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Erfahrungen mit Absetzen von Antidepressiva

fNlatw8hit%e hat die Diskussion gestartet


Hey!

Ich nehme nun schon seit etwa 4 Jahren Jatrosom und will das aber langsam mal absetzen, da ich doch einige Nebenwirkungen habe, wie zum Beispiel arge Schlafprobleme, aber auch einfach weil ich denke, dass ich nun langsam mal ohne Medikament auskommen möchte.

Hat jemand Erfahrungen mit dem absetzen von diesen Medikamenten, also mit Antidepressive allgemein?

Wie láuft so etwas ab?

Ich habe von einem halben Jahr auf eigene Faust versucht, dass Medi abzusetzen. Habe 2 Wochen lang 1/8el weniger genommen,dann 1 woche jeden 2. Tag 1/2 weniger bzw 1/8, bekam dann aber wieder einen 'Einbrucht', dh, die Depression kam zurück, wenn auch nur relativ schwach und kurzzeitig, da ich sofort wieder die normale Dosis nahm als ich merkte, dass die Depression wieder kam.

Das war ziemlich erschreckend, zumal ich gar nicht mehr gewusst hatte, wie schlimm der emotionale Zustand während einer Depression ist. Schlimm, wenn dann plötzlich alles wiederkommt.

Ich will nicht, dass mir das nochmal passiert. Ich verstehe nur auch bis heute noch nicht, warum ich wieder depressiv wurde, dabei hab ich es sooo langsam gemacht!

Deswegen werde ich mich an einen Neurologen wenden, der mir dabei helfen sollte.

Mich interessiert aber, wie ihr von euren Antidepressiva losgekommen seid. Hattet ihr Nebenwirkungen, habt ihr euch teilweise auch schlecht gefühlt? Ist es vielleicht sogar normal, dass man evtl kurzzeitig wieder depressive Schübe hat?

Antworten
frlatw]hite


huhuuu, gibt es hier denn niemanden der schon mal antidepressiva abgesetzt hat?

ich könnte da wirklich rat und hilfe gebrauchen.

:-(

blonmsaidoxgge


Hi, habe nach kurzer Einnahmedauer ca. 6 Wochen( 20mg.) von Parotoxin vor ca. 3 Wochen abgesetzt....ausschleichend 1 woche 10 mg. Bekam anschließend für ein paar Tage Kopfschmerzen und Schwindelattacken... außerdem kann ich schlechter schlafen und ich habe noch immer Zaps; Das sind eine Art Stromstöße, die bei bestimmten Bewegungen durch den Körper gehen....Hoffe, dass ich die auch noch loswerde....habe mal dein Jatrosom gegooglet....es gibt wirklich viele, die nach einer längeren Einnahmezeit immense Probleme haben und hatten.....AD's sind schon ein Teufelszeug.....helfen aber kurzzeitig oftmals weiter....Warum hast du es genommen und warum willst du aufhören (was ich sehr gut finde) LG

Schreib dir nochne PN...gibt es Infos zu Absatzproblemen bei Paroxetin....hilft dir vielleicht ja auch weiter :-)

f"lat#whitxe


:-o ich hab mir eben mal durchgelesen was diese zaps sind... meine güte, und das sind nebenwirkungen beim absetzen von ssri? ich dachte die wären so schonend!!!

also wenn ich das jetzt so lese bekomme ich direkt angst vor dem absetzen. irgendwie dachte ich immer, dass man eigentlich nichts merken sollte, wenn man diese medikamente richtig schleichend absetzt. mh, das bringt mich wirklich ein bisschen ins grübeln ob ich das momentan überhaupt machen kann, da ich viel um die ohren habe mit der uni...

ich wollte unbedingt absetzen, da ich echt arge schlafstörungen habe. ausserdem immer so vieles beachten muss. ich halte mich zwar nicht streng an die diät, die eigentlich vorgeschrieben ist, aber habe selbst meine erfahrungen gemacht mit jatrosom und kaffee oder alkohol.

beides verträgt sich nicht gut damit, bekomme schlimme schlafstorungen die lange anhalten.

