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Opipramol absetzen

J(ohann:a8x4 hat die Diskussion gestartet


hallo,

ich habe jetzt 5 jahre opipramol 100mg genommen, verschrieben wegen einer panikstörung.

zuletzt abends eine tablette.

da ich davon aber sehr zugenommen habe, und ich das gefühl habe, gefühle nur noch völlig extrem wahrzunehmen, will ich weg von diesen tabletten.

habe vorgestern also mit meiner hausärztin besprochen, dass ich sie absetze.

sie hat vorgeschlagen, eine woche lang jeden zweiten tag eine tablette zu nehmen, und in der zweiten woche jeden zweiten tag eine halbe.

mir gehts jetzt nicht besonders gut, mir ist schwindlig, mein blutdruck höher als sonst und mein herz rast.

irgendwie erscheint mir dieser entzug nicht besonders sanft und langsam.

hat denn jemand hier erfahrung mit dem absetzen des medikaments?

wenn ja, wie habt ihr reduziert?

und werde ich mein altes gewicht wieder bekommen?

fragen über fragen, ich danke fürs lesen.

ich wär so froh, wenn ich von diesem zeug endlich loskommen könnte.

Antworten
SHiVlber


Opipramol hat eine kurze Halbwertszeit, von daher würde ich es nicht jeden zweiten Tag nehmen, sondern täglich, und nicht nach einer Woche bereits reduzieren, sondern länger warten. Schau, wie weit du sie teilen kannst. Je kleiner, desto besser natürlich, weil kleinere Absetzschritte.

Es sollte z.B. auch 50mg-Tabletten geben. Ich weiss nicht wie diese Tabletten aussehen, ich kenne nur die Insidon-Dragées, die man nicht teilen darf. Wenn du die 50mg-Tablette z.B. vierteln kannst, hast du schon recht kleine Dosierungen.

Und wie gesagt - lass dir Zeit, nimm dir mehrere Wochen - ist zwar mühsam, aber um einiges angenehmer.

Beim Opipramol hatte ich selbst keine Probleme, dafür aber bei anderen Wirkstoffen.

J|ohan4nax84


vielen dank für deine antwort. ich hab die von neuraxpharm, die kann man in vier teile teilen.

also optimal zum langsam ausschleichen.

ich dachte an erstmal eine woche 75 mg, sprich dann 3 "stückchen", dann eine woche 50mg, und zum schluss 25 mg.

irgendwie hat sich meine ärztin wohl nicht so genau damit beschäftigt :(v

wie lange hast du denn gebraucht, um davon loszukommen?

Sbilbexr


Bei Opipramol war ich in zwei, drei Tagen davon weg, da hatte ich wirklich keine Probleme. Bei Paroxetin habe ich 5 Monate benötigt, um von 10mg auf 0 zu kommen - jedoch hätte ich da wohl grössere Schritte machen können, aber ich hatte extrem Angst vor den Absetzsymptomen, fand die ganz furchtbar. Ich glaube also nicht, dass du so lange brauchst. ;-)

Probier das mal so, wie du es geschrieben hast, wenn du Absetzsymptome merkst mach es etwas langsamer. Vielleicht wird es nicht 100%ig ohne Absetzsymptome gehen, aber es sollte erträglicher werden.

JfoOhanna)8x4


wie lange hast du die opis denn genommen?

mir gings am freitag dann so schlecht, dass ich meine hausärztin angerufen habe. die meinte, ich soll sie einfach nicht absetzen. toller rat, ist ja auch so gesund, der mist :(v

mein körper reagiert aufs ausschleichen mit hohem blutdruck und herzrasen, aber das bessert sich jetzt schon langsam.

ich reduziere sie jetzt langsam, und hoffe, dass es klappt.

SYilb/er


Ein halbes Jahr ungefähr, also nicht so lange. Jedoch kommt es wohl nicht unbedingt auf die Dauer an, ich habe z.B. Cipralex auch nur ein halbes Jahr genommen und da trotzdem Absetzsymptome gehabt.

Ich drücke dir auf alle Fälle die Daumen, dass das Absetzen einigermassen symptomfrei über die Bühne geht, oder zumindest im erträglichen Ausmass!

J'ohXannax84


danke, das ist lieb von dir. musst du denn immer noch tabletten in dieser richtung nehmen?

ich hab ja die hoffnung, es ganz ohne zu schaffen.

SWilb~er


Ja, ich kriege es nicht ohne hin, da geht es mir viel schlechter und ich kann dann auch nicht mehr ordentlich in der Therapie mitarbeiten (weil ich dann absolut keine Hoffnung mehr habe und die Therapie dementsprechend sinnlos finde und sie dann abbrechen will).

Warst du denn je in Therapie wegen deiner Angst?

Jyoh&ann4a8x4


ich hab eine gesprächstherapie gemacht. war eher lustig als hilfreich. ich hatte eine sehr nette therapeutin und wir haben viel geredet, aber gebracht hat mir das gar nichts.

ich hab die opis damals bekommen, weil ich panikattacken hatte, die aus dem nichts kamen. meine schilddrüsenwerte waren leicht erhöht, aber nicht so sehr, dass es man es behandeln müsste.

ich bin nach wie vor der meinung, die unruhe und das herzrasen kommen von der schilddrüse.

ich hab nichts schlimmes erlebt, und stand auch nicht unter großem druck oder so...

J$ohan0na84


jetzt nehme ich seit einer woche noch 75 mg statt 100.

erst war mir übel, dann war der blutdruck zu hoch, dann kam die unruhe.

und seit drei tagen zittere ich und fühl mich total schwach.

ich bin langsam mit meinem latein am ende, und kurz vorm aufgeben.

:°(

gibt sich das zittern bald, hat jemand erfahrung damit?

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