingliederung, arbeitet 4 Stunden täglich (vorher Vollzeit, aber das ging nicht mehr). Man merkt ihm soweit nicht viel an, er leidet hauptsächlich unter Fatigue (Erschöpfung) und Kopf-/Nervenschmerzen.

Wir sehen uns alle paar Monate, wenn er reisefähig ist (1,5 Stunden Zugfahrt strengen ihn sehr an) und seine familiäre Situation das zulässt (er hat 2 Söhne, die noch zu Hause leben). Da ich (aus Erfahrungen mit ihm) weiß, dass ihn Sex sehr anstrengt (obwohl er ihn auch genießt und will), mache ich nie den "1. Schritt", aber dennoch haben wir meist 1-2-mal täglich Sex, wenn er da ist. Nun ist es so, dass seine Erektion nicht sehr "stabil" ist, und er auch starke Reize braucht, um sie aufrecht zu erhalten. An mangelnder Lust oder so liegt es nicht, aber die Reizleitung über die Nerven ist eben bei ihm gestört. Trotz großer Ausdauer (seinerseits, ich mache meist irgendwann schlapp, mangels Kondition) hat er fast nie einen Orgasmus. Wir haben schon sämtliche Tricks ausprobiert, meist ohne Erfolg. Ich versuche auch immer, den Gedanken zu verdrängen, aber das gelingt mir immer schlechter; ich möchte ihm doch so gern zu einem Höhepunkt verhelfen! Kann mich leider auch nicht mehr richtig fallen lassen dabei ...

Geht es hier jemandem ähnlich? Wie geht ihr damit um? Medikamente wären keine Lösung, er verträgt kaum etwas richtig (hat auch noch eine Laktose-/Fructose-Intoleranz und sein Magen-Darm-trakt ist generell durcheinander, dazu kommt noch beinahe ständige Antibiotika-Einnahme, um sich gegen herumschwirrende Bakterien zu schützen).

Würde mich über einen Erfahrungsaustausch freuen!@:)

Antworten
T&he_Go !Texam


Hallo Marie-Theres ....da hast du einen wunden Punkt getroffen....

Ich befinde mich nämlich in der gleichen Situation wie dein Freund.Und seit Ausbruch der Krankheit läuft bei mir in sachen Sex immer weniger.Klar, liegt das auch am Alter.Aber wenn man empfindungsstöhrungen da hat, wo man sie eigentlich nicht haben sollte, ist es einfach so.Es ist wie es ist!!

Ich hab eigentlich auch schon alles ausprobiert.....von Levitra & Co...bis hin zu ganz illegale Sachen :=o

Es hilft vielleicht ein bischen..

Aber ich glaube das große Problem bei euch kann an der Zeitlichen verfügbarkeit liegen.Jemand mit MS geht es jeden Tag anders.Und wenn dann noch Sex im Spiel ist kann soweas auf Knopfdruck nie funktionieren.

Mich persönlich stört es zb auch das meine Freundin nie den ersten schritt macht.Natürlich meint sie es gut mit mir,um mich nicht unter druck zu setzten.Aber eigentlich würde ich mir wünschen das sie genau das nicht macht.Den damit macht sie mir irgendwie "klar" das ich besonders zu behandeln bin.Was vielleicht auch so ist,ich aber nicht hören will!:-/

Was micht übrigend seit dem sehr wundert,wie oft eine Frau von einen Mann einen Orgasmus fordert.

Ich kann dir nur sagen...es ist mehr als eine Kopfsache...Den bei meinen letzten zwei Affären,wo es zum größten teil nur ums voegeln ging hatte ich eher weniger dieses Problem.Weil ich eher auf mich als auf den Partner geachtet hab.

Ich weiß das hat dir sicherlich auch nicht so richtig weiter geholfen...man kann darüber ja auch fast Bücher schreiben.Aber solange ihr euch noch damit auseinander setzt ist ja noch nicht alles verloren... :)z

M]aried-0Therxes


Hallo The_Go!Team *:)

Danke für deine Antwort. @:)

Dass Frauen einen Orgasmus "fordern", finde ich etwas unglücklich ausgedrückt. Ich fordere nicht, aber ich würde es mir wünschen (für ihn!), da es schließlich für jeden Menschen ein schönes Gefühl ist.

