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Benommenheit, verändertes Sehverhalten, fühle mich komisch...

R1edemp`tiveV Asxcent hat die Diskussion gestartet


Hallo an alle!

Ich bin 19 Jahre alt und männlich.

Ich muss zugeben, dass ich ziemlich verzweifelt bin. Seit knapp einer Woche bin ich ziemlich im Eimer.

Ich fühle mich benommen und muss mich den Tag über ziemlich zusammenreißen. Die Benommenheit ist ohne Kopfschmerzen, dafür mit einer Art "gefühlten" Sehstörung. Ich nehme Licht ein wenig komisch, meiner Meinung nach extrem hell war, Pupillen sind normal Es ist irgendwie so, als sei ich ständig ein wenig angetrunken. Dazu kommt noch eine Müdigkeit. Das normale Einschlafen klappt sehr gut, da habe ich keinerlei Probleme. Aber dieses dauernde Gähnen usw. zum Kotzen.

Vorgeschichte:

Nach bestandenem Abi war ich mit Freunden eine Woche in Lloret de Mar (war nicht so mein Ding, zugegebenermaßen).

Naja, immer so bis 4 Uhr wach geblieben und bis 11.30 geschlafen, ging so 5 Tage.

Dann etwas, was ich nie gedacht hätte. Wir waren in einer Diskothek und ich habe meinen Drink stehen lassen.

Als ich wiederkam, habe ich 2 Schlücke von meinem Drink genommen und er hat sehr komisch geschmeckt, ziemlich bitter und seifig, sollte normal süß schmecken. Hab das Zeug dann weggeschüttet und mir ist dann eingefallen, dass da ja was hätte drin sein können. Ich hab mich ziemlich normal gefühlt, also dachte ich mir nichts weiter. Nach ca. 20 Minuten wurde ich dann tierisch müde und ich bin dann ins Hotel um 0.30 Uhr. Pupillen waren normal. Obwohl ich an diesem Abend nichts weiter getrunken habe (also nur 2 Schlücke von besagtem Drink, nicht viel max. 20ml) und ein Feind von Vorsaufen und übermäßigen Alkoholkonsum bin, hat sich trotzdem alles komisch angefühlt... komisch beschreibt es wirklich am besten. Ich war dann tierisch schläfrig, konnte aber gleichzeitig nicht einschlafen. Das war letzten Donnerstag.

Am nächsten Tag war ich ziemlich kaputt und mir war sehr schlecht, ich wollte die ganze Zeit schlafen. Körperlich Anstrengungen (Paintball) haben den Zustand erträglicher gemacht, bin aber sofort danach eingeschlafen. Am Abend ging es mir dann besser, das befremdliche Gefühl blieb aber.

Meine Freunde haben nichts gemerkt, da ich mich ziemlich zusammengerissen habe.

Am Sonntag ging es dann wieder ab nach Hause - ich war so froh, obwohl es bis Donnerstag eine sehr schöne Woche war.

Als ich am Montag aufgestanden bin, war ich so kaputt und benommen wie noch nicht zuvor.

Die Benommenheit hält übrigens permanent an- andauernd. Autofahren war komisch, ich glaubte Probleme zu haben, mich zu konzentrieren. Mein Nebenjob lief gut, obwohl ich wieder das Gefühl hatte, mich extrem zusammenreißen zu müssen.

Da ich Schiss hatte, dass ich irgendwelche Schäden habe, habe ich mich mal aus Spaß ;-D an ein paar Abi Matheaufgaben gesetzt, die ich gut gelöst habe.

Aber jetzt ist Donnerstag, eine Woche später und es ist immernoch alles so befremdlich...

Immer wenn ich meinen Blick zu irgendwas wende kommt die unterbewusste Freage "ist das wirklich passiert?", mein Hörvermögen ist ebenfalls komisch.

Ich habe 10 Jahre lang Sport gemacht und mein Sport-Abitur mit einer 1 abgeschlossen.

Ich bin durchtrainiert und hatte niemals Probleme mit dem Kreislauf, Blutdruck (IMMER 120 - 70) oder Zucker. Ich war 3 Jahre aufgrund guter Gesundheit nicht mehr beim Arzt.

Aber als ich Dienstag den Blutdruck gemessen habe, hatte ich 150 - 70 und 3 Stunden später 100 - 50. Das ging bis Mittwoch.

