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Ungleiche Pupillen

lNalla8x9 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen

Ich habe äusserst ungleiche Pupillen, die sehr wahrscheinlich von einer physiologischen Anisokorie herrühren (hab es offenbar seit meiner Geburt, wenn ich die Photos betrachte, obschon nicht derart ausgeprägt; phamarkologische Tests zur definitiven Diagnose finden in drei Wochen in einer Uni Klinik statt).Im Dämmerlicht beträgt die Differenz immerhin 2-2.5mm laut Augenarzt, was mich ästhetisch total stört. :-( Leider kann man dagegen nicht wirklich was machen, soviel ich weiss. Gibt es hier noch andere, die mit einer Anisokorie leben müssen oder solche die Leute kennen, die eine eine solche Differenz aufweisen? Findet ihr es kosmetisch sehr störend? Zur Anmerkung vielleicht: Ich habe grün-braune Augen, nicht die hellsten, aber auch nicht sehr dunkle, insofern sind die Pupillen schon gut sichtbar.

Antworten
Sfheexp


Mein Bruder hat das Problem mit den unterschielichen Pupillen. Er bekam es wahrscheinlich, genau weiß man das nicht, durch einen Virusinfekt ähnlich wie Influenza. Den Virus konnte man nicht bestimmen. War irgendwas unbekanntes. Wie auch immer... seit dem hat er zumindest ungleich große Pupillen wo eine Pupille nicht mehr richtig funktioniert und nur noch ständig geweitet ist. Er muss auch eine Brille tragen deren Gläser leicht getönt sind. Es ist ja nicht so gut, wenn volles Licht auf eine weit geöffnete Pupille trifft, die sich nicht mehr zusammen ziehen kann.

Was den kosmetischen Aspekt betrifft, da hat mein Bruder kurioser Weise keine Probleme damit obwohl er sonst ein sehr eitler Mensch ist. Letztendlich kann man ja eh nix dagegen machen, also kann man sich damit nur abfinden. Natürlich ist es manchmal etwas irritierent, wenn man ihm in die Augen schaut. Das geht nicht nur mir so sondern allen die meinen Bruder kennen. Aber man gewöhnt sich mit der Zeit daran. Aber es kommt doch noch ab und zu vor, dass ich ihn aufgrund seiner Augen anstarre oder beim Reden mit ihm völlig aus dem Konzept gebracht werde, weil ich so auf seine Augen fixiert bin.

lUalla8x9


Hey vielen Dank für deine Antwort. Offenbar leidet dein Bruder an der sogenannten Pupillotonie, wenn ich das richtig verstanden habe. Soweit ich weiss, kann dieses Krankheitsbild beim mir nicht zutreffen, denn die Pupillen reagieren noch beide auf Licht und das auch in angemessener Reaktion. Allerdings ist auch im Hellen noch ein Unterschied von vielleicht 0.5mm auszumachen, den man aber kaum sieht. Im Dunkeln sieht das Ganze dann schon wieder anders aus, dann macht sich die Differenz deutlich sichtbar. Deswegen geht man von einer physiologischen Anisokrie bei mir aus, obschon differentialdiagnostisch das Horner-Syndrom noch ausgeschlossen werden muss. Ich leide einfach sehr unter diesem Makel, zumal es mich selbst immer wieder aufs Neue irritiert, wenn ich in den Spiegel schaue! Gerade die Augen stehen bei der Kommunikation im Zentrum bei Fixierung des Gegenübers. Aber es ist natürlich schön, hat dein Bruder damit keine Probleme, wüsste gerne wie er das einfach so hinsteckt... Noch eine Frage: Träufelt dein Bruder keine Tropfen in die Augen, damit sich dieses über eine gewisse Zeitspanne verkleinert?

S7heexp


Offenbar leidet dein Bruder an der sogenannten Pupillotonie, wenn ich das richtig verstanden habe.

Ja, genau.

Ich leide einfach sehr unter diesem Makel, zumal es mich selbst immer wieder aufs Neue irritiert, wenn ich in den Spiegel schaue! Gerade die Augen stehen bei der Kommunikation im Zentrum bei Fixierung des Gegenübers. Aber es ist natürlich schön, hat dein Bruder damit keine Probleme, wüsste gerne wie er das einfach so hinsteckt...

Steckt halt jeder anders weg. Mein Bruder hat es am Anfang natürlich auch sehr gestört. Er hatte oft das Gefühl, dass die Leute ihn anstarren aufgrund seiner ungleichen Pupillen. Uns, die Familienangehörigen, hat er auch oft gefragt, was wir empfinden, wenn wir ihn ansehen. Aber mitlerweile ist ihm das Ganze egal. Er hat schnell akzeptiert dass er diesen Makel hat und, dass er ihn vorerst auch nicht los werden kann.

Daher mein Rat an dich: Akzeptiere dich einfach so wie du bist. Sei froh, dass es keine ernste Krankheit ist!

Noch eine Frage: Träufelt dein Bruder keine Tropfen in die Augen, damit sich dieses über eine gewisse Zeitspanne verkleinert?

Nein. Was würde das auch bringen?

lLalwla8x9


Ja, darüber, dass es keine ernste Krankheit ist, kann ich wirklich froh sein. Ich bin halt erst 20, in dieser Zeit gewichtet man solche Makel einfach noch anders. Hoffe das Ganze legt sich mit den Jahren auch ein wenig und ich kann mich so akzeptieren wie ich bin.

Nein. Was würde das auch bringen?

Ich habe gelesen, dass man beim Adie-Syndrom oder der Pupillotonie Pilocarbin (oder so ähnlich) Tropfen ins Auge träufelt, die eine Verkleinerung der Pupille bewirken wie beim Augenarzt halt, bloss dass man diese 3 mal täglich anwendet, eben der Helligkeit wegen, die zur Blendung führen kann. Aber offenbar ist dies nicht überall geläufig.

Irgendwann wird sich die geweitete Pupille ja von selbst verkleinern und dann kleiner sein, als die des gesunden Auges, wenn ich das Krankheitsporträt richtig gelesen habe.

S~hexep


Ich habe gelesen, dass man beim Adie-Syndrom oder der Pupillotonie Pilocarbin (oder so ähnlich) Tropfen ins Auge träufelt, die eine Verkleinerung der Pupille bewirken wie beim Augenarzt halt, bloss dass man diese 3 mal täglich anwendet, eben der Helligkeit wegen, die zur Blendung führen kann.

Deswegen trägt ja mein Bruder eine getönte Brille damit das Auge nicht geblendet wird.

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