» »

Migräneanfall vorbeugen?

PThxry hat die Diskussion gestartet


Hallo, bei mir wurde die Woche Migräne diagnostiziert. Ich hatte einen schweren Anfall bei mir auf Arbeit. Das war mein erster Anfall. Ich habe kaum nochwas gesehen, alles war verschwommen und ich hab Sternchen und Lichtblitze gesehen bzw auf einem Auge garnichts mehr. Begleitet wurde das von starker Übelkeit und halt abartigen Kopfschmerzen. Das war Montag. Heute hatte ich wieder so einen Anfall als ich auf Arbeit gefahren bin. Da ich viel Auto fahre und so ein Anfall ziemlich ungünstig beim Autofahren ist jetzt meine Frage:

Wenn man schon merkt dass eventuell ein Anfall kommt, kann man dem irgendwie vorbeugen?

Bis jetzt hat mir der Arzt nur zu ASS geraten, wobei ich heute schon 1800mg genommen hab und die Kopfschmerzen sich nicht verbesserten.

Die Kopfschmerzen sind halt die eine sache aber die Sehstörungen sind mir grad zu gefährlich zum Autofahren. Hat jemand vielleicht ähnliche Erfahrungen oder ein paar Tipps?

Vielen Dank und MfG Phry

Antworten
ayng;iCekw


Hallo, wichtig ist, dass Du bei den ersten Anzeichen (sprich: Sehstörungen) sofort ein Migränemittel einnimmst.

Ass wirkt bei mir überhaupt nicht. Entweder nehme ich sofort eine Thomapyrin oder auch Maxalt. Habe früher auch immer gewartet, bis das ich "so richtig" Migräne hatte - und dann half eigentlich so gut wie gar nichts mehr. Du solltest noch mal mit Deinem Arzt sprechen und Dir Maxalt verordnen lassen. Es gibt allerdings auch Migränemittel, die frei verkäuflich sind. Aber bitte vorher mit Deinem Arzt sprechen, da die Migränemittel die Gefäße verengen und diese bei einer vorliegenden Herzerkrankung (Verengung der Gefäße) nicht genommen werden dürfen.

Wünsche Dir gute Besserung

Gruß Angie

kUirysty0x9


Hallo *:)

Habe auch Migräne und muß leider auch täglich lange Auto fahren.

Bei mir hilft ASS auch nicht.Ich nehme immer 2 Dolormin Migräne.

BeimAuto fahren hilft mir oft viel Wasser trinken.

Sonst sofort ne Tablette nehmen wenn leichte Anzeichen kommen.

Ist die Migräne erstmal da, dauert es länger.Da hilft nur bei mir ne Kombination aus Tabletten, dubkler leiser Raum, kalter Waschlappen und Euminz auf der Stirn

oYlivBia47


Ich habe schon seit Jahren Migräne. Sowie die Anzeichen beginnen, sollte man gleich ein Tablette einnehmen. Das verhindert, das sie richtig ausbricht. Aber die sollte vom Arzt verschrieben werden. Ich nehme Imigran 50mg. Sie sind verschreibungspflichtig. Aber es gibt auch eine gleichwertige Tablette Formigran. Die bekommt man auch ohne Rezept.

Normaler Weise dauert die Migräne 3 Tage bei mir. So schlimm wie bei Dir war sie bisher nicht. Die schlimmste war mit Übelkeit und Erbrechen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit. Meine Schmerzen sind immer auf der rechten Kopfhälfte bis zum re. Auge. Die Tabletten mit etwas Nahrung und viel Flüssigkeit eingenommen, helfen sehr schnell. Erst kribbelt es an der betreffenden Stelle und der Hals schwillt etwas an und nach einer Weile ist alles weg.

Bei Dir scheint es schon sehr schlimm zu sein. Unbedingt zum Arzt gehen. :)_

PWhXry


Danke, ich hab grad noch von jemand anderen Maxalt empfohlen bekommen. Ich werde das morgen beim Arzt mal ansprechen. Dankeschön erstmal soweit.

S5ilQb(er


Sollte sich in Zukunft herausstellen, dass du öftern Anfälle hast, kann es auch sinnvoll sein, regelmässig Medikamente einzunehmen, zwecks Prophylaxe - z.B. Topiramat, oder Beta-Blocker. Das ist dann sinnvoll, wenn die Anfallshäufigkeit hoch ist, weil eine zu häufige Einnahme von Triptanen (oder auch sonstigen Schmerzmitteln) ihrerseits zu Kopfschmerzen führt/führen kann.

Soweit ich weiss kann es auch sinnvoll sein, direkt mit dem Schmerzmittel Metoclopramid einzunehmen, da dieses nicht nur gegen Übelkeit hilft, sondern so auch das Schmerzmittel schneller wirkt. Weiss nicht ob das auf jeden Wirkstoff zutrifft, da es aber so oder so verschreibungspflichtig ist, wird dir das der Arzt sagen können. :-)

Klorestexn


Hey,

also ich leide schon Jahre lang unter Migräne. Inzwiscxhen auch mit Aura, heißt Sehstörungen, Gefühlsstörungen, Taubheitsgefühlen, mal mehr mal weniger. In den letzten beiden Jahren immer schlimmer geworden. Ich neheme bei Anfällen Trriptane, wobei es lange gedauert hat, bis ich das Triptan für mich gefunden habe. Unterstützen tue ich das ganze mit Naproxen. Zusätzlich nehme ich prophylaktisch etwas ein. Ich habe es erst mit Beta-Blockern versucht, diese haben aber nicht den erfolg versprochen. Nun nehme ich Topamax ein.

