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Gangstörung, Schwanken beim Stehen

O]rientie6rungsl[äufer hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen

Kennt jemand das Problem meiner schwer diagnostizierbaren Krankheit?

Ich möchte folgenden Krankheitsverlauf mitteilen:

Bis 2006 sportlich sehr aktiv, Orientierungslauf, wandern, Lauftreff, Fitness, Faustball etc..

2004 beim Faustballspiel Sturz , mit Kopf in Sprossenwand (wahrscheinlich der erste "Stolperer"), Rippen gebrochen und Beule am Kopf.

2005 Zeckenbiss am rechten Unterschenkel, 16 Tage Doxylin.

2006 Harnentleerungsstörungen. OP TUR-Prostata. Nach OP weiterhin Harnverhalt wegen hyperkapazitärer Blase. Tragen von Katheter mit Ventil. Nun periodisch "Hexenschuss" , Einnahme von Schmerztabletten.

Ende 2006, Rückenschmerzen lassen nach, doch jetzt beginnt die Gangstörung am linken Bein, nächtliche Wadenkrämpfe.

2007, Gangstörung verschlechtert sich. Div. Untersuchungen bringen kein Resultat, ausser Vermutungen wie Polyneuropathie, oder Sie sind ein Rätsel für uns, oder vererbte spät beginnende spastische Spinalparese (Silver Syndrom).

Meine Gangstörung hat sich innert einem Jahr so verschlechtert , dass ich nur noch mit dem Laufwagen gehen kann und beim Stehen stützen muss.

Durch Eigeninitiative liesse ich mein Blut molekulargenetisch untersuchen, wobei man feststellte dass keine Mutationen in den Div. Genen nachweisbar sind.

Also keine Erbkrankheit, keine HSP-Erkrankung. Nun wird es wohl eine SSP-Erkrankung sein , mich interessiert was dieses verursacht haben könnte.

Hat von Euch schon jemand etwas ähnliches erlebt? Würde mich über Antworten sehr freuen.

Viele Grüsse

Orientierungsläufer

Antworten
R:emu+-la


Gangstörung verschlechtert sich. Div. Untersuchungen bringen kein Resultat

Welche Untersuchungen wurden denn gemacht? Sind die Harnentleerungsstörungen noch da?

Gangstörung, Harnentleerungsstörungen und Rückenschmerzen lassen einen gleich an die LWS denken, auch wenn sie nicht alle zugleich auftreten. Wurde die LWS mal per MRT unter die Lupe genommen?

Welche Fachrichtung ist dein Arzt?

O&rientiDerungsxläufer


In der Neurologie wurden Untersuchungen gemacht: Liquorzytologie, EKG, Röntgen LWS, Röntgen Beckenübersicht, Röntgen Hüftgelenk, Thorax Röntgen, CT Schädel, MRT Schädel, MRT der WS, Neurologisches Konsillium, Elektroneurographie, Elektromyographie, EEG.

Meine Harnentleerungstörungen sind noch da, komme aber mit Selbstkatheterisierung gut zurecht.

Mein Hausarzt ist Allgemeinmediziner.

Liebe Grüsse

Orientierungsläufer

a!gnexs


Vegetarier?

O?rie\ntiertungsUläufexr


Kein Vegetarier

aTgknexs


Ich würde trotzdem Vitamin B12 und Folsäurespiegel messen lassen

Rsemu-lxa


Da hast du ja schon einiges getestet, und viele Ursachen ausgeschlossen, wie zB MS und andere schwere neurologische Krankheiten im Gehirn und Rückenmark. HSP ist eine Ausschlussdiagnose, nicht?

Kalziummangel (im Blut) wurde auch ausgeschlossen? (wegen den Wadenkrämpfen)

Nun wird es wohl eine SSP-Erkrankung sein , mich interessiert was dieses verursacht haben könnte.

Liest du englisch? Hab gerade dieses gefunden, da du nach Ursachen fragst:

"Spastic paraplegia symptoms can also be caused by other conditions. A virus-caused disease with symptoms similar to HSP is Tropical Spastic Paraparesis. Disorders with spastic paraplegia symptoms termed Lathyrism and Konzo are caused by toxins in the plants Lathyrus sativus and cassava. Other causes of spastic paraplegia include (but are not limited to) primary lateral sclerosis, spinal cord injury or tumors, cerebral palsy, multiple sclerosis, amyotrophic lateral sclerosis, vitamin absorption issues, and thoracic spine herniated disks."

Einiges davon ist aber ja bei dir auch schon ausgeschlossen worden, aber zB die erwähnte Virusinfektion nicht?

Es gibt auch eine vererbbare Form von HSP die rezessiv weitergegeben wird und Generationen überspringt, um dann plötzlich wieder aufzutauchen, steht in dem Artikel noch. Vielleicht hatte dein Ur-ur-Grossvater es, und nun du ...

(Quelle: [[http://biomediclabs.com/hereditary_spastic_paraplegia)]]

RGemuk-xla


Ich würde trotzdem Vitamin B12 und Folsäurespiegel messen lassen

Besser Nervenleitgeschwindigkeit testen lassen und dann ggf. einen Schilling Test durchführen lassen um Funikuläre Myelose auszuschliessen, wenn nicht schon geschehen.

O-riexntikeru+ngslyäufxer


Habe vor 2 Wochen Hausarzt angesprochen wegen Vitamin B12, Probe gemacht: 194 pg/ml (197-866). Nehme z.Zt. 3xtgl. Neurobion forte-Dragees (Vitamine B1 + B6 +B12)

Über Folsäurespiegel habe ich kein Resultat.

Nervenleitgeschwindigkeiten wurden gemessen.

Ich lese leider nicht englisch, doch den Inhalt konnte ich soweit verstehen. Erbkrankheit fällt weg, habe mein Blut molekulargenetisch testen lassen, keine Mutationen in den div. Genen.

Viele Grüsse

mWaulseprxinz


2005 Zeckenbiss am rechten Unterschenkel, 16 Tage Doxylin

Wurde Borreliose ordentlich! ausgeschlossen?

OTri&entieruhngslxäufer


Untersuchung 25. 10. 2007 Borrelia (Burgdorferi) : IgG (ELISA) negativ, IgM (ELISA) negativ. Mit der Beurteilung dass derzeit keine Antikörper gegen Borrelien nachweisbar sind.

Wie ordentlich das ist weiss ich nicht,

Liebe Grüsse

RWemu!-lxa


Habe vor 2 Wochen Hausarzt angesprochen wegen Vitamin B12, Probe gemacht: 194 pg/ml (197-866). Nehme z.Zt. 3xtgl. Neurobion forte-Dragees (Vitamine B1 + B6 +B12)

Sollte aber ein Problem mit der Aufnahme von Vitamin B12 vorliegen nützen dir die Dragees gar nichts. Daher schlug ich den Schilling Test vor, der untersucht genau das (Intrinsic Faktor). Das solltest du unbedingt machen lassen.

Siehe hier:

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Schilling-Test]]

OtrientiePrungqsläuxfer


Hallo Remu-la

deine Antwort, Vitamin B 12 und Schilling Test, überzeugen mich. Ebenso der Verdacht auf Funikuläre Myelose.

Habe nun den MRT-Befund vom 07. 11. 2007 genau angesehen.

Eine diskretere Wurzeltaschenzyste rechts auch auf Höhe BWK12/LWK1. Im Segment L1/2 zeigt sich eine mediane Diskusprotrusion ohne deutliche Bedrängung des Duralsackes. Rechtsseitig mässiggradige Einengung des Neuroforamens bei höhergradig ausgeprägten spondylarthrotischen Veränderungen. Auch auf den übrigen Segmenten der LWS zeigen sich Diskusprotrusionen mit deutlicher Bedrängung der Spinalnerven. Auf Segment L4/5 neuroformanielle Enge rechts bei Diskusprotrusion, sowie ausgeprägten spondylarthrotischen Veränderungen, die Weite des Spinalkanals auf den vorliegenden Sequenzen nicht beurteilbar. Auch Segment L2/3,sowie L5/S1 mit ausgeprägt spondylarthrotischen Veränderungen. Das Myelon in der vorligenden Trauma-Sequenz ohne ausgprägte Signalpathologien, zur detaillierteren Abklärung des Myelons empfehlen wir die nochmalige Zuweisung des Patienten und Anfertigung einer stark T2-gewichtigen Sesquenz.

