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Epilepsie - Verhalten nach 1. Anfall

S'iplfkeK.


@ all

hui, ich bin überwältigt, weil ich gar nicht mit so vielen informativen Antworten gerechnet habe.

@ Mr.Puschel

Nein, sie wurde bisher noch nicht auf Medikamente eingestellt. Mich hat es etwas verwundert, da im Entlassungsbericht der Klinik die Diagnose "Erster generalisierter Krampfanfall" steht und dann aber im Brief erwähnt wird, dass es wohl im Sinne einer Epilepsie zu sehen ist.

@ Barbara-S

Im Krankenhaus wurde sie komplett durchgecheckt. Tägliche EEG´s, bei denen gleich nach Aufnahme sowie auch noch am Entlassungstag "Verlangsamungen in einigen Bereichen" zu erkennen waren. Dann wurde noch ein AEP gemacht sowie ein CT. Ein MRT soll ambulant durchgeführt werden, jedoch hat da der Neurologe letzte Woche bei der Kontrolluntersuchung des EEG´s (immer noch Verlangsamungen zu sehen) noch nichts verlauten lassen, wann das gemacht werden soll.

@ all

also Vorboten hatte sie beim ersten Anfall überhaupt keine. Sie hat auf der Arbeit eine neue Aufgabe zugeteilt bekommen, bei der sie sich selbst am meisten unter Druck gesetzt hat. Denn für diese Aufgabe fehlte ihr absolut das nötige Fachwissen, was den Arbeitgeber aber ned wirklich interessierte, da der meinte, dass man sich da problemlos in ein paar Tagen einarbeiten kann. Meine Cousine ist Hauswirtschafterin. Ihr Arbeitsplatz im Küchenbereich wurde gestrichen und so hat man ihr angeboten, in der Betreuung von Demenzkranken und Senioren zu arbeiten. Sie wollte nicht arbeitslos sein und hat das Angebot angenommen. Der Stress war enorm und am 16.06.09 hat sie dann während der Arbeit gekrampft und ist in die Klinik eingeliefert worden.

Ich kam mir am WE total verarscht vor, als ich bei meiner Cousine und ihren Eltern zu Besuch war und denen verzweifelt zu erklären versucht habe, dass ein Fahrverbot nicht umsonst ausgesprochen wird. Wenn ich überlege, dass meine Cousine ab heute mit dem Auto zur Arbeit fährt (dann muss sie ned so früh aufstehen, um mit dem Bus zu fahren :(v ), dann bringt sie ja nicht nur sich in gewisse Gefahrensituationen, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer. Und wenn ich dann überlege, dass sie - was ich nie hoffe - in einen Unfall verwickelt wird und/oder am Steuer krampft und anderen Menschen dadurch Schaden zufügt, dann reg ich mich grad schon wieder auf. Am Samstag hab ich bei der Familie am Tisch gesessen und ihnen dies zu erklären versucht. Der Vater hats verstanden, aber weder meine Cousine noch ihre Mutter wollten das hören. Bums - Taube Ohren und fertig. Sie muss zur Arbeit - sie fährt mit dem Auto. Basta.

Ich könnt einfach kotzen, wenn ich solche unüberlegten Handlungen erlebe. Vor allem, wenn ich auch weiß, dass sie sich keinen Deut dafür interessieren, welche Faktoren z. B. noch als Auslöser für Krampfanfälle in Frage kommen und dass man zukünftig schon ein wenig mehr auf solche gewissen Dinge achten sollte.

Wenn wenigstens die Mutter meiner Cousine das mal verstehen würde und einsichtig wäre, hätte man vielleicht eine Chance. Da sie aber ihrer Tochter immer schön beihält und alles schön redet, damit meine Cousine nicht depressiv reagiert und den ganzen Tag weint, macht sie es auch nicht besser.

