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Unterschied Als-Zucken und benigne Faszikulationen

tromcohe(nx1


ja es geht

tLmsx23


Na siehst du...also hast du sehr wahrscheinlich keine Muskelschwäche im Fuß, bzw. Fußheber. Demnach ist das Zucken/Zittern deiner Beine auch kein A**-Zucken.

Zur Theorie:

Das Zucken bei A** entsteht durch die Reinnervation der Muskulatur. Dem geht jedoch bei A** immer eine Denervation (Funktionsausfall) der nervalen Verbindung voraus. Das heißt, es kommt erst zu einer Schädigung der Nervenverbindung, weshalb der Muskel nicht mehr angesprochen werden kann. Darauf reagiert der Muskel mit der besagten Reinnervation, d.h. er möchte seine Reize über andere Nervenstränge beziehen. Das ist jedoch bei A** nicht möglich; die Muskelschwäche bleibt!

Deshalb müsstest du bei den A**-Zuckungen auch eine Muskelschwäche haben. Und der besagte Test eben ist positiv für dich ausgefallen:)

Ich hoffe, ich habe das ein wenig verständlich rüber bringen können. Ich lese eigentlich nur auf englisch, weshalb meine Wortwahl fehlerhaft sein kann.

Sqchmdiddy


Heyho,

Ich wollte mich auch mal zu Wort melden :)

Ich selbst "leide" an diesem Muskelzucken auch ganz gerne mal. Mal an den Innenseiten der Oberschenkel, mal am Daumenansatz, mal hier, mal da (am häufigsten aber an den Oberschenkeln). Anfangs hatte ich mir da auch Gedanken drum gemacht. Der größte Fehler ist dann im Internet bei Google oder so zu gucken, weil man da meist die schrecklicheren Dinge findet bzw. auch unbewusst gezielt nach den schlimmsten Dingen sucht (so meine Erfahrung) - der Gedankengang ist dann in etwa so: Es KÖNNTE (!) ja nur benignes Zittern sein, aber es KANN GENAUSO GUT auch xyz sein --> man sucht nach den Symptomen für diese Dinge und fixiert sich dann irgendwie drauf --> anschließend beginnt man bei seinem Körper gezielt nach den Symptomen zu suchen; man horcht also in sich hinein - dadurch aber findet man Dinge, die man sonst einfach unbewusst ignoriert hat oder glaubt diese zu finden - soweit zumindest meine Erfahrung.

So zurück zum Zittern und Zucken. Ich habe den Krams seit ich 16 oder 17 bin, heute bin ich 19 (fast 20). Was lässt sich dazu sagen:

1. Es kann Belastungsabhängig auftreten. Ich bin Torwart beim Fußball, gehe regelmäßig joggen und fahre Fahrrad. Wenn ich meinen Körper mal wirklich ausgepumpt habe, ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Zucken auftritt wesentlich größer. Ich als Medizinlaie vermute in diesem Fall einen Mangel in Mineralien bzw. dass diesmal der Verbrauch zu groß war.

2. Psychologisch bedingt: Ja, in diversen Stresssituationen trat das Muskelzittern häufiger auf. In der Vorbereitungsphase zu meinen Abiturprüfungen war es echt ätzend und selbst während einfacher Klausuren (also nicht Prüfungsklausuren) trat das gerne auf. Manchmal trat es vor wichtigen Spielen oder Veranstaltungen auf. Es ist nach meiner Erfahrung im übrigen auch eine Belastung, die das Zittern verstärken kann, sich viele Sorgen um die Gesundheit zu machen ;-)

3. Ernährungsabhängig: Diese Tatsache habe mir gegenüber viele andere bestritten, aber ich äußere hier nur meine Erfahrungen. "Ernähre" (meiner Meinung nach das falsche Wort) ich mich von Zeugs wie Fast Food und vernachlässige richtige (meine Meinung ;-)) Nahrung, ist die Wahrscheinlichkeit auch größer, dass das Ganze auftritt und micht nervt.

Also mach Dir nicht zu viele Gedanken (ich weiß, leicht gesagt :-(). Rein mathematisch gesehen ist in jungen Jahren die Erkrankung sehr selten und zudem ist dieses Zittern ein - so meine Erfahrung - recht verbreitetes "Phänomen". Ist vielleicht nur nicht unbedingt das Thema, über das man mit seinen Freunden so spricht. Ich jedoch habe mit meinen Freunden darüber gesprochen und sie hatten das ALLE schon Mal.

