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Denkt der Mensch in Sprache?

D0er_NDix_WeJisxs


Also das hab' ich noch nicht "geschafft": in Englisch zu träumen - oder mich daran zu erinnern :-D Aber das gibt mir eine interessante Frage: wie oder was träume ich eigentlich? :-o

WWo?lfsgang


@ Phake:

Klingt interessant, ist aber erstmal nur eine Behauptung. Ist das irgendwie nachprüfbar?

b{ezllax85


Also das hab' ich noch nicht "geschafft": in Englisch zu träumen

Zur Erklärung: Ich spreche beide Sprachen gleich gut. Wenn ich eine gewisse Zeit in den USA bin, fang ich an, Englisch zu träumen und zu denken- bin ich wieder hier, dauert es ein paar Tage, und ich traeume oder denke auf deutsch.

Denke ich an Leute, mit denen ich normalerweise englisch rede, denk ich auch englisch- denk ich zB an meine Eltern, denke ich deutsch.

Trotzdem hab ich aber DAZU noch Bilder im Kopf- also irgendwie muss es wohl beides sein?!

eMinM?arc


Sprachforscher haben sich darüber natürlich bereits Gedanken gemacht (in Sprache? ;-D)

Lest mal nach:

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Sapir-Whorf-These]]

Mkiyezex88


Habe nicht viel gelesen, aber:

Sprache ist Voraussetzung für Intelligenz, die sich ohne Sprache nicht entwickeln kann. Erinnerungen werden in der Muttersprache abgelegt und abgerufen,

Das halte ich für ein Gerücht. Die Sprache ist nur ein Mittel zum Ausdruck der Intelligenz, und zwar das einfachste, möchte ich behaupten. Nicht mehr und nicht weniger... (mEn)

e>in;Maxrc


Hast Du auch eine Definition von Intelligenz? Oder Beispiele für andere Ausdrucksformen davon?

Phsycho"Ghosxt


Meine Muttersprache ist Schweizerdeutsch, dennoch denke ich meistens in deutscher Sprache..hmm..

1'B`l'uEbb1


Sprache ist nicht die Voraussetzung für Intelligenz. Andersherum macht einen die Fähigkeit zu sprechen auch noch nicht intelligent (menschlich intelligent) . Aber bevor man über so etwas redet sollte man villeicht erst einmal Sprache deffinieren...

KKnackxs


Wikipedia:

Geht man von einem linguistischen Determinismus aus, folgt daraus eine prinzipielle Unübersetzbarkeit fremdsprachlicher Texte.

Meine Gedanken sind prinzipiell nicht in meiner Muttersprache auszudrücken, aber ich versuche es, weil ich keine andere Chance habe. Und dann ergibt sich das bekannte Dilemma:

- Ich denke A

- und sage B

- Mein Partner hört C

- und versteht D.

Auch als Kinderspiel bekannt als "Stille Post". Immer wieder erlebe ich in Diskussionen (auch hier im Forum), dass etwas verstanden wurde, was nie gesagt wurde.

Weil beim Absender und Empfänger eine Wertung mitschwingt. Es geht gar nicht um die verwendeten Worte, sondern um das Umfeld, das sie erzeugen.

Und das kann natürlich in einem anderen Kulturkreis extrem unterschiedlich sein. Ist auch von der Zeit abhängig, wandelt sich ständig.

Als Beispiel das Wort "Unternehmer". Der eine meint jemanden, der Arbeitsplätze schafft, Familien eine Existenz ermöglicht. Der andere versteht nur Ausbeuter, der seinen Mitarbeitern einen Teil ihres verdienten Lohnes vorenthält.

t2iff-anOya


Wörter bilden und Formen ist eine Intelligenzleistung. Umgekehrt ist die Muskelbewegung und besonders die Bewegung der Kaumuskulatur denkfördernd. Die Kaumuskulatur ist der eigentliche Grund warum Muskelbewegung das Denken fördert. Denn Die Bewegung des Kauapparates bringt Sprache hervor.

Man denkt in Sprache. Für Sprache wird ein Netz von verknüpften Nervenzellen abgelegt. Lernt man gleich mehrere Sprachen gibt es nur ein Sprachnetz welches bei Bedarf (neue Sprache) erweitert wird. Lernt man eine weitere Sprache später sind es getrennte Sprachnetze (Simultanübersetzungen nahezu unmöglich).

Gehörte Sprache und Interaktion mit Anderen durch Sprechen trainiert das Sprachzentrum mehr als das geschriebene Wort. Aber nicht nur das Sprachzentrum. Sprache ist ein Übermittler von Gedanken. Komplizierte Gedanken müssen in komplizierter Sprache übermittelt werden.

