» »

Epilepsie durch Computerspiele?

d#evitatioxn


Ich gehe konform mit einigen meiner Vorschreiber, und möchte betonen, dass ein Videospiel einen Anfall auslösen kann, aber nur bei einer diesbezüglichen Veranlagung. Die Grunderkrankung, also die Epilepsie, wird dadurch nicht ausgelöst.

Dass diese Aussage hier:

Doch mir sagten die Ärzte, er habe keine unerkannte Epilepsie. Das müsste sich anhand der Gehirnstrommessung darstellen lassen.

wirklich so getätigt wurde, kann ich mir nicht vorstellen. Es gibt Unmengen an Epileptikern, die haufenweise blütenweiße EEGs produzieren (ohne epilepsietypische Potentiale), und dann doch wieder ohne ersichtlichen Auslöser Anfälle bekommen. Das weiß jeder Mensch mit neurologischen Grundkenntnissen, und erst recht die Ärzte. Meine Freundin zum Beispiel (erster Anfall mit 23 Jahren, Diagnose ein halbes Jahr darauf), zeigte in etwa der Hälfte der bisher durchgeführten EEGs keinerlei Anzeichen auf eine pathologische Hirnaktivität, in der anderen Hälfte wurden die sogenannten Spikes gefunden.

Du hast Recht mit dem untragbaren Risiko des Spielens. Ich werde mich nun durchsetzen müssen und die Spielerei notfalls auch gegen seinen Willen unterbinden. Gestern Abend habe ich ihm aufgetragen, alle seine Spiele in eine Kiste zu packen.

Ich kann verstehen, dass dich seine Uneinsichtigkeit furchtbar verärgert und ängstigt, aber das ist der falsche Weg. Der Kerl ist 18 Jahre alt, damit erwachsen und mündig, und du hast de facto keine Handhabe.

Du bemängelst seine fehlende Krankheitseinsicht, bist aber selbst nicht empathisch. Weißt du, was die Diagnose für einen jungen Kerl bedeutet? Die Lehre ist weg, den Führerschein kann er sich – solange er Anfälle hat sowieso, und danach noch eine gewisse Frist – in die Haare schmieren. Jetzt soll er noch sein größtes Hobby – das Computerspielen – aufgeben, und kann sich noch nichtmals mit durchgefeierten Nächten mit Freunden ablenken, weil er erstens den Alkohol, und zweitens den Schlafmangel meiden muss. Das ist für einen so jungen Menschen unglaublich schwierig, sein ganzes Leben wird völlig über den Haufen geworfen, und er verliert so vieles, über das sich junge Menschen nun mal so definieren. Dein Wunsch, dass er sich dem von heute auf morgen in aller Vernunft stellt, ist zwar nachvollziehbar, aber wenig sensibel.

Mein Rat: Nur dabei zusehen, wie er weiterhin so regelmäßige Anfälle hat, geht auch nicht. Er sollte unbedingt einen Epilepsie-Spezialisten aufsuchen, der ihn langsam mit dem notwendigen Wissen, den Restriktionen und den möglichen "Ausrutschern" vertraut macht.

Ein paar Anhaltspunkte zum selbst überlegen: Wo seid ihr bis jetzt in Behandlung, gibt es da Verbesserungspotential? Wer hat sich wie lange mit ihm unterhalten, welche Informationen hat er bekommen, welche "Verhaltensregeln", wer ist sein fachlicher Ansprechspartner? All diese Punkte sind wichtig, um ein Bewusstsein für die Krankheit zu bekommen... :)*

S%unflo?wedr_x73


Hake nochmals bei dem ein, was Ahornblatt und deviation geschrieben haben:

Die Diagnose (und gerade bei etwas unklarer Symptomatik) gehört in die Hände von Spezialisten. Das wären v.a. die Uniklinik in Bonn und die Bethel-Kliniken in Bielefeld. Vielleicht weitere, aber da fehlt der Überblick.

Solche spezialisierten Zentren bieten dann auch die entsprechende Unterstützung bei der Bewältigung des Alltags mit der Krankheit. Gerade bei Jugendlichen/jungen Erwachsenen, die erstmal NUR verlieren. Nämlich ihr ganzes Leben und die ganze Perspektive.

V.a. haben die auch Sozialdienste, die sich bspw. um berufliche Perspektiven kümmern. Zumindest Bethel bietet da viel. Da solltet Ihr auch am Ball bleiben. Die Ausbildung ist weg, aber es sollte schnellstmöglich das Netz angezapft werden. Z.B. spezielles Berufsförderungswerk, wo "Behinderte" eine Ausbildung machen können. Denn momentan wäre ein geschützterer Rahmen vielleicht besser als Lehrstellensuche auf eigene Faust, wo ggf. die Arbeitgeber zurückschrecken.

Beantragung eines Schwerbehindertenausweises wäre auch wichtig.