Jetzt habe ich wieder 120 - 70. Das verfluchte Gefühl bleibt aber noch. Je mehr ich über das Gefühl nachdenke, desto mehr Angst bekomme ich. Ich hatte nie derartige Probleme.

Ich will aus diesem bösen Traum aufwachen, aus diesem schlechten Film ausbrechen - ich habe Angst, dass es immer so bleibt.

Heute bin ich wieder Autogefahren und ich muss sagen, es geht besser, weil ich mich konzentrieren muss.

Sobald ich aber aussteige, überkommt mich wieder dieser Scheiß.

Was mich am meisten verstört: Welche Droge hat solche Effekte? Müdigkeit, statt Hyperaktivität sowie bei diesem synthetischen Schrott, den sich diese Raver reinpumpen? Warum geht es nicht vorbei, oder nur so langsam, keine Euphorie, nur total kaputt und lethargisch.

Ich bin mir nicht sicher, ob es überhaupt Drogen waren. Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich noch ne Probe mitgenommen um das zu testen. Ich hasse es passiv durch die Welt zu laufen, scheiß Gefühl für jemanden, der sonst voller Quintessenz ist.

Ich habe Angst, so wie noch nie zuvor. Bitte, helft mir!

Redemptive Ascent

Antworten
c'osmxa86


oh wei.. ich weiß wie du dich grad fühlst denn mir geht es ganz genau so wie dir. ich bin in diesem scheiß0 benommenheitszustand seit einem jahr!! und das alles nach einer impfung..als ich aufwachte war ich benommen. wie du es beschreibst. hatte zuvor aber noch eine herbe enttäuschung von meiner schwiegermutter erfahren...

ich weiß was du grad für eine angst hast das dieser zustand nicht mehr verschwindet ...genauso ging/ geht es mir auch...

derzeit werde ich behandelt, verdacht auf depression. weil das ein typisches zeichen ist.

Sobald ich aber aussteige, überkommt mich wieder dieser Scheiß

das ist ein typischen symptom,auch für eine angststörung..

denn du musst dich beim autofahren mit allen sinnen konzentrieren.. wenn du aussteigst bricht die welt wieder auf dich ein.. kenn ich alles.

RVede`mptivme Asxcent


Hmm... Angststörung kann ich mir irgendwie nicht vorstellen, da ich solche Auswirkungen weder zum Tod meines Opas noch vor dem Abitur etc. erfahren habe.

Generell muss ich mit der Diagnose von der psychischen Seite sehr vorsichtig sein, da ich mal einen Kahnbeinbruch hatte, wo die Schmerzen auf die Psyche geschoben wurden mit der Begründung, dass da nichts sei.

Herausgekommen bin ich mit einer Kahnbeinpseudarthrose und einer Hand, die zu 70 % in seiner Bewegung eingeschränkt ist, alles aufgrund eines großen, nicht erkannten Kahnbeinbruchs.

Soviel zum Thema Psychosomatik.

cyoAsmxa86


das tut mir leid. fakt ist jedoch das solche vegetativen symptome häufig von der psyche ausgelöst werden. schau mal bei google unter " benommenheit und depression" oder" Benommenheit und angst". da wirst du eine menge finden.

der alkohol kann in deinem gehirn auch ein chaos verursacht habe , so das die botenstoffe -transmitterstoffe( adrinalin, serotin etc. ) aus dem gleichgewicht geraten sind.

zUadraathru/stxra


Hallo erstmal...

ich kann dich beruhigen. Dir hat niemand was in deinen Drink getan. Das ganze nennt sich Alltags-bzw. Pathologische Dissoziation

