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Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, schlafen mit offenen Augen

M0arku(sMJ hat die Diskussion gestartet


Hallo liebes Forum!

Ich ringe mich nun seit langer Zögerrei endlich dazu durch mein Problem hier mal zu posten und hoffe dass der/die Ein oder Andere evtl. Tips für mich hat...

Mein Problem:

Seit meiner Kindheit war ich immer ein sehr abwesendes Kind, habe nie aufgepasst und war immer sehr verträumt. Dem entsprechend sahen auch meine Noten aus. Meine Hausaufgaben habe ich nie gemacht, gelernt habe ich auch nie, und wenn dann erst in der Nacht davor. Mein Zimmer sah immer aus wie nach einem Bombenanschlag, noch bis heute ist dem so. All das liegt nicht daran dass ich mir nie etwas vornehme, sondern dass ich einfach nie die Energie, geschweige denn die Motivation habe. Ich bin einfach immer zu träge/müde. Die Müdigkeit verflogt mich vom Aufstehen bis zum Einschlafen. Teilweise ist der Prozess des Aufstehens mit richtigen Schmerzen zu verbunden, wobei ich hier nicht von physischen-Schmerzen spreche, sondern diese unertragbare Müdigkeit in meinem Kopf. Es gibt tatsächlich nicht eine Minute am Tag, an der ich nicht müde bin. Ich schlafe am Wochenende teilweise 15 Stunden, bis mir die Knochen vom liegen wehtuen, aber auch danach ist noch dieses schläfrige Gefühl in meinem Kopf vorhanden. Es ist nicht so als könne ich mich dann tagsüber kaum wachhalten, wenn ich erstmal aufgestanden bin, dann bin ich durchaus in der Lage bis abends ohne Probleme durchzuhalten. Jedoch immer mit dem besagten Gefühl im Kopf.

Wenn ich das Gefühl kurz beschreiben darf:

Evtl. kennt jemand diese Situation wenn man grade einschläft, der Blick verschwimmt, also die Augen sich so nach innen Bewegen als würde man schielen, und das Gehrin überkommt ein verschwommenes Gefühl. Genau das habe ich durchgehend in einer etwas schmaleren Variante. Ich muss dieses Gefühl quasi den ganzen Tag unterdrücken, gebe ich ihm nach so verschwimmt mein Blick und mein Gehirn leert sich total, es geht dann nicht ein einziger Gedanke mehr durch meinen Kopf, ich schlafe quasi mit offenen Augen, bis mich irgendein Geräusch oder ähnliches wieder aufwachen lässt.

Es hat ein paar Jahre gedauert bis ich überhaupt merkte dass mit mir etwas nicht stimmt. Zum Einen kannte ich es nicht anders, und zum Anderen glaube ich, dass es immer schlimmer wird.

Wie man sich vlt. denken kann ist es mir beinahe unmöglich mich auf irgendetwas zu konzentrieren, vorallem wenn es mich langweilt. Aus diesem Grund ging ich vor einiger Zeit zu meiner Hausärztin. Die diagnostizierte Bluthochdruck und Schilddrüsenunterfunktion, was seitdem auch behandelt wird. 1 Jahr später bemerkte ich keinerlei Verbesserung, eher gegenteilig. Ich ging auf eigene Faust zu einem Psychologen, welcher mir sagte dass ich vermutlich ADS habe. Die Symptome klangen ähnlich und zuerst dachte ich: "DAS IST ES!!!" Er verschrieb mir Tabletten, MPH, welche ich auch nehme. Von anderen ADSlern weiß ich, dass bei ihnen durch eine Medikation von ca. 20 bis 30 mg für knapp 3 Stunden die Konzentration drastisch gestiegen ist. Ich hatte Anfangs auch das Gefühl, jedoch merkte ich irgendwann dass meine Konzentration die Selbe ist, lediglich wurde meine Stimmung irgendwie angeregt. Aber auch nicht 3 Stunden sondern eher 1,5 und teilweise falle ich dann sogar für einige Minuten in ein emotionales Loch. Auch habe ich von keinem anderen ADSler gehört dass er ähnliche Probleme wie Müdigkeit und einen verschwimmenden Blick hat. Aus diesem Grunde vermute ich mal, dass meine Probleme einer anderen "Krankheit" zugrunde liegen.