Es ist schon gut so, dass Du das hast abklären lassen, aber nimm das vielleicht zum Anlass, die weniger Sorgen zu machen.

Huips: Das ist etwas mehr Text geworden, als ursprünglich geplant - jaja, wenn ich mal in' Redefluss komme...

Ich wünsche alles Gute

Schmiddy

t.oNmcheny1


zuerst mal danke für eure antworten.

dennoch habe ich immer noch große angst. zum einen gibt es die zuckungen die ich stark spüre und zum anderen gibt es die, die ich nicht spüre aber deutlich sehen kann. und die sind in den waden eigentlich 24 stunden am tag....

t#mxs2x3


tomchen1, wie kann ich dich nur beruhigen ???

Angenommen du hast A. Ich kann dir definitiv sagen, dass du nach 5 Monaten Zuckungen eine Muskelschwäche spüren müsstest; es geht nicht anders! Du wärst der erste Fall auf er Welt, der Muskelzuckungen ohne Muskelschwäche aufweist und trotzdem A hat. A** kannst du dir definitiv aus dem Kopf schlagen!

Wahrscheinlich hast du irgendwo beim Googeln gelesen, dass jemand als erstes Symptom Faszikulationen hatte und anschließend mit A** diagnostiziert wurde. Natürlich gibt es das aber auch nur deswegen, weil ihm die Muskelschwäche nicht aufgefallen ist. Aber einem Neurologen fällt die Muskelschwäche auf und zudem hast du den besagten kleinen Selbsttest durchführen können. Wer kommt auch schon auf die Idee wegen Muskelzuckungen derartige Test mit seinem Fuß durchzuführen? Niemand!

Meine Waden zucken auch 24 Stunden am Tag. Und ich gehe mit dir die Wette ein, dass meine häufiger zucken als deine. Es gibt keine Pause, sie Zucken wirklich 24 Stunden ohne Unterbrechung; wirklich ohne Unterbrechung!!! By the way...ich spüre sie auch nicht mehr, kann sie aber deutlich sehen.

S7ynapxse1


Die ALS beginnt üblicherweise nicht mit solch deutlichen Faszikulationen, sondern erst mit Muskelsymptomen an den Körperenden Kopf, Händen, Füße und zwar meist einseitig. Als Frühsymptome können Muskelsteifigkeit (Dauermuskelkater), Krampfneigung beim Überstrecken von Muskeln oder ziehende Missempfindungen im Rücken vor allem Nachts auftreten, aber das ist alles noch völlig unspezifisch. Erst wenn man dann feststellt, daß man z. B. Daumen und Zeigefinger einer Hand viel schlechter zusammenpressen kann, als mit der anderen oder ein Daumenballen deutlich dünner geworden ist oder man die Fußspitze eines Fußes nicht so hoch ziehen kann, wie die andere oder sich laufend verschluckt und generell eine Muskelschwächung empfindet oder Eindellungen in geschwächten Muskelpartien entdeckt und erst dann auch noch Zuckungen án sich beobachtet, sollte man ALS überhaupt in Erwägung ziehen. Aber auch dann gibt es noch andere Erklärungen. Bester Diagnoseschritt falls Verdacht soweit gediehen:

Muskelbiopsie machen lassen aus nicht geschrumpftem Muskel, zeigt sich dann eine "neurogene Muskelatrophie", ist ALS noch eine Stufe wahrscheinlicher geworden, aber noch immer nicht sicher.

Nichts Definitives zu erkennen ist bei ALS im Blutbild (außer einer leichten Ck-Erhöhung),

im Kernspin (außer im Spätstadium) und in der Liquoruntersuchung. Im Frühstadium zeigen auch die elektrischen Untersuchungen meist nichts Auffallendes. Wer also unbedingt mehr Klarheit haben will, sollte die Biopsie machen lassen.

t'm$s23


Synapse1,

du kannst doch nicht einem 21 Jährigen, der lediglich Muskelzuckungen hat, zur Beseitigung seiner Ängste einen derart großen medizinischen Eingriff wie die Muskelbiopsie empfehlen! Das ist meiner Meinung nach der aller letzte Schritt um eine ALS zu bestätigen! Und definitiv keine geeignete Untersuchung um ALS auszuschließen.

Das EMG ist die sensibelste Untersuchung und würde beim Beginn der ALS (vor allem nach 5 Monaten Faszikulationen) definitiv PSW/Fibs oder path. MAP aufzeigen. Und das bereits bevor man selber Symptome bemerkt! Ausnahme ist der Beginn der bulbären ALS, aber da würde auch die Muskelbiopsie keine Abnormalitäten zeigen. Tomchen1 hat jedoch kein Symptom der bulbären ALS!

Sollte das EMG derartige Abnormalitäten aufweisen, kann man über weitere Schritte, wie z.B. die Biopsie nachdenken. Zeigt das EMG lediglich Faszikulationen, liegt keine ALS vor.

t/omch)en1


synapse1,

du schreibst dass ein Frühsymptom Muskelsteifigkeit (Dauermuskelkater) sein kann. aber was hat das mit Muskelkater zu tun bzw. geht der muskelkater nicht mehr weg oder wie darf ich das verstehen?

ich selbst fühle mich oft kraftlos. allerdings jetzt nicht auf bestimmte körperteile bezogen wie hände oder beine im speziellen, sondern am ganzen körper einfach schwach. mein neurologe hat dies bezweifelt da ich beim kraftmessen mit dem handdynamometer altersentsprechende werte geliefert habe.

aKgnxes


dennoch habe ich immer noch große angst

Das Dein primäres Problem und Du solltest was dagegen machen.

tUms23


Tomchen1, ich liefer dir die Antwort. Ich schaffe es irgendwie nicht, dir die Angst vor ALS zu nehmen.

Muskelsteifigkeit ist nicht Dauermuskelkater. Die Muskelsteifigkeit, genauso wie Hyperreflexe, Spastizität, Babinski Reflex usw. sind Ursache der Schädigung des oberen Motoneurons. Das kommt bei den meisten ALS Patienten erst in späteren Stadien vor bzw. wenn das obere Motoneuron dominiert. Faszikulationen bei ALS entstehen aufgrund der Schädigung des unteren Motoneurons; also bitte nicht verwechseln. Bei dir würden wir mit deinen Symptomen vorerst über die Schädigung des unteren Motoneurons sprechen.

Ganz ehrlich glaube ich bei dir an das BFS oder, wenn du Pech hast, an ein organisches Problem (Schilddrüse, Nebenschilddrüse, Niere,...). ALS schließe ich zu 99% aus.

Ich beantworte dir gerne jede Frage um dich aufzuklären.

tSms2x3


Hör bitte auch auf das was Agnes sagt. Angst muss nicht die Ursache deiner Muskelzuckungen sind, aber du möchtest nicht die Signale sehen, die absolut nicht zur ALS passen. Du drehst dich im Kreis, zweifelst an der Kompetenz der Ärzte, zweifelst an dem was ich schreibe und suchst nach neuen Erklärungen (wie die beschriebenen Symptome von Synapse1) um dich neu in deiner Angst rechtfertigen zu können.

Wenn dein Arzt ein EMG macht und sagt, es deutet nichts auf eine ALS hin, wirst du anschließend die Frage aufwerfen, ob das EMG nicht vielleicht zu früh gemacht wurde oder ob der Arzt das auch wirklich korrekt durchgeführt hat. Du brauchst wirklich professionelle Hilfe um aus diesen Teufelskreis wieder raus zu kommen!

Wenn du das nicht angehst, wird dich die Angst fesseln und evtl. dein Studium/deine Ausbildung ruinieren. Und warum ??? wegen nichts!!!

SBynapxse1


Hallo tommchen1, tms23,

da schleichen sich grad ein paar Missverständnisse ein: Zu unterscheiden ist einerseits eine gewisse Muskelsteifigkeit, die bei ALS häufig ein bis zwei Jahre im Vorfeld berichtet wird. Sie wird subjektiv wie ein stetig vorhandener leichter Muskelkater empfunden und vom Arzt dann gern mit Magnesium beantwortet. Es ist ein absolut unspezifisches Frühsymptom. Andererseits eine echte Versteifung und Lähmung in atrophierten Muskelpartien nach Ausbruch der Krankheit (Spastik, oberes Motorneuron). Sie tritt oft gleichzeitig, manchmal sogar früher oder erst Jahre später als die erste Atrophie auf. Ich gebe tms23 recht, daß ich eine Biopsie allein aufgrund von Faszikulationennicht machen lassen würde, jedoch sofort, wenn sich irgendwo eine Atrophie abzeichnet. Die Biopsie kann eine Motoneuronerkrankung zwar nicht definitiv diagnostizieren aber sie kann sie definitiv ausschließen, wenn sich keine Denervierung finden lässt. Sie gibt der Diagnosefindung eine viel zielführendere Richtung als halbjährlich wiederholte elektrophysiologische Messungen.

Aber wie gesagt, an tommchens Stelle würde ich erstmal nichts tun (z.B.Urlaub machen) und damit meinen Nerven was Gutes tun. Unterstützend würde ich noch alle B-Vitamine zu mir nehmen in merklicher Dosis (nicht aus dem Drogeriemarkt), sowie Vitamin E gegen oxidativen Stress, Folsäure und vielleicht Coenzym Q10. Ich würde mir leichte körperliche Bewegung verschaffen aber kein Muskeltraining! und gelassen warten bis sich das etwas außer Fugen geratene Nervensystem wieder berappelt hat.

tjomGchexn1


hallo, also es hat sich einiges getan heute und ich hab regelrecht einen marathon hinter mir. War heute wieder in der klinik beim neurologen, diesmal allerdings bei einer anderen ärztin weil der andere keine Zeit hatte. Diese hat mich von oben bis unten durchgecheckt:

- allgemeine beurteilung des Ganges --> ohne Befund

- Gehen auf Zehenspitzen --> ohne Befund

- Gehen auf Versen --> ohne Befund

- Armreflexe --> ohne Befund

- Kniereflexe --> "lebhafte Reflexe"

- Kraftüberprüfung Arme --> ohne Befund

- Kraftüberprüfung Beine --> ohne Befund

- Unterscheidung zwischen warm/kalt --> ohne Befund

- Unterscheidung zwischen spitz und stumpf --> ohne Befund

- Blind gerade ausgehen --> ohne Befund

- Sensibilitätsüberprüfung --> ohne

- Untersuchung nach Paresen --> ohne Befund

- Untersuchung nach Atrophien an den Händen/besonders Fingern --> ohne Befund

Und dann gings zum EMG. Dies wurde von einer anderen Ärztin durchgeführt die den ganzen Tag nichts anderes macht. Bevor sie anfing hat sie mir Blut genommen um Muskelenzyme CK-Wert etc zu ermitteln.Das EMG wurde an der rechten Wade durchgeführt. Es wurden insgesamt 5 Potenziale gemessen. alle seien ohne Befund wie sie meinte. sie sagte mir dass es benignes faszikulieren gibt. die andere neurologin sagte ebenfalls dass nichts gefunden wurde. sie sagte dass es gut sei dass ich so vorsichitg bin im bezug auf meinen körper. sie wisse was alles im interet geschrieben steht usw.

Jetzt warte ich mal die Laborwerte ab.

s$iroluxja


Hallo ihr alle , bin selbst seit Anfang April betroffen habe in eurem Chat viele Übereinstimmungen gefunden und bin gleichzeitig überrascht wie viele an solchen Muskelzuckungen leiden. heute überwiegt mal wieder die Angst es könnte doch ALS sein. immer neue muskeln sind betroffen vor 2mon. waren es nur die waden,selten o'schenkel jetzt sind Schultern gesäss und und oberarme dazu gekommen! auch Zeiten in denen es mal ganz ruhig ist ,kenne ich kaum noch.Zusätzlich bemerke ich manchmal ein Zucken oder besser Springen des Grossen Zeh's und des Mittelfingers

s\iroUlujxa


hallo nochmal bin leider unterbrochen worden !! sind unter euch leute mit mediz. fachbildung ?? und können diese anderen Symptome auch noch zum BFS gehören ?? Z.Bsp. die vorher erwähnten oder Gelegentliches Kribbeln und einschlafen der Beine gestern Abend musste ich dauernd Speichel schlucken bin ich psychisch wirklich so angeschlagen kann man sich übermässige Speichelproduktion einbilden oder gar provozieren ???

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