Rfemyu-xla


Eine diskretere Wurzeltaschenzyste rechts auch auf Höhe BWK12/LWK1. Im Segment L1/2 zeigt sich eine mediane Diskusprotrusion ohne deutliche Bedrängung des Duralsackes. Rechtsseitig mässiggradige Einengung des Neuroforamens bei höhergradig ausgeprägten spondylarthrotischen Veränderungen. Auch auf den übrigen Segmenten der LWS zeigen sich Diskusprotrusionen mit deutlicher Bedrängung der Spinalnerven. Auf Segment L4/5 neuroformanielle Enge rechts bei Diskusprotrusion, sowie ausgeprägten spondylarthrotischen Veränderungen, die Weite des Spinalkanals auf den vorliegenden Sequenzen nicht beurteilbar. Auch Segment L2/3,sowie L5/S1 mit ausgeprägt spondylarthrotischen Veränderungen. Das Myelon in der vorligenden Trauma-Sequenz ohne ausgprägte Signalpathologien, zur detaillierteren Abklärung des Myelons empfehlen wir die nochmalige Zuweisung des Patienten und Anfertigung einer stark T2-gewichtigen Sesquenz.

Haben deine Ärzte gesagt dass die Befunde die ich fett markiert habe nicht zu deinen Beschwerden führen bzw beitragen? Wieviele Arztmeinungen zu diesem Befund hast du dir derzeit eingeholt? Und von welcher Fachrichtung?

Dieses MRT ist fast 2 Jahre alt, und deine Gangschwierigkeiten haben sich zwischenzeitlich verschlechtert. Mal ein neues anfertigen lassen?

Was ist mit dem letzten Satz: zur detaillierteren Abklärung des Myelons empfehlen wir die nochmalige Zuweisung des Patienten und Anfertigung einer stark T2-gewichtigen Sesquenz Wurde das gemacht?

OTrie|nt^ie/ru2n{gslxäufer


Hallo Remu-la

Diesen Befund vom 07. 11. 2007 (nach 5-Wöchigem Aufenthalt in einer Klinik in Tirol ) erhielt mein Hausarzt.Ich bekam Verordnung für Physiotherapie Resultat= 0. In Eigeninitiative Cranio Sakrale Theraphie Resultat = 0. Juni 2008 ,Hausarzt schickt mich in eine Radiologische Praxis, der Arzt sagt mir, Sie haben am L4/5 eine Zyste, wenn diese entfernt ist sind Sie wieder gesund. Zyste wurde in einer Klinik entfernt, Gangstörung bleibt. August 2008, Hausarzt schickt mich zu einem Neurologen, er sagt was Sie da haben ist nicht einfach, es ist keine Lateralsklerose und keine Polyneuropathie, das muss man in der Universitätsklinik für Neurologie stationär abklären. Dort war ich ja dann auch vom 07. 08. 2008 bis 20. 08.2008.

Wieder mit sämtlichen Untersuchungen wie gehabt. Wo es z.B. heisst: Ödematöse Veränderungen des Myelons zeigen sich nicht. Neurologischer Aufnahmestatus. Neurologischer Kontrollstatus. Zustzbefunde: Tibialis SEP: Deutlich pathologische Tibialis bds.,wobei der Befund für eine schwere periphere Dysfunktion spricht, eine zusätzliche zentrale kannnicht beurteilt werden. MEP magnetisch untere Extremitäten: Deutlich pathologische MEPs zu beiden unteren Extremitäten mit deutlich verzögerten Antworten nach transcranieller Stimulation. Im Vergleich zu den auswärtigen Vorbefunden spricht der Befund

jedoch für eine Verzögerung im Bereich des Corticospinaltraktes. Und,und und.

Seither besucht mich der Hausarzt, die Masseurin und das Internet.

Liebe Grüsse

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