R<bD


Maxalt hilft bei mir auch super! Ansonsten Formigran, kann man so kaufen in der Apotheke kosten 2 Stück aber glaub 9 Euro! (aber sie helfen auch)

Ich wache meistens nachts auf mit leichten Kopfschmerzen, dann muss ich sofort 2 Paracetamol nehmen , dann hab ich die Migräne verhindert. Wenn ich nicht sofort Paracetamol nehme und schon wirklich Kopfschmerzen habe, dann helfen die auch nicht mehr, wie gesagt, dann nehm ich o.g. Sachen.

pReps


Maxalt ist auch das Mittel meiner Wahl. Allerdings brauche ich es bei weitem nicht mehr so oft, seit ich einen Betablocker einnehme wegen meinem erhöhten Blutdruck.

q7uengLler


Triptane sind die erste Wahl bei akuten Anfällen.Kauf dir das Buch Erfolgreich gegen Kopfschmerzen von H.Göbel, Leiter der Schmerzklink Kiel. Kopfschmerzen sind heute gut zu behandeln.

AVless!a2n9


ass kann nicht helfen, da das die Ader erweitert und bei Migräne nicht die Verengung die Schmerzen auslöst ,sondern die erweiterung...

Ich nehme seit 12 Jahren AScotop. davor Maxalt. das sind sogenannte Triptane und damit bekommste das in den Griff.. Die Sehstörungen nennt sich Aura.

Alles Gute

Alessa

A=leissra29


sorry hab eben erst gelesen, dass die meisten Infos schon gegeben wurden :-)

R(itaF1723


Seit meinen beiden Hirninfarkten leide ich auch unter Migräne, und zwar von der übelsten Sorte. Der Neurologe hat mir nach und nach alle verfügbaren Migräne-Medis verordnet. Nichts hat geholfen. Bei mir hilft nur Ibu 800, ein abgedunkeltes Zimmer und absolute Ruhe. Aber Ibu 800 ist erstens verschreibungspflichtig, zweitens verträgt es nicht jeder, schon garnicht, wenn man Autofahren muss. Es ist schon ein starker Hammer und sollte auch keine Dauerlösung sein.

ASS ist völlig unwirksam bei Migräne. Hat mein Neurologe auch bestätigt. Außerdem kann es bei längerer Einnahme die Kopfschmerzen verstärken. Das merke ich selbst, da ich ASS zur Blutverdünnung nehmen muss. Häufig habe ich so einen dumpfen Druck im Kopf. Aber ich muss ASS nehmen, es ist sozusagen meine Lebensversicherung.

P5hrpy


Und ich dachte bei mir ist es schon schlimm aber wenn ich das hier so alles lese.....

Naja hatte bis jetzt ja nur einen großen Anfall und einen kleineren gestern aber ist schon Ärgerlich wenn sowas beim Autofahren oder auf Arbeit passiert. Mein Chef ist da bestimmt nich sehr begeistert davon.

Ich danke euch erstmal für eure Erfahrungen und Hilfe. Ich hab einiges erfahren und werde das mit meinem Arzt mal besprechen.

Vielen Dank!

tPhe-Scavexr


3 kleine Ergänzungen:

1.: Migränemittel so früh wie möglich einzunehmen, ist natürlich richtig - aber mit einer AUsnahme: Triptane sollte man aus Sicherheitsgründen nicht während der Aura einnehmen, da zu diesem Zeitpunkt ohnehin eine Minderdurchblutung im Gehirn vorliegt, die durch das Triptan verstärkt werden könnte (das ja, wie schon gesagt, gefäßverengend wirkt).

2. Wer nicht gleich Göbels Buch kaufen will, kann sich auch mal seine Website ansehen: [[www.migraene-schule.de]]

3.: Selbstverständlich ist ASS bei Migräne wirksam (halt nicht bei allen Patienten, wie jedes Mittel), es zählt zu den Mitteln der ersten Wahl. Ritas Neurologe sollte sich vielleicht mal die Migräne-Leitlinie seiner eigenen Fachgesellschaft durchlesen ]:D Entscheidend ist die rechtzeitige Einnahme, eine ausreichend hohe Dosis (1000mg = 2 Tabletten) und die Kombination mit Metoclopramid gegen Übelkeit. Die Gefahr des Medikamentenkofschmerzees besteht bei *jedem* Kopfschmerzmittel, sie ist bei Triptanen sogar noch wesentlich höher als bei ASS. Entscheidend ist, nicht öfters als 10 Tage monatlich Kopfschmerzmittel einzunehmen (gilt natürlich nicht für Prophylaxemittel wie Betablocker oder Topamax).

Die Einnahme von ASS zur "Blutverdünnung" macht keinen Medikamentenkopfschmerz (u.a., weil dafür die Dosis zu niedrig ist), Ritas Kopfschmerz muss eine andere Ursache haben.

Grüße

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Neurologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Borreliose


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH