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Epilepsie - Verhalten nach 1. Anfall

S0iUlkeKx. hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich möcht mein Anliegen heut mal hier posten und hoffe, dass ich einige Tipps und Infos von Betroffenen bekomme.

Meine Cousine (27) hatte am 16.06.09 einen generalisierten Krampfanfall (mit Lippen- und Zungenbiss, Einnässen etc.). Ihr wurde ein Fahrverbot für vorerst 3 Monate ausgesprochen und sie wurde drauf hingewiesen, dass sie Alkoholkonsum/Drogenkonsum vermeiden und auf einen ausgewogenen Schlaf achten soll.

Es ist für sie sehr schwer, das alles zu verstehen und auch das Fahrverbot einzuhalten, zumal sie, um auf die Arbeit zu kommen, ihr Fahrzeug braucht. Öffentliche Verkehrsmittel sind leider hier bei uns aufm Land echt unzuverlässig und an manchen Tagen kriegt sie noch ned mal ne passende Busverbindung bis in den Ort, wo sie arbeitet.

Nun hat ihr Arbeitgeber ihr letzte Woche gekündigt und sie muss sich arbeitssuchend melden. Die Frage, die nun aufgetreten ist, ist, ob man dem Arbeitsamt diesen Krampfanfall besser auf dem Aufnahmebogen mitteilt oder ob man es erst einmal verschweigen sollte. Das Arbeitsamt möchte ja auch wissen, ob man einen Pkw und eine Fahrerlaubnis besitzt.

Ich hab nun heute mit Engelszungen auf meine Cousine und ihre Eltern eingeredet, dass sie das Fahrverbot einhalten sollen und sie bloß nicht vor Ablauf des Verbotes mit dem Pkw fahren soll. Ich bin durchaus dazu fähig, sie bei der Polizei anzuzeigen, wenn sie das Fahrverbot brechen sollte, weil ich weiß, dass es ihr nicht wirklich gutgeht und das EEG ist auch noch nicht "sauber". Sprich, der Befund ist noch nicht ok und der Neurologe hat das Fahrverbot noch nicht aufgehoben.

An Betroffene: Wie war das bei Euch nach Eurem ersten Krampfanfall? Ich kann mir vorstellen, dass das alles nicht einfach ist, aber ich hab die Angst, dass sich meine Cousine übernimmt. Sie hat sich bisher auch nicht wirklich mit der Erkrankung auseinandergesetzt und sieht das alles "locker". Aber wenn sie trotz Fahrverbotes einen Unfall bauen würde, hätte sie ihr Leben verbaut! Das möchte ich doch auch nicht.

Würde mich über ein paar Statements freuen!

Danke im Voraus!

Antworten
Mzr.P)uscxhel


Hi, wenn sie ein Fahrverbot erteilt bekommen hat, dann muss sie dies auch einhalten.

Das hat nicht nur medizinische Gründe, sondern auch versicherungstechnische.

Hatte sie nur einen einmaligen Krampfanfall bzw ist/ wird sie medikamentös eingestellt?

Gibt es Gründe, warum sie gekrampft hat?

Lieben Gruß

snpermxi|nchexn


ein einmaliger krampfanfall deutet noch lange nicht auf eine epilepsie hin! das kann andere gründe haben!!! in was für einer situation ist der anfall aufgetreten?

epileptische anfälle können durchaus einmalig auftreten und danach nie wieder!

buact*erixan87


Leute, die trotz Fahrverbot fahren, sind sowas von Asozial, krieg solche Leute nicht ab, denken nur an sich.

skperm|inuchxen


[[Leute, die trotz Fahrverbot fahren, sind sowas von Asozial, krieg solche Leute nicht ab, denken nur an sich. ]]

nur an sich?? wenn sie familie haben? die sie ernähren müssen /sollen? die menschen mit epilepsie die fahren sind nicht assi! unsere gesellschaft ist assi, die menschen mit einer behinderung benachteiligen, indem sie ihnen keine chance auf einen arbeitsplatz geben! und wenn sie endlich einen arbeitsplatz gefunden haben, und dummerweise nicht mit öffis dahin kommen? es sind nicht die menschen mit behinderung die behindert sind! es ist die gesellschaft die sie BEHINDERT! der vater meines freundes hat epilepsie! er wurde in seiner alten firma vermutlich deswegen gekündigt! er musste sich deutschlandweit bewerben und hat eine stelle in bayern bekommen wo er diese behinderung angegeben hat. er hatte in dieser zeit 6 kinder zwischen 6 und 20 jahren! was soll man da bitte machen in unserer "behindertenfeindlichen gesellschaft"??? ? und er arbeitet für viel weniger geld, als wie es ihm zustehen würde!

sJpermAincxhen


Leute, die trotz Fahrverbot fahren, sind sowas von Asozial, krieg solche Leute nicht ab, denken nur an sich.

ur an sich?? wenn sie familie haben? die sie ernähren müssen /sollen? die menschen mit epilepsie die fahren sind nicht assi! unsere gesellschaft ist assi, die menschen mit einer behinderung benachteiligen, indem sie ihnen keine chance auf einen arbeitsplatz geben! und wenn sie endlich einen arbeitsplatz gefunden haben, und dummerweise nicht mit öffis dahin kommen? es sind nicht die menschen mit behinderung die behindert sind! es ist die gesellschaft die sie BEHINDERT! der vater meines freundes hat epilepsie! er wurde in seiner alten firma vermutlich deswegen gekündigt! er musste sich deutschlandweit bewerben und hat eine stelle in bayern bekommen wo er diese behinderung angegeben hat. er hatte in dieser zeit 6 kinder zwischen 6 und 20 jahren! was soll man da bitte machen in unserer "behindertenfeindlichen gesellschaft" ? und er arbeitet für viel weniger geld, als wie es ihm zustehen würde!

BBarYbarax-S


Hallöchen!!

Naja, der erste Krampfanfall.... Keine schöne Erinnerung....

Also da das EEG nicht sauber ist, kann es sein, dass ein neuer Anfall bevorsteht, wenn sie Alkohol trinkt´, Drogen nimmt, etc..., denn das EEG zeigt dann, dass das Gehirn noch "Anfallbereit" ist.

Wie wurde sie im Krankenhaus durchgecheckt ??? Nur das EEG oder auch CT und/oder MRT?

Ich bin Gott sei Dank nicht mehr Anfallgefärdet, da meine "Epilepsie" durch ein postoperatives Ödem im GEhirn verursacht wurde, das halt auf ein paar Nerven gedrückt hat,...

Aber, eins kann ich sagen: sie soll auf Warnzeichen des Körpers achten, denn man kann es schaffen, den nächsten Anfall vorherzusehen.... ich habe eine kennengelernt, die konnte mir genau sagen, wie sich bei ihr ein neuer Anfall ankündigt. Bei ihr ist es extreme, unerklärliche Müdigkeit (z.B eine Stunde nach dem Aufstehen) und Übelkeit....

Ích hoffe, ich konnte dir ein paar Fragen beantworten!!!

Liebe Grüße

KRathleCenA-Sarxah


nur an sich??

Die Menschen, die trotz Eplilepsie Auto fahren, denken nicht nur an sich. Sie gefährden dadurch auch ihr eigenes Leben.

ich habe eine kennengelernt, die konnte mir genau sagen, wie sich bei ihr ein neuer Anfall ankündigt.

Mein kleiner Bruder hat auch Epilepsie. Vor einigen Anfällen bekommt er starke Kopfschmerzen. Er bekommt auch immer einen Anfall, wenn er sehr müde ist, oder gestresst ist.

EBstehexr M


Hallo!

Als ich hier die Antworten gelesen habe, hat mich das ärgerlich gestimmt.

1. mit einem einmaligen epileptischen Anfall ist man keine Epileptikerin

2. dieses dreimonatige Fahrverbot ist nur von ärztlicher Sicht ausgesprochen und nicht aus gesetzlichen Gründen. Den Führerschein und somit die Fahrerlaubnis besitzt der Betroffene noch. Nur wenn halt ein Unfall passiert und daran braucht derjenige nicht mal Schuld sein und die Versicherung bekommt das mit dem Anfall mit, muss man alles aus eigener Tasche zahlen, weil keine Versicherung der Welt bezahlt. Also ist es reine Vernunftssache, daß Fahrverbot einzuhalten.

3. Nur weil einer im Bekanntenkreis schon vorher bemerkt, dass er einen Anfall bekommt, heisst das nicht, dass das bei allen so ist. Es gibt so viele verschiedene Arten von Anfällen, dass es da einfach keine Regel gibt.

Ich selbst bin auch Epileptikerin und hab also Ahnung davon. Ich zum Beispiel bemerke nichts von einem Anfall. Bin also immer auf mein Umfeld angewiesen.

Um wieder Autofahren zu dürfen, muss ich ein Jahr lang anfallsfrei sein.

Versuche Deine Cousine auf diese Seiten aufmerksam zu machen. Ich weiss selbst, dass das schwer ist. Man muss das alles ersteinmal verarbeiten und das geht bei einem schneller und beim anderen langsamer. Manche versuchen es auch zu verdrängen, was aber nicht gut ist. Da ist man immer auf das Umfeld angewiesen, dass die einen unterstützen, ohne das man das will.