ausserdem muss man vor einer operation das medikament absetzen. es beunruhigt mich zu wissen, dass wenn mal ein notfall bei mir wäre es zu komplikationen aufgrund des medis kommen könnte, oder ich das medi sehr schnell absetzen müsste u dann wohl schlimm depressiv wieder werden würde :-/ hinzy kommt, dass ich einfach so, vom gefühl her, finde, dass es langsam zeit wird, das medi abzusetzen, da es mir nun schon lange lange sehr gut geht.

hast du das denn mit einem neurologen zusammen gemacht?

mich wundert es, dass man selbst beim ausschleichen noch solche nebenwirkungen ertragen muss :|N

ich drück dir die daumen, dass es dir ganz ganz schnell wieder richtig gut geht :)*

l9ampen3-schiyrxm


Zum Absetzen selbst kann ich dir leider nichts sagen, nur so viel, dass du es unbedingt mit ärztlicher Hilfe machen solltest.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass es gut ist, wenn du, nachdem du die Dosis langsam reduziert hast, auf einmal wieder die volle Dosis nimmst. Denn ich denk mal, dass ja auch ganz am Anfang die Dosis langsam gesteigert worden ist, oder??

Also, lass dir lieber helfen und experimentier nicht selbst rum.

Ach ja, ich glaub, dass es auch hilfreich wäre, wenn du begleitend noch eine Therapie machen würdest, bei der du dann lernst, wie du mit depressiven Phasen umgehen kannst, ohne dass du zu Medikamenten greifen musst.

Viel Erfolg!!! @:)

S:ilUber


Ich will nicht, dass mir das nochmal passiert. Ich verstehe nur auch bis heute noch nicht, warum ich wieder depressiv wurde, dabei hab ich es sooo langsam gemacht!

Weil Antidepressiva die Ursachen einer Depression nicht beseitigen, sondern nur die Symptome! Du würdest dich doch auch nicht wundern, wenn du einen Beinbruch nur mit Schmerzmitteln behandelst, diese irgendwann absetzt und dann wieder Schmerzen bekommst, oder? (ja, doofes Beispiel, aber so vom Prinzip her)

da es mir nun schon lange lange sehr gut geht.

ja, mit Medikament, das ist ja auch der Sinn der Sache, dass es dir damit besser geht. ;-) Das hat leider trotzdem keine Aussagekraft darüber, wie es dir dann ohne Medikamente geht.

Manchmal gibt es leichte Einbrüche der Stimmung beim Absetzen, diese gehen dann meist von selber wieder weg - es sei denn, man hat die Ursache nicht bekämpft.

Körperliche Absetzsymptome - Zaps und sowas - sind dann nochmal was anderes. Ich finde es am einfachsten, wenn man auf die flüssige Version des Wirkstoffes umsteigt (gibt es eigentlich bei fast allen Antidepressiva), lässt sich in den allermeisten viel einfacher dosieren als Tabletten, die man notdürftig zerkrümelt. Hab das beim Paroxetin so gemacht, über 5 Monate hinweg von 10mg auf 0 - und keinerlei Absetzsymptome mehr gehabt, ganz im Gegensatz zu meinen Versuchen, mit den Tabletten abzusetzen.

Allerdings gibt es vom Jatrosom anscheinend keine flüssige Version; da du jedoch keine körperlichen Absetzsymptome hattest (Zaps oder sowas) und da es ein MAO-Hemmer ist und kein SSRI o.ä., kann es durchaus sein, dass du es völlig problemlos absetzen kannst. Man bekommt auch bei SSRI nicht zwangsläufig Absetzsymptome.

So von wegen Notfall: Ich verstehe sowieso nicht, wieso man sowas noch verschreibt - es gibt viele mögliche Wechselwirkungen und die Diät sollte man ja auch einhalten...es gäbe z.B. einen reversiblen MAO-Hemmer, Moclobemid, bei dem muss man auch keine Diät halten und die Umstellung auf andere Antidepressiva geht um einiges einfacher. Aber gut, dein Arzt wird seine Gründe gehabt haben...

Was du auch versuchen kannst: Weniger schnell absetzen. Heisst, dass du immer 1 oder 2 Wochen auf der selben Dosis bleibst und erst dann wieder etwas reduzierst.

f"latw_hnite


hallo silber!

dein beitrag war sehr aufschlussreich.

ich nehme jatrosom nur, weil kein anderes medikament mir geholfen hat. war sozusagen die letzte wahl. und die dosis habe ich jeweils immer sogar 2-3 wochen bebehalten, wie gesagt, immer um 1/8 weniger.

ist übrigens echt interessant, dass es diese antidepressive oft auch in flüssiger form gibt, ausser bei einem versuch mit amitryptilin hatte ich immer tabletten und wie gesagt habe schon viele ausprobiert gehabt.

dass die ab's eiegtnlich nur die symptome lindern sollen wusste ich auch, aber ich habe eine gespr"chstherapie über knapp 3 jahre bereits hinter mir, und die hat auch um einiges mehr gebracht, als das medikament.

also ohne die gespräche und nur mit medi h:atte sich wahrscheinlich nicht so viel geändert.

deswegen bin ich auch so verwirrt, dass ich ohne das medi wieder depressiv wurde :-(

es músste doch móglich sein, ohne das medikament auszukommen, wenn ich wirklich geheilt sein sollte. ich weiss nicht, es ist alles irgendwie verwirrend :-/

S&heep8x4


Hallo flatwhite,

"geheilt" in dem Sinne gibt es in der Psychiatrie leider in der Regel nicht. {:(

Gerade Depressionen/depressive Phasen können auch nach "erfolgreicher" Therapie leider immer wieder auftreten. Aus diesem Grund lernt man in den Therapien in der Regel auch den Umgang mit der Erkrankung. Natürlich ist es dann noch immer schlimm, "abzustürzen", aber man hat Strategien gelernt, mit denen man das gröbste verhindern kann oder dafür sorgen kann, dass es nicht völlig "entgleitet". Ebenfalls lernt man in der Therapie ja in der Regel auch, bewusst gegen die depressiven Symptome gegenzusteuern oder frühzeitig zu erkennen, wenn sich eine schlechte Phase ankündigt.

bFo#nsaiXdoWggxe


Hi an Alle. Hier noch ein informativer link zum Thema:

[[http://www.drogen-wissen.de/DRUGS/DW_GE/benzodiazepine.shtml]]

LG :)^

Jpani7x1


hallo an alle, bin neu hier im forum aber lese seid 2 jahren immer fleißig mit. habe folgendes problem, ich habe seid 6 monaten ein ssri (paroxat, cipralex, paroxat, fluoxetin) genommen, ich sollte nach 6 wochen fluoxetin einfach weglassen und 50mg insidon nehmen, ging bis nach 2 wochen recht gut. nun ist der schwindel und die stomstöße im kopf extrem, aber der schwindel und das taumilige gefühl sind das schlimmste. mein neurologe sagt nur kann eigentlich nicht sein bei fluoxetin, nun meine frage, davor habe ich ja paroxetin genommen, soll das noch davon sein? wem geht es ähnlich würde mich über antwort sehr freuen

lPetth`er(ebxerock


icxh hab mal einige tage meine cipralex vergessen, hatte dann auch diese sogenannten zaps. merkwürdigerweise fand ich das witzig. ich mag es wenn ich ab und zu keine kontrolle mehr über meinen körper habe. was mich mehr gestört hat war das extreme schwindelgefühl. ich konnte mich kaum noch bewegen

b0onsajid3oggxe


Hi Jani71, deine Beobachtung kann ich bestätigen..hatte paroxetin genommen..allerdings nur für ca. 8 Wochen...10mg einschleichend...dann wieder 20 mg ausschleichend....hatte ebenfalls die Stromstöße und schwindel und die ersten Tage danach ziemliche Kopfschmerzen geht aber mit der Zeit wieder Weg...bis auf die Stromstöße, das kann lange dauern...schleicht sich aber auch aus....da es hier zu lange wird, schicke ich dir Infos..heißt ein Link (der leider nicht mehr funktioniert) ...der die Symptome gut beischreibt...ansonsten geh mal auf den link, den ich oben angegeben habe.

Mich erstaunt es immer wieder, dass Psychologen...Neurologen...behaupten, dass es nicht an des SSRI's liegen kann...das ist leichtsinnig nd ein komisches Gefühl für den Betroffenen...Warum nimmst du eigentlich SSRI?

b`onsaidxogge


eigentlich...warum sollte ich die Infos für die Betroffenen vorenthalten...hier also für die Interessierten bzw. Betroffenen:

der originallink funktioniert leider nicht mehr...hier trotzdem für euch: [[http://www.arznei-telegramm.de/wir/wir.php3]]?