Langsam bin ich echt verzweifelt, nicht zuletzt da es immer schlimmer wird. Ich kann mir nichts merken, ich vergesse alles innerhalb weniger Sekunden. Schaue ich einen Film so vergess ich in der Werbepause schon was ich da eigentlich schaue. Ich schreibe eine SMS und suche währenddessen mein Handy. Ich sage einem Bekannten für morgen zu und wundere mich wenn er übermorgen anruft und sich beschwert warum ich nicht aufgetaucht bin... meist fällt es mir dann nichtmal sofort wenn man mich drauf anspricht wieder ein, dass wir ja eigentlich verabredet waren und denke ich wäre im Recht. Ich kann keine Texte lesen und gleichzeitig verstehen, es sei denn sie sind für mich überaus interessant. Ich sage mir morgens: "Nimm den Block mit wenn du das Haus verlässt", und ärgere mich dann dass ich malwieder den Block hab liegen lassen.

Es wird einfach alles immer schlimmer und ich weiß nicht was ich noch tuen soll. Stress kann es nicht sein, den habe ich einfach nicht.

Kurz zu meiner Person:

Ich bin 23, männliche, habe kein übergewicht. Ich habe schon seit meiner Kindheit eine starke Sehschwäche, die ich aber fast jedes halbe Jahr kontrollieren lasse. Wie schon erwähnt Bluthochdruck und eine Schilddrüsenunterfunktion. Ich bin kein hypochonda, aber falls es irgendwie von Interesse sein könnte: ich habe schon immer eine schiefe Nasenscheidewand und bekomme eigentlich immer nur durch ein halbes Nasenloch luft, besonders tief einatmen tuhe ich auch nicht und atmen tue ich sehr langsam. Habe selbst teilweise das Gefühl ich würde nicht genug Luft zu mir nehmen, aber mit Sauerstoffmangel kann es nicht zusammenhängen oder?

Da ich absolut ratlos bin und das Offensichtlichste bei der ganzen Sache besagtes Kopfgefühl ist, wär es da nicht angebracht mal sein Gehirn durchchecken zu lassen? Von wem? Oder hat jemand von Euch Erfahrungen in der Richtung? Ich bin für jeden kleinen Tip dankbar!!

Liebe Grüße und einen schönen Start in die Woche! :)^

Antworten
M8isJterFX91


Mache zur Zeit ähnliches durch. Kannst du denn ausschliessen, dass es psychisch ist? Ich merke bei mir, dass es schon besser wird wenn ich mal für paar Tage oder Wochen nicht zur Schule gehe.

Ansonsten würde ich gucken, dass die SD-Unterfunktion vernünftig behandelt wird.

Vielleicht auch mal den Schlafrythmus ändern - ich nehme mal an, mit weniger Schlaf wird's auch nicht besser, oder hast du's noch nicht probiert? Kenne von mir, dass ich nach über 12 Stunden ziemlich kaputt bin, optimal ist es so mit 7-8 stunden. Weniger und mehr ist schlecht.

Das mit der Nase solltest du abklären, soweit ich weiss, kann Sauerstoffmangel auch Müdigkeit hervorrufen. Bei Schlaf-Apnoe z.B. wird die Tagesmüdigkeit z.T. dadurch verursacht, dass man im Schlaf Atem-Aussetzer hat und somit das Blut eine geringere Sauerstoff-Sättigung erreicht. Ob sich das so auf eine dauerhaft verstopfte Nase übertragen lässt, weiss ich nicht, aber ich halt's für möglich.

dzancexr81


Dieses Gefühl der dauerhaften Müdigkeit kenne auch ich allzu gut. Allerdings hat es sich nicht auf meine schulische und universitäre Ausbildung ausgeübt, denn diese werde ich bis ganz oben durchlaufen.

Zur Zeit habe ich wieder so eine seit 6 Monaten andauernde Phase. Mir hilft es dann ungemein an die frische Luft zu gehen und ein bisschen Sport zu treiben. Anfänglich ist das schwer, da ich mich erst überwinden muss aufs Bike zu steigen. Aber wenn ich das dann eine Weile, so ca. 2Wochen alle 2-3Tage, gemacht habe, bin ich wieder in meinem Rhythmus drin. Dann bin ich auch den Tag über wach und voller Elan, erst abends überkommt mich die Müdigkeit. Ich sehe dann immer zu, dass ich 8h Schlaf bekomme. Übrigens bin ich, wenn ich regelmäßig Sport treibe, deutlich ausgeglichener, lache viel mehr und mein Leben macht mir richtig Spaß. Ich freue mich schon darauf, wenn ich meine Diplomarbeit abgegeben habe und Zeit für Sport finde.

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