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Aneurysma geplatzt mit 27 Jahren

nUic{kgi 2x8 hat die Diskussion gestartet


Hallo Ihr Lieben

Wollte gerne wissen, ob mir hier Jemand helfen kann zb. tipps geben oder so.

Ich fang einfach mal an: also meinem Mann ist am 26.10.2008 ein Anarysma geplatzt Arbends um 23.00 Uhr beim Sex.

Ja es war ein großer Schock er war nie krank oder so. Er lag 2 1/2 Wochen im künstlichem Koma und 4 Wochen auf der Intensiv damals hat man mir gesagt er wird wieder, er wird wieder laufen und Sprechen können, was aber alles nicht der Fall ist. Er liegt Heute noch im Krankenhaus und kann eigendlich nur den linken Arm bewegen nicht sprechen sitzen laufen usw. Er war auch schon mal 3 Wochen in der Kur aber er hat Probleme mit dem Schand gehabt er musste wieder raus, weil er immer wieder Fieber hat liegt er seit Januar wieder im Krankenhaus seit 3 Tagen ist der schand wieder drin und der Schädeldeckel auch.

Also was ich eigentlich wissen wollte ist: Ich gehe seit 5 Monaten jeden Tag zu meinem Mann für ca.6-7 Std. auch in die Reha bin ich jeden Tag 170 km eine Strecke gefahren, weil wir einen Sohn von 5 Jahren haben um den ich mich ja auch kümmern muß. Meine Arbeit habe ich aufgegeben und nun will ich meinen Mann nach Hause holen ich sagte mir so langsam reicht es erst war das auch ok aber nun sagt der Arzt ich soll ihn in eine Tageseinrichtung geben und an mich denken arbeiten gehen und so, die Schwerstern meinen ich soll ihn wieder in die Reha geben und eigendlich sind alle gegen mich. Mein Mann auch wenn er nix kann soll zu 90% klar im Kopf sein das kann ich Ihm doch nicht antun und nun meine Frage wer hat änliche erfahrungen gemacht und was sagt ihr dazu, das ich ihn nach Hause holen will, wo wird man den am besten Gesund zu Hause oder....?

Antworten
mhasc&hax p


es tut mir leid für euch beide, ich musste gerade auch überlegen, was ich machen würde.

so wie ich das verstanden habe, liebst du deinen mann.

ich würde meinen mann auch zuhause pflegen, jedenfalls würde ich alles erdenkliche tun, damit es ihm gut geht, und wo geht es einem besser, als zuhause, neben den menschen, die ihn lieben.

allerdings sollst du auch dir überlegen, wie du dein leben finanzieren kannst. du hast noch ein kind, musst ja auch miete bezahlen und auch die medikamente, die dein mann evtl braucht. zudem ist es wichtig, sich über die psychische belastung bei der pflege im klaren zu sein. du darfst deine kraft nicht nur auf deinen mann richten, sondern musst auch immer daran denken, dass du ein kind hast, welches gerade in einer sehr wichtigen entwicklungsphase ist, und wenn du ihm jetzt nicht genug aufmerksamkeit geben kannst, dann kann dein sohn später massive probleme bekommen. du muss auf jeden fall an dein kind denken.

es ist sehr wichtig in einer solchen situation auch an sich zu denken. Ich weiss, dass es sich für dich in dieser Situation als absolut irrelevant anhört, aber.. für deine Familie ist es existentiell, dass du gesund bist, dass es dir mehr oder weniger gut geht. deswegen solltest du dich mittelfristig nicht nur auf die pflege konzentrieren.

kann jemand dir bei der pflege helfen? verwandte, eltern?

ich denke, es wäre für dich auch sinnvoll, sich von einem sozialarbeiter beraten lassen. die leute sind meistens sehr kompetent, dass sie dir die möglicen alternativen aufzeigen würden. evtl kannst du eine haushaltshilfe oder pflegepersonal beantragen, welches z.b. von der krankenkasse bezahlt wird, damit dein mann zuhause leben kann, aber damit du sich um dein kind kümmern und auch mal arbeiten kannst.

hör auf dein herz und tu das, was es dir sagt. aber lass dir helfen. ich wünsche dir sehr viel kraft.

M{icha. 180x4


Meine Tante hatte am 11. Januar eine Gehirnblutung und lag 10 Tage im Koma. Ihre Überlebenschanze wurde auf 20 % geschätzt mit nicht absehbaren bleibenden psychischen undphysischen Schäden. Sie hat aber sehr gute Fortschritte gemacht und kam dann bei Zeiten zur Reha. Am Donnerstag hab ich sie abgeholt. Sie ist fest davon überzeugt, dass sie die Fortschritte, die sie dort gemacht hat nie gemacht hätte, wenn sie zuhause gewesen wäre, denn dieses Maß an zielgenauer Förderung und Behandlung kannst man zuhause als Laie nicht umsetzten.

M(ichaW 180x4


Ich muß dazu sagen, dass meine Tante nur durch die Beinvene operiert wurde - in einem nagelneuen hightech-Op in Günzburg. Sie hat keine Kopfverletzung. Wahrscheinlich ging das Ganze auch deshalb schneller mit der Heilung.

nOicki[ 2x8


Danke schon mal für deine Antwort.

Ich ich weiß es ist alles nicht so einfach. Es gibt so viele Fragen, die ich mir nur selber beantworten kann.

Ja hilfe ist so eine Sache meine Familie sagt gib ihn in ein gutes Pflegeheim, ausser mein Papa der steht hinter mir.

Seine Familie, wo ich aber schon vorher kein gutes Verhältnis hatte hat mir ins Gesicht gesagt, das mein Mann mich nicht Lieben würde und ich mal abwarten soll bis er wieder sprechen kann, als ob ich nicht schon genug Sorgen hätte unser Leben hat sich von ein auf die andere sec. geändert, es wird nie mehr so ein wie zuvor muss man immer noch einen drauf setzen immer rein in die Wunde, die wohl noch nicht groß genug ist.

Aber ich habe sehr tolle Nachbarn die mir sehr viel helfen und es auch weiter tun, wenn mein Mann entlich zuhause ist. Ich weiß mes wird nicht leicht aber ich glaube, das das nicht alles ist, was mein Mann kann und wenn er zuhause ist bei uns gibt ihm das vielleicht neue Kraft, vor allem unser Sohn, die Beiden sind ein gutes Team und der Kleine geht super mit seinem Papa um. Wir müssen jetzt das beste aus dieser schlimmen Situation machen.....

n0ickix 28


Bei meinem Mann sind Sie auch durchs Bein aber das anarysma war zu groß, da mussten Sie den Kopf öffnen er wurde 12 Std. operiert und mitlerweile hat er schon ca 12 op;s hinter sich und wurde ein 2 mal ins künstlich Koma versetzt, weil er so schlimm gekrampft hat...ich hoffe jetzt ist Schluss und es geht Berg auf.

M'icwha v1804


Ich denke eben, dass du dann echt viel an häuslicher reha organisieren mußt, damit er adäquat gefördert werden kann. Es soll ja nicht so bleiben sondern alles wieder besser werden.

Ich wünsch Dir ganz viel Kraft :)* :)* :)* :)*

Und hör nicht auf auf ein Wunder zu hoffen - bei uns hats auch geklappt (und meine Tante hat mir eben ein Stück ihres ersten selbst gebackenen Kuchen zukommen lassen - dafür dass ich sie heim geholt habe ).

erngiN62


Hallo

erst mal wünsche ich Dir viel Kraft die wirst Du in nächster Zeit brauchen . Ich habe vor 12 Jahren meine Mann zum sterben nach hause geholt es war eine schlimme Zeit aber ich würde es wieder tun ,hole Deinen Mann nach hause und versuche es, nur solltest Du vor allem zu Dir dann so ehrlich sein und Dir zugestehen wenn es nicht geht oder über deine kräfte geht schäme dich nicht das dann zuzugeben . Erkundige dich bei einer Sozialstation in wie weit sie dich bei der Pflege unterstützen , nimm jede Hilfe an und sei sie noch so klein und im Moment unbedeutend .

Liebe Grüße

M.icha l18x04


Bei uns ist die Nachbarschaftshilfe sehr aktiv - vielleicht kannst du da auch Hilfe bekommen, und wenns nur zum bügeln oder Fenster putzen ist.

n2ic'kLi 28


Wießt ihr das schrecklichste an der ganzen Sache ist, das man einem Hoffnung macht und nun haben alle aufgegeben, weil sich in 5 Monaten nicht viel getahn hat aber jetzt sage ich: Ich werde die Hoffnung nicht aufgeben jetzt erst recht, er ist doch noch so jung, das kann es nicht gewesen sein....Ich brauche und liebe meinen Mann, ich werde kämpfen!

M~icha n18^04


Dabei wünsch ich Dir ganz viel Kraft und Zuversicht !!!:)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

O6xiddbroeckNchexn


Nicki 28

Ich weiß ws du durch machst. :)_ Meine Mutter hatte auch ein Anarysma das geplatzt ist. Es war ein sehr großes. Sie hat es nicht überlebt. Der Schaden war zu groß.

Ich wünsche dir ganz ganz viel Kraft. Überleg gut was du machst. Denk nicht nur an deinen Mann. Du musst auch Kraft für dich und deinen Sohn haben.

Berate dich mit dem Pflegedienst was möglich ist.

:)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

nCickiV F28


Das mit deiner mutter tut mir wirklich leid.

Ja ich weiß, ich muß an den kleinen denken und an mich , doch auch mein Mann hat ein recht auf ein lebenswertes Leben und wenn ich es nicht versuche werde ich mir ein lebenlang Vorwürfe machen. Aufgeben kann ich immer noch

O%x4idb_roecxkchen


Natürlich sollst du deinen Mann nicht vernachlässigen. Aber du darfst ihn auch nicht über dich und deinen Sohn stellen.

Verstehst du was ich meine? Du kannst nicht deine ganze Kraft für ihn opfern ohne das du dich und deinen Sohn vernachlässigst.

p#etr[a1395x9


Hallo nicki,

so eine Pflege (24 Std./Tag und 365 Tage/Jahr) kannst du alleine nicht bewältigen. Damit machst du dich auf Dauer kaputt. Du mußt auch an dein Kind denken.

Leider kenne ich eine Person die eine Hirnblutung überlebt hat, das ist schon bestimmt 10 Jahre her. Die Besserung des Gesundheitszustandes geht nur in ganz ganz kleinen Schritten voran. Sie ist immer noch pflegebedürftig und ständig auf fremde Hilfe angewiesen.

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