Das Fahrverbot wurde von der Klinik erstmal für 3 Monate ausgesprochen. Weiterhin steht im Entlassungsbrief geschrieben, dass man die Patientin mehrfach ausführlich darüber aufgeklärt hat und auch eindringlich erklärt hat, wie sie sich nun zukünftig verhalten sollte (bzgl. ausreichendem Schlaf, Alkohol etc.). Am 15.09.09 hat sie den nächsten Termin beim Neurologen. Dieser hat letzte Woche nochmal ausdrücklich auf das Fahrverbot bis zu diesem Termin hingewiesen. Dann will er anhand des EEG-Befundes neu entscheiden. Wichtig ist natürlich auch, dass bis dahin kein neuer Krampfanfall auftritt.

Wie sieht das eigentlich mit Licht-Einflüssen aus. Meine ehemalige Arbeitskollegin ist Epileptikerin und von ihr weiß ich, dass sie oftmals am WE gekrampft hat, wenn sie in der Disco war. Sie meinte, dass das wohl von den "Lichtspielen" wäre, die dort natürlich immer und immer wieder auftreten.

Tja, wie Ihr daraus vielleicht ersehen könnt, redet man bei der Betroffenen wie gegen eine Wand. Besonders schade finde ich, dass die Familie nicht geschlossen einer Meinung ist und sie zumindest in einigen Gefahrenpunkten (Fahrverbot) nicht zur Vernunft bringen kann.

Danke nochmals für Eure zahlreichen Antworten! Das hat mich schon ein gutes Stück weitergebracht!

cQh"icco4x6


Ich bin auch ein Opfer dieser heimtückischen Krankheit die Diagnose war nicht sicher aber für den Arzt "gezwungenerweise" schon, er übernimmt ja die Verantwortung und darum im Zweifelsfalle...... Bei mir konnte ich im nachhinein feststellen dass es Sauerstoffmangel wegen Schlafapnoe war, der mich zu Fall brachte. Der **generalisierte Krampfanfall **, so wird Epilepsie genannt und man spricht beim Vorfall (den Schilderungen entsprechend mit Wasserlassen etc) Deines Cousins von einem Grand Male. Ich empfehle Dir im Internet zu suchen und Du wirst sehen wie komliziert (und auch schwierig für die Ärzte) diese Krankheit ist. Vermutlich ist es nicht in jedem Land so aber bei uns wird das Fahren als Epileptiker (bis er auf das Medikament eingestellt ist) gleich beurteilt wie alkoholisiertes fahren. Es ist auch so beim "abstellen" des Medikamentes wird auch eine "Fahrpause" gefordert. Auch die Lichteinflüsse Disco, Fernsehspiele etc sind bekannt, bei uns wir ein Strassentunnel der einseitig "Lichtlucken" hat umgebaut da es vermutlich wegen obigen Reaktionen der Fahrer immer Probleme gab. Auch die Lampenanordnung- Folge in einem längeren Tunnel kann bei bestimmten Leuten zu Problemen führen.

ERstherl xM


Hallo nochmal!

Muss mich hier nochmal melden.

Nach meinem ersten Anfall hab ich auch erstmal ein Fahrverbot von 3 Monaten, da ja nach einem einmaligen Anfall nicht von Epilepsie gesprochen wird.

Erst nachdem feststand, dass ich Epilepsie habe (mehrere Anfälle) erklärte mir der Arzt, dass ich 1 Jahr lang anfallsfrei sein muss, bevor ich wieder Auto fahren darf. Inzwischen fahr ich schon seit Dezember 2008 kein Auto mehr. Ich habe jedoch auch viel Unterstützung von meiner Familie und Freunden. Sonst glaub ich, dass ich mit meiner Krankheit nicht so gut umgehen könnte.

Bin jedoch auch der Meinung, dass ein Epileptiker nicht Autofahren sollte. Man sollte sich klar sein, dass man auch andere Menschen dadurch in Gefahr bringt.

Wenn man offen mit dem Thema im Freundeskreis umgeht, werden sich mit Sicherheit welche anbieten, die Cousine mit in die Arbeit zu nehmen.