Vielleicht hat sie Glück und es war ein einmaliger Anfall. Das benötigt aber noch Untersuchungen. Ich weiss nicht, wo ihr herkommt, kann aber das Epilepsiezentrum im Universitätsklinikum Erlangen empfehlen.

Lasst Euch nicht unterkriegen, dass Leben geht weiter. Man muss nur lernen, damit umzugehen.

*:) *:) *:) *:)

LWackyLuxck


Hallo Esther M!

Sie darf auf keine Fall mehr Auto fahren, man muss es mit allen möglichen Mitteln verhindern, notfalls mit Anzeige. Ein Anfall kann immer wieder auftreteten. Man kann sich ja vostellen, was passiert, wenn es während der Fahrt passiert. Ein Anfall kann bei jedem unterschiedich verlaufen. Manche merken es vorher durch vorboten. Andere nicht. Dem Abeitsamt muss Sie es ebenfalls melden, da Sie bestimmte arbeiten nicht ausführen darf. Ich weiss wovon ich spreche. Ich selbst hatte früher ebenfalls Anfälle und habe auch in einer Epileptiker-Einrichtung als Heilerziehungspfleger gearbeitet.

mfg LackyLuck

L:acky%Luck


Sorry. Habe versehentlich EsterM angesprochen. Soll natürlich SilkeK. heissen.

LackyLuck

E]st]her~ xM


Hi LackyLuck!

Sorry, wenn Du was falsch verstanden hast, ich meinte nicht, dass sie Auto fahren darf, sondern lediglich, dass das nirgends angezeigt werden kann. (aus gesetzlicher Sicht ist ihr der Führerschein nicht genommen)

Nur man muss sich halt bewusst sein, dass man nicht nur sich gefährdet, sondern andere auch. Kann man so sehen, wie wenn mann betrunken Auto fährt.

Man braucht halt viel Unterstützung von der Familie und Freunden. Allein kann man das nicht schaffen.

KqathlYeen-xSarah


@ Esther M

Als ich hier die Antworten gelesen habe, hat mich das ärgerlich gestimmt.

Finde gut, dass Du Deinen Ärger so in Worte fasst.

1. mit einem einmaligen epileptischen Anfall ist man keine Epileptikerin

Hat ja sperminchen schon erwähnt.

2. dieses dreimonatige Fahrverbot ist nur von ärztlicher Sicht ausgesprochen und nicht aus gesetzlichen Gründen. Den Führerschein und somit die Fahrerlaubnis besitzt der Betroffene noch. Nur wenn halt ein Unfall passiert und daran braucht derjenige nicht mal Schuld sein und die Versicherung bekommt das mit dem Anfall mit, muss man alles aus eigener Tasche zahlen, weil keine Versicherung der Welt bezahlt. Also ist es reine Vernunftssache, daß Fahrverbot einzuhalten.

Vernunftssschache: Deshalb erwähnte ich ja, dass diese Menschen auch ihr eigenes Leben gefährden. Ich finde sehr wichtig, dass das Fahrverbot eingehalten wird. Tritt kein neuer Anfall auch, wird das Verbot ja aufgehoben.

3. Nur weil einer im Bekanntenkreis schon vorher bemerkt, dass er einen Anfall bekommt, heisst das nicht, dass das bei allen so ist. Es gibt so viele verschiedene Arten von Anfällen, dass es da einfach keine Regel gibt.

Hat auch niemand behauptet. Ich finde es nicht schlecht zu wissen, dass manche einen Anfall vorher bemerken. Dadurch kann man sich selbst beobachten und vielleicht dadurch feststellen, dass es bei einem selbst auch so ist.

von Asozial

Solche Aussagen verärgern auch mich. Sie stellen für die TE keinerlei Hilfe da.

SPari@na&lMuckelc!hen


Mir ist auch bekannt, dass man eigentlich dann 1 Jahr und nicht 3 Monate nicht mehr fahren darf ( habe selber keine Epilepsie aber mein Ex Freund hatte es)

Gibt es da denn keine gängige Gesetzesvorlage?

Vielleicht kann die TE ihrer Freundin ja vorschlafen Fahrgemeinschaften zu finden, wenn sie einen neuen Job findet. Ob sie es dem Arbeitsamt mitteilen sollte, sollte sie sich selber gut überlegen. Ich denke viele Betroffene sind nicht ehrlich, mein Ex Freund war es auch nie, der hätte sonst keinen Arbeitsplatz gefunden. Er hatte einmal einen Anfall an der Arbeit den er vertuschen konnte. Ich finde das muss man für sich entscheiden, jedoch das mit dem Autofahren, ich würde es wirklich lassen bis die medikamentöse Einstellung gut anschlägt, dann lässt sich mit Epilepsie ja noch recht gut leben

Svarin a&Mucke:lcxhen


vorschlafen

ich tausche f gegen g |-o

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