Und grundsätzlich alles, was wieder Normalität bringt. Was soll Dein Sohn denn gerade auch machen als daddeln? Lehrstelle weg, viele Aktivitäten tabu. Da bleibt nicht viel.

Aber wenn sich Perspektiven eröffnen und er sich verstanden fühlt, wird das Daddeln vermutlich von allein weniger, weil es wieder Lebensinhalt gibt.

Dtumaal


In vier Jahren kann sich ja das ein oder andere getan haben. hihi ;-D

S:unfhlowveMr_73


Autsch. Danke für den Hinweis. Wer hat jetzt Schuld am Hochholen des Uralt-Fadens? ]:D

dReviaxtion


Tja, das Anzeigen der neuesten Beiträge auf der rechten Seite hat auch seine Nachteile. ;-D

S-unfloWwer_7x3


Oh ja!

Rudy ist Schuld! ;-)

pFieglx_madaxm


Hallo goldnugget999.

Ich bin auch mal erlich ich habe Computersucht (Spielesucht) ich gebe es auch zu. Ich bin aber erst 15. Ich hab mich zusammen gerissen das ich einen Arzt aufsuche. (Vitamin A). Ich habe heute am 5.1.2016 probleme bekommen. Mein Rechter Zeigefinger zuckt den ganzen Tag. Ich hab deswegen auch angst das ich zu diese Anfälle komme! Es kann auch an Magnesium Mangel liege. Ich hab das problem das ich auch diese MMORG (AION,SKYRIM) Spiele. In der Beschreibung von Skyrim wird auch klar geteutet das es zu Anfällen kommen kann.

Ich empfehle das sie diese Spiele löschen.Oder bei dem PC einen SchlafModus Programm instaliert!!!(FREEWARE).Wenn ihr Sohn auch dies ablehnt empfele ich einen Phyochologen (VITAMIN A) Wenn sie diese Anfälle vermeiden wollen sollten Sie oder andere Ihren Sohn nicht zu (Stress und Problemen) vermeiden.

Ich bin auch dabei dieses zu vermeiden!!! :)= :)^

PEaul-_Revexre


Hallo goldnugget999.

Ich bin auch mal erlich ich habe Computersucht (Spielesucht) ich gebe es auch zu. Ich bin aber erst 15. Ich hab mich zusammen gerissen das ich einen Arzt aufsuche. (Vitamin A). Ich habe heute am 5.1.2016 probleme bekommen. Mein Rechter Zeigefinger zuckt den ganzen Tag. Ich hab deswegen auch angst das ich zu diese Anfälle komme! Es kann auch an Magnesium Mangel liege. Ich hab das problem das ich auch diese MMORG (AION,SKYRIM) Spiele. In der Beschreibung von Skyrim wird auch klar geteutet das es zu Anfällen kommen kann.

Ich empfehle das sie diese Spiele löschen.Oder bei dem PC einen SchlafModus Programm instaliert!!!(FREEWARE).Wenn ihr Sohn auch dies ablehnt empfele ich einen Phyochologen (VITAMIN A) Wenn sie diese Anfälle vermeiden wollen sollten Sie oder andere Ihren Sohn nicht zu (Stress und Problemen) vermeiden.

Ich bin auch dabei dieses zu vermeiden!!! :)= :)^

Die Gesundheitshinweise, die sich auf epileptische Anfälle beziehen sind vorallem an Personen mit Photosensibilität gerichtet.

Das heißt an Personen, die durch flackernde Lichter Krampfanfälle bekommen.

Das beschränkt sich nicht nur auf Videospiele, sondern jede Art von Flackerlicht, sei es in der Disko, beim Fernsehen oder das Sonnenlicht im Auto/Zug etc.

Es bedeutet ebenfalls nicht, dass Videospiele Photosensibilität und/oder eine Epilepsieerkrankung verursachen.

Wer also nicht photosensibel oder an Epilepsie erkrankt ist muss sich bei Videospielen keine großen Sorgen wegen Anfällen zu machen.

Aber: Jeder Mensch, ob Epileptiker oder nicht, kann durch übermäßigen Stress, Übermüdung, Alkohol- oder Drogenkonsum einen Krampfanfall erleiden. Bei stundenlangem Konsum von Videospielen kommen häufig die Faktoren Übermüdung, Stress und Reizüberflutung zusammen, aber auch hier gilt: Dieses Risiko beschränkt sich nicht auf Videospiele allein, sondern alle Situationen in denen die oben genannten Faktoren zusammenkommen.

Geh zum Doc, spiele in Maßen und mach dir wegen einem zuckenden Finger keine Gedanken über epileptische Anfälle ;-)

Lqucix32


Zuckende Finger kommt vermutlich durch Überbelastung durch daddeln. Nur 5% alle Epilepsie Patienten sind Photosensitiv.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Neurologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Borreliose


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH