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Wann bei Kleinhirnkavernom wieder arbeiten?

PParoxxy hat die Diskussion gestartet


Hallo.

Stehe vor einem mittleren Dilemma. Bin seit inzwischen zweieinhalb Wochen krank geschrieben wegen einer intrakraniellen Blutung im Kleinhirn. War die erste Woche davon im Krankenhaus und durfte danache nur unter der Bedingung nach Hause, dass ich praktisch nichts tue. Da ich auch massive Augenmotorikprobleme habe, fahre ich auch seit 20 Tagen kein Auto mehr. Nun weiß ich seit Montag, dass das, was da in meinem Hirn geblutuet hat, ein Kavernom ist und dass es das schon öfter getan hat. Auf meine Frage nach dem weiteren Heilungsverlauf meinte der Arzt zu mir, ich könne wieder arbeiten gehen. Ich bin noch bis Sonntag krank geschrieben. Ich fühle mich bei dem Gedanken, mit Doppelbildern und Schwankschwindel auf die Menschheit losgelassen zu werden nicht eben wohl. Ich weiß noch nicht mal, ob meine Kfz-Haftpflicht zahlen würde, wenn ich mit offenkundigen Augenmotorikproblemen Auto fahre. Da das fast die gleichen Symptome sind wie bei Haschisch-Konsumenten - lichtträge Pupillen und Nystagmus - könnte das jedem Verkehrspolizist auffallen. Einerseits würde ich gerne wieder arbeiten gehen, zumal auch die Verlängerung meines Arbeitsvertrages dranhängt, auf der anderen Seite weiß ich nicht, ob ich das wirklich verantworten kann. Alleine wegen des Fahrens. Ich rede noch nicht mal von der Arbeit selbst. Kann mir irgendjemand dazu seine Meinung verraten? Danke und viele Grüße.

Antworten
A#ndrZeasMeyxer


Hallo,

bei mir wurden vor vier Jahren sieben Kavernome im Bereich limbisches System diagnostiziert. Zwei davon haben geblutet. Ich litt dadurch an epileptischen Anfällen, Wutausbrüchen und psychischer Angeschlagenheit.

Seit sechzehn nehme ich Antepileptika (Tegretol), wodurch die Anfälle zurück gingen. Ich bin positiv "überzeugt" vom Medikament; ich habe das Gymnasium abgeschlossen und beginne nun ein Studium bzw. eine Lehre im Herbst. Leider musste ich auch auf eine Fahrprüfung verzichten. Auch der Dienst (Schweizer Militär) wurde mir verweigert.

Im Moment mache ich ein Biologiepraktikum an der Universität in Basel. Ich habe dort eine Epileptikerin mit Epilepsie im Kleinhirn kennengelernt; auch sie nimmt Antieptleptika.

Eine Operation kam bei mir nicht in Frage, weil die Kavernome ungünstig für einen Eingriff liegen, bzw. zu klein sind.

Bisher habe ich Beziehungen zu den neurologischen Abteilungen in Basel und Zürich. (Schweiz!). Ich wäre jedoch an deutschen Kliniken interessiert, welche sich in der Neurologie ausekennen.

P^aro xy


Hallo Andreas.

Sorry, dass ich mich erst heute melde. Habe gar nicht mehr damit gerechnet, dass sich überhaupt noch jemand zu meiner Frage zu Wort meldet...

Ich habe bislang insbesondere Gutes von Professor Sure an der Uniklinik in Essen gehört. Soll "Ziehsohn" und Amtsnachfolger von Professor Bartanlanffy - jetzt an der Uni in Zürich - sein.

Aber auch in Berlin und Stuttgart muss es gute Leute geben. Nähere Infos findest Du auch unter www.avm-angiom.de.

Viele Grüße

L3ixla


Eine sehr gute Adresse für neurologische Probleme ist die Kopfklinik der Universitätsklinik Heidelberg. Die haben auch eine neurologische Ambulanz mit Sprechstunde (man braucht allerdings eine Überweisung und einen Termin, den sollte am besten ein niedergelassener Arzt machen).

A7ndreeasM9eyer


Vielen Dank für eure Ratschläge. :)*

K:atjesx05


Für neurologische Probleme kann ich mit sehr gutem Gewissen die Kopfklinik der Universität Würzburg (Prof. Dr. Roosen) empfehlen.

A3ndrea(sMeyxer


Ich möchte etwas über euer Schicksal mit Kavernomen erfahren. Wie geht ihr damit um?; Hindern sie euch im Alltag?; Wie reagieren die Mitmenschen auf die Krankheit?; Gibt es Bezugspersonen? o:)

D(e'lta


Hi.

Wie reagieren die Mitmenschen auf die Krankheit?; Gibt es Bezugspersonen?

Kannst du das mal genauer erläutern, was du damit meinst?

Normalerweise sieht man es einem ja nicht an und solange keine Blutungen da sind, gibt es meist auch keine Einschränkung?

Wieso Bezugspersonen? Ärzte?

Wie geht ihr damit um?

Achselzuck, jeder stirbt irgendwann. Klingt blöd, ist aber meine Einstellung. Ich habe aber auch keine Kinder oder Familie, dann sehe es evtl. anders aus. Außerdem sind es doch meist nur Statistiken und Vermutungen, niemand kann einem sagen, ob oder wann man daran stirbt oder ob bleibende Schäden durch Blutungen auftreten.

Ich bestimme mein Leben, nicht dieses Cavernom.

A?ndreaZsMeyxer


Falscher Film?

D4el[txa


Hi.

Ich möchte etwas über euer Schicksal mit Kavernomen erfahren

Falscher Film?

Na, dann weis ich ja jetzt bescheid.


AKndr0ea.sMfeyer


Hallo Delta

Falscher Film? Nein!

Direkt nehme ich die Kavernome ja auch nicht wahr. Jedoch hatte ich ,schon mit 8 Jahren, ich regelmässig starke Migräneanfällen, wobei mir während des Ganzen Tages der Kopf stark schmerzte. Im Moment sind diese weniger häufig.

Später hatte ich in der Schule Verkrampfungen; Ich zitterte, wenn ich mich freute, ganz stark mit den Häden, wobei ich die Luft anhielt. Während den Prüfungen hatte ich ebenfalls solche Anfälle. Dabei verkrampfte ich mich stark. Ich schlug auch mit dem Kopf auf die Tischkante.

Seit 4 Jahren nehme ich nun Antieptileptika. :p>

A(ndr(easMe9yxer


; eventuell ein Filmriss?

W]irbel5wind1x00


Hallo,

ich kann die Uniklinik in Göttingen sehr empfehlen. Nachdem mich die Hamburger nicht operieren wollten, hatte ich ein Gespräch bei Professor Rohde in Göttingen, der mich Ende März operiert hat. Es war eine Herausforderung, sagte er mir hinterher. Aber es ist alles gut gegangen. Ich wurde am Freitag operiert, am Sonntag lief ich wieder umher, als wäre fast nichts gewesen. Außer ein wenig Kopfschmerzen und einer leichten Schwäche in der Hand in den ersten drei Tagen passierte nichts. Ich kann diesen Mann nur jedem weiterempfehlen, der ein Kavernom operieren lassen möchte.

A|ndreahsMeyexr


Hi,

Ich war eine Woche im Tessin in den Ferien. Dabei hatte ich vor allem nach einer Bergtour starke Kopfschmerzen. Vielleicht hat das einen zusammenhang mit den Kavernomen?

:)^ Andy

LKiGlla


Kann ich mir schon vorstellen. Durch die körperliche Anstrengung, geringere Sauerstoffsättigung der Luft da oben ...

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