sehr interessant dass von dir zu lesen,denn du schreibst genau dass, was ich vor 6 Jahren auch erleben musste. Kann mich noch daran erinnern als wenn es gestern gewesen wäre. Hatte eine Woche zuvor mit meinem Zivildienst angefangen. Es war ein Donnerstag und ich hatte Spätdienst. Bin um Punkt elf Uhr im Büro angekommen. Sachen abgelegt und da klopfte es an der Tür. Ich mache auch, einer der Junkies stand da(ich habe in ner stationären Suchtklinik Zivi gemacht) wollte was...bla bla bla. Jedenfalls mach ich die Türe wieder zu und ZACK--auf einmal, von jetzt auf gleich hatte ich diese Wahrnehmungstörung, die du auch beschreibst. es war so als wenn ich was gekifft hätte. Alles so wie durch einen Schleier mit nem Delay in der Wahrnehmung(Verzögerte Wahrnehmung ). Von 16-19 habe ich gelegentlich mal gekifft. Nicht exzessiv. Ab und an mal. Da ich aber in der besagten Einrichtung meinen Zivi machen wollte, dafür nen Drogentest(Haarprobe) abgeben musste(Hab ich vorsichtshalber noch abrasiert) und ich eh keinen Bock mehr hatte auf kiffen war ich längere Zeit abstinent und hatte auch keine Ambitionen mehr zu kiffen. Die wahrnehmung blieb den ganzen tag so. War sehr anstrengend mich zusammen zu reißen. Bin nach Hause und hab mich hingelegt. Am nächsten Morgen war es noch immer so. Hab mich die ganze Zeit beobachtet. Nach ner Woche wurde ich extrem unruhig und bin zu diversen Ärzten die mir alle erstmal nicht helfen konnten. Verdacht auf Zeckenbiss wurde untersucht, röntgen falls nerv eingeklemmt. Ich bekam langsam Angst einen Tumor im Kopp zu haben. Eines Abends waren wir dann Essen mit der Familie: Ich war noch immer wie bekifft und spürbar nervlich am Ende. Dann kam das Essen. Ich hatte einen Salat bestellt. Als ich den dann auch die Gabel spießte und zubeissen wollte habe ich die Gabel nicht in den Mund bekommen. Mein Kopp kribbelte und bummerte - schien voll von Ameisen und zu zerplatzen. Ich bin panisch aus dem Restaurant raus- mein Bruder kam mit und versuchte mich zu beruhigen.Doch ich war sicher einen Tumor zu haben und wollte nur noch ins Krankenhaus. Also hin. Zur Neurologie. Die haben mich grob durchgecheckt auf motorische Ausfälle und mir dann beruhigungstabletten gegeben. Sollte mir einen Termin beim Neurologen machen. Hab ich auch getan. Bis dahin schrecklich tage des Wartens. Hab mich erstmal krankschreiben lassen. Musste dann aber doch gehen. War tierisch anstrengend. Nur beim Autofahren ging es, weil ich, wie du auch schreibst, mich konzentrieren musste und dadurch keine Zeit hatte meine Wahrnehmung zu beobachten. Die Neurologin hat mich auch nochmal gecheckt und die Hirnströme gemessen: Sie deutete das als eine Panikstörung und verschrieb mir erstmal Antidepressiva. Hab ich auch ne Zeit genommen dann aber wieder abgesetzt weil ich fett und träge wurde. Cool war dass ich stundenlang wichsen ohne zu kommen konnte. Lag an den Dingern. Leider hatte ich zu dem Zeitpunkt keine Freundin. Naja...hab ich immer noch nicht aber das ist ein anderes Thema. Das Wahrnehmungdingens hat sich dann wirklich irgendwann gelegt. Kann gar nicht mehr sagen wie und warum. Manchmal trat es auf aber nur kurz. Bei mir hat sich aber ne handfeste Depression mit ziemlich viel anderer Scheisse draus entwickelt. Auch aufgrund von sozialen Faktoren. Aber in Anbetracht deiner Wahrnehmung würde ich mir keine großen Gedanken machen. Ich will jetzt nicht sagen dass du an ner Depression leidest aber Lethargie/Antriebslosigkeit und auch die Müdigkeit sind schonmal Hinweise. Wenn es nach ner Woche noch immer nicht weg ist solltest du mal einen Arzt konsultieren vlt auch einen Termin beim Psychologen machen. Ich habs nach 6 Jahren noch nicht geschafft und meine Probleme sind ziemlich angewachsen.

cZoGsma8x6


@ zara. genau das versuch ich ihn klar zu machen. das das tyüische symptome sind. die müssen auch nicht zeitnah mit dem erlebnis zu tun haben.. kann auch ewig zurück liegen und jetzt erst ausbrechen. aber die symptome sprechen schon für depression/angst. ich wollte es am anfang auch nicht wahr haben. aber liebr so was ,was man behandeln kann ,als sich was abgeschossen zu haben

PS: auch der tod deines opas kann damit zusammen hängen

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