STROMSCHLAG-ÄHNLICHE SYMPTOME NACH ABSETZEN VON SSRI

Absetzen selektiver Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) kann mit Entzugssymptomen* wie Schwindel, Kopfschmerz, Parästhesien, Schlafstörungen oder gedrückter Stimmung u.a. einhergehen (a-t 1998; Nr. 2: 14) (1). Dies gilt auch für die Serotonin- und Noradrenalinwiederaufnahmehemmer Venlafaxin (TREVILOR) und Mirtazapin (REMERGIL) (2). Kurze Halbwertszeit und inaktive Metaboliten wie bei Paroxetin (SEROXAT u.a.) sowie lange Therapiedauer und abruptes Absetzen erhöhen das Risiko (2,3). Entzugssymptome können jedoch auch auftreten, wenn die Dosis - wie zur Vermeidung empfohlen - langsam reduziert wird (4). Sie können ein bis zwei Wochen, bisweilen Monate lang anhalten. Wiedereinnahme der ursprünglichen Dosis lindert die Beschwerden meist innerhalb eines Tages (2, 4, 5). Absetzversuche können aufgrund der Entzugssymptome auch gänzlich misslingen (6).

Mehrfach wird in der Literatur über Elektroschockartige Parästhesien im Rahmen der SSRI- oder Venlafaxin - Entzugsbeschwerden berichtet. Die für Sekunden anhaltenden Blitz- oder Stromschlag-artigen Missempfindungen setzen überwiegend im Kopf- und Nackenbereich ein und können sich dann "wellenartig" auf andere Körperbereiche wie Brust, Arme und Beine ausbreiten. Bewegungen, insbesondere Kopfbewegungen, können die Symptomatik auslösen oder verstärken (3,5). Bei einer 39-jährigen Frau werden die "elektrischen" Missempfindungen durch Bewegungen so unangenehm, dass sie versucht, regungslos zu verharren (5).

Nach einer systematischen Auswertung von Patientenberichten über unerwünschte Wirkungen von Paroxetin ist das Phänomen des "elektrischen Kopfes" das häufigste und am meisten quälende und behindernde Symptom des Paroxetin - Entzugs. Das "als schwer beschreibbar" geschilderte Phänomen wäre danach eine Hauptursache für den im Zusammenhang mit Absetzen von Paroxetin häufig berichteten Schwindel (6). Bedeutung und Häufigkeit der Elektroschock-ähnlichen Symptomatik werden nach einer Analyse der Daten des britischen Spontanerfassungssystems (Yellow Card) bislang unterschätzt, weil die verwendete medizinische Terminologie zu einer Fehlcodierung führt, z.B. als Parästhesie oder Schwindel (7).

Anwender müssen vor Beginn der Einnahme über die Möglichkeit und die Art von Entzugssymptomen aufgeklärt werden, die auch dann auftreten können, wenn die Einnahme einer Tablette vergessen wird. Verkennungen oder Fehlinterpretationen der Stromschlag-artigen Beschwerden haben zu notfallmäßigen Krankenhausaufnahmen geführt oder weit reichende unnötige Untersuchungen nach sich gezogen (2,6). Vor diesem Hintergrund ist es dringend erforderlich, dass diese Missempfindungen in alle Fachinformationen von SSRI und verwandten Antidepressiva aufgenommen werden.

Nach Absetzen von SSRI können Entzugssymptome auftreten, die das Absetzen erschweren.

Ein offenbar häufiges und quälendes, bislang aber unterschätztes Symptom des SSRI- und Venlafaxin (TREVILOR)-Entzugs sind Stromschlag-artige Missempfindungen.

bgonsaigdomggxe


.....Versuch der Dritte....

|-o der hier funktioniert aber: [[http://www.arznei-telegramm.de/html/2006_06/0606060_01.html]]

L=upo0x49


Wenn es um Probleme mit AD bzw. ums absetzen geht, kann ich diese Seite nur empfehlen.

[[http://www.adfd.org/]]

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