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Alkoholentzug, Halluzinationen, Delirium?

PFete;rlxein hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Mein Vater ist schwer Krebskrank (Lympfdrüsenkrebs). Er ist 51 Jahre alt und ca. seit seinem 16 Lebensjahr Alkoholsüchtig. Sein Konsum wuchs über die Jahre und bis vor kurzem trank er Mengen, die man sich nicht vorstellen kann. Dazu kommt, dass er jahrelang Heroin, Diazepam, Marihuana und einige andere Drogen konsumierte. Heute ist er clean und in einem Methadonprogramm.

Er hörte auch des öfteren von heute auf morgen mit dem trinken auf und behandelte seine Entzugserscheinungen selbst mit starken beruhigungstabletten, doch leider waren diese Versuche auf die dauer gesehen erfolglos.

Vor 5 Tagen hörte er erneut mit dem Trinken auf. Auch Tabletten oder andere Ersatzmittel nimmt er nicht. Doch seit heute morgen hört er Stimmen, sieht Personen die mit ihm sprechen, hat starke Gleichgewichtsstörungen und ist einfach neben der Spur.

Ich saß ihm Gegenüber und habe während unseres GEsprächs nichts bemerkt. Doch sobald ca. 5 minuten nicht gesprochen wird, fängt es an.

Er starrt ins Leere, sieht und spricht mit imaginären Personen und hat manchmal Zitterattacken.

Spricht man ihn in diesem Wahn an, kommt er schnell wieder zu sich und bemerkt selbst, dass er wieder eine solche Halluzination hatte.

Es ist wirklich erschreckend sich soetwas mit anzusehen.

Nach meiner Recherche im Web, Tippe ich auf ein starkes Delirium. Ins Krankenhaus/Suchtklinik will er sich jedoch auf keinen Fall einweisen lassen.

Ich weiß einfach nicht was ich machen soll. Bitte um Hilfe und Infos jeder Art.

Im Vorraus, vielen Dank!

mfg

Antworten
BGrooksI&Dunxn


Soviel ich weiß kann Entzug ohne medizinische Hilfe lebensgefährlich sein. Versuche auf jeden Fall alles um ihn ins Krankenhaus zu bekommen!:)* Viel Glück!

T2enniLsmCä'dchexn


Wie hoch ist denn die Lebenserwartung von deinem Vater?Das ist bestimmt sehr schlimm für dich .Ich :°_ :°_ :°_ ganz doll.Lg

SPpidverly


Soviel ich weiß

Das ist keine Vermutung, das ist so.

SOFORT ins Krankenhaus wenns wirklich Erzugserscheinungen von Alkohol ist.

Diese sind wirklich lebensgefährlich!

NGormNfycxker


Warum sind Entzugserscheinungen vom Alkohol so gefährlich... ???

azd0rxe


Ich würde bei 'ner Suchthilfe nachfragen; grundsätzlich kann, wenn Lebensgefahr besteht, der Notarzt zwangseinweisen - soviel ich weiß !?

Am Besten wäre es natürlich er würde selbst einsehen, dass er Hilfe braucht... :-(

aZd&0re


Warum sind Entzugserscheinungen vom Alkohol so gefährlich... ???

Es kann u.a. zu schweren Krampfanfällen kommen...

Npormvfycker


Diese bekannte zittern..?

Und was noch? Mein Opa trinkt nämlich extrem viel...

dHerFritCzi


Es kann u.a. zu schweren Krampfanfällen kommen...

jopp mit einem entzug würd ich nicht zu leichtfertig umgehen

dCerFeritxzi


Diese bekannte zittern..?

nicht nur dieses bekannte zittern es sieht aus wie ein epileptischer anfall

und dabei kannste dir sogar die zunge abbeissen wenn sie gerade

zwischen den zähnen war !

aDdp0re


Diese bekannte zittern..?

???

Falls wir dasselbe meinen... bei schwerem Alkoholmissbrauch und auch beim Entzug bei schwerer Alkoholabhängigkeit kann es zum Delirium tremens kommen, also u.a. Zittern, aber eben auch Krampfanfälle (epileptische Anfälle) und Halluzinationen. Bin zwar auch nur Laie - würde aber bei Peterleins Vater schleunigst schauen, dass er ins Krankenhaus kommt.

abdQ0re


Bin zwar auch nur Laie - würde aber bei Peterleins Vater schleunigst schauen, dass er ins Krankenhaus kommt.

... besser gesagt, ich würde mich sicher mit dem Hausarzt, einer Suchtkrankenhilfe o.ä. in Verbindung setzen und erst mal fragen wie man vorgehen sollte. Evt. mit dem Kriseninterventionsdienst in Kontakt treten. Das ist natürlich eine Situation, der man als Laie und allein nicht gewachsen ist.

B>rookes&LD`uxnn


Jeder, der bis jetzt geschrieben hat, hat es richtig erkannt. Vor Jahren habe ich selber zu viel getrunken. Und wenn ich zum Beispiel nach einer Woche schweren Trinkens aufhörte, hatte ich auch schon Entzugserscheinungen, mit welchen nicht zu spaßen war. Diese haben mich aufgerüttelt, denn mit so etwas möchte ich nichts mehr zu tun haben.

Zwar hatte ich keine Halluzinationen oder Krampfanfälle, aber hoher Blutdruck, Herzrhytmusstörungen und Angstzustände sind nicht ohne, glaubt mir. Hinzu kommt der unumgängliche Druck nach ein paar mehr Bier, nur um diese Symptome auszumerzen. Aber dann geht es auch nur wieder von vorn los.

Nein, also dein Vater darf auf keinen Fall mehr regelmäßig trinken, denn das wird ihn irgendwann mit solch einem schweren Entzug umbringen.

Wenn er mal einen über den Durst trinkt (mache ich ja auch noch ab und zu) ist das ja in Ordnung, aber sich jeden Tag betrinken, das geht nicht.

Desweiteren, wenn er dann doch mal einen Abend trinkt, muß er sich unbedingt zusammenreißen, um den morgendlichen Kater nicht mit noch mehr Alkohol "wegzutrinken", da er sonst am gleichen Tag weitertrinken wird, bis er am Abend wieder betrunken ist. Am nächsten Morgen geht das Ganze dann wieder von vorn los, usw., usw.

Ich kann mir vorstellen, daß dein Vater mit solch einem brutalen Entzug durch die Hölle geht. Du schreibst, daß er selbst nach fünf Tagen Entzug noch im Delirium ist. Das ist ja absolut krass.

Aber er muß selber einsehen, daß so etwas schlimm für ihn (und seine Angehörigen) ist und Hilfe wollen. Ohne Eigeninitiative geht hier überhaupt nichts.

Schade eigentlich, denn die "kleinen" Entzüge die ich hinter mir habe waren mir eine scheußliche, aber klare Lehre.

Und: jetzt schon krebskrank wird sein Körper das sowieso nicht mehr lange mitmachen.

Noch etwas: Es ist sehr wahrscheinlich, daß er viel trinkt weil er krebskrank ist. Es ist ihm also gleichsam egal, ob er seinen halb zerstörten Körper noch weiter belastet. Mit dem möglichen frühen Tod vor Augen versucht er wahrscheinlich diese ihn schwer belastende Sorge im Rausch zu ertränken. Er schwelgt in totalem Selbstmitleid.

AdOre hat recht, setze dich mit einer Suchtkrankenberatung in Verbindung, denn in Deutschland gibt es soviel ich weiß auch Angehörigengruppen, da kannst du dir Rat holen.

Er braucht ganz dringend Lebenswillen, denn diesen hat er offensichtlich aufgegeben.

:)* LG

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