Dass wir uns damit auseinander setzen, kann man so auch nicht (mehr) sagen. Wir haben am Anfang (kennen uns nun ca. 2 Jahre) mal drüber gesprochen. Er hat mir auch gesagt, dass er das eben oft hat und dass es an den Nerven liegt. Auch, dass ich ihn deswegen "etwas härter anfassen" muss, da er sonst nichts spürt. Das fand ich (zumal das bei unserem ersten Intim-Werden war) sehr mutig von ihm. Und das mit der Tagesverfassung, was du beschreibst, trifft auf ihn natürlich auch zu. Dazu passt auch, dass es nur in der Reha (wo wir uns kennen gelernt haben) und bei längeren Aufenthalten bei mir, wenn wir ausreichend Zeit zum Nichtstun hatten, geklappt hat.

Mal eine persönliche Frage an dich (falls du sie beantworten willst): Frustriert es dich, wenn du trotz ausdauernder Bemühungen nicht zum Orgasmus kommst? Oder "reicht" es dir, Spaß zu haben und es deiner Partnerin schön zu machen?

TWhe_wGo!Texam


Ja Oke....das wirklich eher unglücklich ausgedrückt...aber es liegt auch eher daran ....das Frau schnell denkt das sie nicht reicht.Ist das bei dir auch so?...Was natürlich völliger quatsch ist.

Nein....ich bin nicht Frustiert....eher Frustiert wenn ich meiner Freundin mal wieder erklären muß das es gut war.Und irgendwie muß ich eher sagen das sich ich die Sache eher Positiv sehe.Früher hab ich "hingearbeitet" um einen Orgasmus zu bekommen, heute ist der Weg das Ziel!Und wenn ich merke das ich so nicht zum Ziel komme,gibt es immer noch die möglichkeit mit der Hand vorzuarbeiten ;-)....um dann mit meiner Freundin zu Schluß zu kommen.Das geht eigentlich immer.Man muß nur einen Partner haben der diesen konfusen Sex mitmacht und versteht.

Alternativ sollte sich dein Freund überlegen ob er sich beschneiden läßt.Das ist dann ja auch um einiges Gefühlsechter.Eine Option, die ich mir noch bis zum schluß offenhalte.

M6arie- Thexres


Hm, dass ich nicht "reiche", denke ich eigentlich nicht. Nur dass eben meine Kondition für aktiveres Verhalten nicht auf die Dauer reicht, die nötig wäre, z. B. bei OV oder anderen Praktiken, bei denen Frau die "Hauptarbeit" leistet.

wenn ich meiner Freundin mal wieder erklären muß das es gut war

Wenn ich dir einen Tipp geben darf: Sag deiner Freundin einfach von dir aus, dass du's genossen hast, schön fandest oder was auch immer. Darauf kommt es ihr vermutlich an (geht mir nämlich auch so, dass ich mich oft frage: Hat es ihm überhaupt gefallen? Hat er was davon gehabt, außer Anstrengung? Auch wenn ich an seinen Reaktionen eigentlich höre, dass es schön sein muss).

wenn ich merke das ich so nicht zum Ziel komme,gibt es immer noch die möglichkeit mit der Hand vorzuarbeiten ;-)....um dann mit meiner Freundin zu Schluß zu kommen.Das geht eigentlich immer.

Dann genieße das! Nützt bei meinem Freund leider nichts. Es ist eher so, dass er meist recht schnell zum eigentlichen Verkehr kommen will, vermutlich aus Angst, die Erektion könnte verschwinden. :-/

Beschneidung kommt für ihn sicher nicht in Frage. Und da es sich ja um ein Problem mit der Reizleitung durch die Nerven handelt, kann ich mir auch gar nicht vorstellen, dass das was nützen würde. Bei ihm ist halt ausgerechnet an diesem Nervenstrang was beschädigt worden. Ich habe wenig Hoffnung, dass sich da noch was ändert. Aber im Sommerhalbjahr geht es ihm normalerweise insgesamt besser, wenn wir uns dann sehen und ein bisschen mehr Ruhe haben (die letzten beiden Besuche gingen größtenteils für Arbeiten an meiner neuen Wohnung drauf), wird's vielleicht auch in sexueller Hinsicht (wieder) besser.

MTari+e-Therxes


Sonst niemand da, der/die was dazu schreiben möchte ???

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