Sprache und Intelligenz hängen ursächlich zusammen.

Gedanken werden in Sprache abgespeichert, aber auch in Gefühlen, Farben, Eindrücken etc., für die es keine Worte gibt da es so viele Worte einfach nicht gibt wie Gedanken.

Ich hatte keine Lust alles zu lesen ;-) Ich habe also niemanden angesprochen sondern nur meinen Gedanken freien Lauf gelassen. ;-D

Gruß,

Tiffany

1FBluTbbx1


Nehmen wir mal an die Menschen könnten nicht sprechen sondern müssten sich verständigen in dem sie verschiedene knackgeräusche mit ihren Fingerknöcheln verursachen (Ist jetzt mal ein gan wirrkürliches Beispiel ;-) ) Dann würde die die Intteligenz der menschen (nach der Meinung einiger hier) Sich dadurch deffinieren das sie Knackgeräusche mit ihren Fingern machen können? Oder habe ich das jetzt falsch verstanden?

t!iff>anya


Jetzt hab ich noch ein paar Kommentare auf der letzten Seite gelesen.

Ja, Sprache ist ein Übermittler. Trotzdem, keine Intelligenz ohne Sprache. Erst durch fleischessen wurde das Gehirn im Menschen größer. Aber wenn das alles wäre gäbe es mehr Intelligenz"bestien" wie den Menschen im Tierreich. Entwicklung des Gaumens zur anatomischen Befähigung der akustischen Lautformung einer komplizerten Sprache haben den Menschen erst befähigt das Gehirn immer mehr anzuwenden indem sie Gedanken übermittelt haben.

Erst einfache Gedanken, dann immer kompliziertere. Damit wuchs auch die Sprache, die die Gedanken übermitteln sollte und damit wurde der Mensch wieder intelligenter und konnte mehr denken.

tWi?fwfanxya


@ 1Blubb1

Bevor es Computer gab, bzw. bevor sie besonders verbreitet waren gab es den Begriff "Bit" schon. Er bezeichnet den Informationsgehalt eines Wortes oder eines Buchstabens.

Bei Sprache und Intelligenz geht es darum, dass man Gedanken übermittelt. Wenn meine Sprache, wie bei Knackgeräuschen per se eine sehr niedrige Bitzahl hat da der Informationsgehalt eines "Knack" nun mal sehr niedrig ist. Ist auch die Intelligenzleistung niedrig und wird sich nicht sehr weit entwickeln.

Das ist übrigend bei "Ugh" (Menschenaffe), "Schnatter" (Delfin), "Grunz" (Schwein) nicht anders als bei "Knack"

K3nacxks


knackgeräusche mit ihren Fingerknöcheln

Dann wäre das eben die "Sprache". Immer noch im Sinne von Schallwellen.

Aber was ist mit der "Gebärdensprache" von Taubstummen? Kein Schall, und dennoch eine Sprache.

Komplizierte Gedanken müssen in komplizierter Sprache übermittelt werden.

Ja, die Expansion des Weltalls, Quantensprünge im Kleinen. Das macht man (auch) mit mathematischen Formeln. Dann ist das also die Sprache der betr. Wissenschaftler.

Vielleicht sollten wir den Begriff "Sprache" durch "Kommunikation" ersetzen, wenn wir sie im Zusammenhang mit Denken verwenden.

K}nacxks


Begriff "Bit" schon. Er bezeichnet den Informationsgehalt eines Wortes oder eines Buchstabens.

Nein, ein Buchstabe braucht schon 7 Bit. Ein Bit kann genau zwei Zustände annehmen: AN oder AUS (auch 1 oder 0). Damit kann man das Alphabet nicht darstellen.

Wenn meine Sprache, ... eine sehr niedrige Bitzahl hat ... Ist auch die Intelligenzleistung niedrig und wird sich nicht sehr weit entwickeln.

Sorry, nochmal falsch. Die Bitzahl lässt sich beliebig steigern, indem man pro Zeiteinheit immer mehr Bits (also 1en und 0en) übermittelt. Man nennt es auch digitale Technik (im Gegensatz zur analogen). Im Funkwesen (Radio und TV gehören dazu) wird "intelligenterweise" immer mehr zur digitalen Technik übergegangen. Im Computerwesen und Internet war es von Anfang an so (Ausnahme: Die analogen Modems, als das Telefonnetz noch nicht bit-fähig war).

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