Ich kanns nicht ändern und der liebe Gott wird schon wissen, warum er mir das auferlegt hat.

Soweit muss ein Betroffener erst kommen, auch für mich war es am Anfang sehr schwer zu akzeptieren und habe viel geweint.

Also nochmal alles Gute

cRhicco346


Es betrifft nicht nur das Auto fahren sondern auch andere Arbeiten. Alle maschinellen Arbeiten (Berufe) oder auch Dachdecker die zu Unfällen führen könnten sind auch verboten!!

Coho,clatxe


Ich kann zu diesem Thema folgende Seite sehr empfehlen. Da findet man eigentlich alles an Infos die benötigt werden.

[[http://forum.epilepsie-netz.de/index.php]]

:p>

SFilkyeKx.


Vielen Dank für den Link. Ich hab mich bereits dort umgesehen und den Link auch weitergegeben.

Allerdings hab ich für meine "Besorgnis" und für meine "offenen Worte" in der Familie nun die Quittung bekommen. Wir waren am WE bei den Eltern meiner Cousine und haben mit denen nochmal ausführlich über alles geredet. Auch darüber, dass meine Cousine sich mit Krampfanfällen im Allgemeinen mal beschäftigen und sich darüber informieren sollte usw.

Naja, lange Rede, kurzer Sinn: Man hat mich wegen meiner offenen und direkten Worte mal ganz nett "rausgeschmissen", weil man meinte, dass ich übertreibe. Es kamen halt alle Themen auf den Tisch, wie z. B. Fahrverbot, mögliche Auslöser von Anfällen, versicherungstechnische Dinge und und und.....aber letztendlich wollten sie das nicht hören, wurden sogar wütend, dass ich das so direkt angesprochen habe. Naja, wenn man mich danach fragt. Ich kann nix schönreden, wenn´s halt so ist.

Meine Cousine wird wohl jetzt ab September als Küchenhilfe wieder anfangen, hat aber weder dem Arbeitsamt gemeldet, dass sie ein Fahrverbot hat, noch dass sie Epileptikerin ist. Sie möchte auch dem neuen Arbeitgeber nichts sagen, weil sie Angst hat, dann doch noch vor neuem Arbeitsbeginn "geschmissen" zu werden etc....aber wenn sie, was ich nicht hoffe, doch nochmal krampfen sollte und in ein Messer fällt ??? ?...."dann hat man den Salat"....oder so ähnlich....manchmal frag ich mich, was in den Köpfen mancher Leute vorgeht.

Ich hab mich tierisch drüber aufgeregt, zumal ich ja auch weiß, dass sie trotz Fahrverbotes dann auch weiter Autofahren wird. Vor allem, weil es ned mal eben eine Strecke von nur 1 oder 2 km ist *grummel*

Aber ok - ich werd mich also nun bei meiner Familie mit meinen Äußerungen und vor allem meiner Unterstützung zurückhalten. Schade, aber wer nicht will, der hat schon. Ich hoffe nur, dass nicht eines Tages noch was passiert, aber dann weiß ich für mich, dass ich meins versucht habe. Man kann halt niemanden zu irgendwas zwingen.

Ich danke Euch für Eure offenen Worte, Eure Tipps und Informationen und Eure Statements im Allgemeinen!

LG

S?arina&MuFckelch6exn


hallo silke

was soll ich dazu sagen, dass war zu erwarten. oftmals sind genau die eltern noch die unvernünftigsten und wollen nicht akzeptieren, dass ihr kind in dem sinne eingeschränkt wird.....

bei meinem ex wurde die krankheit vertuscht, er ist auto gefahren und hat an einer maschine gearbeitet an der er sein leben riskiert hat, auch das hat die eltern nicht interessiert :|N es kommt sogar noch besser, er hat sich einen neuwagen gekauft :|N obwohl er dauerfahrverbot hatte......

du hast nicht viel wahl, anzeigen was deutliche konsequenzen hätte oder dich raushalten.....

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